Literaturtipps Mathe im Anfangsunterricht

  • Kurz vor den Ferien habe ich erfahren, dass ich nächstes Jahr endlich mal wieder Mathe unterrichten darf. :) Das freut mich tatsächlich sehr. Ich mag Mathe, hatte seinerzeits Mathe-Leistungskurs und habe mein ganzen Studium über viel Mathe-Nachhilfe gegeben. Unterrichten durfte ich das auch schon mal (Klasse 1,2 und Förderunterricht)! Studiert habe ich es allerdings nicht und das letzte Mal ist auch schon ein bisschen her, weshalb ich gerade doch das Bedürfnis habe, mich nochmal ein bisschen einzulesen. Nun gibt es auf dem Markt unzählige Bücher zum Thema "Mathe im Anfangsunterricht", aber ich habe wenig Lust, mir auf gut Glück irgendein Buch zu bestellen. Daher die Frage: könnt ihr was empfehlen? Es geht mir vor allem um den Start in Klasse 1. Schon praxisbezogen, aber eben auch systematisch aufbauend. Also nicht einfach nur "ein bunter Strauß" Ideen, sondern was mit Hand und Fuß.

  • Hallo!


    Die Klassiker in dem Bereich sind "Didaktik der Arithmetik" von Padberg und "Didaktik der Geometrie" von Franke & Reinhold. Beide Werke finde ich gut und vor allem durchaus praxisorientiert :) .


    Mit freundlichen Grüßen

  • Ich habe mich in einer ähnlichen Situation wie der deinen mit "Anfangsunterricht Mathemathik" von Gasteiger und und Hasemann eingelesen und fand das gut und sinnvoll. Ansonsten kann ich auch die Bücher von Gaidoschik empfehlen.

  • Unser Lehrerhandbuch zum Schulbuch ist ganz gut. Da wir in allen Jahrgängen das gleiche Mathebuch verwenden, wollen wir den Unterricht relativ einheitlich gestalten, weil ja alles aufeinander aufbaut. Zumindest bei den Schriftlichen Rechenverfahren wollen wir gleich arbeiten.
    Früher habe ich gerne einen Uraltschinken von Silvia Regelein zu Hilfe genommen. "Der gesamte Mathematikunterricht im 1. Schuljahr."

  • Mit welchem Lehrwerk arbeitet ihr denn?


    Ich finde Radatz/ Schipper immer noch hilfreich, also die Handbücher für jeden Jahrgang.

  • Super, danke euch allen! Da hab ich jetzt eine schöne Liste und werd erstmal gucken, ob ich vielleicht auch irgendwo was leihen kann (vielleicht geh ich tatsächlich mal wieder ins Lisum... da war ich hundert Jahre nicht mehr...).

  • ...imteressant, offenbar dieselben Autoren, die schon vor 20 Jahren gelesen wurden...

    Ich finde Radatz/ Schipper immer noch hilfreich, also die Handbücher für jeden Jahrgang.

    @Anja82, weißt du zufällig, ob die Neuauflage genauso gut ist? Die ist billiger als das "antiquarische" Werk. Der gute Radatz hat da aber nicht mehr mitgewirkt...

  • Das Wichtigste ist, dass du die fortschreidende Schematisierung berücksichtigst. Erst mit Material handeln lassen, dann mit symbolischen Bildern operieren, sprich ein Zehnerfeld und Wendeplättchen verwenden und schließlich davon langsam lösen (leeres Zehnerfeld, später kein Zehnerfeld mehr). Im Idealfall soll jedes Kind selbst bestimmen, wann es auf der nächsten Darstellungsebene arbeiten möchte und kann. Das ist der größte Fehler, der im Anfangsunterricht geschieht, dass man Kinder zu früh auf einer für die zu hohen und damit unverständlichen Ebene arbeiten lässt, weil man etwa im Gleichschritt mit den Kindern arbeitet. Wir haben an unserer Schule für die Kinder einen Lernvideokanal erstellt. Dort können die Kinder speziell auch zu Hause auf ihrer Darstellungsebene üben, denn es gibt eine Vielzahl von Lernvideos, die sowohl thematisch als auch hinsichtlich der Darstellungsebene sortiert sind. Über meine Homepage kommst du zu dem Kanal, vielleicht findest du auch weitere Anregungen für deinen Matheunterricht: http://www.mathe-ueben-in-der-grundschule.jimdosite.com
    Jetzt erst mal schöne Ferien!!!
    Viele Grüße

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