Ref finanziell überleben

  • Du könntest auch das Ref in Hessen machen. Ich glaube da muss man nicht so oft umziehen und es geht 21 Monate? Müsstest dann, wenn du hier eingestellt wirst, erst drei Monate als Angestellter arbeiten, bevor du verbeamtet wirst.

    Na dann kann er auch nach NRW kommen, da geht es 18 Monate und man wird sofort verbeamtet, wenn sich eine Stelle findet ;)

  • Na dann kann er auch nach NRW kommen, da geht es 18 Monate und man wird sofort verbeamtet, wenn sich eine Stelle findet

    Das ist aber weiter weg von Bayern

  • Mich wundert bei den Vorschlägen, dass die alle nebenher erlaubt sind, uns wurden maximal 5h die Woche Arbeit zusätzlich erlaubt im Ref, das ist nicht viel!

    Bei uns hat sich kaum jemand an die Stundenbegrenzung gehalten. Eine hatte einen 20 Stunden Nebenjob. Frag mich nicht, wie die das geschafft hat.

  • Bei uns hat sich kaum jemand an die Stundenbegrenzung gehalten. Eine hatte einen 20 Stunden Nebenjob. Frag mich nicht, wie die das geschafft hat.

    Was heißt nicht daran gehalten, bei uns musste man alles genehmigen lassen und ein nicht-genehmigter Job war ein Entlassungsgrund (mussten wir vorher so unterschreiben). Das macht kein vernünftiger Referendar!

  • Was heißt nicht daran gehalten, bei uns musste man alles genehmigen lassen und ein nicht-genehmigter Job war ein Entlassungsgrund (mussten wir vorher so unterschreiben). Das macht kein vernünftiger Referendar!

    Wenn das Geld nicht reicht, bleibt einem Referendar nichts anderes übrig. Egal, wie vernünftig er ist. Für gewöhnlich sollte davon niemand etwas erfahren.

  • Es gibt Leute, die sowas nicht machen möchten, weil es ihnen peinlich ist. Und einem Enddreißiger, der beruflich sich einen gewissen Lebensstandard erarbeitete, wird gut überlegen, ob er staatliche Hilfe beantragt. Da ist ein Nebenjob oft noch das geringere Übel!

  • Es gibt Leute, die sowas nicht machen möchten, weil es ihnen peinlich ist. Und einem Enddreißiger, der beruflich sich einen gewissen Lebensstandard erarbeitete, wird gut überlegen, ob er staatliche Hilfe beantragt. Da ist ein Nebenjob oft noch das geringere Übel!

    Es geht ja nicht um einen Nebenjob, sondern um einen ungenehmigten Nebenjob, der einen das ganze Ref kosten kann und da sollte jeder Enddreißiger soviel Lebenserfahrung haben, dass er weiß, dass das geringe Übel dann jetzt staatliche Unterstützung ist als später, wenn man außer dem Nebenjob nichts mehr hat!

  • Es geht ja nicht um einen Nebenjob, sondern um einen ungenehmigten Nebenjob, der einen das ganze Ref kosten kann und da sollte jeder Enddreißiger soviel Lebenserfahrung haben, dass er weiß, dass das geringe Übel dann jetzt staatliche Unterstützung ist als später, wenn man außer dem Nebenjob nichts mehr hat!

    Naja, er hat ja gar nichts mehr dazu gesagt. Er hat das wahrscheinlich gar nicht vor.

  • Naja, wenn das Geld nicht reicht, beantragt man staatliche Unterstützung.

    Und welche Unterstützung soll das genau sein? So gering sind die Anwärterbezüge dann auch nicht, dass man mit Harz4 austocken könnte.

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.


    Albert Einstein

  • Hessen liegt auch nicht gerade neben München, ob es da dann noch so sehr drauf ankommt? ;)

    Bayern ist leider sehr groß. München ist fast genauso weit weg von mir wie Südhessen. Für den Threadsteller wäre es vielleicht eine Idee sich in Hessen und/oder BW auch für das Referendariat zu bewerben. Wenn er hier gleich nach München geschickt wird könnte er ablehnen und vielleicht was für ihn besseres in BW oder Hessen bekommen. In Hessen besonders wenn er ganz nördlich in Bayern wohnt z.B. Aschaffenburg und in BW wenn er ganz westlich z.B. Ansbach wohnt. Danach könnte er sich hier in Bayern bewerben und die fehlende Zeit als Angestellter nacharbeiten und danach verbeamtet werden, wenn er eine Planstelle bekommt. Also entweder drei oder sechs Monate als Angestellter in TVL 13 glaube ich.

  • Ich würd auch etwas Geld ansparen, mich vorher kundig machen, was so an KK Kosten auf mich zukommt und dann mich entsprechend auf ein kostengünstigeres Leben einstellen, um gleichzeitig die Wohnung behalten zu können. Allerdings wirst du im Ref ja sicher rumgeschickt, du müsstest halt deinen Vermieter fragen, ob du untervermieten darfst. Ob du dann dorthin zurück kommst...
    Ein Gymkollege musste gerade nach München zur Planstelle, obwohl seine Frau in Franken ein Planstelle hat und sie ein Kind bekommen haben vor einigen Monaten. Man hätte denken können, dass sie den dann wenigstens in Franken lassen, aber nicht mal der... Aber in Mü ist auch wirklich der größte Bedarf.

  • ^ ^ Ich muss echt immer wieder darüber staunen, dass München trotz (oder gerade weil?) seiner hohen Lebenshaltungskosten so viel Zuzug genießt. Und die Arbeit kann es nicht einmal sein, da man fast flächendeckend in Bayern Vollbeschäftigung hat... Bayern ist im Grunde das einzige Bundesland, wo die Referendare lieber auf's Land wollen, aber dann in die Stadt "gezwungen" werden - sonst ist es eher andersherum. Und ja, die Story mit dem Gymnasiallehrer aus Franken ist echt krass, @laeona, die bayerische Lehrerausbildung ist echt knallhart.

  • Ich habe verbeamtete Kollegen, die täglich aus Nürnberg, Fürth und Ingolstadt nach München pendeln.
    Ich versteh deinen Satz „Die Arbeit kann es nicht sein, da man in Bayern flächendeckend Vollbeschäftigung hat“ nicht.
    München - viele Einwohner - viele Schulen - viele Lehrer.


    Land - wenig Einwohner - etc. pp.

  • Kathie: Man kann halt die Zeit sinnvoller nutzen, als ewig und drei Tage nach München pendeln zu müssen und der große Vorteil am Lehrerberuf ist ja, dass man in jedem noch so kleinen Kaff zumindest im Umkreis eine Schule hat, wo man theoretisch arbeiten könnte - wenn man die Lehrer nur lässt und sie nicht nach München schickt. Man denkt ja immer, dass die Leute in die Städte ziehen, weil es dort Arbeit gibt. In Bayern und Baden-Württemberg ist es so, dass du in Stadt und Land bis auf wenige Ausnahmen sehr niedrige Arbeitslosigkeitsraten hat und man somit Landleben und Arbeit gut vereinbaren kann, wenn man das denn möchte. München ist eine Millionenstadt mit entsprechend hohem Lehrerberuf - das stimmt. Wenn ich aber mal von Bayern die Bevölkerungsanzahl aller Großstädte abziehe, komme ich immerhin noch auf knapp 10 mio. Einwohner. Weite Teile des Bundeslandes sind zwar ländlich geprägt, aber in der Kombination komme ich da schon auf eine ordentliche Anzahl an Menschen (und damit natürlich auch zu unterrichtende Kinder).

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