Erfahrungen Praxissemester

  • Wie empfandet ihr das Praxissemester? 7

    1. Insgesamt positiv, viele gute Erfahrungen mit LuL und SuS (5) 71%
    2. Durchwachsen, Praxiserfahrung gesammelt aber auch negative Erfahrungen gemacht (2) 29%
    3. Eher negativ, Erfahrungen mit LuL und SuS waren eher negativ (0) 0%

    Hallo alle zusammen!
    Ich habe letztes Semester mein Praxissemester absolviert. Ich war an einer inklusiven Gesamtschule und habe durchwachsene Erfahrungen machen dürfen. Mir wurden zwei Mentoren gestellt, einer unterstützte mich sehr und gab konstruktive Kritik, der andere hingegen schien mir sehr unzufrieden im Beruf und wirkte eher destruktiv. Auch von meinen Kommilitonen hörte ich viele negativ Beispiele und auch die Uni schien die Anforderungen im Praxissemester an die Studierenden gar nicht richtig im Blick zu haben. Reflexionen von Seiten der Uni gab es so gut wie kaum. Insgesamt empfand ich das Praxissemester als anstrengender und stressiger als alle anderen Semester meines Studiums (in Regelstudienzeit) und habe außer der wichtigen und nötigen Praxiserfahrung (im Umgang mit SuS) kaum positive Erinnerungen bzw. Erfahrungen aufgrund der Gesamtkonstruktion des Praxissemesters (Anforderungen der Uni, der Schule, Umgang mit Mentoren, Umgang mit anderen LuL, etc).

    Daher würde es mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen teilt. Wie war der Empfang an der Schule? Wurdet ihr als 'Lehrer' oder als 'nerviger Praktikant' wahrgenommen? Wie war der Spagat zwischen Schule und Uni? Wie war der Umgang mit Mentoren an der Schule? Usw..

  • Von wem hättest du denn gerne diese Rückmeldung? Von Forumsmitgliedern, die derzeit noch im Studium sind und ebenfalls gerade erst ihr Praxissemester absolviert haben?

    By the way: ich kenne solche Praxissemester gar nicht! Wer das Lehramt an BBS in Niedersachsen studiert, muss nur zwei mehrwöchige Praktika machen (insgesamt 10 Wochen, meine ich), aber lst kein komplettes Semester lang an einer Schule im Praktikum.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Na von allen die ein solches Praxissemester absolviert haben. Ob das gerade erst war oder nicht spielt ja erst mal keine Rolle..

    Bei mir wirkte nur alles so, als hätte einer die fixe Idee gehabt, dieses Semester zu etablieren aber es ist nicht vollkommen durchdacht und das dürfen dann die Studierenden ausbaden.

    Ach okay, und würdest du sagen, dass du zu wenig/ weniger Praxiserfahrung sammeln konntest?

  • Was genau ist denn dein Ziel, also was erhoffst du dir von dieser Umfrage, bzw. was möchtest du damit für dich selbst erreichen?


    Mein Praxissemester (lange her) war gut, nicht alles perfekt, aber wirklich gut, viele positive und lehrrreiche Erfahrungen. Letztlich dürften die Erfahrungen beim Praxissemester oder anderen studienbegleitenden Praktika (ich habe mein Praxissemester auch nicht als Blockpraktikum gemacht damals, sondern in zwei Teile gesplittet, um im Semester studieren zu können) ähnlich divers sein, wie später beim Referendariat. Es kommt halt immer darauf an, an welcher Schule und welchem Seminar man landet, wie die Regelungen des jeweiligen BLs sind, etc.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Bei mir war es damals so, dass ich ein "allgemeines Schulpraktikum" im 3. Semester gemacht habe und dann im sog. "Hauptstudium" noch ein "Fachpraktikum" (das war im 6. Semester, meine ich). Beide gingen damals - das war aber noch in den 1990ern! - jeweils über vier Wochen. Ich habe an den beiden BBSn, wo ich war, positive Erfahrungen gemacht. Klar wurde ich nicht wie eine "vollwertige Lehrerin" oder auch eine Referendarin behandelt (kein Wunder, denn mit mir waren noch fünf bis sechs andere Praktikant*innen an derselben Schule; das ist bei uns auch heute noch so), aber ich konnte wertvolle Erfahrungen sammeln und hatte auch hilfsbereite Mentor*innen. In der Uni gab es jeweils ein vor- und nachbereitendes Seminar für die Schulpraktika, die ebenfalls gut organisiert waren.

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  • Von wem hättest du denn gerne diese Rückmeldung? Von Forumsmitgliedern, die derzeit noch im Studium sind und ebenfalls gerade erst ihr Praxissemester absolviert haben?

    By the way: ich kenne solche Praxissemester gar nicht! Wer das Lehramt an BBS in Niedersachsen studiert, muss nur zwei mehrwöchige Praktika machen (insgesamt 10 Wochen, meine ich), aber lst kein komplettes Semester lang an einer Schule im Praktikum.

    In NRW wurde vor ein paar Jahren das Praxissemester eingeführt und dafür das Ref gekürzt. Wurde natürlich toll verkauft!

    Das Praxissemester leistet aber nicht das, was der erste Teil im Ref leistet.

    Da es eben auch stark vom Seminar und der Schule abhängt und natürlich auch der Uni.

    Andere Praktika gibt es auch noch, eines wurde aber wieder gestrichen glaube ich. Habe den Überblick nicht.


    Gut: Studium mehr mit Praxisinhalten füllen um die Eignung, auch für einen selbst rauszufinden.


    Schlecht: Die Durchführung an vielen Stellen.



    Wie war der Empfang an der Schule? Wurdet ihr als 'Lehrer' oder als 'nerviger Praktikant' wahrgenommen? Wie war der Spagat zwischen Schule und Uni? Wie war der Umgang mit Mentoren an der Schule? Usw..


    Ich habe eher schlechte Erfahrungen mit meinem Praxissemester gemacht.

    Woran lag das? - An der Schule, bzw. der Schulleitung, die sich wenig bis gar nicht gekümmert hat. Vielerorts war ich eher nerviger Praktikant, der drum betteln musste, ins Lehrerzimmer zu dürfen. Ich kenne heute noch viele Kollegen an der Schule, vieles hat sich nicht geändert, lag also wirklich da dran.


    Außerdem manche Lehrer, die mich eher als Last gesehen haben. O-Ton eines A15er: Hach, wenn du das machst und es nicht läuft muss ich ja alles noch einmal aufarbeiten. (Mir vorher zu helfen, damit es läuft, die Idee gab es wohl nicht)


    Uni - Arbeitsaufträge waren eher sehr auf Dorschung Didaktik ausgerichtet, weniger auf die wirkliche Praxis.


    Seminar - Hat mir nicht viel gebracht. In einem Fach hatte ich einen großartigen Fachleiter, der mir viel beigebracht hat und viel Einblick gebracht hat, habe heute noch guten Kontakt zu ihm.

    Im anderen Fach eine tolle Lehrerin, die mich auch super unterstützt hat, auch zu ihr habe ich heute noch Kontakt.


    Aber um das Ganze gut zu bewerten, war es zu wenig.


    Was ich gerne gelernt hätte: Reihen- und Unterrichtsplanung. Das habe ich dann erst mit Mühe im Ref gelernt.


    Andere Kollegen im Ref-Seminar hatten da bessere Erfahrungen, gerade in Bezug auf diese Planung.


    Daher, definitiv nur meine Meinung, und ich denke die Schule war dabei ausschlaggebend, dass es so gelaufen ist.

  • Was genau ist denn dein Ziel, also was erhoffst du dir von dieser Umfrage, bzw. was möchtest du damit für dich selbst erreichen?

    Mich würde interessieren, wie das Praxissemester bei anderen läuft/ lief oder es auch 'gute' Praxissemester gab/ gibt. Meine Erfahrungen waren größtenteils grausig (gemeckert habe ich genug, das möchte ich hier nicht), daher die Frage nach anderen Erlebnissen.

  • Mein Praxissemester war gemischt.

    Die Schule an auf der ich war, war sehr gut und hat mich (was Unterrichten betrifft) sehr viel probieren lassen. Allerdings waren da auch noch die Forschungsprojekte (3 an der Zahl), die man von Seiten der Universität durchführen musste. Hier hat sich die Schule (ich kann auch nachvollziehen warum) quergestellt (Das habe ich aber auch von vielen anderen Schulen gehört). Sodass man sehr eingeschränkt war, was die durchführbarkeit betrifft. Ganz allgemein fand ich die Forschungsprojekte ansich sch***e, da sie recht wenig mit der Praxis zu tun hatten und auch sehr viel Zeit gekostet haben, die ich lieber in die Vorbereitung und Erbrobung vom Unterrichten gesteckt hätte.

    Wir hatten auch jeweils 3 Seminarsitzungen pro Fach + 3 Kernseminarsitzungen am ZfsL. Diese waren inhaltlich ok (Es wurde jeweils in den Fächer besprochen wie man eine einzelne Stunde plant und im Kernseminar, war das "Lehrersein" Thema), auch wenn ich mir etwas mehr Informationen zu Reihenplanung gewünscht hätte, da wir seitens der Universität auch eine zusammenhängene Unterrichtsreihe von mindestens 5 Unterrichtsstunden pro Fach planen und durchführen sollten.


    Ansich bin ich Zufrieden mit dem Praxissemester, würde mir aber wünschen, dass die Forschungsprojekte seitens der Universiät zurückgeschraubt werden und als Benotungsgrundlage für das Semester beispielsweise die verschriftlichte Reihenplanung genommen wird.

  • Während meines eigenen Referendariats ist eine "Praxissemester"-Studentin mal "mitgekommen". Unterrichten wollte sie nie, sie saß halt gelangweilt ein bisschen hinten drin. Geplante Stunden bei Kollegen hat sie spontan doch nicht übernommen.

    Ich habe sie bei einem meiner Unterrichtsbesuche zuschauen lassen (Sie war in der Praxissemester-Gruppe beim gleichen Fachleiter wie ich als Referendar) und sie war auch bei der Nachbesprechung anwesen. Physisch. Gesagt hat sie nicht mal in der Positivrunde was, sie "würde lieber nur zuhören".


    Da kann ich nur sagen, egal wie es organisiert ist, SO sollte man sich nicht verhalten während des Semesters :D

  • Mich würde interessieren, wie das Praxissemester bei anderen läuft/ lief oder es auch 'gute' Praxissemester gab/ gibt. Meine Erfahrungen waren größtenteils grausig (gemeckert habe ich genug, das möchte ich hier nicht), daher die Frage nach anderen Erlebnissen.

    Und nochmal dieselbe Frage: Was ist dabei dein Ziel bzw. was möchtest du damit für dich erreichen? Hilft dir das beim Umgang mit deinen Erfahrungen oder ist das relevant für deine weitere berufliche Laufbahn...?

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Und nochmal dieselbe Frage: Was ist dabei dein Ziel bzw. was möchtest du damit für dich erreichen? Hilft dir das beim Umgang mit deinen Erfahrungen oder ist das relevant für deine weitere berufliche Laufbahn...?

    Ich verstehe zwar nicht, warum das von solcher Relevanz zu sein scheint aber ja, es würde mir helfen, mit meinen eigenen Erfahrungen umzugehen.

  • Ich verstehe zwar nicht, warum das von solcher Relevanz zu sein scheint aber ja, es würde mir helfen, mit meinen eigenen Erfahrungen umzugehen.

    Ich habe die Relevanz für dich nich tverstanden, da da sin meinen Augen- deshalb war die Nachfrage für mich relevant- mir persönlich erst einmal nichts bringen würde bei der Verarbeitung, aber da sind wir Menschen eben untershciedlich, insofern danke für deine Antwort. Damit kann ich deine Nachfrage besser einordnen. :)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

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