digitales vs. analoges Lernen

  • Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,


    da wir hier ja aus ganz verschiedenen Schulformen zusammenkommen, brauche ich für mein digitales Homeschooling mal etwas input.


    Bislang habe ich immer die Meinung vertreten, dass Schüler (v.a. schwächere Schüler), tatsächlich mit den Händen arbeiten müssen. Ich wiederhole gerade mit meinen 8. Klässlern (HS) die Bruchrechnung. Das bietet sich im Moment an, weil sie schon Vorwissen mitbringen, aber trotzdem viele Lücken haben.


    Ich habe sie am Anfang noch einmal viel Falten, Schneiden und Figuren anmalen lassen. Allerdings packe ich jede Woche mehrere Päckchen für Schüler, die keinen Drucker haben. Das stört mich eigentlich nicht wirklich und ich verschicke es, weil fast alle Schüler zwischen 20 und 80km Schulweg haben. Allerdings gibt es die Kinder mit Drucker, die jede Woche viele viele Blätter ausdrucken müssen und es machen. Allerdings lese ich oft (nicht in meiner Klasse), dass viele Eltern der hohe Papier- und Tonerverbrauch zunehmend stört. Klar, in der Schule kopieren machen wir das ja sowieso alles selbst.


    Nun habe ich überlegt, digitale Arbeitsblätter zu erstellen, also Blätter, die auf dem Handy, Tablet oder Laptop ausgefüllt werden können. Grundsätzlich würde mir das gut gefallen, da ich es auch leichter korrigieren könnte. Allerdings habe ich in den Jahren meiner Lehrertätigkeit gemerkt, dass die Sachen besser im Hirn bleiben, die die Schüler mit den Händen machen. Was sie einmal konzentriert abgeschrieben bzw. selbst geschrieben haben, ist schon einmal gelernt.


    Im Sinne der Digitalisierung würde ich gerne moderner werden bzw. mehr digitales einsetzen. Im Sinne der Lernpsychologie fällt mir das jedoch eher schwer. Bislang benutze ich Arbeitsblätter oder das Schulbuch, die Anton-App, Internetseiten für englische Grammatik und Youtube-Videos und bin per Chat und Videokonferenz erreichbar. Also alles sehr klassisch. Was ist eure Meinung dazu? Gibt es Alternativen oder Tipps für mich? Ideen, die ich vielleicht noch gar nicht gefunden habe? Ich freue mich über Meinungen und Anregungen.


    LG Flixe

  • Bislang benutze ich Arbeitsblätter oder das Schulbuch, die Anton-App, Internetseiten für englische Grammatik und Youtube-Videos und bin per Chat und Videokonferenz erreichbar. Also alles sehr klassisch.

    Ich finde das gar nicht "sehr klassisch", sondern es klingt für mich nach einem gesunden Mix. Ich bin sehr für mit den Händen arbeiten und sich bewegen (z. B. als Elektronen durch einen Stromkreis rennen), aber vieles geht zurzeit halt nicht und da hast du ja mit Anton, Videokonferenzen, Webseiten und Videos schon viele Lücken gefüllt.

  • Auch von mir: ich finde das voll modern, was du da machst! Und wie schon gesagt wurde, eine gute Mischung aus unterschiedlichen Aufgabenstellungen und Medien, da kommt keine Langeweile auf. Und wenn du auch noch per Chat und Videokonferenz die Möglichkeit bietest, Aufgaben direkt zu "besprechen" und zu korrigieren, ist das fast wie Präsenzunterricht. Mehr kann man fast nicht machen.


    Mit digitalen Arbeitsblättern habe ich keine soo guten Erfahrungen gemacht: viele meiner Schüler sind mit dem Handy online, da ist es oft schwierig, Dateien runterzuladen und zu bearbeiten. Wenn deine Schüler besser ausgestattet sind, ist das natürlich eine tolle Sache. Mein Kollege Mathe hat sie tatsächlich auch Kurzreferate (ca. 3 Minuten) zu kleinen Themenbereichen erstellen lassen, die sie dann verfilmt auf der Plattform hochgeladen haben...ich habe leider nichts davon gesehen, man berichtete mir aber, es sei ein großer Spaß gewesen.:D


    Ich habe häufig direkte Links zu schrecklichen Aufgaben gesetzt, die sie zu Hause dann auf Papier bearbeitet haben, stand ihnen währenddessen für eventuelle Rückfragen auch im Chat zur Verfügung. Nach einer vorher festgesetzten Zeit trafen wir uns dann alle im Chat wieder und "besprachen" die Aufgaben. In der Rückschau habe ich heute festgestellt, dass wir richtig was geschafft haben in diesen 5 Wochen, die können ihren Prüfungen recht gelassen entgegensehen.

    Zitat

    Allerdings habe ich in den Jahren meiner Lehrertätigkeit gemerkt, dass die Sachen besser im Hirn bleiben, die die Schüler mit den Händen machen. Was sie einmal konzentriert abgeschrieben bzw. selbst geschrieben haben, ist schon einmal gelernt.

    Ja, das sehe ich genauso, deswegen mussten sie eben auch viel in Eigenarbeit erledigen. Anton etc. sehe ich da nur als Ergänzung - bzw. auch als gute Kontrolle für mich: als ich letzte Woche sah, dass die Wiederholungsübung zum Passiv bei Anton rauschend danebenging, habe ich sofort live eine Wiederholung veranstaltet. Sie waren not amused.:D

  • Wenn sie vor dem Bildschirm sitzen und das, was sie auf dem Arbeitsblatt schreiben würden, stattdessen auf ein Blockblatt schreiben, hast du immer noch das Handschriftliche, was dir wichtig ist.

    Das dann abfotografiert und dir gemailt und schon ist der Austausch von Lehrer zu Schüler und von Schüler zu Lehrer rein digital.

  • Zum Erarbeiten von Neuem hast du sicher Recht und es ist gut, wenn die Kids erst mal gezeigt kriegen, was man von ihnen will und es dann selbst handelnd nachvollziehen. Zum Üben sollten dann aber Aufgaben aus dem Buch/Arbeitsheft und einfache Apps m.M.n. reichen.


    Es gibt halt noch so'n bisschen Mangel an richtig guten Programmen, die Dinge können, die Lehrer*innen nicht besser beherrschen ;) Ich las hier neulich von "bettermarks", habe es aber noch nicht ausprobiert, wg. Datenschutzfragen. Das kann wohl bis zu einem gewissen Grad Fehleranalyse und gibt dem Kind konkrete Rückmeldung. Als Lehrer bekommt man dann die fertige Auswertung geliefert.


    Letztlich ist alles Digitale ja gerade eher Notlösung denn Mehrwert. Aber so als Idee, was ganz sinnvoll sein könnte (allerdings Grundschule und auch nur Apple), wenn ein Programm auch anschaulich kann:

    https://apps.apple.com/de/app/kltzchen/id1027746349

    https://apps.apple.com/at/app/1st-calc/id546843701?l=en

    https://apps.apple.com/at/app/…triangle/id575736731?l=en

    https://apps.apple.com/at/app/…for-ipad/id556083423?l=en


    Ich finde deine Mischung auch ausgewogen. Mal was auf dem Blatt rechnen lassen, mal eine App mit Spiel, weil's mehr Spaß macht...

    Also ich denke, es gibt kein Programm, das ALLE didaktischen Kriterien erfüllt. Wir können uns nur umsehen, analysieren und damit leben, dass alles davon Vor- und Nachteile hat, so wie Mathebücher auch:)


    Edit: es gibt hier schon ein paar Homeschoolthreads, falls du noch was Konkretes suchst, das andere nutzen.

  • Aus Muttersicht nerven mich langsam auch die ständigen Ausdrucksachen, die dann auch noch wieder eingescannt werden müssen um sie den Lehrern zu schicken. Bei mehreren Kindern ein Vollzeitjob und ich habe ja sogar noch die Zeit. Andere Eltern müssen fast normal weiterarbeiten.


    Ich fänd eine digitale Lösung toll. Kann man das nicht vielleicht differenzieren. Die, die es ausdrucken wollen, machen es. Andere lösen es digital und schicken es dann zu.

  • Meine eigenen Kinder (im Grundschulalter) bekommen Lernpakete auf Papier und kommen damit super zurecht. zusätzlich arbeiten sie hin und wider mit Anton oder beantworten Fragen bei Antolin. Mein Viertklässler hatte auch digitale Fragebögen zur Fahrradprüfung. Insgesamt sind aber maximal 5% der Gesamtarbeitszeit digital (eher noch weniger).


    Meine eigenen Schüler in der Sek. 1 lernen inzwischen komplett digital. Ich sehe in zwei Punkten einen Nutzen/Mehrwert darin:

    1. Können die SuS mir ihre Arbeitsergebnisse super einfach zur Korrektur zukommen lassen und ich kann sehr zeitnah Feedback geben.

    2. Es ist ein gewisses "soziales Miteinander" gegeben. Man kommuniziert sehr viel direkter miteinander als wenn ich den Kindern nur ihre Aufgabenpakete schicke, hört sich, sieht sich, liest regelmäßig voneinander.


    Ich hatte eben in einem anderen Thread aber auch schon die Schattenseiten der digitalen Beschulung angesprochen, die wie ich finde sehr schwer wiegen: Es können Bild- und Tonaufnahmen von mir und meinem Unterricht gemacht und unkontrolliert im www verbreitet werden. Das ist ein massiver Eingriff in die Privatsphäre und Datenschutz.

  • Wie kommen deine Kinder an ihre Lernpakete?

  • Wie kommen deine Kinder an ihre Lernpakete?

    Unterschiedlich.

    Den ersten Schwung (für die drei Wochen vor den Osterferien) habe ich in der Schule abgeholt. Da waren draußen unter dem Vordach Tische mit großem Abstand nach Klassen aufgestellt und man konnte zwei Tage lang hin und die Kopien und Arbeitshefte für seine Kinder abholen. Da wurde dann gleich alles mitgegeben, was noch in der Schule lag und evl. gebrauchtwird.


    Jetzt nach den Ferien hat der Viertklässler seine Aufgaben digital per E-Mail bekommen. Es waren viele Aufgaben in sowieso vorhandenen Arbeitsheften (Flex und Flo/Flex und Flora...) und ein paar Sachen musste ich zu Hause ausdrucken.

    Die Klassenlehrerin der Erstklässlerin war kurz bei uns (mit Maske und Sicherheitsabstand) und hat alles fertig kopiert sowie eine Lektüre gebracht.

  • Das finde ich super. Wir kriegen derzeit alles per Mail und eben auch vieles zum Ausdrucken. So langsam gehen unsere Patronen zur Neige.
    *lach*

  • Das finde ich super. Wir kriegen derzeit alles per Mail und eben auch vieles zum Ausdrucken. So langsam gehen unsere Patronen zur Neige.
    *lach*

    Ich drucke auch viel, vor allem auch Aufgabenanweisungen, die man hinterher eh wegwirft. Irgendwie traurig, Papiersparen sollte eigentlich ein Vorteil von digitalem Lernen sein, aber was will man machen, ist halt niemand richtig vorbereitet...

  • Aus Muttersicht nerven mich langsam auch die ständigen Ausdrucksachen, die dann auch noch wieder eingescannt werden müssen um sie den Lehrern zu schicken. Bei mehreren Kindern ein Vollzeitjob und ich habe ja sogar noch die Zeit. Andere Eltern müssen fast normal weiterarbeiten.


    Ich fänd eine digitale Lösung toll. Kann man das nicht vielleicht differenzieren. Die, die es ausdrucken wollen, machen es. Andere lösen es digital und schicken es dann zu.

    Ich verstehe, dass manche Eltern die Sachen nicht ausdrucken können oder wollen. Ich biete immer wieder an, die Sachen für die Schüler auszudrucken und ihnen dann zuzuschicken (das liegt aber an der Entfernung zwischen Schule und Elternhaus bei unserer speziellen Schulform, sonst müssten sie es holen kommen!). Bislang nehmen es 4 von 9 Schülern in meiner eigenen Klasse in Anspruch. Die anderen beschweren sich noch nicht. Wer den Mund aber nicht aufmacht, darf hinterher nicht meckern.


    Manchmal schicke ich auch nichts, dann können sie wählen zwischen ausdrucken oder abschreiben. Würde ich digital vs. abschreiben anbieten, würden fast alle nichts schreiben, obwohl es ihnen gut täte. Das möchte ich auch nicht immer.


    Zusätzlich muss hier niemand etwas einscannen. Alle haben ein internetfähiges Smartphone und haben in den letzten Wochen gelernt, Fotos oder in PDFs umgewandelte Fotos per E-Mail an mich zu schicken. Das können sie mittlerweile ohne Elternhilfe perfekt alleine.

  • Ich weiß ja nicht wie alte deine Schüler sind und es ist auch schön wenn du nur 9 Schüler hast. Ich habe z.B. 25 und das in einer Brennpunktgegend. Ich bin froh, wenn überhaupt Endgeräte vorhanden sind und/oder mich die Eltern verstehen. Einzelne meiner Kinder habe ich seit Wochen nicht gesprochen, auch nicht zu Hause angetroffen etc.


    Bei meinen eigenen Kindern wird ein Bringen überhaupt nicht angeboten.


    Und doch meckern darf ich immer, denn die letzten Wochen und viele Berichte meiner Freunde mit zahlreichen Kindern in allen Altersgruppen zeigen mir wie realitätsfremd Lehrer oft sind. Vieles wird vorrausgesetzt. Dann werden z.B. Videokonferenzen verpflichtend angesetzt. Mehrmals verschoben etc. Die Leute müssen auch arbeiten, das vergessen viele Lehrer derzeit.


    Eine Freundin von mir ist alleinerziehend. Sie muss arbeiten, Sohn mit 10 ist alleine zu Hause. Das schafft er gut, aber er schafft nicht auch noch Videokonferenzen zu halten, Dateien in pdfs umzuwandeln etc..


    Gestern kriegt meine 13jährige Tochter eine Erinnerungsmail. Die allererste verpflichtende Aufgabe in Niedersachsen in dem Fach vom 22.4. hat sie vergessen abzufotografieren und hinzuschicken. Gemacht hat sie sie. Anstatt einer freundlichen Erinnerung kommt eine böse Mail an alle im Kurs, dass das inakzeptabel wäre (außer die drei die es gemacht haben, die auch noch namentlich erwähnt werden).


    Also wenn wir Lehrer Verständnis für die außergewöhnliche Situation haben wollen, dann bitte auch das Gleiche für die Schüler.


    Manche Lehrer sollten sich echt mal ein bisschen entspannen.

  • Stop, ich habe ja auch mehrere Klassen und nicht in jeder Klasse läuft es so gut, wie in meiner eigenen. Und ja, ich habe 8.Klässler, die, für eine fitte Hauptschulklasse, recht selbstständig arbeiten können.


    Ich versuche immer Wege zu finden, die die Eltern nicht außergewöhnlich belasten. Dazu gehört z.B. Ausdrucken und Verschicken der Materialien bei Bedarf/Wunsch, Anbieten (freiwillig) von festen und zuverlässigen Online-Sprechzeiten für Fragen und Unklarheiten (täglich 2 volle Stunden), weitgehend dauerhafte Erreichbarkeit 24/7 per Chat oder E-Mail. Die technische Ausstattung kenne ich und ich habe viele weniger betuchte Schüler. Auch ich frage nach, wenn etwas fehlt, mache das aber immer nett und mit einem Augenzwinkern. Das Umwandeln der Dateien in pdfs habe ich zusammen mit einer Videoanleitung mit den Kids geübt. Manche Eltern oder Geschwister konnten da auch abends mal helfen. Mittlerweile klappt es.


    Ich habe auch eine andere Klasse in der 2/3 der Schüler im Nirgendwo verschwunden sind. Eine Schülerin arbeitet aktiv mit. Nun unterrichte ich sie in einer analogen und digitalen Mischung eben alleine. Was soll ich denn machen?


    Ich habe ganz ganz viel Verständnis für meine Schüler, ihre Situation und ihre Eltern. Ich habe aber auch eine Dienstanweisung und die lautet, den Unterricht weiter aufrecht zu erhalten und mich um die Schüler zu kümmern. Ob ich das Online-Unterrichten gut und/oder sinnvoll finde, steht dabei außer Frage! Ich wurde zumindest nie gefragt, ich muss es eben machen.


    Heute habe ich eine Schülerin endlich wieder erreicht. Ich habe sie im Video nicht rundgemacht, weil sie seit 6 Wochen nichts gemacht hat. Statt dessen entwerfe ich jetzt täglich kleinstschrittige Tagespläne, mit denen sie sich nicht überfordert fühlt und wieder den Kopf in den Sand steckt und im Nirvana verschwindet.


    Die Grundfrage war, ob ich noch mehr digitalisieren soll (z.B. Arbeitsblätter), weil sie vielleicht eine noch positivere Auswirkung auf das Lernen haben, oder ob auch andere die Erfahrung gemacht haben, dass das klassische Arbeitsblatt bzw. Aufgaben lösen aus dem Buch mit handschriftlicher Bearbeitung eben lernpsychologisch neben all der gewünschten Digitalisierung eben auch einen Sinn hat.

    Aber auch hier sehe ich wieder, eine Teil will alles digital, ein Teil will gar nichts digital, ein Teil will ein bisschen von allem und ein Teil will am liebsten gar nichts. Was mache ich da jetzt???


    P.S.: Ich bin eine alleinerziehende Mama, die Vollzeit arbeitet und nebenbei ihren 7-jährigen beschult, von dessen Schule auch nur das Minimum kommt. Aber ich kenne die Gründe dafür und habe ein gewisses Verständnis für die Kollegen, auch wenn ich mir manchmal mehr wünschen würde.

  • Die Grundfrage war, ob ich noch mehr digitalisieren soll (z.B. Arbeitsblätter), weil sie vielleicht eine noch positivere Auswirkung auf das Lernen haben

    Die Antwort ist: nein. Ich habe noch nirgendwo gelesen, dass sich die Bearbeitung digitaler Ressourcen positiv auf das Lernen auswirkt. Ich kann das aus meiner Erfahrung heraus auch nicht behaupten. Es gibt ArbeitsTECHNIKEN, die zu dem einen Fach besser passen als zum anderen. Ob diese Technik dann jeweils digital oder analog ausgeführt wird, ist relativ egal. Wir führen an unserer Schule ja Laptop-Klassen und ich konnte gegen zunächst bemerkenswert grossen Widerstand durchsetzen, dass die SuS verbindlich ein Gerät mit Stifteingabe haben müssen. Wir haben für den ersten Jahrgang Laptop-Klassen bei uns in der Chemie einen Klassensatz Wacom-Tablets zum leihen angeschafft, die Jugendlichen durften zu Beginn einfach noch irgendein Laptop mitbringen. Es hat ungefähr 3 Monate gedauert, dann fanden ALLE Beteiligten, die Jugendlichen müssten dringend was zum Schreiben von Hand haben. Dementsprechend sind die Gerätevorgaben dann ganz zügig angepasst worden. Kurzum: Das Schreiben von Hand ist eine Technik, die für alle Fächer und immer eine grosse Relevanz hat und haben wird. Ob jetzt auf Papier oder auf den Bildschirm ist meiner Meinung nach nicht so wichtig.

  • @Wollsocken80 : Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Genau so etwas habe ich gesucht. Bislang hatte ich nämlich auch immer das Gefühl, dass neues Wissen "von der Hand besser ins Hirn geht". Aber das ist eben nur ein Gefühl. Ich lasse z.B. sämtliche Merktexte von Hand abschreiben und auch Vokabeln müssen, vor allem bei den jüngeren Schülern, durch Schreiben mit der Hand geübt werden. Es wird ja auch immer wieder diskutiert, ob das Ausbilden einer flüssigen Handschrift in der Grundschule noch eine so große Relevanz haben sollte.


    Aber im Moment kommt man da eben ins Grübeln. Denn trotz aller Belastung möchte ich, dass bei meinem Online-Unterricht wenigstens etwas hängen bleibt, sonst können meine Schüler und ich lieber chillen.


    Die Tablets mit Stift klingen für mich allerdings nach einem tollen Kompromiss. Leider haben meine Schüler ein solches im Moment nicht, aber das wird auf jedem Fall für die Zukunft in meinem Kopf bleiben. Danke.

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