Grundschulöffnungen: Schwierigkeiten, Ideen, Tipps

  • Hallo an alle,

    ich habe diesen Thread eröffnet, um ein bisschen Ideen auszutauschen, wie der Grundschulunterricht in dieser schwierigen Zeit durchgeführt wird und wir uns gegenseitig Tipps geben könnten. Vielleicht habt ihr auch Lösungen gefunden, wie ihr mit Schwierigkeiten umgegangen seid.


    Danke: Caro

  • Was mich zur Zeit umtreibt:

    Seit gestern wissen wir, dass wir am Montag mit den 4. Klassen anfangen sollen. Ich habe eine 4. Klasse. Auch Grundschulklassen sollen im wöchentlichen Wechsel und Gruppen bis zu 15 Schülern kommen, also sozusagen geteilt werden. Eine Gruppe hat eine Woche Präsenzunterricht, die andere soll im Homeschooling verbleiben, danach wird gewechselt. Es gibt nur Klassenlehrerunterricht.


    Wir sind nun am Überlegen, wie wir das gestalten sollen. Macht die Gruppe zuhause dasselbe oder ein anderes Programm? Ich finde das ganz schwer sinnvoll zu organisieren. Das Homeschooling kann ich dann nicht mehr so betreuen, ich habe jetzt schon mindestens 50 Stunden pro Woche fürs Homeschooling investiert. Aber ich muss auch Präsenzunterricht machen, vorbereiten und auch nachbereiten. Wir haben keine digitalen Tafeln. Ich frage mich, wie das gehen soll.


    Das nächste ist das Schulranzenproblem: Wir haben in allen Fächern Bücher und Arbeitshefte, die nicht unbedingt leicht sind. D.h. die eine Gruppe schleppt die Materialien immer freitags mit nach Hause und bringt sie, wenn sie wieder dran ist, montags wieder in die Schule.

  • Bin nicht Grundschule, aber Primarstufe Förderschule. Hoffe, das reicht? Wir - auch die GS bei uns im Land - dürfen leider noch nicht wieder starten und haben noch keinen Fahrplan, aber dazu:

    Macht die Gruppe zuhause dasselbe oder ein anderes Programm?

    Mir erscheint es nur logisch, dass ich bestimmte Inhalte mit Gruppe A in ihrer Woche in der Schule erarbeite. Diese üben/vertiefen sie dann in ihrer Woche Homeschooling.

    Währenddessen kommt Gruppe B in die Schule, erarbeitet die Inhalte und übt sie in der folgenden Woche usw.


    Versteht man, was ich meine? Die Gruppen sind dann immer um eine Woche versetzt. Das erscheint mir deutlich sinnvoller, als mir zu allen Inhalten eine Präsenz- und eine Fernlernvariante zu überlegen. So kann ich bei jedem Thema/jeder Kompetenz den Einstieg gemeinsam in der Schule machen und die Aufgaben, die die SuS auch weitgehend alleine hinbekommen, auf das Homeschooling verlegen.

    Wir haben keine digitalen Tafeln.

    Haben wir zwar und ich bin dankbar dafür, aber ich verstehe gerade den Zusammenhang nicht ... ?

    Das nächste ist das Schulranzenproblem: Wir haben in allen Fächern Bücher und Arbeitshefte, die nicht unbedingt leicht sind. D.h. die eine Gruppe schleppt die Materialien immer freitags mit nach Hause und bringt sie, wenn sie wieder dran ist, montags wieder in die Schule.

    Das erscheint mir jetzt nicht als soo zentrales Problem ... Überlegen, welche Bücher die SuS unbedingt brauchen, und nur diese tragen lassen. Evtl. teilweise auf Kopien o. ä. umsteigen, wenn das wirklich soo schwer sonst würde. Einmal in der Woche können die Kinder aber auch schon etwas mehr tragen ...

  • Jetzt wird's wirklich ernst. Wenn ich mir das Chaos bei meinem Grundschulkind so ansehe, wird es wohl das Beste sein, erst mal aufzuarbeiten. Sortieren, abhaken, beenden, noch mal schön abschreiben...


    Sonst würde ich zu Hause dasselbe machen lassen, wie in der Schule. Es geht eben alles langsamer voran und das Schuljahr ist eh gelaufen.


    An das Ranzenproblem hab ich noch gar nicht gedacht, wir (Förderschule, Brennpunkt) lassen normalerweise alles in der Schule, weil die Sachen sonst verschwinden. Überhaupt, den wochenweisen Wechsel verkraften unsere Kids sicher nur schwer, Durcheinander macht sie immer kirre :wacko:

  • digitale Tafeln:

    Vielleicht hätte man damit auch etwas ins Internet für das Homeschooling vom Klassenzimmer aus übertragen/nutzen können, z.B. Padlets usw. Alle Möglichkeiten der digitalen Tafeln kenne ich jetzt nicht so, aber da gibt es bestimmt irgendwas.

  • Seit gestern weiß ich, dass ab übernächster Woche auch schon meine Erstklässler in die Schule kommen sollen. Hat das ein anderes Bundesland auch schon, habe so gar keinen Überblick. Ich höre sonst immer nur von Viertklässlern.

    Ehrlich gesagt, ich kann es mir absolut nicht vorstellen, wie das funktionieren soll mit den Kleinen - ich habe schon bei den Viertklässlern Zweifeln, aber mit 6-7jährigen Kindern? Ich glaube, damit sie sich gut an die neuen Regeln halten, immer total beherrscht sind und sich nicht spontan "kindgemäß" verhalten, müsste man sie auf einem dauernhaften Angst-Level halten, der psychisch vermutlich nicht gesund ist...

    Vielleicht schätze ich aber die Situation auch zu schwierig ein, und es läuft alles besser als gedacht???

  • Wir fangen am Montag, 11. Mai wieder mit Präsenzunterricht (Kanton Zürich). Für kleine Kinder gelten die Abstandsregeln nicht, das heisst sie müssen untereinander keinen Abstand einhalten. Es findet Halbklassenunterricht statt bis sicher zum 8. Juni.


    Laut Vorgaben des Volkschulamtes dürfen maximal 15 Schüler/innen in einer Gruppe sein. Da bei uns an der Schule der Unterricht in 2-Jahrgangsklassen stattfindet, wird nach Jahrgängen getrennt. Die Kinder kommen zeitlich gestaffelt in die Schule und auch die Pausen werden so gemacht.


    Bei den jüngsten Kindern muss auch die Lehrperson nicht zwingend den Mindestabstand von 2m einhalten, nur die Lehrpersonen untereinander. Ich stelle es mir auch utopisch vor, wie ich einem 5jährigen helfen soll aus 2m Entfernung. Hygieneregeln werden wir nochmals thematisieren und wiederholen vor allem Hände waschen, wie Huste oder niese ich?, Essen wird keines geteilt. Es gibt ein Schutzkonzept der Schulgemeinde.

  • Vielleicht hätte man damit auch etwas ins Internet für das Homeschooling vom Klassenzimmer aus übertragen/nutzen können, z.B. Padlets usw. Alle Möglichkeiten der digitalen Tafeln kenne ich jetzt nicht so, aber da gibt es bestimmt irgendwas.

    Allein schon die Möglichkeit, Tafelbilder für die nächste Gruppe zu speichern ist nett. Unbedingt nötig ist das aber nicht.


    War bei euch ministeriell vorgegeben, dass die Kinder im wöchentlichen Wechsel kommen?

    Bei uns gab es verschiedene Modelle und die Schule durfte wählen. Meine Schulleitung hat sich für den täglichen Wechsel entschieden. Gesundheitlich nicht die allerbeste Lösung, zum Lernen aber gut. Einen Tag wird erarbeitet, einen Tag dafür zu Hause geübt. Am nächsten Tag macht die zweite Gruppe die gleiche Erarbeitung durch.

    Das könnte ich mir aber auch fürs wöchentliche Modell vorstellen, so wie Plattenspieler es beschrieben hat. Dann gibt es halt "Arbeitswochen" und "Übungswochen".

    Für die häuslichen Übungen würde ich versuchen, möglichst viele Aufgaben mit Selbstkontrolle zu wählen, um den Korrekturaufwand gering zu halten. Soweit möglich zumindest.

    Aber wie macht man es dann? Man kann doch nicht stundenlang nach einer Übungswoche im Unterricht Ergebnisse vergleichen.

  • Überhaupt, den wochenweisen Wechsel verkraften unsere Kids sicher nur schwer, Durcheinander macht sie immer kirre

    Immerhin wochenweise, bei uns haben die 6. jetzt eine Woche lang jeden Tag 4h UNterricht gehabt, nun reichen Räume und Lehrer nicht mehr, wenn alle kommen, sie kommen nun nur noch 2xdie Woche für jeweils 2 h, was wird das wohl für ein Chaos werden.

  • sie kommen nun nur noch 2xdie Woche für jeweils 2 h

    Das ist nicht viel. Das genügt doch gerade einmal, häusliche Übungen vorzubesprechen, oder?

    Susannea, bist du selbst in den sechsten Klassen? Was genau ist denn für diese gerade einmal vier Wochenstunden an Unterricht geplant?

  • Das ist nicht viel. Das genügt doch gerade einmal, häusliche Übungen vorzubesprechen, oder?

    Susannea, bist du selbst in den sechsten Klassen? Was genau ist denn für diese gerade einmal vier Wochenstunden an Unterricht geplant?

    Nein, ich bin aktuell nur zur Vertretung eingeplant. Eigentlich war bei den vier Stunden täglich Mathe, Deutsch, Nawi, Gewi eingeplant, nun wurde heute gerade mitgeteilt, Fachunterricht ist total ausgesetzt, es werden zwei Lehrer der Klasse zugeteilt und die sollen sich Inhalte und Stunden selbstständig aufteilen.


    Ich denke auch, dass das eher darauf hinausläuft Fragen zu besprechen und neue Sachen vorzubesprechen. Bei den kleinen Hoffen wir dann einfach auch mal neue Buchstaben usw. einführen zu können.

  • Inzwischen stellt es sich wohl heraus, dass für die 4. Klassen doch ein anderer Unterricht angedacht ist. Wir dachten an Abwechslung, aber vor den Pfingstferien scheint die Klasse aufgeteilt zu werden und beide Gruppen erhalten Präsenzunterricht im 4. Schuljahr. Das Problem ist erstmal vertagt bis nach den Pfingstferien, da könnte dann mit Homeschooling und Präsenzunterricht abgewechselt werden.

  • Aber wenn ich es richtig verstehe, gilt das nur für die vierten Klassen, oder? Die ersten Klassen sollen im WEchsel unterrichtet werden...

  • Bei uns heißt es bisher nur, dass die 1. Klassen ab Montag kommen sollen, wir haben Freitag Feiertag, sieht jemand das selbe Problem, wie ich dabei?!? Wobei sie nun meinten, da steht ja nur soll mit der Beschulung ab Montag begonnen werden, das würden sie anders auslegen :sterne:

  • Aber wenn ich es richtig verstehe, gilt das nur für die vierten Klassen, oder? Die ersten Klassen sollen im WEchsel unterrichtet werden...

    Ja, die ersten Klassen sollen im Wechsel unterrichtet werden.

    Jeder kann sich denken, warum man bei den 4. Klassen so verfährt: Wegen der Aufnahmeprüfungen kurz vor den Pfingstferien, vermute ich mal, damit der Präsenzunterricht "gerecht" verteilt ist, so meine These.

  • Bei uns heißt es bisher nur, dass die 1. Klassen ab Montag kommen sollen, wir haben Freitag Feiertag, sieht jemand das selbe Problem, wie ich dabei?!? Wobei sie nun meinten, da steht ja nur soll mit der Beschulung ab Montag begonnen werden, das würden sie anders auslegen :sterne:

    Na aber, aber! Das geht doch spontan. Jede Schule hat bestimmt schon 73.584 Pläne in der Schublade für alle möglichen Konstellationen. Die 1. könnten bei uns zum Beispiel den Bauarbeitern in der 3. Etage helfen, damit die schneller fertig werden und somit dann die anderen Klassenstufen schneller vorbeischauen könnten. Die Eltern wissen eh schon alles aus der Presse, die muss man nicht mehr anrufen...

    (Achtung, alles Ironie, habe mich gerade aufgeregt)

    Chemtrailpilotin in Ausbildung und Niesorgienbeaufsichtigende

  • Jede Schule hat bestimmt schon 73.584 Pläne in der Schublade für alle möglichen Konstellationen.

    Das ist wirklich praktisch! Diesen positiven Aspekt habe ich noch gar nicht bedacht. Wobei, wenn Masken verboten werden, Vanilleeis Pflicht wird und nur 2. und 7. Klasen erscheinen sollen, um Schulleiterinnen über 60 zu unterrichten? Was dann? Wer hat dafür Pläne?!

  • Ha, ich habe hier heute eine wirklich gute Sprachnachricht bekommen mit einer detailgenauen Planung inklusive Mondphasen.

    Chemtrailpilotin in Ausbildung und Niesorgienbeaufsichtigende

  • Na aber, aber! Das geht doch spontan. Jede Schule hat bestimmt schon 73.584 Pläne in der Schublade für alle möglichen Konstellationen. Die 1. könnten bei uns zum Beispiel den Bauarbeitern in der 3. Etage helfen, damit die schneller fertig werden und somit dann die anderen Klassenstufen schneller vorbeischauen könnten. Die Eltern wissen eh schon alles aus der Presse, die muss man nicht mehr anrufen...

    (Achtung, alles Ironie, habe mich gerade aufgeregt)

    Ich bin dann auch noch von der Schulleitung angepampt worden, wie ich das öffentlich als nicht gut hinstellen kann und zu kurzfristig und das im Schul-Chat mit den Kollegen.


    Ja geht's noch, es ist und bleibt für Montag zu kurzfristig und da lasse ich mir auch nicht den Mund verbieten und wenn die Senatsverwaltung auch Kalender hat und den Feiertag denkt, dann nenn mir einen vernünftigen Grund, warum man das so holterdiepolter umsetzen muss und denken wir werden wieder Feiertag und Wochenende mit Schulsachen verbringen, damit das klappt, da ja immer nur ein Teil da ist (das die Kollegen mit den Homeschooling-Sachen für die Woche schon fertig waren und die Montag/Dienstag ausgeben wollten und Kinder/Eltern dazu schon bestellt haben und nun doch alles anders ist, muss ich wohl nicht sagen)

  • Ich bin dann auch noch von der Schulleitung angepampt worden, wie ich das öffentlich als nicht gut hinstellen kann und zu kurzfristig und das im Schul-Chat mit den Kollegen.


    Ja geht's noch, es ist und bleibt für Montag zu kurzfristig und da lasse ich mir auch nicht den Mund verbieten und wenn die Senatsverwaltung auch Kalender hat und den Feiertag denkt, dann nenn mir einen vernünftigen Grund, warum man das so holterdiepolter umsetzen muss und denken wir werden wieder Feiertag und Wochenende mit Schulsachen verbringen, damit das klappt, da ja immer nur ein Teil da ist (das die Kollegen mit den Homeschooling-Sachen für die Woche schon fertig waren und die Montag/Dienstag ausgeben wollten und Kinder/Eltern dazu schon bestellt haben und nun doch alles anders ist, muss ich wohl nicht sagen)

    Hallo, Suannea,

    ich habe es gestern Abend zufällig in der Internetpresse von Berlin gelesen. Ich bin auch gespannt, wie das heute alles vorbereitet wird. Eigentlich wollte ich heute wieder etwas fürs Homeschooling vorbereiten, für Montag und auch schon etwas weiter. Ich bin viel zu unkonzentiert und unruhig dafür. Zumal ich Ü60 bin, zwar ohne Vorerkrankung, aber trotzdem.

    Liebe Grüße und abwarten und Tee trinken.....(?)

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