Der Trend zu Abitur und Studium ebbt ab

  • Ich meinte nur für fachlich einschlägige Studiengänge. Also z.B. ein Bachelor in Erziehungswissenschaft nach einer Erzieherausbildung oder ein Bachelor in BWL nach einer Ausbildung zum Industrie- oder Bankkaufmann.

    Klar kommt es bestimmt mal vor, dass man im Studium einen Text auf Englisch lesen muss. Das könnte dann problematisch werden. Wobei wirkliche Fachliteratur bestimmt auch für viele Abiturienten überfordernd ist (also ohne groß Vokabeln nachzuschlagen). Das hat man doch sogar teilweise bei deutschsprachiger Fachliteratur, dass man einiges nachschlagen oder mehrfach lesen muss - besonders zu Beginn des Studiums. :D


    Warum man noch das allgemeine Abitur macht?

    Damit man in die Studiengänge reinkommt, bei denen man nachher nicht mit den anderen in eine Versorgungskasse einzahlen muss. :teufel:

  • Ich meinte nur für fachlich einschlägige Studiengänge. Also z.B. ein Bachelor in Erziehungswissenschaft nach einer Erzieherausbildung oder ein Bachelor in BWL nach einer Ausbildung zum Industrie- oder Bankkaufmann.

    Klar kommt es bestimmt mal vor, dass man im Studium einen Text auf Englisch lesen muss. Das könnte dann problematisch werden. Wobei wirkliche Fachliteratur bestimmt auch für viele Abiturienten überfordernd ist (also ohne groß Vokabeln nachzuschlagen).


    Warum man noch das allgemeine Abitur macht?

    Damit man in die Studiengänge reinkommt, bei denen man nachher nicht mit den anderen in eine Versorgungskasse einzahlen muss. :teufel:

    Also an meiner FH hier ist es so, dass Erzieher, die Soziale Arbeit studieren wollen, nur 4 statt 7 Semester machen müssen, da ihnen das Praxissemester, der TPT und 2 Semester anerkannt werden. Sie studieren also nur noch 2 statt 3,5 Jahre und müssen keine Praktika mehr machen, was ich gut finde.

  • Ich kenne tatsächlich Leute, die über andere Wege als das klassische Abitur zum BWL-Studium kamen und die hatten doch einige Schwierigkeiten mit dem mathematischen Anforderungsniveau. Das dürfte sicher bei den technischen Studiengängen noch extremer sein. Und ja, wissenschaftliches Schreiben (Zitieren, Grammatik (!) , Textanalyse) bzw. Fachliteratur in Englisch kommen dann noch erschwerend hinzu.

  • Ich kenne tatsächlich Leute, die über andere Wege als das klassische Abitur zum BWL-Studium kamen und die hatten doch einige Schwierigkeiten mit dem mathematischen Anforderungsniveau. Das dürfte sicher bei den technischen Studiengängen noch extremer sein. Und ja, wissenschaftliches Schreiben (Zitieren, Grammatik (!) , Textanalyse) bzw. Fachliteratur in Englisch kommen dann noch erschwerend hinzu.

    Och mein Gott...
    Ich habe ein Abitur UND ein abgeschlossenes Hochschulstudium und hatte plötzlich in einer Veranstaltung im Zweitstudium auch Probleme in Mathe. und was soll ich dazu sagen? Auf den Popo setzen und üben. und es ging.
    Dasselbe für Englisch. Das ist meine 3. Fremdsprache und ich hatte echt große Probleme am Anfang. und in Politikwissenschaft und Linguistik ist der Anteil an englischsprachiger Literatur echt hoch. Ich habe mit Wörterbüchern gearbeitet (jaja, so alt bin ich). und irgendwann kann man es auch immer besser. Es ist keine große Kunst, Wörter lernt man, usw..

  • Gibt's in Deutschland kein Pendant zu unserer Berufsmatura? Wer kann denn an eine FOS/BOS gehen, wie lange dauert das und wozu berechtigt dieser Abschluss überhaupt? Was natürlich immer geht ist das Abendgymnasium, ne? Kann man sich in Deutschland auch autodidaktisch auf die Abiprüfungen vorbereiten? Ich meine, es hat mal jemand hier was drüber geschrieben, dass es da eine zentrale Prüfung gibt zu der im Prinzip jeder hingehen kann. Bei uns gibt's eben die Eidgenössische Matur, zu der sich jeder anmelden kann. Die meisten machen Vorbereitungskurse dafür und die Erfolgsquoten sind wohl nicht so gut, aber immerhin es gibt die Möglichkeit. Meine Chefin hat es so gemacht, die hat als Schülerin nie das Gymnasium von Innen gesehen.

    Also in Bayern ist es folgendermaßen:


    Zuerst FOS:


    - darf jeder mit mittlerer Reife hin (kann nachgeholt werden durch Besuch der Vorklasse)

    - Klassen: Vorklasse (10), 11, 12, 13

    - Bis jetzt folgende Zweige: Wirtschaft, Internationale Wirtschaft, Sozial, Technik, Kreativ, Agrar, Gesundheit

    - Abschlussprüfungsfächer: Deutsch, Englisch, Mathematik + Profilfach (BWR - Wirtschaft, IBWR - Internationale Wirtschaft, PP - Sozial, Physik - Technik, Irgendwas mit Gestalten - Kreativ, Biologie - Agrar, Gesundheitswissenschaften oder so - Gesundheit)

    - Abschlüsse:

    12: Allgemeine Fachhochschulreife*

    13: ohne zweite Fremdsprache**: Fachgebundene Hochschulreife***

    13: + zweite Fremdsprache: Allgemeine Hochschulreife****


    BOS ist das Gleiche wie FOS, nur dass man eine abgeschlossene Berufsausbildung braucht, um sie besuchen zu dürfen. Man kann deshalb den Zweig nicht freiwählen, da er zum Beruf zugeordnet wird, z.B. Kaufmann - Wirtschaft, Erzieher - Sozial.


    * Berechtigt zum Studium aller Studiengänge an FHs

    ** Zweite Fremdsprache (Italienisch, Russisch, Spanisch, Französisch oder Latein) beginnt in der 12ten neu, außer man hat sie bereits in der Realschule (Französisch Zweig) oder in der Ausbildung (Fremdsprachenkorrespondent) gehabt, dann wird dies anerkannt, sobald man im letzten Jahr eine 4 darin hatte. Im internationale Wirtschaft Zweig beginnt die zweite Fremdsprache, Französisch oder Spanisch, ab der 11ten oder wird fortgeführt ab der 11ten, wenn eine ganze Klasse mit Schülern (Realschule Französisch Zweig) mit Vorkenntnissen gebildet werden kann

    *** Berechtigt zum fachgebundenen Studium an einer Hochschule. Z.B. Pädagogik - Sozialer Zweig, Wirtschaftswissenschaften - Wirtschaft Zweig, etc.

    **** ist das Gleiche wie das Abitur am Gymnasium

  • Ich wäre einfach zumindest dafür, dass wenn Personen mit FHR an der Uni studieren dürfen, auch Personen mit abgeschlossener Ausbildung an der FH studieren dürfen ohne Zusatzqualifikation (fachliche Einschlägigkeit vorausgesetzt).

    Du würdest sehen: Die Ausbildungszahlen würden rapide ansteigen und dass dann nachher wirklich so viele das Studium aufnehmen würden, glaube ich nicht. Man hätte aber das, was man sich so lange wünscht: Mehr Aubildungstellen werden besetzt.

    Es ist irgendwie müßig, sich mit dir zu unterhalten. In Hessen darf man mit abgeschlossener Ausbildung und Mindestnote 2,5 ohne Zusätze an FHs studieren. Betriebe haben auch keine Probleme kaufmännische Ausbildungsstellen zu besetzen. Ausbildungsstellen sind begrenzt und orientieren sich nicht an der Menge der Bewerber.

    Bitte lies dich in das deutsche (Aus-)Bildungssystem ein.

  • Ich meinte nur für fachlich einschlägige Studiengänge. Also z.B. ein Bachelor in Erziehungswissenschaft nach einer Erzieherausbildung oder ein Bachelor in BWL nach einer Ausbildung zum Industrie- oder Bankkaufmann.

    Ein Studium der Erziehungswissenschaften hat, an meiner ehemaligen Uni, null Komma gar nichts mit einer Erzieherausbildung zu tun. Mit Sozialer Arbeit schon eher.

    Zumal man als Erzieher, wie ich oben bereits erläutert habe, so oder so studieren kann, was man will. Auch Wiwi, Jura, Lehramt für Gymnasien oder Mathematik.

  • Für Hessen trifft das zu, ja.

    Aber in anderen Bundesländern sieht die Sache anders aus. Da benötigt man Berufserfahrung und muss ggf. eine Eignungsprüfung machen.


    http://www.studieren-ohne-abitur.de


    Erziehungswissenschaften hat "null Komma gar nichts" mit einer Erzieherausbildung zu tun?

    :D Zumal es Erziehungswissenschaften mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten gibt, wie u.a. eben Sozialpädagogik.


    Und Lehramt kann man eben nicht mit einer Fachhochschulreife studieren. Das sollte doch eigentlich bekannt sein...

    Man kann übrigens auch nicht Jura auf Staatsexamen studieren mit FHR. Zumindest in Hessen. ;)


    https://www.uni-frankfurt.de/5…sexamen%20oder%20Magister.

  • Ist schon Jahre her und auch eher anekdotisch, aber ich erinnere mich zu gut, wie mich mal eine asiatische Frau fragte, warum ich nur Lehramt studieren würde. Das "nur" fand ich in dem Moment sehr schade, von der Direktheit der Frage mal abgesehen.

    Asiaten haben - was Bildung angeht - einen Knall. Sorry, wenn ich das so direkt sage. Die Tigermoms mögen ein Klischee sein, erfunden sind sie nicht.

    Gib einem Hungrigen einen Fisch, und er ist für einen Tag satt. Zeig ihm, wie man angelt, und er pöbelt Dich an, dass er besseres zu tun hätte, als Schnüre ins Wasser hängen zu lassen.

  • Und Lehramt kann man eben nicht mit einer Fachhochschulreife studieren. Das sollte doch eigentlich bekannt sein...

    Wer behauptet das? Eine Erzieherausbildung entspricht, wie auch ein Meister, einer allgemeinen Hochschulreife, nicht einer fachgebundenen Hochschulreife oder einer Fachhochschulreife. Damit ist dann natürlich auch ein Lehramtsstudium möglich.


    Dass du Zitate verkürzt und damit ihre Aussage veränderst, lasse ich ansonsten mal unkommentiert.


    Edit: Du musst schon richtig hinschauen. https://www.uni-frankfurt.de/3…5/Beruflich_Qualifizierte

  • Erzieher ist gleichwertig zu Meister?


    Okay, das wusste ich echt nicht.


    Dann hast du natürlich recht in diesem Punkt.


    Trotzdem gilt das mit Berufsausbildung ohne Berufserfahrung und ggf. Eignungsprüfung eben nicht in anderen Bundesländern und es bleiben auch sehr viele Lehrstellen jedes Jahr unbesetzt. Du kannst vom kaufmännischen Bereich nicht auf das ganze System schließen. Besonders im Handwerk ist das ein großes Problem. Und auch in anderen Bereichen gibt es zwar Bewerber, aber keine geeigneten. Da bringt die pure Menge an verfügbaren Personen dann auch nichts.

  • Und zum Vorwurf, Zitate zu verkürzen und ihre Aussage zu verändern, sage ich mal besser auch nichts. Da hätte ich mit deinen geistigen Ergüssen auch viel zu tun. Das zweite hast du dir nämlich einfach selbst zusammengebastelt und das weißt du auch. ;)

    Zwischen "das Studium an einer FH ist (subjektiv) einfacher als an einer Uni" und "wozu braucht ein Industriekaufmann überhaupt ein FH Studium, soll der doch gleich im Master studieren dürfen" kommt noch ein bisschen was.


    Mit Erzieher und AHR hattest du recht. Was willst du noch hören? Bzw. ist es wirklich dein Niveau, jetzt krampfhaft zu versuchen, mich bloßzustellen?

  • Puh, das lasse ich einfach mal so stehen. Wenn du dich schon bloßgestellt fühlst, wenn du auf inhaltliche Fehler hingewiesen wirst, hat eine Unterhaltung ja noch weniger Sinn.

  • Und Lehramt kann man eben nicht mit einer Fachhochschulreife studieren. Das sollte doch eigentlich bekannt sein...

    In Niedersachsen kann man mit der FHR auch Lehramt an einer Uni studieren, nämlich das Lehramt für berufliche Schulen! Beispielsweise kann man, wenn man die FHR an einer FOS mit dem Schwerpunkt Wirtschaft erworben hat, die berufliche Fachrichtung "Wirtschaftswissenschaften" mit einem beliebigen Unterrichtsfach studieren.

    Für Hessen mag das nicht zutreffen, das entzieht sich meiner Kenntnis.

  • In Niedersachsen kann man mit der FHR auch Lehramt an einer Uni studieren, nämlich das Lehramt für berufliche Schulen! Beispielsweise kann man, wenn man die FHR an einer FOS mit dem Schwerpunkt Wirtschaft erworben hat, die berufliche Fachrichtung "Wirtschaftswissenschaften" mit einem beliebigen Unterrichtsfach studieren.

    Für Hessen mag das nicht zutreffen, das entzieht sich meiner Kenntnis.

    Geht in Hessen auch. Lehramt für berufliche Schulen ist auf Bachelor/Master umgestellt und Bachelor kann man mit FHR studieren.

  • Und Lehramt kann man eben nicht mit einer Fachhochschulreife studieren. Das sollte doch eigentlich bekannt sein...

    In NRW über den dualen Master möglich. Also Lehramtsmaster mit FH-Bachelor. Betrifft die gesuchten technischen Fachrichtungen fürs Berufskolleg.

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