Lehrerzimmer - neu im Kino

  • Ich kenne es in Baden-Württemberg so, dass die SL es genehmigen muss, sonst darf sie nicht auf dem Schulgelände verkauft werden. Diese Regel lernte ich im Referendariat kennen und ich habe einmal erlebt, dass eine Schülerzeitung vor dem Schultor verkauft werden musste.

    Pressefreiheit ja und wer klagt und zahlt?

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Es gibt Vereine, die das übernehmen. Zu meiner Schülerzeitungszeit war das hier in Bayern die "Junge Presse Bayern", die Schülerzeitungsredaktionen unterstützt hat, auch finanziell, wenn sie sich gegen Zensur wenden wollten.

    Moebius
    Wenn man Demokratieerziehung und darin die Pressefreiheit ernst nimmt, muss man auch abweichende politische Meinungen aushalten, solange sie nicht volksverhetzend sind. Dafür gibt es eine beratende Lehrkraft, um dann ggfs. ins Gespräch zu gehen. Dass eine Schülerzeitung kritisch ist und dabei ggfs. über das Ziel hinaus schießt, liegt in der Natur der Sache. Das ist ja bei Schülerreden bei der Abifeier ähnlich. Hier gehört es meiner Ansicht nach zu professionellem Handeln, konstruktiv damit umzugehen statt ganze Jahrgänge kollektiv abzustrafen. Gerade bei Abiturienten kann man die Messlatte nochmals etwas höher legen - aber wenn es den Strafbestand der Beleidigung nicht erfüllt, stellt sich die Frage, was man dann bestrafen möchte. Mangelnden Stil? Das Ruinieren der feierlichen Stimmung. Wenn der Strafbestand erfüllt ist, weiß man ja, was der nächste Schritt sein kann.

  • In einer Demokratie sind Meinungs- und Pressefreiheit wichtige Güter und das Spektrum des Sagbaren größer als in anderen politischen Systemen. Insbesondere deckt das auch die Kritik an staatliche Strukturen, wozu auch Schule und deren Vertreter (m/w/d) gehören, ab.

    Ich finde dennoch, das Ganze sollte Grenzen haben und die liegen, wie von WillG angedeutet, vermutlich da, wo es beginnt, zivilrechtlich relevant zu werden. Ich möchte in einer Abizeitung weder eine Seite sehen, auf der ein einzelner Schüler (m/w/d) herausgepickt und mit Bildern und/oder Worten fertiggenacht wird, noch Sprüche in Richtung "Tod allen [Bevölkerungsgruppe nach Wahl]!".

Werbung