Schulausfall der eigenen Kinder aber nicht der eigenen Schule

  • Mitnehmen habe ich mit den größeren auch schon gemacht. Es gibt auch ein Kinderkrippenkind. Auch wenn es natürlich heißt,dass sie Notbetreuung vorhalten müssen, hilft es nicht, wenn die Erzieher wegen des Schnees erst 2h sogar öffnen. Und ein 2 jähriges Kind ist mit einem 7 Stunden Tag durchaus überfordert.

    Mal eine doofe aber ernsthafte Frage: Was würdest Du denn machen, wenn Du in einem Betrieb arbeitest, wo du nicht so einfach fehlen kannst und dein Kind nicht mitnehmen kann? Köchin im Restaurant, Anwalt mit Gerichtstermin, Bäckermeister(in), die alleine in der Backstube ist, Ärztin im Notdienst ...

    Ich meine klar. Niemand ist unersetzlich und man kann auch einfach mal krank werden. Aber letztlich erwarten viele Arbeitgeber doch, dass Eltern sich Gedanken um die Unterbringung ihrer Kinder machen. Die wenigsten werden wahrscheinlich zuhause bleiben können.

  • Mal eine doofe aber ernsthafte Frage: Was würdest Du denn machen, wenn Du in einem Betrieb arbeitest, wo du nicht so einfach fehlen kannst und dein Kind nicht mitnehmen kann? Köchin im Restaurant, Anwalt mit Gerichtstermin, Bäckermeister(in), die alleine in der Backstube ist, Ärztin im Notdienst ....

    In vielen Fällen ganz einfach: Urlaub nehmen! Und was auch nicht zu unterschätzen ist: es macht einen Unterschied, ob ich eine Betreuung ab 8.30/9.00 extern organisieren kann oder wie bei uns morgens um 6 Uhr. Um diese Uhrzeit erreiche ich nämlich nur schwierig jm, der an dem Tag evtl Zeit hätte mein Kind zu betreuen.

  • In vielen Fällen ganz einfach: Urlaub nehmen! Und was auch nicht zu unterschätzen ist: es macht einen Unterschied, ob ich eine Betreuung ab 8.30/9.00 extern organisieren kann oder wie bei uns morgens um 6 Uhr. Um diese Uhrzeit erreiche ich nämlich nur schwierig jm, der an dem Tag evtl Zeit hätte mein Kind zu betreuen.

    Ehrlicherweise glaube ich, dass das die wenigsten Eltern machen. Wir haben bei uns an die 200 Kinder davon waren unter 5% in der Notbetreuung. Die meisten Eltern werden sich also einen Notfallplan gemacht haben. Als Außenstehender habe ich immer das Gefühl, dass sich die Probleme in der Praxis dann doch leichter lösen lassen. In meiner Klasse gab es dann 2-3 Kinder, wo dann Kinder ohne Betreuung untergekommen sind. Irgendwie hat sich das immer alles ergeben.

  • Rechtlich ist doch das eine, was im Alltag dann gut funktioniert das andere.

    Mich nervt's, dass "Außenstehende" ihre Gefühle und Vermutungen in selbst so bezeichnete "doofe Fragen" kleiden.

    Andere Eltern haben die Oma um die Ecke wohnen, können im Homeoffice arbeiten oder ihre Schichten tauschen. Ist auch völlig egal, die TE wollte wissen, wie es rechtlich aussieht und nicht wie der doof Fragende das alles lösen würde, wenn er Kinder hätte. Macht euch doch ein paar Kinder und berichtet dann von euren Erfahrungen.

  • Klar gibt es die "flexiblen" Elternhäuser: Papi verdient genug, so dass Mami nicht arbeiten muss bzw. es arbeitet keiner von beiden oder man hat die Großeltern in der Nähe.

    ...oder die Familien organisieren untereinander Gruppenbetreuungen

    ...oder jemand kann doch parallel im Homeoffice arbeiten

    ...oder die Kids können doch mit auf Arbeit kommen

    ...oder die Eltern halten ihre Kinder für selbständig genug, mal einige Stunden alleine zu Hause zu überleben

    ...oder oder oder....

  • Rechtlich ist doch das eine, was im Alltag dann gut funktioniert das andere.

    Mich nervt's, dass "Außenstehende" ihre Gefühle und Vermutungen in selbst so bezeichnete "doofe Fragen" kleiden.

    Letztlich sind wir da alle in einem Boot. In einem funktionierenden Kollegium versucht man Lösungen zu finden und allen entgegenzukommen. Da stellt sich durchaus die Frage, was man erwarten kann/soll und was nicht. Da es kein lehrerspezifisches Problem ist, stellt sich dann auch die Frage, wie es in anderen Bereichen gelöst wird.

    Dabei muss man auch die Eigenverantwortung sehen. Wir als Schule sollten Kollegen unterstützen, wenn sie keine andere Möglichkeiten haben. Aber erstmal sollte ich selbst aktiv werden. Es wird immer die Notfälle geben und da wäre ich der letzte, der sagt, dass man da nichts machen kann. Da muss die betroffenen Person ausgeplant werden und andere bleiben notfalls mal eine Stunde länger. Aber wenn 95% unserer Eltern das Schulausfallproblem lösen, dann sollten es auch die Lehrkräfte hinbekommen.

  • Letztlich sind wir da alle in einem Boot. In einem funktionierenden Kollegium versucht man Lösungen zu finden und allen entgegenzukommen. Da stellt sich durchaus die Frage, was man erwarten kann/soll und was nicht.

    Ist doch okay, du kannst es ja aus deiner Perspektive als planende Person sagen.

    Aber wenn 95% unserer Eltern das Schulausfallproblem lösen, dann sollten es auch die Lehrkräfte hinbekommen.

    Aber meinst du, es geht auch ohne Klugscheißen?

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