Schulleitung beeinflusst Notengebung

  • ich bilde zuhause neue kleine (3er-) Stapelchen, nach vermutetem Ergebnis, um ein bisschen Abwechslung in Länge / Niveau und entsprechender "Gefühlslage" zu haben.

    Ich habe das oben verkürzt dargestellt, als ich geschrieben habe, dass ich sie einfach so korrigieren, wie sie kommen. Mit ging es darum, dass alphabetisch bei mir kein Ordnungssystem bei der Korrektur ist. Die Wahrheit ist ein wenig chaotischer. Ich suche mir als erste Arbeit eine aus, von der ich eine durchschnittliche bis gute Note erwarte, also so 2-3, und die lesbar geschrieben ist, sozusagen um zu sehen, was ein durchschnittlich guter Schüler leisten konnte und um die Anfangshemmung bei Korrekturen zu überwinden.
    Dann korrigiere ich sie so, wie sie kommen, wobei ich aber die Guten meist erstmal beiseite lege, denn die korrigieren sich in der Regel schneller, weshalb ich mir die gerne für das Ende aufhebe, wenn ich gar keine Nerven mehr habe. Manchmal gönne ich mir eine gute Arbeit zwischendrin, wenn sonst alles zu schrecklich wird.

    Also, "so wie sie kommen" stimmt nicht wirklich, aber alphabetisch auf keinen Fall.

  • Da bei uns täglich Klausuren geschrieben werden, hilft es mir nicht, dass sie zu Beginn des Halbjahres bekannt sind.

    Da wir 3 LKs haben, in den schriftliches Abitur geschrieben werden muss, kann Grundkurs nur mündlich abgelegt werden. Dafür muss dieses Fach im Jahr vor der Kursstufe belegt worden sein, 2- oder 3- stündig ist dafür egal. Gerade Religion oder Ethik werden gerne gewählt und ein zu später Wechsel oft beklagt. Allerdings muss in Mathe und Deutsch Abiturprüfung von allen abgelegt werden, wer im Basiskurs ist, mündlich. Basiskurse in Mathe oder Deutsch bedeuten für die Kolleginnen und Kollegen daher mindestens 20 mündliche Prüfungen in 2 Tagen. Die Themen werden zwar vom Fachlehrer festgelegt, die Verteilung auf die Prüflinge übernimmt aber der Prüfungsvorsitzende, Kollege einer anderen Schule anonym. Man kann also nicht die Themen in seinem Kurs verteilen.

    Anteil der Klausur liegt aktuell jeder Lehrer noch selbst fest und teilt es dem Kurs in der 1. Stunde mit (Transparenzerlass). Soll jetzt geändert werden. Ich kenne niemanden, der schriftlich weniger als 50 % wertet, die meisten zwischen 60 und 70 %. Und seltsamerweise weicht die mündliche Note selten deutlich von der schriftlichen ab. Bei uns geht es auch in der mündlichen Fachnote nur um Fachliches. Mitarbeit und Verhalten zählen nicht zur Fachnote. Ja, die 4 Klausuren in 4 Halbjahren entscheiden mit. Wer weniger als 3 Punkte schreibt, bekommt selten 5 oder mehr Punkte im Zeugnis.

    Viele sprachlich begabte Schüler schlagen sich halt mit 4 Basiskursen Mathe, 4 in Bio und meistens noch mit 4 in Physik oder Chemie herum. Wenn nur 8 Unterkurse erlaubt sind...

    In Baden-Württemberg spielt die Gerechtigkeit und der Vergleich über alle Schulen eine sehr große Rolle. Schriftliche Abiturprüfungen werden 2x komplett neu korrigiert, der 2. weiß weder Namen, noch Schule, noch was der 1. korrigiert hat. Erst der 3. von einer entfernteren Schule sieht alles. Bei der mündlichen Prüfung kommen Kollegen von einer Schule im Umkreis von bis zu 100 km, sie verteilen die Aufgaben auf die Prüflinge.

    Essen kommt, sitze im Restaurant.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ich stimme dir in weiten Teilen zu - nur, dass sich bei uns die sprachlich begabten Schüler (m/w/d) nur selten für eine zweite Naturwissenschaft entscheiden.


    Nachtrag: Fettmarkierter Teil hat gefehlt.

    Einmal editiert, zuletzt von Gymshark (14. Februar 2026 14:29)

  • Ich stimme dir in weiten Teilen zu - nur, dass sich bei uns die sprachlich begabten Schüler (m/w/d) nur selten für eine zweite Naturwissenschaft entscheiden.


    Nachtrag: Fettmarkierter Teil hat gefehlt.

    Müssen sie bei uns, früher immer, jetzt hilft manchmal ein geschickt gewählter Seminarkurs.

    Und ja, man merkt deutlich wer muss. Dass sind die Schülerinnen und Schüler, die unter 3 Punkte schreiben. Ich bin froh, dass dieses absolute Muss von 2 naturwissenschaftlichen Kursen nicht mehr gilt.

    Seitdem man durch entsprechende Wahl das 2. naturwissenschaftliche Fach umgehen kann, sind Basiskurse bei uns Chemielehrern auch beliebt. Zwei meiner Kollegen streiten sich jedes Jahr darum. Es gibt zwar immer noch einige, die wählen mussten, aber sie geben nicht den Ton an. Unterricht wird auf fachlich hohem Niveau abgehalten.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

Werbung