Eltern rauben mir den Spaß

  • Das ist zweischneidig.
    Und genau das ist der Punkt: Akademikerkindern wurde schon immer "etwas abgenommen". Nicht der Hintern hinterhergetragen, "man" hat sich schon korrekt beworben, aber die Eltern haben (noch mal) erklärt, wie man das Schreiben verfasst, der Freund bei der passenden Firma / Praxis wurde im Vorfeld informiert, usw..
    Immer mehr Eltern bekommen schon mit, wie wichtig es ist, dass sie mit dabei sind, kennen aber immer weniger Grenzen.

    Die Eltern wissen, dass es wichtig ist, aber nicht, wie man es macht. Deswegen treten die dann so unangenehm auf.

  • so in etwa - diplomatischer - geantwortet.

    (und ich gehe davon aus, dass solche Elternsprüche nur Ausreden zur Kontrolle sind. À la "ich habe mich informiert, ein Auslandsaufenthalt ist keine Pflicht", "Es gibt auch Praktika in Nordfrankreich, warum willst du nach Südfrankreich?"

    Eltern verkraften manchmal nicht, nicht mehr der beste Freund zu sein.
    Eltern sind aber auch manchmal richtig Mist und ertragen nicht, dass das Kind erwachsen und unabhängig wird, Sachen erlebt, etc... (über das normale Maß von Betrübtheit hinaus)

  • Ergänzung dazu:

    Ich mache an meine Schule Einstufungsberatung. Tatsächlich kommt es immer öfter vor, dass die Mutter mit dabei sitzt und teilweise sogar das Sprechen übernimmt. Peinlicher geht's kaum. Vor ein paar Jahren war das VÖLLIG undenkbar und es hat für großes Gelächter im Sekretariat gesorgt, wenn jemand mit Mutti ankam. Da wird eine Generation völliger Unselbstständigkeit herangezogen.

    Das hat aber ja nun nichts mit einem Elternsprechtag zu tun, wo - zumindest an meiner Schule - nur die Erziehungsberechtigten minderjähriger SuS erscheinen.

    Von daher passt dein Beitrag als "Ergänzung dazu" hier m. E. nicht, weil es sich in deinem Beispiel ja um ältere/volljährige Personen handelt.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

Werbung