Massives Mobbing im Referendariat

  • Das kann nur jemand sagen, der noch nie auf dem Amt saß.

    Doch. Ich habe nur mit Bafög und Jobs studiert und mit meiner ältesten Tochter habe ich 1 Jahr (ihr erstes Lebensjahr) mit Wohngeld und 600DM Erziehungsgeld bestritten. Dann ging ich wieder arbeiten. Mein Mann war 500 km entfernt und hatte eine halbe Stelle zum promovieren. Er brauchte sein Geld für sich. Nachteil der Boomergeneration: Wir mussten für irgendwelche Stellen viel auf uns nehmen, da die Konkurrenz groß war.

    Meine Tochter musste ab 1 Jahr zur Tagesmutter, ich hatte die Verwandtschaft 450 km weit weg. Ich hatte aber eine liebe Tagesmutter, zu der ich die Kleine auch krank bringen konnte.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Dass ich begründen müsse, wenn ich TZ arbeite weil ich kein Kind habe.

    Finde ich nachvollziehbar. Die Regelarbeitszeit ist nun mal 41 Stunden die Woche bei Beamten. Familienpolitische Teilzeit ist ja kein Problem, aber dass man für die voraussetzungslose Teilzeit eine Begründung benötigt, ist absolut nachvollziehbar, man hat da nämlich keinen Anspruch drauf, wenn dienstliche oder betriebliche Belange dem entgegenstehen.

  • Derart frauenverachtenede Beiträge können nur von Männern kommen. Mein Partner ist gegangen. Dafür, dass er nicht die Eier hat, sich um seinen Sohn zu kümmern, willkürlich Unterhalt zahlt und sein Kind nicht sehen will kann ich nichts. Was ist denn dein Vorschlag? Ihm das Kind vor die Wohnungstür zu setzen und dann zu fahren? Hast du dir ernsthaft mal überlegt, was du hier schreibst?

    Du liest meine Beiträge (und auch andere) viel zu emotionalisiert 😊 Was du schreibst, ist alles sehr bedauerlich und unglücklich, es ist aber eben deine Baustelle und nicht die deiner Schule und Ausbilder. Was ich geschrieben habe, ist das, was faktisch nunmal gedacht wird.

    Ich würde das Ref unterbrechen, bis eine zuverlässige Betreuungslösung auch im Krankheitsfall gefunden ist. Das ist bei allem, was du schilderst, das Kernproblem.

  • Das sind meine Erfahrungswerte. Gut, wenn sie deinen weidersprechen.

    Du schriebst ja, die Gesellschaft sei tierfreundlicher als kinderfreundlich. Die Möglichkeit der Teilzeit, weil du ein Kind hast, lehnst du aber ab mit der Begründung, was mit denen ist, die einfach nicht mehr können.

    Übrigens arbeiten fast alle Lehrkräfte mit kleinen Kindern in Teilzeit.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Doch. Ich habe nur mit Bafög und Jobs studiert und mit meiner ältesten Tochter habe ich 1 Jahr (ihr erstes Lebensjahr) mit Wohngeld und 600DM Erziehungsgeld bestritten. Dann ging ich wieder arbeiten

    Ja, vor der Inflation. Da haben 600 DM auch gereicht.


    Ich glaube hier kommt für mich nicht mehr viel rum. Die Optionen wurden ja aufgezeigt und mehr wird mir hier vermutlich auch keiner mehr raten können. Ich gehe daher davon aus, dass mein Beratungsbedarf erschöpft ist. Für mich steht fest, dass ich diese Schule schnellstmöglich verlassen möchte. Ich streite nicht ab, dass meine Situation komplex ist. Das ist das eine, das Mobbing das andere. Trotz der Situation hat niemand das Recht mich so zu behandeln und da sich das nicht bessern wird bleibt nur die Option den Kriegsschauplatz zu verlassen.

    Danke einmal mehr fürs Augen öffnen. Ich wünsche allen noch viel Erfolg und interessante Diskussionen!

  • Conni 12. März 2026 19:09

    Hat das Thema geschlossen.

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