Familienfreundlichkeit im Lehrberuf

  • Das war auch nur Februar und März. Am Ende haben wir auch 6,7 Konferenzen, die für alle Plicht sind. Dazu natürlich noch Zeugnis und Klassenkonferenzen, die aber nur ein Teil besucht. Fachkonferenzen machen wir gerne direkt vor oder nach einer DB. In der Regel hat man schon alles vorher besprochen und macht es dann nur offiziell. Bis auf die Hauptfächer haben die Fachkonferenzen oft nur 2-3 Lehrkräfte. Daher haben wir kaum Konferenzen bei denen TZ-Leute sinnvoll fehlen können. Das haben wir mal probiert, war aber am Ende für alle unbefriedigend. Das ist aus meiner Sicht aber auch eine Grundschulsache. Wir besprechen vieles, was dann auch alle betrifft und da will auch jeder dabei sein.

    Ausgleich kann bei uns über die Arbeitsgruppen folgen. Wir haben immer ein paar Arbeitsgruppen, die irgendwas vorbereiten oder bearbeiten. In der Regel meldet man sich freiwillig. Je nachdem was einen interessiert und wie man belastet ist. Allerdings würde ich behaupten, dass das es nicht von TZ oder VZ abhängig sind. Manche Leute sind ständig dabei andere sieht man nur sehr selten. Aber das finde ich auch nicht so problematisch. Solange sich genug melden, die gerne mitarbeiten wollen, ist das ok. Wenn es zu wenig wären, müsste man natürlich mal Leute ansprechen.

    An einer Grundschule mag das alles so funktionieren, nicht aber an einer Gesamtschule mit 140 Kollegen und einem festen Jahresterminplan

  • An einer Grundschule mag das alles so funktionieren, nicht aber an einer Gesamtschule mit 140 Kollegen und einem festen Jahresterminplan

    Ich denke, es liegt eher am Bundesland. Ich hatte in NRW mehr als dreimal so viele Konferenzen wie in Baden-Württemberg an mehreren Schulen (2 im Ref, 2 in den letzten 25 Jahren) und das Kollegium in NRW war kleiner.

    Hier gibt es regelmäßig Mails und es reicht ein zusätzliches Kreuz bei der nächsten GLK ca. alle drei Monate, dass ich alles gelesen habe. Sonst läuft viel digital, sogar einfache Abstimmungen und Meinungsbilder. Auch da sieht der Verfasser, wer es nicht gelesen hat. GLKs sind für Abstimmungen mit Diskussionsbedarf reserviert. Ich habe hier selten eine GLK erlebt, die ich überflüssig empfand, ich schrieb dies schon öfter.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ich denke, es liegt eher am Bundesland. Ich hatte in NRW mehr als dreimal so viele Konferenzen wie in Baden-Württemberg an mehreren Schulen (2 im Ref, 2 in den letzten 25 Jahren) und das Kollegium in NRW war kleiner.

    Hier gibt es regelmäßig Mails und es reicht ein zusätzliches Kreuz bei der nächsten GLK ca. alle drei Monate, dass ich alles gelesen habe. Sonst läuft viel digital, sogar einfache Abstimmungen und Meinungsbilder. Auch da sieht der Verfasser, wer es nicht gelesen hat. GLKs sind für Abstimmungen mit Diskussionsbedarf reserviert. Ich habe hier selten eine GLK erlebt, die ich überflüssig empfand, ich schrieb dies schon öfter.

    Kann gut sein, hat aber auch mit Führung und Kollegium zu tun.

    Im Ref (NDS) musste jede*r regelmäßig irgendwas in einer Liste unterschreiben, dass er/sie das Amtsblatt (oder so) gelesen hat, oder einige Mails zur Kenntnis genommen hat. Wir hatten tatsächlich kaum Konferenzen.

    Ein "Informationsbuch" im Lehrerzimmer, wo Kleinigkeiten aber auch wichtige Sachen eingetragen wurden, kenne ich auch aus einer NRW-Schule. Eine allgemeinbildende Schule aber von der Atmosphäre und Lehrerschaft vll in Richtung WBK/BK, eine sehr tolle Schule, natürlich wurde sie plattgemacht, weil die Oberstufe einer Gesamtschule geschützt werden musste.

    Aber ehrlich: die größten Hindernisse sind oft im Kollegium. Meine SL schickt einmal in der Woche eine Infomail (mit anstehenden Terminen zum Beispiel). Und ich weiß nicht, wie viele KuK regelmäßig erzählen, sie haben die Mail nicht gelesen.
    Sorry, aber dann hör auf, dich zu beschweren, du hättest nicht gewusst, dass heute Externe in der Schule sind.
    Mails nicht lesen, Aushänge nicht wahrnehmen, Konferenzen doof finden.. das sind mir die liebsten KuK.

  • Meine Ref-Schule kam auch mit Infomails aus, an der Schule danach hat die SL montags in der 1. Pause im Lehrerzimmer eine kurze Wocheninfo gemacht. Meinem Eindruck nach wurde bei beiden Varianten viel abgefrühstückt, was an Schule 3 in epischer Breite auf den GLKs vorgelesen wurde. Da hat TOP2/Infos dann auch regelmäßig eine Stunde oder länger gedauert.

    Schulen unterscheiden sich in Sache Effizienz schon deutlich.

  • Aber ehrlich: die größten Hindernisse sind oft im Kollegium. Meine SL schickt einmal in der Woche eine Infomail (mit anstehenden Terminen zum Beispiel). Und ich weiß nicht, wie viele KuK regelmäßig erzählen, sie haben die Mail nicht gelesen.
    Sorry, aber dann hör auf, dich zu beschweren, du hättest nicht gewusst, dass heute Externe in der Schule sind.
    Mails nicht lesen, Aushänge nicht wahrnehmen, K

    Wir haben Edupage als digitales Klassenbuch, Messenger usw. Als Verfasser einer neuen Nachricht kann ich einstellen, dass mir angezeigt wird, wann jemand die Nachricht geöffnet hat.

    Manches kommt auch noch per Mail, da wird es nur teilweise angezeigt. Durch dieses Kreuz bestätige ich, dass ich gelesen habe und es beachte. Falls dies nicht stimmt, kann ich dafür verantwortlich gemacht werden. Es gibt sicher auch bei uns Kollegen, die einfach das Kreuz setzen, allerdings traut sich niemand, es laut zu sagen. Und vermutlich sind es die Kollegen, die auch sonst nicht alles beschlossene umsetzen.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ich wäre schon froh, und es wäre sicherlich auch eine Entlastung für TZ KuK und generell KuK mit Kindern, wenn der information dump auf Dienstversammlungen in Form von ViKos ausgelagert würde, und die Gesamtkonferenzen so wie von Kris24 beschrieben tatsächlich in erster Linie Mitbestimmungsmittel zur Diskussion und Beschlussfassung wären. Enails wären natürlich noch besser.

    Denn ehrlich, die KuK, die Email systematisch NICHT lesen, sind auch die, die sich in ViKos einloggen und dann etwas anderes machen, und auch die, die in Konferenzen korrigieren, am Handy oder Laptop daddeln oder im schlimmsten Fall quatschen. So oder so erreicht man sie nicht, könnte aber den Rest des Kollegium entlasten und vielleicht dafür sorgen, dass Konferenzen als wertvolle Mitbestimmungsmöglichkeit wahrgenommen werden.

    Aber vielleicht ist auch genau das, was ein bestimmter Typ Schulleitung gar nicht so unbedingt möchte. Führungspolitisch ist es sicherlich einfacher, eine gelangweilte, unaufmerksame Meute vor sich sitze zu haben, die alles durchwinkt, damit man schnell nach Hause kommt.

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