Wegen Schwangerschaft auf Planstelle verzichten

  • Auch hier: hä? Kinder haben in der Regel zwei Elternteile. Die reden hoffentlich wie Erwachsene miteinander, über Pläne, Ängste, Vor- und Nachteile und entscheiden dann zusammen, wie die Elternzeit aufgeteilt wird.

    Ja, klar. Aber Väter KÖNNEN auf die Elternzeit verzichten, Frauen können NICHT auf Mutterschutz verzichten (weder real noch gesetzlich, die müssen nach der Geburt auch mal raus und wer vor der Geburt komplett verzichtet, herzlichen Glückwunsch aber super gesund ist es in vielen Schwangerschaften vermutlich nicht).

  • Ja, klar. Aber Väter KÖNNEN auf die Elternzeit verzichten, Frauen können NICHT auf Mutterschutz verzichten (weder real noch gesetzlich, die müssen nach der Geburt auch mal raus und wer vor der Geburt komplett verzichtet, herzlichen Glückwunsch aber super gesund ist es in vielen Schwangerschaften vermutlich nicht).

    Es ging um die Elternzeit, nicht um die paar Wochen Mutterschutz.

  • ...Außerdem wurde mir mitgeteilt, dass ich jetzt in meinem Fall besonders gute Leistungen erbringen müsste, um ein gutes Schulleitergutachten zu erhalten. Es sind noch mehr Dinge gesagt worden, die mich daran zweifeln lassen, ob die Schule wirklich die Richtige für mich und ob ich mich dort auf Dauer wohlfühlen könnte.

    Verstehe ich, das Verhalten ist auch rechtlich gesehen unterirdisch, sowas darf ein Chef allenfalls denken. Du musst die Schwangerschaft überhaupt nicht angeben, hast Anrecht auf Stillen etc.

    Aber: mach dir darum jetzt keine Platte. Du weißt nicht, ob du vielleicht doch EZ nehmen willst, stillen wirst und was der Unwägbarkeiten mehr sind. Es ist irrelevant in diesem Moment und wenn du im Januar wieder einsteigen willst, dann werden irgendwelche Stunden gefunden werden. Nichtsdestotrotz würde ich Mitglied in einer Gewerkschaft werden und Kontakt zur Gleichstellungsbeauftragten aufnehmen, es kann nicht schaden, schonmal Verbindungen zu haben und sich mit seinen Rechten auseinander zu setzen, das gibt Sicherheit.

    Ich verstehe übrigens nicht, was das Gejammer von Schulleitungen soll, wenn jemand schwanger einsteigt. Es ist doch zu erwarten, dass Menschen zwischen 20 und 40 schwanger werden, warum macht das zu Stellenantritt mehr Arbeit als nach 2 Dienstjahren? Im Gegenteil, eine Schulleitung kann dich bei der Planung ignorieren und hat damit null Aufwand. Es geht hier ja nicht mal um die Anstellung in einem 3-Mann-Betrieb.

  • Es ging um die Elternzeit, nicht um die paar Wochen Mutterschutz.

    Ja, aber es ist dasselbe.
    NATÜRLICH kann man auf die Elternzeit verzichten, es ist aber kein Zeichen einer "Übermutter" zu stillen und das kann nunmal nur die Mutter und nicht der Vater. (Dass der Vater trotzdem abwechselnd Flasche gibt und wickelt und so weiter, sollte zwar selbstverständlich sein, es hat aber keine biologische Notwendigkeit, die den Berufsalltag in zeitlicher Nähe der Geburt beeinträchtigt.
    Eine Frau hat auch keine Wahl, man sieht es ihr (täglich) an, dass sie schwanger ist. Der Mann kann "abwarten", bis das Gespräch mit dem Vorgesetzten "passend" ist.
    Ich kritisiere hiermit nicht und sage, dass (alle) Männer sich rausdrücken möchten, sondern dass die Frau in vielen Punkten einfach keine Wahl hat, da wo Männer zumindest die Option haben, komischen gesellschaftlichen Erwartungen (Karriere, Druck...) nachzugeben oder sich dahinter zu verstecken. (Weil nicht jede*r die Arbeitssicherheit, den Standing, usw.. hat, seine Rechte bis aufs Äußerste durchzufechten... und ich durchaus einigen Männern unterstelle (erlebt), dass sie diese "Rückzugsmöglichkeiten" gerne schön und breit als Hürden erzählen. Ich bin voll bei dir, es ist ein Problem in der Partnerschaft und mit so jemandem wäre ich vermutlich nicht zusammen bzw. würde hinter geschlossener Tür heftig diskutieren...)

  • Ja, haben sie (ich nicht und viele andere auch nicht, aber grundsätzlich), deshalb gehen Männer viel seltener in Elternzeit.

    Und das ist zu kritisieren. Dass es offenbar immer noch nicht selbstverständlich ist, sich reinzuteilen. Gleichberechtigung bedeutet nicht nur, dass zwei Eltern miteinander reden. Ist aber OT.

    Ein Chef darf selbstverständlich nicht androhen, wegen einer Schwangerschaft schlechtere Beurteilungen zu schreiben, der spinnt wohl. Die TE ist m.E. zu Recht skeptisch ob der Atmosphäre vor Ort, ich würde dafür aber nicht die Planstelle aufgeben. Wer weiß, was wird.

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