Schülerin hält fragwürdige Rede bei Abschlussfeier

  • War es nicht in NRW so, dass in manchen Fächern keine Tests geschrieben werden? Wenn man nur mündliche Noten gibt, insbesondere bei einer hohen Anzahl von unterrichteten SuS, kann es eigentlich nur zu Fehleinschätzungen kommen. Man wird im Unterricht immer ein paar Punkte dafür geben, dass jemand irgendwas halbwegs Sinnvolles beiträgt, wir mögen unsere SuS ja im Allgemeinen und wissen auch, was sie eigentlich sagen wollten und da war ja schon was Richtiges dabei... Ein Test lässt diesen Spielraum nicht zu.

    Ja, das ist wirklich eine der größten Herausforderungen.
    und wenn man nicht ganz aufpasst, wird man schnell "geblendet", erinnert sich an guten Antworten und vergisst den Mist, übersieht das mit ChatGPT geöffnete iPad...
    In meinem übernommenen Kurs sind 4-5 SuS um 4-6 Notenpunkte abgesackt und KEINER hat sich beschwert. Ich vermute, sie konnten ganz gut einschätzen, dass deren Note zu hoch war. Ich habe ab der 3. Doppelstunde das iPad verboten, unglaublich, was SuS nicht mehr sagen können...


    Edit: Auslautverhärtung-Rechtschreibfehler korrigiert

  • Zum Erwerb des höchsten Schulabschlusses gehört eben auch eine gute Beherrschung der Bildungssprache. Insofern finde ich die gezeigte Matheaufgabe völlig angemessen. Es wird Studierfähigkeit bescheinigt und im Studium begegnen einem noch ganz andere Texte.

  • da dies aber nicht durchgehend in ALLEN Aufgabenformaten und Leistungsmessungssituationen sein kann, erklärt sich manchmal das Leistungsgefälle.

  • Zum Erwerb des höchsten Schulabschlusses gehört eben auch eine gute Beherrschung der Bildungssprache. Insofern finde ich die gezeigte Matheaufgabe völlig angemessen. Es wird Studierfähigkeit bescheinigt und im Studium begegnen einem noch ganz andere Texte.

    Mir ging es auch gar nicht darum, dies zu verneinen, sondern aufzuzeigen, warum es durchaus auch bei vergleichbarem fachlichen Niveau Diskrepanzen zwischen den Bewertungen sonstiger Mitarbeit und schriftlicher Leistungen geben kann, die nicht auf "zu lasche" Notengebung zurückzuführen sind.


    Btw: Auch das Studium lebt durchaus vom (mündlichen) Austausch der Studierenden untereinander und mit den Dozenten. Und natürlich werden vergleichbare Schwierigkeiten für die Betreffenden auch im Studium auftreten. Per se "nicht studierfähig" sind sie deswegen noch lange nicht.

    PS: Das gilt umso mehr, wenn das Studium gar nicht in einem Studiengang, der weitgehend auf Deutsch stattfindet, angestrebt wird. Man mache sich in dem Zusammenhang bitte auch klar, dass man mit dem Abitur auch einerseits als Auslandsstudent in anderen Ländern studieren kann und andererseits hier auch Personen studieren, die kein deutsches Abitur abgelegt haben. Jemanden also wegen sprachlicher Schwierigkeiten bei gleichzeitig kognitiv hinreichender Leistungsfähigkeit in der Oberstufe die Studierfähigkeit absprechen zu wollen, geht etwas am Ziel vorbei....auch wenn das als Argument (übrigens auch im eigenen Kollegium) immer wieder auftaucht.

Werbung