PISA 2025 - Eine unbequeme Wahrheit

  • Schuld am schlechten Abschneiden bei PISA25 sind die Migranten!

    Jedoch auf andere Weise, als das rechte Lager behauptet. Es ist die "Mittelwertberechnung".

    Schüler ohne Migrationshintergrund haben bei PISA25 im Spitzenbereich abgeschlossen. Schüler aus der 2.Generation mit Migrationshintergrund fallen dagegen ab. Besonders drastisch sind die mangelnden Leistungen bei Schülern der 1.Generation - was nicht verwundern muss, da diese erst die deutsche Sprache erlernen müssen. Deutschland hat hier mit zahlreichen Migranten aus der Ukraine einen höheren Anteil, als andere Länder der EU.

    So ist es eben mit Statistiken... wenn der GAP zwischen den besten Schülern und den schwächsten sehr groß ist - und der Zahlenanteil der zweiten Gruppe ebenfalls - sinkt der Mittelwert stark. Deutlich wird das z.B. bei Ungarn. Hier liegt der Anteil an Migranten unter 5% - und der PISA-Schnitt daher höher.

    Die Konsequenz muss lauten: Mehr Sprachförderung und Integrationsbemühungen, sowie frühkindliche Bildung. Das in BaWü geplante verpflichtende (und kostenfreie) letzte Kindergartenjahr ist notwendig und muss schnellstmöglich eingeführt werden. Ebenso Sprachförderkurse an Grund- und Hauptschulen.

    Was nicht hilft: Der Plan der AfD in Sachsen-Anhalt die Schulpflicht abzuschaffen. Das hilft nur den oberen 10.000, die sich Privatlehrer leisten können. Aber so sind sie eben, die Lautsprecher.

    Hier die zugehörige Grafik, die das verdeutlicht:

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    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang Autenrieth (10. September 2026 13:28)

  • Was nicht hilft: Der Plan der AfD in Sachsen-Anhalt die Schulpflicht abzuschaffen. Das hilft nur den oberen 10.000, die sich Privatlehrer leisten können. Aber so sind sie eben, die Lautsprecher.

    Da vermute ich einen anderen Grund, es erleichtert Schulneugründungen nach AfD-Wünschen. Aktuell müssen private Schulen sich an viele Gesetze halten, bei uns wurde gerade eine geschlossen, weil manches im Argen lag. Wenn es aber keine Schulpflicht mehr gibt...

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Da vermute ich einen anderen Grund, es erleichtert Schulneugründungen nach AfD-Wünschen. Aktuell müssen private Schulen sich an viele Gesetze halten, bei uns wurde gerade eine geschlossen, weil manches im Argen lag. Wenn es aber keine Schulpflicht mehr gibt...

    ... kann man Napola 2.0 gründen.

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  • Back to Problem(lösung):

    Bei Kindern der 1.Generation aus Migrantenfamilien ist eine Maßnahme unerlässlich:
    - Die Alphabetisierung/Sprachschulung der Mütter.

    Sie sind diejenigen, die den Kindern bei den Hausaufgaben helfen - und gemeinsam mit ihnen Deutsch lernen (müssen).

    Man kann nicht davon ausgehen, dass die Menschen, die nach Deutschland geflohen sind, sich schon wieder in absehbarer Zeit verabschieden werden. Das hat bei den Syrern nicht gestimmt und wird sich auch bei den Menschen aus der Ukraine nicht einstellen - auch wenn diese selbst diese Hoffnung pflegen.

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  • An meiner letzten Schule gibt es seit vielen Jahren Deutschkurse für Mütter anderer Staatsangehörigkeit. Das Projekt ist erfolgreich und gut für das allgemeine Schulklima.

  • Ein großer Punkt ist meines Erachtens auch der "ständige" Wechsel der Bildungsminister:innen. Alle 5 Jahre wird bei der Landtagswahl neu gewählt. Ständig kommen "von oben" neue Konzepte, die die PISA-Misere auffangen sollen. Beispiel RLP: Wir hatten bis vor einem Jahr einen richtig guten Bildungsminister (SPD), der gute Konzepte durchgesetzt hat, von denen bildungserfolgreiche Länder profitiert haben. Dann kam die Wahl und jetzt haben wir eine aus der CSU-stammende CDU-Politikerin, die zurück zum "alten" Lernerfolg möchte. Anstatt individuellere Leistungsnachweise und offenere Arbeitsformen sollen die Schülerinnen und Schüler wieder mehr "Struktur" bekommen, in dem nicht mehr zeitgemäße Leistungsüberprüfungen und Formate eingesetzt werden sollen.

    Das Kollegium ist müde, meine Schulleitung lässt sich Gott sei Dank von unserem Kerngedanken nicht abbringen: Jedes Kind muss individuell betrachtet werden. Leistungen müssen zielgleich, aber individuell erfolgen und beurteilt werden (können).

  • Deshalb ja: Entscheidungen im Bildungssystem müssen ideologiefrei und sachbezogen sein. Bildung darf nicht Spielball von Politik sein.

    Eine Utopie...

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Die ganze Individualisierung ist doch Mumpitz. Wenn man ehrlich ist, funktioniert es nicht mehr, seit Schülern nicht mehr abverlangt wird zuzusehen, dass sie vernünftig Schritt halten und verbindliche Standards erreichen. Ich möchte mal sehen, wie viel Individualisierung (wie wir sie hier verstehen) denn so in den führenden asiatischen Systemen zu finden ist...

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