PISA 2025 - Eine unbequeme Wahrheit

  • Wo genau liest du jetzt bitte Rassismus?

    Timothys Mutter darf sich gerne vernetzen, aber doch bitte nicht unter Aufwendung meiner Steuergelder. Für Leute ohne Sprachprobleme ist das ja noch sinnfreier.

  • Es ist Rassismus, wenn man es befürworten würde, ein Bleiberecht evtl. sinnvollerweise an Integrationsleistungen zu koppeln? Aha. Ja, dann bin ich das wohl 😊🤷‍♀️ Ich halte so etwas jedenfalls für einen stärkeren Anreiz (und damit in weiterer Folge auch einen stärkeren Hebel für den Bildungserfolg von Kindern), als ein Kaffeetrinkangebot oder kostenlose Hilfe beim Ausfüllen von Sozialanträgen. Dass man damit nur einen Teil der Gruppe mit Bildungsproblemen trifft, ist mir klar, es wäre aber mal ein Anfang.


    Ansonsten: gerade WEIL meine Kommune großzügig Geld für solche Projekte und Initiativen rausschleudert, für die die normalproduktive Bevölkerung mit ständigen Gebührenerhöhungen zur Kasse gebeten wird, erlaube ich mir eine Meinung dazu. Auf die große Trendwende in den Stadtteilen, in die besonders viele Zuwendungen fließen, wartet man jedenfalls vergeblich. Ich hoffe für meine Stadt, dass wir bitte möglichst zeitnah endlich in die Haushaltssicherung rutschen und das Geldausgeben zur Abwechsung mal auf Notwendiges beschränkt werden muss.

  • Nein, es ist nicht rassistisch, das Bleiberecht reformieren zu wollen.
    Es ist rassistisch, anzunehmen, dass Familienleistungen, die ich genannt habe, für Ausländer im Ankommensverfahren sind.
    Obwohl sie für ALLE sind.

  • Es geht hier im Faden aber um die schlechten Bildungsleistungen von Kindern mit Migrationshintergrund als Teil der Pisa-Befunde und du hast die Zentren in Reaktion auf ein Posting von Quittengelee erwähnt, in dem es um bildungsferne Mütter mit schlechten Deutschkenntnissen und Deutschkurse geht. Das betrifft nunmal im Normalfall die 1. Zuwanderungsgeneration, denn die 2. oder sonstwievielte hat in der Regel bereits selbst deutsche Schulen besucht und entsprechende Sprachkenntnisse.

  • mmm, okay.
    Aber ich habe die Familienbildungszentren, die jetzt geschlossen werden, erklärt und deren Schließung in meiner Stadt bedauert. Klar leidet die Integrationsarbeit darunter, aber es leidet viel mehr.
    Und die jetzt eingesparten Kosten sind ein Kleks im Vergleich zu später.
    Eine Mutter (Vater), die die Bedeutung von Schule versteht, die bei den Hausaufgaben helfen kann, die in die Gesellschaft integriert wird (im allgemeinen Sinne, auch als "Urdeutsche"), ... ist eine Mutter, gegen die man in der Mittelstufe weniger "kämpft", weil das Kind auf Lehrkräfte sch.., ist eine Mutter, die mit ihren Kindern in die Bibliothek geht, schwimmen lernt, usw.. Es ist eine Mutter, die einen Job aufnimmt, ein Vorbild ist, Steuer bezahlt.
    Aber selbst, ohne auf die Mutter zu schauen: Es sind Kinder, die später solche Hilfen nicht mehr brauchen.

  • Auweh, du zeichnest eine düstere Zukunft :ohh:

    ... ohne solchen Ausgangsäußerungen zugrundeliegender, unfundierter Panikmache, die mindestens die Gefahr eines '4. Reichs' wittert, darf man das auch einfach als ebenso unsubstantiierten, üblich wirren Quatsch bezeichnen.

    Dabei gäbe es tatsächlich eine Menge an substantiierter Kritik, die man an einer Abschaffung der Schulpflicht äußern könnte, z.B. dass Schule somit nicht mehr ihre Kontroll- und Korrekturfunktion gem. Art. 6 Abs. 2 Satz 2 GG wahrnehmen kann und es zudem noch(!) komplizierter wird, Schüler mittels erzieherischer Bildung (und dem Werben mit und Vorleben unserer fdGO) zu eigenverantwortlichen (d.h. mündigen, selbstreflexiven, integren etc.) und gemeinschaftsfähigen (d.h. kooperations- und partizipationsfähigen, toleranten etc.), demokratischen Staatsbürgern zu erziehen, die (nach Maßgabe ihrer individuellen Fähigkeiten) sozio-ökonomisch, -politisch und -kulturell an einer pluralistischen, liberalen Gesellschaft partizipieren, sich in dieser möglichst frei entfalten, diese perpetuieren und optimieren können sollen...

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    I'm back! 😎

    "Du wirst diesen Diskurs nicht gewinnen" (Magellan).

  • "Bleibeerlaubnis" ??

    Dafür, dass du scheinbar im Brennpunkt im tiefsten Ruhrgebiet bist/warst, scheinst du wenig Fantasie zu haben, was viele Eltern gebrauchen können.

    Dass der Rassismusbegriff auch seitens Akademikern mittlerweile auch in weiten Teilen der Gesellschaft so locker sitzt und derart arbiträr verwendet wird, dass weder Äußerungskontexte, noch das tatsächlich Geäußerte oder irgendwie gängige Rassisnusdefinitionen relevant sind, dürfte tatsächlichen Antirassismuskursen nicht wirklich dienlich sein...

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    I'm back! 😎

    "Du wirst diesen Diskurs nicht gewinnen" (Magellan).

  • Maylin, bei die fällt mir immer ein "dann sollen sie Kuchen essen".

    Manche Menschen hatten bei der Geburtslotterie nicht so viel Glück, sie wurden in Familien mit weniger Geld, mit weniger Bildung oder auch in einem anderen Land geboren und mussten es verlassen. Und viele von ihnen benötigen nur einen kleinen Schubs, eine kleine Hilfe, um dann auch finanziell zum Steuereinkommen beizutragen. Aber es gibt Menschen, die lieber heute sparen, um in Zukunft über die da unten schimpfen zu können. Manche benötigen dies, um sich besser zu fühlen.

    Bei uns wurde 2015 ein Verein gegründet, um Neuankömmlinge zu helfen. Über 10% aller Bewohner meiner Stadt beteiligten sich. Wir waren so erfolgreich, dass vor ein paar Jahren der Vereinzweck geändert wurde und jetzt allen, die Hilfe benötigen, zu Verfügung steht. Manchmal musste nur ein Kontakt zwischen Ausbilder und Arbeitssuchenden vermittelt werden, manchmal fand sich eine Fahrschule, die einen syrischen Busfahrer fortgebildet hat, sodass er seit vielen Jahren hier Bus fährt, und schon sind es wertvolle Arbeitskräfte. Und ja, es gehören auch Deutschkurse teilweise von Deutschkollegen, Kinderbetreuung, Lesepatenschaften, Hausaufgabenhilfe usw. dazu. Vieles läuft ehrenamtlich, manches wie Prüfungen kosten Geld. Aber besser als herummeckern.

    Übrigens hat meine Stadt deutlich über 50 % Menschen mit Migrationshintergrund. Die ersten kamen vor dem 1. Weltkrieg, viele in den letzten 60 Jahren und auch damals halfen viele. Genau deshalb lebe ich gerne hier. Man ist sich menschlich näher.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Maylin, bei die fällt mir immer ein "dann sollen sie Kuchen essen".

    Manche Menschen hatten bei der Geburtslotterie nicht so viel Glück, sie wurden in Familien mit weniger Geld, mit weniger Bildung oder auch in einem anderen Land geboren und mussten es verlassen. Und viele von ihnen benötigen nur einen kleinen Schubs, eine kleine Hilfe, um dann auch finanziell zum Steuereinkommen beizutragen. Aber es gibt Menschen, die lieber heute sparen, um in Zukunft über die da unten schimpfen zu können. Manche benötigen dies, um sich besser zu fühlen.

    Bei uns wurde 2015 ein Verein gegründet, um Neuankömmlinge zu helfen. Über 10% aller Bewohner meiner Stadt beteiligten sich. Wir waren so erfolgreich, dass vor ein paar Jahren der Vereinzweck geändert wurde und jetzt allen, die Hilfe benötigen, zu Verfügung steht. Manchmal musste nur ein Kontakt zwischen Ausbilder und Arbeitssuchenden vermittelt werden, manchmal fand sich eine Fahrschule, die einen syrischen Busfahrer fortgebildet hat, sodass er seit vielen Jahren hier Bus fährt, und schon sind es wertvolle Arbeitskräfte. Und ja, es gehören auch Deutschkurse teilweise von Deutschkollegen, Kinderbetreuung, Lesepatenschaften, Hausaufgabenhilfe usw. dazu. Vieles läuft ehrenamtlich, manches wie Prüfungen kosten Geld. Aber besser als herummeckern.

    Übrigens hat meine Stadt deutlich über 50 % Menschen mit Migrationshintergrund. Die ersten kamen vor dem 1. Weltkrieg, viele in den letzten 60 Jahren und auch damals halfen viele. Genau deshalb lebe ich gerne hier. Man ist sich menschlich näher.

    Ausschl. auf die Tränendrüse zu drücken, falsch verstandene Empathie instrumentalisieren zu wollen, garniert mit devalvierenden Insinuationen dem Forenggü. einerseits und der Artikulation statistisch unhaltbarer Hoffnungen andererseits, nichtssagende Anekdoten und sachferne Verallgemeinerungen etc., ersetzen sachlich-inhaltliche, realpolitisch-orientierte Argumente inwiefern?

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    I'm back! 😎

    "Du wirst diesen Diskurs nicht gewinnen" (Magellan).

  • Wo genau liest du jetzt bitte Rassismus?

    Timothys Mutter darf sich gerne vernetzen, aber doch bitte nicht unter Aufwendung meiner Steuergelder. Für Leute ohne Sprachprobleme ist das ja noch sinnfreier.

    Timothys Mutter hat psychische Probleme, Beziehungsabbrüche und Schulden.

    Ich verstehe nicht, was du dir vorstellst. Dich nervt das Assi-Klientel in deinem Viertel, gleichzeitig soll aber niemandem geholfen werden. Du kannst nicht alle Menschen mit Problemen eliminieren.

    Und mein Chinesischer Einwurf bezog sich auf das Gaokao, währenddessen so viel gesellschaftlicher und familiärer Druck aufgebaut wird, dass Jugendliche sich in hoher Zahl das Leben nehmen. Die Jugendlichen lernen so viel, das musstest du im Leben nicht leisten.

    Ist auch egal, wir brauchen nicht bei den Extremen bleiben. Es reicht, wenn wir unsere Gesellschaft am Laufen halten und bislang hat das gut funktioniert. Wäre schön, wenn sich führende Politiker*innen damit auseinandersetzen, wie Deutschland sich verändern muss, um am Ball zu bleiben, Kohlebergbau und Dieselmotor wird's wohl eher nicht sein. Aber man beklagt sich ja lieber über Bürgergeldempfänger und Migranten, da geht's zwar im Verhältnis nur um Kleckerbeträge, aber wir haben ein Feindbild. Puh, wie schön, Privatjet kann urlaubsfertig betankt werden.

  • Ausschl. auf die Tränendrüse zu drücken, falsch verstandene Empathie instrumentalisieren zu wollen, garniert mit devalvierenden Insinuationen dem Forenggü. einerseits und der Artikulation statistisch unhaltbarer Hoffnungen andererseits, nichtssagende Anekdoten und sachferne Verallgemeinerungen etc., ersetzen sachlich-inhaltliche, realpolitisch-orientierte Argumente inwiefern?


    Es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, wie du hier versuchst, eine semantische Barrikade zu errichten, um deine offensichtliche kognitive Dissonanz bezüglich kompensatorischer Diskursstrategien zu kaschieren.

    Deine hermeneutische Reduzierung unserer argumentativen Matrix auf rein affektive Vektoren zeugt von einer eklatanten epistemischen Kurzsichtigkeit. Du verwechselst hier evidenterweise die Phänomenologie gelebter Realitäten mit statistischen Artefakten, während du gleichzeitig versuchst, ein rein tautologisches Zirkelschlussverfahren als realpolitische Maxime zu camouflieren. Die von dir monierte Empathie ist keine Instrumentalisierung, sondern eine axiologische Notwendigkeit innerhalb eines holistischen Kommunikationsparadigmas, das sich der technokratischen Verengung deines utilitaristischen Argumentationsstrangs diametral widersetzt.

    Indem du deskriptive Anekdoten als sachfern diffamierst, exkludierst du heuristische Evidenzen, die die inhärente Kontingenz deiner eigenen dogmatischen Axiome überhaupt erst demaskieren.

    Kurz gesagt: deine pompöse Deskription eines vermeintlichen Defizits an stringenter Kausalität reflektiert lediglich die Redundanz deiner eigenen, epigonalen Diskurslogik.

  • Es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, wie du hier versuchst, eine semantische Barrikade zu errichten, um deine offensichtliche kognitive Dissonanz bezüglich kompensatorischer Diskursstrategien zu kaschieren.

    Deine hermeneutische Reduzierung unserer argumentativen Matrix auf rein affektive Vektoren zeugt von einer eklatanten epistemischen Kurzsichtigkeit. Du verwechselst hier evidenterweise die Phänomenologie gelebter Realitäten mit statistischen Artefakten, während du gleichzeitig versuchst, ein rein tautologisches Zirkelschlussverfahren als realpolitische Maxime zu camouflieren. Die von dir monierte Empathie ist keine Instrumentalisierung, sondern eine axiologische Notwendigkeit innerhalb eines holistischen Kommunikationsparadigmas, das sich der technokratischen Verengung deines utilitaristischen Argumentationsstrangs diametral widersetzt.

    Indem du deskriptive Anekdoten als sachfern diffamierst, exkludierst du heuristische Evidenzen, die die inhärente Kontingenz deiner eigenen dogmatischen Axiome überhaupt erst demaskieren.

    Kurz gesagt: deine pompöse Deskription eines vermeintlichen Defizits an stringenter Kausalität reflektiert lediglich die Redundanz deiner eigenen, epigonalen Diskurslogik.

    Lustig, wie du dich (wahrscheinl. KI-unterstützt... lol) bemühst, meinen Duktus zu imitieren, aber dabei keinerlei substantiierte Aussage, sondern allenfalls selbstzweckafte Insinuation hervorbringst, die vermuten lässt, dass du mit Begriffen hantierst, deren Bdeutung sich dir nicht ganz erschließt.

    Dass du dabei en passant eben genau der Emotionslisierung des Diskurses nicht lediglich das Wort schreibst, sondern sie auch weiter betreibst, ist erwartbar. Interessant wäre es, welcher kognitiven Dissonanz ich denn welchem Umstand ggü. erliegen soll und woran du das sachlich-argumentativ festmachst. Wird bestimmt unterhaltsam (bleiben wir bei dem Punkt, die anderen Worthülsen wären zuuu tief hängende Früchte, um öffentlich zu dekuvrieren, dass du nicht weißt, was du schreibst, wo es mir realiter aber eigtl. darum geht, dass hier mal sachlich diskutiert wird - stört dich das?).

    😎

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    I'm back! 😎

    "Du wirst diesen Diskurs nicht gewinnen" (Magellan).

  • PaPo: schreibst du manchmal einen kurzen Kommentar in der Sprache auf Schülerkopien? (Ich würde es bevorzugt neben richtig schlechter Schülersprache sehen wollen). Eine Kollegin hatte einen "WTF-Stempel", aber das wäre sicher noch besser...

  • PaPo: schreibst du manchmal einen kurzen Kommentar in der Sprache auf Schülerkopien? (Ich würde es bevorzugt neben richtig schlechter Schülersprache sehen wollen). Eine Kollegin hatte einen "WTF-Stempel", aber das wäre sicher noch besser...

    Ja. Ich überlege aber seit geraumer Zeit, ob ich mir nicht auch diverse Stempel ("WTF"; "BULLSHIT"; "OMG" etc.) besorge. Manche Kuriosität wandle ich auch in Cartoons um, die das Geschriebene bildlich darstellen (wurde mir in meiner Refschule damals verboten, obwohl sich Schüler nach Jahre nach ihrem Abschluss speziell auch daran positiv erinnerten), wenn die Korrekturen mir bis zum jeweiligen Zeitpunkt noch nicht jeden Lebenswillen ausgesaugt haben...

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    I'm back! 😎

    "Du wirst diesen Diskurs nicht gewinnen" (Magellan).

Werbung