Beiträge von chemikus08

    Das es Schulen gibt, gerade in Brennpunkten, an denen eine ungünstige Gemengelage bezüglich herausfordernden Schülerverhaltens gegeben ist, das ist gerade in NRW unbestritten. Was das allerdings mit Kopftüchern zu tun hat, ist mir schleierhaft.

    Als verbeamtete LK ist es jedoch verdammt schwer an eine andere Wunschschule versetzt zu werden. Hintergrund ist eben die bestehende Mangelversorgung und wenn eine Schule mit einem Versorgungsgrad von 70% (ja das gibt es) keinen freiwillig gehen lässt ist nachvollziehbar. Da bleibt wirklich nur einen Versetzungsantrag nach dem anderen zu stellen. Wenn dann die fünf Jahre voll sind hat man vielleicht Glück.

    Auf jeden Fall sollte man bei jedem Versetzungsantrag auch den PR beteiligen. Im Vorfeld sollte man sich erkundigen, an welchen Schulen besser zu einem passende Rahmenbedingungen gegeben sind um nachher nicht von Regen in die Traufe zu geraten.

    Als Angestellter kann man im Notfall einfach kündigen, um sich dann anderweitig zu bewerben. Geht also Beamter natürlich auch, jedoch nicht ohne erhebliche finanzielle Konsequenzen.

    Bolzbold

    Hmm, der Personaldezernent muß letztlich die Entscheidung treffen und verantworten, auch wenn er sich durch die Schulfachler beraten lässt. Aber die Frage, ob die Dienststelle vor einer zur Ruhesetzung nicht dich erst alle anderen Möglichkeiten probieren muss, ist keine schulfachliche Entscheidung sondern eine verwaltungsrechtliche bzw. bei Angestellten eine arbeitsrechtliche Entscheidung . Daher sind die Personaldezernenten auch meist Volljuristen, während Schulfachler letztlich ehemalige Lehrer sind. Vor dem Arbeitsgericht oder den Verwaltungsgericht muss dann auch der Personaldezernent gerade stehen.

    Da ich die Nebenwirkungen von Lyrica und Trevilor aus eigener Erfahrung kenne, bin ich mir da nicht ganz sicher. Insbesondere für den Fall, wenn eben auch die Wirksamkeit suboptimal ist und das Handprodukt wirkt.

    Das ist sicherlich nicht der Regelfall. Btw auch die Nebenwirkungen von Methylphenidat bei ADHS sind nicht ohne und das wird auch relativ bedenkenlos verordnet. Das sehe ich auch kritisch, wenngleich auch hier Fälle existieren, wo es nicht ohne geht. Aber wenn man sich die Umsatzentwicklung anschaut, da haben vermutlich meine ehemaligen Kollegen aus der Pharmabranche gute Arbeit geleistet .Zumindest nach dem Verständnis des Arbeitgebers.

    Tourette wäre eine solche Indikation. Aber auch bei generalisierten Angststörungen zuzüglich Panikattacken. Da wirken die Klassiker wie Venlafaxin und Pregabalin auch nicht immer bzw haben auch ganz schöne Nebenwirkungen.🤷

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Arzt gibt, der einem unter 18 jährigem ein Rezept verordnet - in so einem Fall würde ich mich an die Ärztekammer wenden.

    Nu denn, ich habe im Ärzteblatt ( ist glaube ich sowas wie deren Zentralorgan) einen Artikel zum Thema gelesen. Hiernach wurde zwar auf die besonderen Risiken bei Jugendlichen hingewiesen, allerdings bleibt die Verordnung an Jugendliche eine Möglichkeit u d ist nicht etwa obsolet.

    Das Problem ist doch, dass im Gegensatz zu einer Alkoholvergiftung ein Cannabisrausch nur Indizienhaft vermutet werden kann. Es fehlt aberan einer hinreichenden Rechtsgrundlage jemanden wegen tellergroßen Pupillen und einen sehr ruhigen Verhalten vom Unterricht auszuschließen. Lediglich ein Lach Flash wäre ein Grund ihn kurzfristig vor die Tür zu setzen. Insofern müssten mir die Verfechter von einem frühzeitigen Ausschluss mir dann schon verklickern nach welchen harten Kriterien man dann vorgehen soll. Ich weiß es nicht, ob gleich man schon ein gewisses Gefühl dafür entwickelt. Das kann aber eben auch nur ein Gefühl sein. Möglicherweise ist derjenige aber auch schon so langzeitgeschädigt, dass er dauerhaft wirklich, als sei er neben der Spur. Beendet das die Schulpflicht? Das möge doch bitte die SL klären. Die kriegt dafür das erforderliche Schmerzennsgeld.

    Ein Beispiel für "Vorfahrt für Weiterbeschäftigung". Einem Teilnehmer wurde die Tätigkeit als Sachbearbeiter im Finanzamt angeboten. Voraussetzung war aber , dass er zuvor das komplette Bachelor Studium in der Finanzbehörde absolviert. Er wäre in diesem Zeitraum mit seiner bisherigen Besoldungsgruppe alimentiert worden. Danach jedoch auf A 11 (oder 10?) runter mit der Möglichkeit aber späterer Beförderung.

    Nein, das Programm Vorfahrt für Weiterbeschäftigung blockiert diese Stellen nicht. Sondern dies sind ausschließlich Abordnungsstelken für im Dienst befindliche Lehrer. Wer im Moment AU ist kann sich auch drauf bewerben. Und die Auswahl findet im Wesentlichen durch die jeweilige Kommune statt, die sich wiederum nicht als Auffangbecken versteht.🤷. Auch für die Stellen, die von Vorfahrt für Weiterbeschäftigung vermittelt werden gilt, dass auf jeden Fall ein Bewerbungsgespräch stattfindet und nach Rücksprache mit Bewerbern, die sind durchaus hart.

    Wie beantragt man die zeitweise Versetzung/ Abordnung in diese Abteilung? Zählt die Arbeit dort als Reha mit Arbeitstherapie oder tatsächlich als Arbeit? Ich habe Fragen..

    Man schaut auf Stella nach und bewirbt sich. Es gibt beispielsweise zahlreiche Stellen bei den kommunalen Integrationszentren. Aber auch Funktionen wie Lehrer im Zoo oder in einem Umweltamt sind möglich. Alles Stellen die in Stella veröffentlicht werden. Die Abordnung ist meist auf zwei Jahre begrenzt und wird aber häufig regelmäßig verlängert. Und dann gibt es auch noch die Stellen bei der Bezirksregierung selber unterhalb der schulfachlichen Dezernenten. Auch das Ministerium schreibt gelegentlich Stellen aus.

    Hängt ein bisschen von dem amtsärztlichen Gutachten und den Anforderungen des Ausbildungsberufes ab. Wenn. Du "kaputtgeschrieben" bist, weil Du körperlich absolut nicht mehr leistungsfähig bist und machst eine Ausbildung zum Feuerwehrmann, dann könnte das Fragen aufwerfen. Beruht aber die DU darauf, dass Du mit Schulbetrieb aus psychosozialen Gründen nicht mehr klar kommst und Du machst eine Ausbildung zum "Gelassenheit Trainer " in einer REHA Klinik dürfte das keine Probleme geben.🤷

    Ich warte noch auf ein Beispiel. s3g4 , da dich der Beitrag verwirrt hat, kennst du offenbar viele Minderjährige, deren Ärzte ihnen med. Cannabis verschrieben haben?

    Das ist selbstverständlich eine medizinische Entität. Aber das fängt eben schon mit der Grunderkrankung. Jugendliche mit chronischen Schmerzen sind schon eine nicht so große Gruppe. Wenn aber alles mögliche durchprobiert würde dann kann ich mir das vorstellen. Habe im TV einen Beitrag gesehen, da kinnte ein Jugendlicher mit Cannabis sein Tourette in den Griff kriegen.

    Hinweis auf einen weiteren möglichen formalen Fehler:

    Hat der AA sich auch zur Einsatzfähigkeit einer anderweitigen Verwendung geäußert?Wenn nein warum nicht? Vor einer zur Ruhesetzung hat die Behörde umfassend zu prüfen, ob eine anderweitige Verwendung möglich ist. Unterbleibt dies, sehe ich einen Verfahrensfehler. Das wäre dann Numeri drei

    Sowohl die Nichteinhaltung des Maßnahmenplans wie auch die Missachtung der amtsärztlichen Empfehlungen werden für das Gericht harte Kriterien darstellen. Insofern Ohren steif und durch und ansonsten das Leben genießen und erst Mal nicht weiter drüber nachdenken.

    Ich weiß, ich habe gut reden. Aber Versuch es zumindest

    Vielleicht machen sie da auch eine Ausnahme. Es ist aber auf jeden Fall der Behörde anzuzeigen.

    Das kann natürlich schlafende Hunde wecken und die Behörde auf die Söder bringen eine erneute Untersuchung zwecks Reaktivierung anzuordnen.

    Würde derjenige aber DU, weil er einfach das Umfeld Schule nicht mehr erträgt aber anderweitig durchaus einsatzfähig war, kann das kaum zum Verhängnis werden

    Rechtsgrundlage §1 Abs. 2 des rezitierten Cannabisgesetzes

    Hiernach gilt das Gesetz nicht für Cannabis welches legal durch eine Apotheke abgegeben wurde.

    Allgemeiner Hinweis:

    Wenn Ihr ein Gesetz verwendet immer erst in die ersten §§ schauen, ob gerade Euer Anwendungsfall nicht ausgeschlossen ist

    Das zitierte Cannabisgesetz und der Hinweis auf die Rechtslage ist problematisch und ihr behebt Euch in Teufels Küche. Das Cannabisgesetz findet in dem Moment keine Anwendung mehr, wenn die Einnahme als Medikament erfolgt.

    Andetes Beispiel gleiche Baustelle. Methylphenidat bekannt als Ritalin wird auch missbrächlich als Aufputschmittel verwendet. Dies ist ein Verstoß gegen das BtmG . In dem Moment wo es legal verordnet ist, kann ich den Schüler nicht mehr wegen Konsum von Betäubungsmitteln auf dem Schulgelände belangen. Es liegt eine rechtlich erlaubte Medikamenteneinnahme vor.

    Dabei ist gleichgültig welcher Arzt das Cannabis wie verordnet hat. Da Cannabis bei der Verordnung nicht mehr unter das BtmG fällt, wird es auf normalem Rezept verordnet und das darf auch über die Teleklinik sein. So ist die Rechtslage.

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