Beiträge von Anna Lisa

    Gartenfreundin-H20


    Alleinerziehend mit kleinen Kindern ist so ziemlich jeder Beruf herausfordernd. Entweder, weil er schlicht gar nicht im Homeoffice erledigbar ist und man damit noch viel länger an zwingende externe Betreuung der Kinder angewiesen ist oder weil es im Homeoffice, welches dann dennoch oft termingebundene Tätigkeiten mit sich bringt, die von dir zurecht beschriebenen Probleme der Ablenkbarkeit gibt.

    Gerade im Lehramt korrelieren unserer Abwesenheitszeiten von zu Hause i.d.R. äußerst gut mit den Zeiten möglicher externer Kinderbetreuung und die Homeoffice-Zeiten sind zeitlich sehr flexibel zu legen. Das kann dann eben auch bedeuten, nachmittags bewusst Zeit für die eigenen Kinder zu haben und dann abends am Schreibtisch zu sitzen. Es gibt kaum andere Berufe, in denen dies derart flexibel möglich ist.

    Wie gesagt, das habe ich definitiv anders erlebt, die Zeiten korrelierten eben NICHT

    Also, das Gefühl habe ich im (BBS-)Alltag nicht. Die Stundenpläne wechseln allenfalls zum Halbjahr. Was den Kita-Bedarf angeht, so haben z. B. die in meinem vorherigen Beitrag genannten Kolleginnen ihre Kinder für 32 Stunden (wie gesagt: Bei Vollzeitstelle!) in der Kita bzw. im KiGa angemeldet, da unsere Stundenplaner*innen - und so weiß ich es auch von anderen BBSn, an denen Bekannte von mir arbeiten - es irgendwie immer hinbekommen, dass Kolleg*innen mit kleinen Kindern, die ihre Kids am frühen Nachmittag von der Betreuung abholen müssen, spätestens nach der 6. Stunde Unterrichtsschluss haben. Bzgl. der Zahl der Konferenzen und anderer Nachmittagstermine: Diese sind an mehreren mir bekannten BBSn in den letzten Jahren immer weniger geworden und z. T. auf Online-Meetings umgestellt worden, was natürlich denjenigen, die nachmittags ihre Kinder betreuen müssen, besonders zupass kommt.

    Das war bei mir definitiv nicht so. Meisten 2x nachmittags Unterricht. 14.30 Uhr Abholzeit hat selten geklappt. Dazu unser Konferenztag, der an 3 von 4 Wochen im Monat mit irgendeinem Kram belegt war.

    Ja und du willst nicht wissen auf was für Zeiten ich kam. Ich bin im Monat auf Zahlen gekommen, die ich hier gar nicht niederschreiben möchte, um keinen shit storm zu provozieren. Natürlich arbeite ich nicht durchgehend. Wie sollte das denn auch funktionieren? Es gibt Pausen, in denen ich nach meinem Kind schaue oder ihn abhole. Trotzdem ist es sicher kein toller Zustand um 19 Uhr 2 Stunden einzuschlafen und dann nochmal bis 2 Uhr ranzuglotzen, nachdem man das Kind ewig in der Kita lassen musste, weil man da schon die erste Schicht hatte.


    Das ist doch gar nicht vergleichbar. Die reine Bürozeit ist etwas ganz anderes als 15 Stunden vor der Klasse und zu Hause noch einmal zig Stunden zur Vorbereitung. Ich kann es nur mit meinem damaligen Job im Hort vergleichen. Ich kam nach Hause und da war Feierabend. Hier geht für mich die Arbeit erst los.

    Habe ich jetzt nicht ganz auf dem Schirm: Du bist Referendarin? Ja, gut, dass ist einfach eine besch....Zeit, die aber vorübergeht (ist ja inzwischen nur noch 1,5 Jahre). Danach ist das definitv nicht mehr so krass. Wenn doch, machst du etwas grundlegend falsch. Du kannst ruhig oft Unterricht nach Buch machen (wozu gibt es das schließlich) und brauchst ganz sicherlich keine Vorführstunden oder anderweitige Sternstunden. Tu dich mit Kollegen zusammen, profitiert von euerer gemeinsamen Materialsammlung.

    Aber du sitzt doch nicht jeden Tag 6 Stunden an den Korrekturen. Und es gibt ja auch Wochen, wo gar keine Klausuren anstehen.

    Hast du mal wirklich deine Arbeitszeit getrackt? Arbeitest du wirklich täglich mehr als 8 / 9 Stunden? Durchgehend?

    Bei einem klassischen 40 Wochenstunden Bürojob hast du ja auch frühestens um 16.30 Uhr Schluss und bist dann vielleicht um 17 Uhr zu Hause.

    Für Vollzeit mag die Familienfreundlichkeit gegeben sein. Bei Teilzeit sehe ich das anders. Ich kenne niemanden außerhalb des Lehrerberufs, der 50 % Teilzeit arbeitet und vormittags UND nachmittags arbeiten muss, sprich der mit einem 35 Stunden Kitavertrag nicht auskommt und der regelmäßig nachmittags eine extra Kinderbetreuung suchen muss.

    Alle anderen Teilzeiteltern können rechtzeitig vor Kitaschließung Schluss machen.

    Hat vielleicht tatsächlich was mit Schulform zu tun und ob Ganztagsschule oder nicht.

    Es müsste natürlich genau geregelt werden, damit es nicht ständig Diskussionen mit allen Beteiligten gibt oder Leute zu früh genötigt werden, zu viel zu machen, wie im Artikel beschrieben.

    Aber ich kann mir das gut vorstellen, dass es eben durchaus Situationen und Krankheitsbilder gibt, in denen man bestimmte Tätigkeiten machen kann und will, andere aber noch nicht schafft. Grippe zählt nicht dazu, weil man da halt rumliegen muss.

    Nein, eben nicht. Man muss nach einer Zeit erst mal wieder seine Fitness auftrainieren, bevor man voll anfängt zu arbeiten. Bei einer echten Grippe bist du ja auch mal locker 2 Wochen krank geschrieben. Wenn du da wirklich 24 Stunden nur liegst, volle 2 Wochen lang, ist deine Kondition und deine Muskulatur voll im Eimer. Natürlich gehe ich da erst mal raus bevor ich wieder in die Schule gehe. Wenn ich schon einen 1-stündigen Spaziergang nicht schaffe, dann sicherlich auch keinen vollen Schultag.

    Gesundheitsfördernd ist zum Beispiel laufen für für beide, aber muss ich deswegen an einem Marathon teilnehmen, der im Fernsehen übertragen wird? Oder reicht es wenn ich daheim in den Wald gehe?

    Ähnlich ist es bei den anderen Fällen, daher vielleicht die Unterscheidung.
    Die liegt aber eben vor allem auch im Beamtensystem und der Art der zu Grunde liegenden Alimentierung.

    Genau. Wenn ich z.B. wegen eines grippalen Infektes krank geschrieben bin, gehe ich durchaus auch spazieren oder sogar walken am Ende, denn wenn ich eine Woche nur auf dem Sofa liege, schaffe ich einen normalen Alltag danach gar nicht von 0 auf 100. Aber ich würde mich niemals im Fitnessstudio sehen lassen.

    Naja, ich bezog mich NICHT auf Fernsehshows, sondern eben darauf, was einem als normale, guttuende Freizeit sein kann. Ich habe ja auch aufgeschrieben, dass ich nach einer Bein-OP vielleicht nicht unterrichten kann, aber durchaus Musik spielen kann.
    Die Extrembeispiele mit einer Kochshow oder Nebentätigkeitbetrug und 16 Jahre Krankschreibung sind doch was Anderes.

    Na klar, darfst du Musik machen. Du darfst dich gerne jeden Mittwoch mit deiner Band im Keller von Karl-Heinz oder einem anderen Probenraum treffen. Aber ein öffentlicher Auftritt bei einer großen Feier ist dann vielleicht doch etwas fragwürdig.

    Du meine Güte. Man kann sich aber auch Probleme herbeikonstruieren. Da muss doch alles zusammenkommen. Eine Sprechunfähigkeit, die sich morgens ganz plötzlich anbahnt, der Mann, der nicht erreichbar ist (es gibt auch Kollegen, Freundinnen ... auch früh am Tag ...) Man kann auch beim Nachbarn mit einem Zettelchen klingeln ... Zusammengefasst: Wenn man krank ist, sorgt man dafür, dass die Schule rechtzeitig Bescheid bekommt und dringende Sachen regelt man, so gut es eben geht. Das ist bei jedem anders und manche Leute haben kein Whatsapp und manche Schulen wollen angerufen werden ... so what. Erwachsene Menschen finden da einen Weg.

    Man kann es auch mal auf einer Konferenz thematisieren, wenn einem das Verfahren nicht passt. Nur so ein Gedanke.

    Keine Sorge, ich habe es in den vergangenen 25 Jahren immer sehr gut hingekriegt, mich rechtzeitig und ordnungsgemäß krank zu melden. Sehe ich auch gar kein Problem drin.

    Ich habe lediglich auf die Aussage reagiert, dass dann eben der Ehemann anrufen kann.

    Ohne mich jetzt genauer eingelesen zu haben, stimme ich zu, dass eine Zersplitterung von Arbeitszeit in aller Regel wohl nicht erlaubt ist.

    Wo ich deine Darstellung aber stark vereinfacht finde, ist die Annahme der regelmäßig nur am Vormittag stattfindenden festen Arbeitszeiten und die Verteilung gleichmäßig auf fünf Wochentage. Wahrscheinlich währe eher sowas wie montags 7.20 bis 13.20 Uhr, dienstags 7.20 Uhr bis 15.50 Uhr (inkl. einer halben Stunde vorgeschriebener aber unbezahlter Mittagspause, so kannte ich es zumindest im Amt), mittwochs 11 Uhr bis 17 Uhr, wobei die ersten zwei Stunden noch Unterricht sind, dann beginnt der Konferenztag, und dann donnerstags und/oder freitags entsprechend weniger Stunden gemäß deiner Arbeitszeit in TZ. Diese aber vielleicht durchaus am Freitagnachmittag.

    Das ist natürlich jetzt ein willkürliches Beispiel und alles hier ist Kaffeesatzleserei. Aber die Annahme "Ich gehe dann mit TZ jeden Tag mittags nach Hause und Konferenzen und Elterngespräche kann ich später mal als Überstunden abfeiern" dürfte doch stark idealisiert sein.

    Mache ich ja jetzt auch nicht, ich habe meist bis 15 oder 15 45 Uhr Unterricht

    Dafür fange ich aber deutlich später an.

    Der Unterschied ist, dass ich an Tagen, wo ich um 8 Unterricht habe und bis 16 Uhr Konferenz heute unbezahlte Überstunden mache. Mir Präenzpflichr und AZ Erfassung dann ich mehr. Dann erarbeite ich mir jedes Mal einen zusätzlichen Urlaubstag.

    Also eigentlich doch wie jetzt auch schon. Nur dann offiziell

    Ich bin mir nicht sicher, ob du das so ganz richtig siehst. 75% ist erstmal quantitativ und sagt nichts darüber aus, wann diese Stunden liegen - also dass du jeden Tag um 13.20 Schluss haben musst, ergibt sich daraus nicht. Sicherlich kann es nicht regelmäßige Zersplitterung geben, aber ganz so homogen würde es wohl eher nicht laufen.

    Ich denke, dass es außer in absoluten Ausnahmefällen gar nicht erlaubt ist, Arbeitszeit zu zersplitterten. Deshalb würde ICH in der zwangsweise entstandenen Wartezeit auf Konferenzen etc präsent sein und Unterricht vorbereiten etc und massig Überstunden sammeln, die ich dann in den Ferien abbbummele.


    Genau wie jetzt auch schon.

    Wenn ich 50 % Teilzeit mache und mein Arbeitgeber mich um 8 Uhr anfangen lässt und erwartet, dass ich von 14 - 16 Uhr an der Konferenz teilnehme, habe ich von 8- 16 Uhr gearbeitet abzüglich 30 Minuten Mittagspause, also 7,5 Stunden = 3,5 Überstunden.

    Endlich wird das dann mal gesehen!

    Telefonische Krankmeldungen sollten alleine schon deshalb verboten sein, oder zumindest nicht eingefordert werden, weil in dem persönlichen Gespräch IMMER ein gewisser Druck ausgeübt wird, ob es denn wirklich so schlimm wäre. Oder es kommen Kommentare wie "es fehlen aber auch schon xyz".

    So etwas gibt es bei uns tatsächlich gar nicht. Trotzdem ist es für mich eine Hürde und sehr unangenehm

    Mein Mann ist aber morgens schon längst weg, wenn ich aufstehe. Dann müsste ich ihm quasi eine Whatsapp schreiben, dass er bitte anrufen soll und dann darauf hoffen, dass er es auch rechtzeitig schafft, denn entweder sitzt er gerade im Auto oder ist am arbeiten und kann dann nicht gleichzeitig telefonieren bzw. meine Whatsap lesen. Nützt ja auch nichts ,wenn er um 8..12 anruft, aber schon um 8 Uhr eine Vertretung nötig gewesen wäre.

    unsere schule ist so laut, ungemütlich und dreckig.. die kinder rennen wie irre durch die hellhörigen gänge, auch nachmittags. jeder denkt, man sei für alles erzieherische zuständig, wenn man nachmittags mal über den hof oder durch den gang geht. und keine infrastruktur wie imbissbude, restaurant o.ä. für mittagspause in der nähe. es kommt nicht einmal warmes wasser. wenn ich da nur eine stunde länger festgehalten werde, werde ich dauerkrank. nicht nur gespielt, sondern in echt!

    Aber all das müsste ja verbessert werden, bevor die Präsenzpflicht kommt. S. Lärmschutz, Arbeitsstättenvorschriften etc. Bei mir zu Hause gibt es auch keine Imbissbude in der Nähe und ich war auch noch nie mittags in einer. Brauche ich nicht. Kiosk in der Mensa hingeben haben wir jetzt schon. Die verkaufen sehr leckere Brötchen, Bagels, Wraps und ganz viel anderes Gebäck. Und Mittagessen gibt es ja sowieso. Bei mir zu Hause nicht. Außer ich habe gekocht. ;)

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