Beiträge von Midnatsol

    Getrennte Wartezimmer sind mir noch nicht untergekommen (wohl aber reine Privatpraxen!), ich habe aber ähnliche Erfahrungen gemacht wie du was die Terminvergabe angeht. Mein Mann fordert mich, wenn ich krank bin, immer auf, direkt meinen Versicherungsstatus zu erwähnen - ich kann das aber nicht, da wird mir emotional schlecht. Wenn ich gefragt werde, antworte ich, aber von mir aus kann ich das nicht einbringen.

    Ich bin politisch eindeutig für eine einheitliche Versicherung für alle Versicherungsnehmer*innen.

    Jüngere SuS starten in der 1.Stunde, die älteren SuS entsprechend später. Das führt natürlich dazu, dass der Vormittag bei den Großen bis halb zwei geht, wenn bei den Kleinen ggf. schon wieder der Nachmittagsunterricht startet

    Das ist ja spannend: Was habt ihr denn für Unterrichtszeiten? Bei uns endet der Vormittagsunterricht mit Beginn um 8:00 Uhr um 13:30 Uhr. Habt ihr kürzere Pausen als wir (45 Min. Unterricht, dann immer abwechselnd 5 Min. und 20 Min. Pause)?


    Zum Thema: Mieser Vorschlag. Ich stelle kein "Outputproblem" in der 1. Stunde fest (weder Sek1 noch Sek2), sehr wohl aber ein heftiges Defizit am Nachmittag. Bloß nicht noch mehr Nachmittagsunterricht - der gehört mMn jetzt schon gestrichen, weil Aufwand und (Lern-)Ertrag in keinem Verhältnis zueinander stehen.

    Ich finde es erschreckend, wie hier mit der Kollegin umgegangen wird.


    Um mal aus die Sicht einer Betroffenen einzunehmen: Eine gute Freundin unserer Familie ist GS-Lehrerin. Im November wurde bei ihr ein schwerer Burnout diagnostiziert. Sie hatte sich vorher schon wochenlang noch irgendwie zur Arbeit geschleppt, obwohl sie nicht mehr konnte, weil es auch an ihrer GS keinerlei Reserven mehr gibt - im Gegenteil, ihre Parallelklasse wurde schon von einer ungelernten Kraft aus dem Ganztagspool übernommen, weil deren KL im September in die Burnout-Krankschreibung gegangen ist. Sie wollte weder diese völlig überforderte "Einspringerin" noch das Kollegium hängen lassen, und ist dabei schlussendlich immer tiefer in den Burnout gerutscht. Seit November ist sie nun wie gesagt selbst krankgeschrieben und es sieht bislang nicht so aus, als ginge sie im nächsten Schuljahr wieder zur Schule. Im privaten Rahmen kann man mit ihr gut reden und auch einiges unternehmen. Aber sobald das Thema Schule aufkommt, treten ihr die Tränen in die Augen und sie beginnt nach kürzester Zeit unkontrolliert zu weinen.

    Wäre diese Freundin die betroffene Kollegin, würde es sich ihr und der Schulleitung verbieten, wegen irgendwelcher Aufzeichnen in Kontakt miteinander zu treten, auch wenn sie zu Hause Zugang dazu hätte. Das würde ihrer Pflicht, nichts der Genesung abträgluches zu tun, deutlich zuwiderlaufen.


    Meine Bekannte hatte Glück, dass sie nicht direkt zu den Zeugnissen ausfiel. Aber wer weiß schon, ob der Fall aus diesem Thread nicht ähnlich gelagert ist?

    Ich finde es erschreckend, wie wenig Menschen, die das Glück haben gesund zu sein, Rücksicht auf Menschen nehmen, denen es nicht so ergeht; dass sie fordern, dass diese weiter Kontakt zum Arbeitgeber pflegen; dass impliziert wird, wer das nicht täte gehöre drangsaliert (der Vorschlag, den Amtsarzt einzuschalten, las sich für mich jedenfalls nicht konstruktiv, sondern eben als Versuch, die vermutlich faule Kollegin zur Mitarbeit zu zwingen).


    Das Problem, vor dem die Schule hier steht, ist systemisch bedingt, nicht durch die Kollegin. Sie hat für das Versagen des Systems nicht die Verantwortung zu übernehmen.

    Dann gibt es halt Zeugnisse nach bestem Wissen und Gewissen: Halbjahreszeugnisse anschauen, Kinder die letzten zwei Wochen beobachten und schauen, ob gravierende Abweichungen zu verzeichnen sind. Wenn nicht,gibt's halt den Text ( leicht abgewandelt ) nochmal. Ansonsten Ansage an die Eltern: "In nahezu allen Fällen profitierten die Kinder und Familien vom KL-Prinzip und der besonders engen Betreuung, leider ist hier ein außergewöhnlicher Fall aufgetreten, der eine Schwachstelle offenbart.Die vertretenden KuK werden die Aufgabe der KL nach bestem Wissen und Gewissen übernehmen, bitte haben Sie Verständnis, dass ihre Beobachtungen nicht so detailliert ausfallen können wie die der KL. Im nächsten Schuljahr übernimmt eine neue KL die Klasse, um wieder gewohnt detaillierte und gesicherte Diagnosen des Leistungsstandes zu ermöglichen."

    Was sollen die Eltern denn tun? Widerspruch gegen ein Zeugnis einlegen, weil sie gern einen zweiten Satz zur Rechtschreibleistung gehabt hätten? Selbst wenn jemand auf die dämliche Idee käme: Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen, und wenn eine genauere Beurteilung aufgrund der Situation nicht möglich war, dann gibt es nichts zu befürchten.


    Ohnehin finde ich, dass die Bedeutung dieser Zeugnisse doch etwas niedriger gehängt werden darf: Die Kids können am Ende dasselbe wie mit durch die KL geschriebenem Zeugnis, sie werden alle in die nächste Klasse versetzt, und haben dann hoffentlich wieder eine stetige Betreuung und genauere Diagnosen. Keine Zukunft oder Gegenwart wird hier versaut. Natürlich wäre es schön, wenn das Zeugnis den aktuellen Leistungsstand auch noch einmal schriftlich fixiert transparent machen würde (mündlich dürfte das zuletzt zumindest zum EST des 2.HJ geschehen sein), aber jetzt geht es halt mal nicht.

    Schule sollte weniger Schiss vor Eltern haben und sich mal überlegen, ob ein Zeugnis der 2. Klasse es wert ist, kranke KuK so unter Druck zu setzen.


    Also wäre mein Vorschlag: Wer auch immer die Klasse in den letzten Wochen betreut vergleicht ganz punktuell das HJ-Zeugnis mit dem Eindruck von den Kids jetzt und notiert, wo Abweichungen feststellbar sind. Mit den Notizen erstellen alle KuK die Zeugnisse, basierend auf den HJ-Zeugnissen. Und die kranke Kollegin wird in Ruhe gelassen, so wie es ihr Recht ist.

    Übrigens: Alle Kontakte (Beratungsgespräche, Besprechung des Leistungsbildes, ...) in Form kurzer Aktennotizen dokumentieren. Ich würde einen Widerspruch oder gar den versuchten Einsatz weiterer juristischer Mittel erwarten und je wasserdichter die ständige Beratung, Transparenz der Leistungen etc. dokumentiert sind, desto weniger Stress wird deine Freundin im Fall des Falles haben. Aber das weiß sie sicherlich selbst auch.

    Was soll denn "Naturphänomene" für ein Fach sein? Gibt es das in irgendeinem Bundesland?


    Falls der Fall echt ist: Ich würde mit der Unterstufenkoordination sprechen, die Lage schildern, und um Hilfe bzw. Entlastung bitten. Vielleicht kann ein Gespräch mit den Eltern unter Leitung der Unterstufenkoordination geführt werden, in welchem die Sicht der Schule auf die Leistungen von Marcel-Noah geschildert und das weitere Vorgehen in den wenigen Wochen bis zum Schuljahresende vereinbart wird. Teil dieser Vereinbarung ist, dass die Eltern sich nicht mehr ständig melden, sondern bei Änderungen zum Status Quo von Christel informiert werden.


    Auf den Zeugniskonferenzen wird nach Möglichkeit darauf geachtet, dass das Ergebnis deutlich ausfällt (Versetzung oder eben Nicht-Versetzung ohne Möglichkeit der NVP), sodass das nicht nur an Christels Deutschnote hängt und so der Druck von ihr genommen wird.

    Wir haben in einem meiner Fächer ebenfalls nur eine Klausur, die Gewichtung von SoMi und schriftlicher Leistung (= Klausur) ist etwa 50:50, entsprechend der APO GOst. Ich weise daher vorher immer auf die hohe Bedeutsamkeit der Klausur für die Endnote hin. Wenn ich es für nötig erachte, mache ich von meinem pädagogischen Spielraum Gebrauch und werte nicht genau 50:50 - was ja ebenfalls der APO GOst entspricht, weil nicht gerechnet werden darf, sondern der Gesamteindruck zu bewerten ist. So kann ich ggf. die Klausur etwas abwerten.

    Ich finde den Thread äußerst spannend. Gibt es zu der scheinbar an diversen Seminaren vermittelten Pflicht, alle Wege vorab abgegangen bzw. Aktivitäten vorab getestet zu haben, eine rechtliche Grundlage (ich frage konkret für NRW)? Davon habe ich noch nie gehört. In den Richtlinien für Schulfahrten steht nur dieser - für den vorliegenden Fall wohl relevante - Passus:

    Zitat

    6.3 Für sportliche Unternehmungen mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko (z.B. Schwimmen und Baden, Wassersport, Wanderungen im Hochgebirge oder im Watt, Skisport) gelten auch bei Schulfahrten der Runderlass „Sicherheitsförderung im Schulsport“ v. 26.11.2014 (BASS 18-23 Nr. 2) sowie die „Sicherheitsvorschriften für das Schwimmen im Rahmen des Schulsports“ und die „Erläuterungen und Empfehlungen zur Sicherheitsförderung im Schulsport“, Heft 1033 der Schriftenreihe „Schule in NRW“2.

    Dass ich aber "normale" Wegstrecken vorher abzugehen habe, ist für mich aus keiner der Vorschriften ersichtlich. Einem City-Trip nach Berlin ohne vorherige Begehung sollte nach meinem Verständnis nichts im Wege stehen.

    Bitte sie, dir immer gezielt zu den von dir erbetenen Punkten eine möglichst genaue Rückmeldung zu geben, zu anderen Punkten aber nicht - selbst wenn es sie "jucken" sollte.

    Wenn sie etwas Anderes in der Stunde besprechen möchten, bremsen.

    Ehrlich gesagt finde ich dieseb Rat grenzwertig. Sich Rückmeldung zu einem konkreten Punkt erbitten, an dem man gerade feilt: gut. Aber andere Rückmeldungen "bremsen" finde ich nicht in Ordnung. Dann entsteht ggf. nämlich die Situation: Ich lasse mir Feedback zu 2-3 Punkten geben, in die ich all meine Aufmerksamkeit stecke. (oder auch: die ich ganz gut kann - in Sachen Psychohygiene eine durchaus nachvollziehbare Strategie). Vllt. mache ich das dann auch ganz gut, der ganze Rest ist aber murks - und das lasse ich mir nicht sagen. So kommt es zu einer Diskrepanz zwischen dem positiven Feedback und der tatsächlichen Leistung einerseits. Und andererseits kann ich auch nur Rückmeldung erbitten zu Aspekten des Unterrichtens, deren Existenz mir bewusst ist. Habe ich z.B. nie von Gelenkstellen gehört,werde ich dazu nie Feedback erbitten oder erhalten. Wichtig wäre dieses aber....

    Daher wie gesagt: Bitte um Rückmeldung zu bestimmten Punkten finde ich okay, aber das "Bremsen" ungefragter Kritik darüber hinaus finde ich problematisch.

    Auf jeden Fall würde ich die Tests in Klassenarbeitsphasen aussetzen, denn da sind sie nicht erlaubt (der entsprechende Rechtstext wurde hier schon zitiert); damit bist du schonmal einige los.

    Bis du einen grundsätzlichen Ausweg gefunden hast, wäre es vielleicht auch eine Option, im Unterricht zu korrigieren. Ich mache das manchmal als "Entgegenkommen" zu meinen Schülern, die so gespannt auf das Testergebnis sind, dass sie mich anbetteln, im Unterricht zu korrigieren: "Na gut. Aber das kann ich nur machen, wenn ihr währenddessen ruhig die Übungsaufgaben bearbeitet. Ansonsten gibt es den Test erst am Donnerstag. :aufgepasst:" Das sind ganz angenehme Stunden und offenbar ein Win-Win für die Klasse und mich.


    Auf jeden Fall würde ich einen Antrag auf der nächsten Fachschaftssitzung stellen, mit rechtlicher und pädagogischer Begründung. Vllt. schließen sich dir mehr Kollegen an, als du meinst.

    Meine SL berichtet auch von diesem Druck seitens des Ministeriums und setzt maximal in einer Kategorie 4 P. Das kommuniziert sie auch so. Ich habe damals für mich die Konsequenz gezogen, mich nur noch in einem Bereich verstärkt zu engagieren, bei dem absehbar war, dass er "meine" 4-Punkte-Kategorie wird. Anderes Engagement habe ich zurückgefahren. Ich sehe es also wie das Higgs: Wenn mir signalisiert wird, dass Engagement nicht wertgeschätzt wird, erbringe ich es auch nicht. Ich habe dadurch immerhin schnell gelernt, "nein" zu sagen. Danke dafür, Ministerium.

    In diesem Thread fällt mir immer wieder die Aussage der Schulsozialarbeiterin meiner Referdariatsschule (sehr gutbürgerliches Gymnasium) ein, die zu mir sagte: "Die Probleme an einem Gymnasium wie unserem unterscheiden sich zu einem gewissen Teil von denen an einer Hauptschule im Brennpunkt. Aber es sind nicht weniger Probleme." Sie war mit voller Stelle an der Schule und hatte immer viel zu tun. Man sollte nicht meinen, am Gymnasium gäbe es keine Probleme, weil alle gerne zur Schule gehen um lernen zu dürfen und keine anderen Probleme im Leben haben als die 3+ in der letzten Klassenarbeit. Das wäre ein völlig irrwitziges Bild von Schule.

    Absolut richtige Entscheidung, da in vielen Ehen häufig der Automatismus vorherrscht, der Partner mit dem etwas größeren Einkommen "muss" Steuerklasse 3 nehmen sonst spart man keine Steuern. Was natürlich völliger Schwachsinn ist, aber dazu häufig dazu führt, dass der Mann das Mehreinkommen als "sein" Einkommen ansieht.

    Kleine Anmerkung: Manchmal ist es auch die Frau, die das Mehreinkommen als "ihr" Einkommen ansieht. Soll heißen: Auch wenn es seltener vorkommt als umgekehrt finde ich es wichtig darauf hinzuweisen, dass es heutzutage auch Frauen gibt, die mehr verdienen als ihre Männer.

    Wenn ich so etwas lese, wünschte ich glatt, die Eltern würden mit dieser Geschichte mal an die Presse gehen - oder das auch nur gegenüber der Schulleitung ankündigen. Vielleicht brächte sie solch ein Schritt zum Nachdenken, ob "unter den Teppich kehren" und ein abschließender Tritt in den Rücken des Opfers wirklich eine so gute Strategie sind...


    Ich würde mich an deiner Stelle tatsächlich einmal erkundigen, wie du dich vor rechtlichen Folgen absichern kannst, falls diese beiden Früchtchen tatsächlich irgendwann jemanden richtig ernsthaft verletzen. Bei dieser Schulleitung sähe ich die Gefahr, dass die Verantwortung nach unten durchgegeben wird und an dir hängen bleibt: Du hast ja als Klassenlehrerin nicht einmal einen Aktenvermerk angefertigt... da deine Gespräche mit der SL nicht schriftlich vorliegen, hätte ich da wirklich Bauchschmerzen und würde mich an deiner Stelle an die Gewerkschaft wenden, um zu erfahren, wie ich mich absichere.

    Das ist wirklich ein Wahnsinn, was du beschreibst. Solch eine SL ist ja fürchterlich: Nicht nur die mangelnde Konsequenz, sondern insbesondere auch noch Absprachen sang und klanglos in den Wind schlagen und dann auch noch die Kollegen anzugehen, wenn diese auf diese getroffenen Absprachen verweisen.


    Da sowohl du als auch die Eltern und der betroffene Schüler selbst offenbar eine reale Gefahr sehen, würde ich tatsächlich eine Remonstration in Betracht ziehen - bzw. eine dokumentierte schriftliche Stellungnahme: Eine Remonstration ist ja ein Hinweis auf die Unrechtmäßigkeit des Vorgehens der Schulleitung, was hier wohl eher nicht gegeben ist: Sie hat ja Maßnahmen getroffen. Dennoch: Man stelle sich vor, die beiden machen Ernst und verletzten den Mitschüler: Dann würden die Eltern des Opfers vermutlich im Zuge des aufkommenden Verfahrens auf die bekannte Bedrohungslage verweisen, und ggf. könnten Ermittlungen eingeleitet werden um zu überprüfen, welche Verantwortung bei der Schule liegt. Vermutlich ist das rechtlich nicht gefährlich (siehe oben: ihr habt schließlich Maßnahmen getroffen, wenn auch lasche), aber auskennen tue ich mich nicht und eine Absicherung über eine dokumentierte schriftliche Stellungnahme gegenüber der SL halte ich für überlegenswert. Das Klima mit der SL scheint ja ohnehin gerade zerrüttet zu sein (schade, dass man so etwas bedenken muss...).


    Gibt es für künftige Fälle eventuell einen Stufenkoordinator, den du zuerst ins Boot holen könntest? Also: Mittelstufenkoordinator die Sachlage schildern und im erneuten Akutfall mit dessen Rückendeckung und in dessen Beisein die SL einschalten? So hast du die Meldekette eingehalten und vllt. hilft es, wenn die SL mitbekommt, dass nicht nur du Konsequenzen für nötig hältst.

    Ich habe grundsätzlich freie Wahl. Wenn sich Themen aus der Einführungsunit des Schulbuches spiegeln würden, sodass auch Unterrichtsstoff wiederholt wird, wäre das natürlich super. Das sind so Wortfeld-Klassiker wie "Farben, Tiere, Zahlen, Schulmaterialien, sich vorstellen", ggf. also etwas, was man an viele (illustrierte) Bücher anknüpfend könnte ("Oh look, there are lots of pencils on protagonist's desk. Let's make some sentences! - There are three blue pencils." ...). Aber solche Verknüpfungen sind keine Voraussetzung, die kriege ich dann schon hin :-)


    Dr Seuss ist schon einmal eine gute Idee, "The Cat in the Hat" habe ich hier, der Grinch hingegen ist definitiv noch zu schwer, den lesen ich mit guten 6ern oder sonst 7ern zur Weihnachtszeit. Danke schon einmal für diese Anregung!

    An Bücher der Grundschulen habe ich auch schon gedacht, kenne mich da aber auch überhaupt nicht aus. Gerne hätte ich tatsächlich etwas etwas längeres (als Cat in the Hat). Natürlich ist das bei den geringen sprachlichen Fähigkeiten schwierig.

    Hallo zusammen, ich habe erfahren, dass ich im kommenden Jahr einen klassenübergreifenden Vertiefungskurs Englisch für die Fünftklässler übernehmen soll. "Vertiefungskurs" bedeutet eine Mischung aus Förder- und Forderkurs. Hierin soll ich lehrwerksunabhängig arbeiten und alle Kompetenzen fördern.


    Ich überlege nun, ob es sich anbieten könnte, eine kleine Lektüre mit den Kids zu lesen: Leseverstehen fördern, Wortschatz erweitern, an die Geschichte anknüpfend kreativ schreiben (soweit das eben schon geht, z.B. sich selbst dem Hauptcharakter vorstellen, dann den Hauptcharakter vorstellen, ...), evtl. über ein zugehöriges Hörbuch das Hörverstehen trainieren, und wenn die Kids dann mal so weit sind, dass sie wirklich Grammatikthemen bearbeiten, könnte ich an das Buch anknüpfend ein paar Grammatikaufgaben erstellen.


    Nur: Welche Lektüre können denn schon die neuen 5er lesen? Ich hätte nur Vorschläge für das Ende der Klasse 5, wo die SuS aber ja schon einiges gelernt und eine gewisse Basis haben. Was sie von der Grundschule mitbringen ist ja doch meist ziemlich mau. Trotzdem bin ich sicher, dass es auch für diese absoluten Anfänger passende und schöne Lektüren gibt und würde hier gern auf euer Schwarmwissen zurückgreifen: Habt ihr schöne Empfehlungen?

    Jedes herausstechende körperliche Merkmal kann für Attacken genutzt werden (zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu sommersprossig, zu große Nase, zu viele senfgelbe Pullover, ....). Aber SuS sind keine bösartigen Wesen, die sich auf dich stürzen, nur weil du nicht "Otto Normal" bist. Wenn du sie gut behandelst, tun sie das in aller Regel auch.

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an: Wenn die SuS dich als gute Lehrkraft kennenlernen, ist deine Größe total egal. Wenn du ein inkompetentes A******** bist, mögen sie dir entsprechende Spitznamen geben.


    Wenn das Lehramt dein Traum ist, dann verfolge ihn. Arbeite an deinem Selbstbewusstsein: Strahlst du Souveränität aus, wenn du eine Klasse kennenlernst, sehe ich in deiner Körpergröße keinen Hindernisgrund.

    Wenn der Schulleiter sie 'loswerden' möchte, soll er einfach ein entsprechendes Gefährdungsgutachten aufsetzen: Erhöhte Infektionsgefahr aufgrund der hochansteckenden Omikron-Variante. Zack, draußen. So läuft es bei uns an der Schule.

    Ich würde mich an Stelle der TE nicht krankschreiben lassen. Nicht, dass ihr dadurch irgendwann Nachteile entstehen (evtl. droht schlimmstenfalls nach mehreren Monaten Krankengeld oder ein Amtsarztbesuch wird fällig?) Ich kenne mich nicht aus auf dem Gebiet, aber würde das Risiko nicht eingehen, selbst wenn mein Hausarzt oder Gynäkologe mitspielen würde. Soll die Schulleitung das regeln, sie hat Personalverantwortung und wird dafür bezahlt.

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