Beiträge von Seph

    In so eine Schule war ich mal teilabgeordnet. Das elektronische Board funktionierte nicht und das Whiteboard ist für einen Linkshänder eine Zumutung, weil man da am Ende immer den Filzstift im Ärmel hat. Kreide kann ich einfach abwischen, aber Filzstift ist eine Sauerei.

    Wie gesagt: bei uns funktionieren alle Boards tadellos und wie man es hinbekommt, am Ende Farbe vom Whiteboardmarker am Ärmel zu haben, erschließt sich mir wirklich nicht....anders als beim Kreidestaub, der wirklich überall herumlag.

    Wir sind an der Schule auch Fans der Kreidetafeln. Seitdem wir in den Sommerferien einen zusätzlichen Raum mit elektronischen Whiteboards ausgestattet bekommen haben, will kein Kollege mehr in den Raum. Warum nur?

    Wäre bei uns genau andersherum. Aber die Frage stellt sich schlicht nicht mehr, da alle Räume inzwischen eine Kombi aus Whiteboard und elektronischem Board haben, die auch tadellos funktionieren. Den Kreidestaub vermisse ich nun wirklich nicht.

    Eine Frage:
    Wo bewahren eure Schülerinnen und Schüler ihre digitalen Endgeräte während der Pause bzw. des Sportunterrichtes auf?

    Während der Pausen sind die Klassenräume abgeschlossen. Unsere Sporthalle lässt sich ebenfalls nur mithilfe der beteiligten Lehrkräfte betreten und jeder Klasse sind 2 Umkleidekabinen zugewiesen, die wiederum während des Sportunterrichts verschlossen sind.

    Also gut, dann genauer gerechnet.

    Wenn sich die Komplexität von 2^128 auf 2^64 halbiert und mal angenommen du brauchst vorher 10^10 Jahre zum knacken, dann dauert es danach nur noch 0,02 Sekunden.

    Dann noch einmal: es ging nicht um die Reduktion von 128 Bit auf 64 Bit, die durchaus kritisch ist, sondern um die Reduktion von 256 Bit auf 128 Bit, die alles andere als kritisch ist. Derzeitiger Goldstandard bei symmetrischen Verfahren ist der AES-256, dessen Sicherheit in der Praxis aber auch bei erfolgreicher Implementierung von Grovers Algorithmus auf Quantencomputern noch hinreichend gewährleistet wäre.


    Dass diese Halbierung der Schlüssellänge eine extreme Reduktion der Komplexität eines Angriffs bedeutet, ist allen halbwegs matheaffinen Personen sofort klar. Nur ergibt sich daraus in der Praxis noch nicht die vielbeschworene Nutzlosigkeit bisheriger (symmetrischer) Verschlüsselungsverfahren.


    Die von dir zitierten Zahlen mögen geeignet sein, um diese extreme Reduktion der Komplexität zu verdeutlichen. Sie bilden aber nicht die tatsächlich benötigte Zeit für einen Angriff auf AES-256 ab...auch nicht unter Berücksichtigung der theoretischen Möglichkeiten von Grovers Algorithmus auf derzeit noch nicht existenten genügend "großen" Quantencomputern.

    Mal Überschlagen:

    2^256 = 1,1E77

    2^128= 3,8E38

    Ok, dass ist jetzt nicht zu O(1) geworden, aber wenn es also vorher 10000 Jahre zum Knack gebraucht hat, dann wird dann danach weniger als 1 Sekunde benötigt. Da würde ich schon von "brechen" sprechen.

    Nur dauerte es vorher nicht nur 10000 Jahre. Ein Brute-Force-Angriff auf "nur noch AES-128" liegt im Zeitbedarf noch immer um Größenordnungen über dem Alter des Universums. Mir treibt die effektive Halbierung der Schlüssellänge bei symmetrischen Verfahren durch Grover´s Algorithmus jedenfalls in der Praxis keinen Angstschweiß auf die Stirn, auch wenn diese natürlich bemerkenswert ist und für sehr kurze Schlüssel tatsächlich ein Problem darstellen kann. Das bekommt man bei den symmetrischen Verfahren aber durch angepasste Schlüssellängen ganz gut in den Griff.

    Nein, es gibt noch andere. Der Grund ist die Kurswahl der Schüler, im letzten Jahr hatten wir z. B. 52 Slots, d.h. 52 verschiedene Unterrichtsstunden verteilt auf 4,5 Tage. Bei 30 Stunden vormittags bleiben für 4 Nachmittage 22 Stunden übrig. Dieses Jahr wird es ähnlich sein. Da lässt sich auch nichts ändern. Mal hat man Glück (und andere den schlechten Plan) mal nicht. Andere Schulen schränken die Wahlmöglichkeiten ein, aber dann wechselt auch mancher Schüler die Schule.

    Wir kommen je nach Jahrgang mit knapp 40 Slots aus und unsere Schüler sind sehr dankbar dafür, dass sie höchstens 2x in der Woche lang haben und einen verlässlichen Wochentag nur bis Mittags. Ja, es gibt vlt. einige wenige Schüler, die für andere Kurse an andere Schulen gehen (wobei das bei uns eh über Kooperationen geht). Aber bei 52 Slots Unterricht würden mir die Schüler in Scharen davon rennen.

    Der AES und SHA Algorithmus lässt sich von Quantencomputer mit dem Grover’s Algorithmus angreifen.

    Von dem sprach ich. Dieser reduziert die Komplexität zwar erheblich, aber bricht die Verfahren deswegen noch lange nicht. Zudem ist eine praktische Umsetzung von Grover´s Algorithmus derzeit noch nicht absehbar.

    Quantencomputer sind ein grundsätzlicher Gamechanger bei der Verwendung von Passwörtern (die damit entschlüsselt werden können) und der Generierung echter Zufallszahlen (dafür werden sie bereits verwendet, weil ein einziges qubit dafür im Prinzip reicht, so weit ist man längst)

    Und selbst das ist derzeit noch weniger kritisch, als gemeinhin angenommen wird. Der häufig verwendete Standard AES-256 ist voraussichtlich quantensicher - ähnlich wie die Hash-Algorithmen SHA-384 und SHA-512. Es gibt zwar einen Algorithmus, der die Komplexität eines Angriffs auf symmetrische Verschlüsselungsverfahren spürbar reduzieren kann, diese aber nicht aushebelt. Inwiefern dieser Algorithmus überhaupt praktisch realisierbar ist, ist auch noch offen.


    Größere Sorgen muss man sich um asymmetrische Verfahren machen, aber auch da ist man von einer praktischen Implentierung noch ein gutes Stück weg, da real existierende Quantencomputer schlicht noch zu viele Fehler machen und dementsprechend die benötigte Menge an Qubits für den Algorithmus stark ansteigen.

    Wird Rentnern auch einfach die Rente gestrichen, wenn sie in den Knast gehen und wie lange oder ist das so ein Beamtending.

    Klassisches Disziplinarrecht bei Beamten. Von "einfach so streichen" kann übrigens nicht die Rede sein. Im vorliegenden Fall geht es um ein Kapitalverbrechen.

    Auch bei einer Bewerbung auf eine A-14-Stelle?

    Ja. 3 Punkte in einer zur Bewerbung gehörigen Beurteilung bedeuten ja bereits, dass die Anforderungen voll erfüllt werden. Ob es dann Mitbewerber gibt, die die Anforderungen sogar spürbar übertreffen, weiß man vorher nicht unbedingt. Wenn dich eine externe Stelle wirklich interessiert und zu deinem Profil passt, dann lohnt sich ein klärendes Telefonat vor der Bewerbung sicher. Man hört dann dort zwischen den Zeilen oft auch bereits heraus, ob sich die weitere Bewerbung lohnen kann oder ob es zu starke Mitbewerber gibt.


    Andersherum werden auch die Gesprächspartner heraushören, ob die Bewerbung nur erfolgen soll, um eine Versetzung durchzubekommen oder A14 zu erhalten oder ob es ernsthaftes Interesse an der konkreten Stelle gibt.

    Richtig. Und ein bisschen Protektion durch die SL hier und da, oder auch ganz ungeniert explizit ist auch nicht verkehrt...:P

    Das kenne ich in Einzelfällen auch, die größere Zahl der mir bekannten jung ins Amt gekommenen A15er durften das mit einem Schulwechsel verbinden. Wie wir ja weiter oben schon erläutert hatten, laufen diese Stellenbesetzungen nicht mehr primär durch SL-Hand, sondern auf Dezernatsebene. Und zumindest für die für unsere Region zuständigen Dezernenten kann ich guten Gewissens sagen, dass die sehr auf Besetzung mit geeigneten Personen für solche Stellen und weniger auf persönliche Befindlichkeiten einzelner Schulleitungen schauen.


    PS: Davon unbenommen ist das natürlich ein sehr vorgesprächslastiger Prozess und natürlich benötigt man eine gewisse Fürsprache, um überhaupt erst einmal "auf dem Radar" der Dezernenten aufzutauchen.

    In der Tat. Es gibt hier im Forum einige, die sehr schnell auf A15 gekommen sind, aber die meisten, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sind dann doch bereits einige Jährchen im Schuldienst gewesen...

    Es gibt Leute, die halt sehr früh anfangen, auch über den Tellerrand zu schauen und sich neben dem Unterricht intensiv auch mit dem System Schule und dessen Gelingensbedingungen auseinandersetzen. Diese haben sich dann aber natürlich auch schon sehr früh in entsprechende Prozesse eingebracht und Verantwortung übernommen und dann auf Basis dieser Erfahrungen auch bereits in jungen Jahren folgerichtig weitere Schritte gewagt. Das muss nicht verkehrt sein.

    Ich bin aber bei euch, dass das einen gewissen Vorlauf bezüglich Fähigkeiten und Fertigkeiten benötigt. Das wird aber im Revisionsverfahren auch schnell deutlich, wer das nötige Handwerkszeug mitbringt und wer nicht.

    Die GEW macht genau das, was ihre Mitglieder wollen. Jedes Mitglied kann sich da einbringen, den Kurs mitbestimmen und mitarbeiten.

    Es ist immer wieder amüsant, wenn Nichtmitglieder die Hasskappe aufziehen, weil die GEW nicht deren Meinung vertritt. :D Ich frage mich dann immer, ob diese Leute ähnliche Erwartungen an alle anderen Organisationen oder Parteien haben, bei denen sich nicht Mitglied sind.

    Das Argument ist doch reichlich schwach. Um es mal ganz böse aufzugreifen: ich werde auch nicht Mitglied bei der AfD, nur in der Hoffnung, dass sich dadurch die grundlegenden politischen Einstellungen der Partei und des Großteils ihrer Mitglieder ändern wird. Nein, ich mache schlicht einen Bogen um diese Partei, da sich deren politische Agenda in keiner Weise mit meinen Ansichten deckt. Und nein, ich möchte natürlich nicht die GEW mit der AfD vergleichen, sondern lediglich die inhaltliche Schwäche des Arguments aufdecken.


    Es hat aber auch schlicht nichts mit Hass zu tun, wenn man darauf hinweist, dass die GEW eben nicht nur eine Gewerkschaft zur Vertretung von Beschäftigteninteressen ist, sondern sehr aktiv eine politische Agenda verfolgt, die nicht immer im Einklang mit Beschäftigteninteressen steht. Worin erkennst du bei dieser Aussage genau Hass?

    Weil es bei diesen Themen um Bildung und Bildungspolitik geht? Irgendwie erscheint mir deine "Argumentation" gegen die gesetzten Themen einer "BildungsGEWerkschaft" schon SEHR seltsam.

    Nein, weil einige der Themen und Forderungen ganz klar im Gegensatz zu Interessen möglicher Mitglieder stehen. Ich denke da z.B. an die Forderung einer Einheitsschule mit allen Implikationen, die dies für unseren Berufsstand so mit sich brächte.

    Und man sollte vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich nicht annehmen, attraktiver für Absolventen zu werden.

    Man ändert die Lehrerausbildung, weniger Fach- mehr Pädagogik, PH statt Uni für SEK 2 und duales Studium und schwups kann man eine geringere Eingruppierung rechtfertigen.

    MINT und WiWi-Absolventen werden einen großen Bogen darum machen.

    Das ist korrekt und auch jetzt bereits der Fall. Wie ich weiter oben schrieb, ließe sich dem entgegensteuern, indem die Bezahlung von Lehrkräften mit Blick auf Fachbedarf u.ä. flexibilisiert wird. Die rechtlichen Rahmenbedingungen dazu gäbe es (bei Angestellten).

    Also die Aufsicht sagt in einem Verfahren mit 2 Bewerbern.

    Nehmt mal den Unbekannten der gerade aus der Probezeit ist.
    Wir wissen, dass es da noch die Frau Schmidt (oder Herr Müller) aus ihrem Kollegium gibt, die sie seit Jahren kennen und für den Posten aufgebaut haben.

    Aber nee, wir sind die Schulaufsicht und dürfen machen was wir wollen.

    Genauso läuft das bestimmt.

    Ja, genauso läuft das unter Umständen. Allerdings nicht bei Unbekannten in der Probezeit, sondern bei Personen, die bereits positiv in Erscheinung getreten sind. Unser Dezernat betreibt da durchaus aktives Personalmanagement ungeachtet irgendwelcher Seilschaften innerhalb der Schulen.

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