Gerne noch einmal: das ist ein Spotpreis, der stündlich aktualisiert wird und i.d.R. erheblich niedriger liegt. Aber ja, wenn Spitzenlastkraftwerke zugeschaltet werden müssen, steigen die Grenzkosten halt extrem an.
Auf den Unterschied zwischen diesen Spotpreisen und den durchschnittlichen Strompreisen hatte ich doch gerade erst hingewiesen. Ich halte es für wenig zielführend, als Replik darauf nun gerade wieder einen Screenshot von Spotpreisen anzuhängen. Diese Preise schwanken extrem und können am gleichen Tag (!) sowohl im negativen Bereich und dann wieder im deutlich dreistelligen Bereich liegen.
Unabhängig davon ist Energie in Deutschland tatsächlich teurer als in einigen Nachbarländern. Dass aber gerade Kernkraftwerke nicht gerade die günstigsten Stromgestehungskosten haben, vergisst man dabei leicht:
Stromgestehungskosten_Fraunhofer_2024.svg.png
In Frankreich wird gerade darüber diskutiert, dass die Kernkraftwerke in Zukunft für 70€/MWh einspeisen wollen. Die Situation wird sich auch dadurch verschärfen, dass der weltweite Uranbedarf bereits jetzt über der weltweiten Fördermenge liegt und in einigen Ländern dennoch die Nachfrage weiter ausgebaut werden soll. Da sind regenerative Energien deutlich konkurrenzfähig. Das Problem des teuren Zukaufs bei kurzfristigen Energiespitzen hat man so oder so.