Beiträge von Seph

    Ich überleg, ob ich tatsächlich einfach mal einen Grundkurs ausprobieren - und nicht den Weg über 9-11 gehe. Angeblich ist da Mangel - sonst würde ich das gar nicht überlegen. 🙈

    Das klingt doch gut. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass du den "Anforderungen" dort auch gut gewachsen bist. Wenn dir dann wirklich mal im Einzelfall etwas nicht einfällt - eine Situation, die vermutlich alle von uns kennen - ist es auch überhaupt nicht schlimm, mal sagen zu müssen, dass man etwas nachschauen muss.

    Vielleicht noch eine Ergänzung zum Korrekturaufwand: Der mag für die einzelne Schülerarbeit höher sein, gleichzeitig sind Oberstufenkurse nicht selten auch spürbar kleiner als Klassen in der Mittelstufe. In NDS liegt der Klassenteiler in der Sek 1 bei 30, der Teiler in der Q-Phase liegt dagegen bei 18-20.

    Höre quasi nie, dass es auch irgendwie nett oder interessant ist. Immer nur "viel Lesen", "viele Korrekturen", "immer skurrilere und fast nur unbekannte Vorgaben der zu lesenden Texte". Führt bei mir logischerweise zu: "Äh... Ich bleibe bei meinem anderen Fach, wenn's irgendwie geht." 🙈🤣

    Mach dir bewusst, dass das der einseitige Blick auf das Negative ist. Es ist unbestreitbar, dass Korrekturen in der Sek 2 etwas aufwändiger sind und die Unterrichtsvorbereitung zumindest beim ersten Durchlauf ebenfalls. Gleichzeitig hast du i.d.R. erheblich ruhigere und angenehmere Lerngruppen, was den eigentlichen Unterricht deutlich entspannter verlaufen lassen kann. Auch sind die "Großen" oft schon deutlich selbständiger und können einfach mal 30min am Stück weitgehend selbständig an einem Problem arbeiten ohne dass man nebenbei Raubtierdompteur sein muss oder ständig irgendwo hin rennt. Damit kann man sich im stressigen Schulalltag tatsächlich auch Phasen relativer Ruhe schaffen, die einen selbst wieder Kraft tanken lassen.

    Ich persönlich bin daher unglaublich gerne in der Sek 2 eingesetzt und genieße den Unterricht dort....fernab vom ständigen "Können sie mal kurz", "Ich weiß nicht weiter", "mein Nachbar ärgert mich", "Sie haben das an der Tafel grün geschrieben, ich habe aber kein grün dabei" u.v.m.

    Ich muss mich halt jetzt zwischen dem Angebot der Uni und der Schuloption entscheiden.

    Die Frage ist sicher, inwiefern das Angebot der Uni konkurrenzfähig zur Stelle im Schulsystem ist und ob das für dich eine mittel- bis langfristige Option sein kann. Das wissen wir nicht. Aus deinen bisherigen Beiträgen hier lässt sich aber zumindest erahnen, dass die Gefahr groß ist, dass du im Schulsystem selbst nicht glücklich sein könntest. Das mache ich an der negativ eingestellten Grundhaltung und dem Ankämpfen gegen äußere Rahmenbedingungen, die aber nicht veränderbar sind, fest. Glücklich machen kann hingegen möglichst unvoreingenommen an einer Schule anzukommen, sich dort dann mit der eigenen Expertise entsprechende Handlungsfelder zu suchen und an diesen aktiv mitzuwirken.

    Und danke auch an alle für die Perspektive bezüglich der Initiativbewerbung. Habt ihr auch noch einen Tipp, wann im Jahr das besonders sinnvoll ist? Ich hatte es für die Herbstferien gedacht, wenn ich zum darauf folgenden Sommer versetzt werden möchte.

    Das muss nicht unbedingt in zeitlicher Nähe zur Stellenzuweisung sein. Es schadet aber auch nicht, einen Zeitpunkt zu wählen, bei dem sich nicht bereits andere Termine ballen, die die volle Aufmerksamkeit der SL fordern. Natürlich ist immer etwas los, aber rund um Zeugnisse, Tag der offenen Tür o.ä. ist wenig Zeit für einen gemeinsamen Gesprächstermin, der ein besseres Kennenlernen als nur den Austausch von Floskeln ermöglicht.

    Das macht definitiv Sinn. Wir gucken sehr strategisch nach Leuten, die zu uns kommen wollen/sollen.

    Das mag vielleicht nicht an allen Schulen so sein, aber viel betreiben schon eine aktive Personalpolitik.

    Alte Beurteilungen im Sinne einer Bewertung sind da nur mäßig relevant, eher die Eckdaten: Fächer, Zusatzqualifikationen, Erfahrung und als wichtigstes der persönliche Eindruck, ob die pädagogische Haltung zum Schulprofil passt.

    (...)

    Auf der anderen Seite, wenn wir wissen, dass ein interessanter Kandidat zu uns will, können wir mit unserem Dezernenten auch verhandeln und manchmal geht auch etwas außer der Reihe.


    Das kann ich genauso für uns auch bestätigen. Vor Versetzungen sprechen wir in der Regel mit dem zuständigen Dezernenten (bzw. er mit uns und anderen Schulen), um eine möglichst gute Passung hinzubekommen. Wenn wir über Initiativbewerbungen schon Personen kennen und das beidseitig gut zu passen scheint, kann das sehr hilfreich sein.

    Die wesentlichen Schlussfolgerungen aus dem Rendite- bzw. Endvermögensvergleich in der Tabelle lassen sich wie folgt zusammenfassen:

    • In den ersten sechs von zehn Fällen lag der Mieter beim Endvermögen vorne;
    • Im siebten Fall haben wir aufgrund der geringen Unterschiede ein Unentschieden;
    • Die drei von zehn Fälle, in denen der EHB vorne lag, beziehen sich alle auf jüngere Zeiträume von 2005 bis 2020, in denen deutsche Wohnimmobilien ungewöhnlich hohe Wertsteigerungen zu verbuchen hatten und Kreditzinsen ungewöhnlich niedrig waren;
    • In absoluten Zahlen ist der Vorsprung des EHBs in den Fällen 8 bis 10 im Vergleich zum Vorsprung des Mieters in den Fällen 1 bis 6 vergleichsweise klein. Zwar hat das auch mit den hier kürzeren Auswertungszeiträumen zu tun, doch muss man diese Fälle in der Gesamtperspektive dennoch geringer gewichten, denn sie sind aufgrund des kleineren absoluten Unterschiedes unter den zehn Fällen „weniger bedeutsam“.

    Diese Kalkulationen habe ich tatsächlich vor dem Kauf des Eigenheim auch getätigt und mieten wäre vermutlich tatsächlich etwas günstiger weggekommen. Dabei vergisst man aber schnell folgendes:

    In den Kalkulationen wird unterstellt, dass beim Mieter die eingesparten Kosten für Finanzierung u.ä. komplett in ein Portfolio fließen und zum Vermögensaufbau genutzt werden. Dem ist in der Praxis aber oft nicht so, ein Teil davon fließt in den Konsum. Eigenheimbesitzer zwingen sich quasi von selbst dazu, den Konsum stärker einzuschränken und dementsprechend mehr in den Sachwert zu investieren. Problematisch ist natürlich, dass dabei weniger Risikostreuung vorgenommen wird.

    Es ging hier bisher im Wesentlichen um Ausbildungstätigkeiten. Inhaltlich habe ich aber auch in Kontexten gearbeitet, die mir aktuell für Schulen durchaus relativ erscheinen und wo in der Schulentwicklung ggf. auch Bedarf sein könnte (Sprachstandsdiagnostik, Mehrsprachigkeit, Digitalisierung von Unterricht).

    Ich bin mir sogar sicher, dass du dich einmal vor Ort angekommen auch in solchen Schwerpunkten aktiv in die Schulentwicklung mit einbringen können wirst und in gewissen Hinsicht sichtbar wirst. Das braucht ein bisschen Fingerspitzengefühl, um nicht den Eindruck zu erzeugen "So, ich war an der Uni und erzähle euch jetzt mal, wo es lang geht".

    Die Anspruchshaltung, als Externe gleich eine A14-Stelle angetragen zu bekommen, irritiert mich allerdings. Die Koordination des Praxissemester/ der Schulpraktika o.ä. sind im Übrigen an vielen der mir bekannten Schulen gerade keine A14-Stellen.

    Statt eine Zuweisung zu irgendeiner Schule zu machen, wäre es doch sinnvoller zu schauen, was bringen Rückkehrer konkrez mit und welche Schule hat in ihrer Schulentwicklung gerade Bedarfe.

    Der Bedarf von Schulen richtet sich zunächst vor allem erst einmal nach offenen Lehrerstunden und dem Bedarf in einzelnen Unterrichtsfächern. Darüber hinausgehende Expertise in Schulentwicklungsvorhaben ist i.d.R. gerne gesehen, steht aber schlicht nicht an erster Stelle der Prioritätenliste. Du bringst da sicher eine ganze Menge Erfahrung in den von dir genannten Bereichen mit. Mach dir aber auch bewusst, dass du nicht die einzige Person im Schulsystem bist, die in diesen Bereichen aktiv ist.

    Normalerweise reicht die Entschuldigung bei der Klassenlehrkraft aus, die Fachkollegen können das ja über WebUntis einsehen. Dem steht nicht entgegen, eine Regelung zu treffen, dass bei Leistungsüberprüfungen eine solche Entschuldigung auch der Fachlehrkraft vorzulegen ist. Das fängt damit an, dass Beurlaubungen an Klausurtagen nur in absoluten Ausnahmefällen möglich sind und nicht immer alle Klassenlehrkräfte auch alle Klausurtermine in den Fächern kennen (können).

    Gerne noch einmal: das ist ein Spotpreis, der stündlich aktualisiert wird und i.d.R. erheblich niedriger liegt. Aber ja, wenn Spitzenlastkraftwerke zugeschaltet werden müssen, steigen die Grenzkosten halt extrem an.


    Auf den Unterschied zwischen diesen Spotpreisen und den durchschnittlichen Strompreisen hatte ich doch gerade erst hingewiesen. Ich halte es für wenig zielführend, als Replik darauf nun gerade wieder einen Screenshot von Spotpreisen anzuhängen. Diese Preise schwanken extrem und können am gleichen Tag (!) sowohl im negativen Bereich und dann wieder im deutlich dreistelligen Bereich liegen.

    Unabhängig davon ist Energie in Deutschland tatsächlich teurer als in einigen Nachbarländern. Dass aber gerade Kernkraftwerke nicht gerade die günstigsten Stromgestehungskosten haben, vergisst man dabei leicht:

    Stromgestehungskosten_Fraunhofer_2024.svg.png

    In Frankreich wird gerade darüber diskutiert, dass die Kernkraftwerke in Zukunft für 70€/MWh einspeisen wollen. Die Situation wird sich auch dadurch verschärfen, dass der weltweite Uranbedarf bereits jetzt über der weltweiten Fördermenge liegt und in einigen Ländern dennoch die Nachfrage weiter ausgebaut werden soll. Da sind regenerative Energien deutlich konkurrenzfähig. Das Problem des teuren Zukaufs bei kurzfristigen Energiespitzen hat man so oder so.

    Es wird hier ja immer behauptet, dass die Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke richtig war und zu keiner Strompreiserhöhung geführt hat.

    In dem Artikel liest sich das ganz anders, besonders in der aktuellen Dunkelflaute.

    https://m.focus.de/finanzen/um-un…_260558159.html

    Den Artikel habe ich vorhin auch gelesen und fand die Spotmarkt-Preise auch ziemlich krass. Fairerweise muss man dazu aber sagen, dass diese Extrempreise nur stundenweise entstehen und dafür selbst am gleichen Tag zu anderen Zeiten sogar im negativen Bereich sein können. Letztlich sind das die Preise für das Zuschalten extrem teurer Spitzenlastkraftwerke, die im Übrigen auch bei Weiterbetrieb von Kernkraftwerken notwendig sind....nur dann vlt. nicht ganz in diesem Ausmaß.

    Der 30-Tage-Durchschnitt lag zuletzt bei knapp über 10ct/kWh und damit nun wirklich nicht in solch absurder Höhe, wie der Artikel glauben machen möchte.

    Unsere Abifeier hat vor 25 Jahren auch schon 18.000 DM gekostet für ca. 50 Abiturienten. Wir haben damals von jedem 50 DM eingesammelt und mit diesen 2.500 DM Grundkapital diverse Abi-Vorfeiern organisiert, um den notwendigen Betrag zu erwirtschaften.

    Mal abgesehen davon, dass ich die Idee, bereits vorab durch Einnahmen von Feiern u.ä. das Budget zu erweitern, sehr sinnvoll finde, frage ich mich wirklich, wie eine Feier aussehen muss, bei der man mit einem so kleinen Jahrgang bereits damals 18.000 DM auf den Kopf hauen konnte. Oder hattet ihr für die 50 Abiturienten 500 Gäste mit einkalkuliert?

    Ein A14-Lehrergehalt entspricht ungefähr dem, was ein staatlich geprüfter Techniker in der Industrie verdient und wenn wir diesen als Werkstatt-Lehrer einstellen würden, würde er nur mit A10 bezahlt.

    Das stimmt so schlicht nicht. Das Durchschnittsgehalt von Industrietechnikern liegt bei knapp 45.000€ Brutto pro Jahr. Da habe ich als Lehrer bereits Netto deutlich mehr.

    Und das ganze hat auch nichts damit zu tun, dass Abifeiern immer teurer werden. Der Effekt hat nur begrenzt etwas mit Inflation zu tun, sondern mit den ausufernden Ansprüchen einiger Jahrgänge. Ich habe inzwischen von nettem Zusammensitzen mit Grillen bis zu einem riesen Prom mit Bands, Catering und Höhenfeuerwerk bereits eine ziemliche Bandbreite erleben dürfen.

    Ein 2,5h Gespräch mit den Eltern (90 % Redeanteil der Mutter) hat bereits stattgefunden.

    Finde die Fehler.... :autsch:

    Ansonsten gilt, dass die im jeweiligen Bundesland zulässigen Ordnungsmaßnahmen auch an Grundschulen verhängt werden können, wobei es da Einschränkungen geben kann. So ist die Verweisung von allen Schulen als härteste Ordungsmaßnahme (zumindest in NDS) nur in der Sek II zulässig.

    Es haben diesmal sage und schreibe 4 Studierende Abitur gemacht. Das ist ein völlig anderer Rahmen, als man es vom „normalen Gym“ kennt.

    Ich finde den Rahmen vollkommen angemessen für eine solche Gruppe....und ehrlich gesagt auch für größere Gruppen. Es muss nun echt nicht der amerikanische Prom als Vorbild dienen, wie das inzwischen leider zunehmend üblich geworden ist...auch dank cleverer Vermarktung entsprechender Anbieter. Letztlich geht es darum, dass der Jahrgang noch einmal als Gruppe zusammen ist und gemeinsam feiert. Ich kenne das durchaus auch mal als Poolparty statt als Prom.

    Naja, wir trennen die Abschlussfeier schon in 2 Teile auf: es gibt den offiziellen Festakt, der oft am frühen Nachmittag eines Werktages liegt und bei dem mit Programm die Abschlusszeugnisse überreicht werden. Dabei handelt es sich um eine schulische Veranstaltung, die durchaus verpflichtend sein kann (das an vielen Schulen aber nicht ist) und zu der der Zugang kostenfrei ist.

    Dann gibt es den "Abiball" oder ein ähnliches Format, der keine schulische Veranstaltung ist und durch die Schüler organisiert wird. Der Jahrgang als Veranstalter hat hier hohe Kosten und ein entsprechendes Risiko und muss zwangsläufig Eintritt hierfür nehmen. Eine solche Veranstaltung kann dann aber keine Pflichtveranstaltung für Lehrkräfte sein. Nicht wenige kommen dort aber dennoch gerne hin. Grenzwertig ist es für Personen, die im besonderen Fokus stehen und deren Anwesenheit eben doch erwartet wird (Schulleitung, Oberstufenleitung, Tutoren u.ä.). Für diese verschwimmen die Grenzen zwischen (verpflichtender) Dienstveranstaltung und privater Feier außerhalb des Dienstes.

    Ich werde morgen auch bei unserer Abifeier dabei sein und den Abend selbst bezahlen. Da werde ich mit 50 Euro vermutlich nichtmal hin kommen.


    Keiner muss hingehen, ich gehe aber gerne zusammen mit den Kollegen dorthin.

    Ich denke, das läuft tatsächlich an vielen Schulen so. Gleichzeitig ist das wirklich eine schwieriger Balance-Akt zwischen privater Veranstaltung (die ja meist direkt durch die Schüler als Veranstalter getragen wird) und dennoch dienstlichem Bezug.

    Kleine Ergänzung: Wenn ich den Kommentar zu eurem LBG NRW richtig verstehe, scheint es aber zulässig zu sein, dass das Land bei Ausschreibungen den Bewerberkreis explizit auf Personen einschränkt, die unmittelbar in das vorgesehene Statusamt befördert werden können. Das bedeutet andersherum aber gerade, dass eine solche Einschränkung nicht zwingend ist.

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