Beiträge von MrsPace

    Ich hätte mal bei einem Mathe-Buch mitwirken wollen. Nach dem Vorgespräch mit dem Verlag war mir direkt klar, dass man das eher als Hobby mit kleiner Aufwandsentschädigung einstufen sollte... Also wenn deine Motivation nur finanzieller Natur ist, würde ich es abhaken.

    Was ich an dem Projekt wie du es schilderst dennoch erkennen kann, wäre ein ideeller Wert. Wenn du sagst, da gibt es noch kein Lehrbuch zu, hättest du die einmalige Chance das mitzugestalten und mitzuformen. Wenn du daraus Motivation schöpfen könntest, warum nicht?

    Dein Eingangspost hat sich aber eher so angehört, als würdest du es in erster Linie aus finanziellen Gründen machen und dann würde ich dir tatsächlich eher abraten.

    Bei uns ist das auch so. Von den "Neuen" arbeitet kaum jemand Vollzeit. Allenfalls die Quereinsteiger. Aber wer quasi frisch von der Uni / aus dem Ref kommt, arbeitet in der Regel Teilzeit.

    Grundsätzlich soll ja jede/r machen, was er möchte. Ich finde jedoch, dass sich Teilzeit als Lehrer*in kaum lohnt. Da hat man dann nur mehr Platz im Stundenplan für Hohlstunden in denen man dann Vertretung machen darf. Zudem sind viele Aufgaben (praktisch) einfach nicht teilbar. Ich kann ja nicht sagen, ich komme nur zu jeder 2. GLK, etc.

    Wir haben alle keine Glaskugel. Zu mir sagte man, studier ein MINT-Fach, dann hast du gute Chancen. Ja, wow, Mathe studiert, in dem Jahrgang in dem ich ins Ref kam, gab es am Seminar DREI (!!!!) Parallelkurse für Mathe. Ich hatte GLÜCK, dass meine Ref-Schule Mathe brauchte und die Stelle für mich ausgeschrieben hat. (Ich habe eine exotische Fächerkombination und war mit dieser Kombination die Einzige in diesem Jahrgang.)

    Deswegen: Nein, ich würde deine Entscheidung nicht von etwas anhängig machen, was in der Zukunft sein KÖNNTE.

    Dennoch beschleicht mich beim Lesen, das Gefühl, dass du irgendwie die Orientierung total verloren hast. Geh in dich und überlege dir, was DU für DICH und deine persönliche Entwicklung / deinen persönlichen Weg möchtest. Was würdest du denn am ehesten machen wollen, wenn du dafür nicht bezahlt würdest? Also was würdest du freiwillig machen, ohne Bezahlung, einfach weil es dir Freude bereitet?

    Generell: Solange du keinen wirklichen Plan hast, was du stattdessen machen kannst/willst, würde ich auf jeden Fall das weiter durchziehen, was du angefangen hast. Was ich schon gar nicht machen würde, ist, irgendeinen Plan B vorzubereiten, denn der raubt dir Kraft, die du für deinen Plan A brauchst. (Jeder, den ich kenne, der einen Plan B vorbereitet hat, musste ihn am Ende auch nutzen.) Und lass dir nicht einreden... "Ja, aber wenn dein Plan A nicht klappt, dann brauchst du einen Plan B." Nein, eben nicht, dann fasst du einen neuen Plan A!

    Ich denke, so ein Tief hat Jeder mal. Nimm dir bewusst Auszeiten, plane dir schöne Dinge in deinen Tag ein. Schalte mal ab.

    Ich drück dir die Daumen, dass sich alles ausgehen wird!

    Webseiten werden nicht für Betriebssysteme optimiert, sondern für Browser, auf Safari gibt es tatsächlich vereinzelt Mängel in der Darstellung, du kannst aber auch Google Crome oder Firefox auf MacOS installieren. Ich nutze bevorzugt Safari (weil er nicht so großzügig mit den Nutzerdaten umgeht) und Crome, da wo Safari Schwierigkeiten macht.

    Ja, das meinte ich. Ich mache es genauso.

    Ich bin 2016 aufs MacBook umgestiegen und hab‘s nie bereut.

    Hast du noch andere Apple-Produkte? iPhone, iPad, etc.? Falls ja, würde ich auf jeden Fall zu einem MacBook raten.

    Als Dienstgerät hab ich einen Windows-PC. Bis der hochgefahren ist, hab ich am MacBook schon komplett das elektronische Klassenbuch für die Stunde gemacht.


    Das Einzige was teilweise störend ist, ist das manche Websites nicht für MacOS optimiert sind. Das nervt gelegentlich. Aber sonst kann ich in den 9 Jahren wirklich jetzt nix Negatives berichten.

    Naja, schlechter... Ich weiß nicht. Sie sind halt in anderen Bereichen gut. Schule ist ja idR irgendwo in den 70ern stecken geblieben. 99% von dem was z.B. die Oberstufenschüler können, kann ChatGPT viel effektiver erledigen. Also alles oberhalb Hauptschulniveau könnte man schon gucken, was die Kids interessiert und dann da spezifisch fördern.

    Ich habe die Bezahlversion, also die "mittlere" für ca. 20 Dollar im Monat. Damit kann man CustomGPTs bauen, die dann spezialisiert auf das jeweilige Thema sind und dann muss man auch nicht mehr ellenlange Prompts schreiben. Ich habe zum Beispiel einen CustomGPT für Mathe im Übergangsbereich und einen für Mathe am Beruflichen Gymnasium gebaut. Das ging innerhalb einer Viertelstunde. Man muss halt wissen, was man ihm hochlädt.

    Ich hab hochgeladen

    - Bildungsplan

    - Musterprüfungen

    - Merkhilfe für die Prüfung

    - eigene Unterrichtsbeispiele

    - einzelne Seiten aus Arbeitsheften, die ich im Unterricht einsetze

    Dann noch einen gut durchdachten Hinweistext, den man natürlich auch mit ChatGPT schreiben kann. Fertig.

    Ich würde an deiner Stelle alle deine Bücher mit nach Hause nehmen und dort aufbewahren. Problem 1 gelöst.

    Bzgl. des Kollegen: Wenn er dich das nächste Mal mobbt, etc. frag ihn, ob alles ok bei ihm ist. Oder frag ihn ob er sich dir gegenüber absichtlich so verletzend verhält. Den Leuten den Spiegel vorzuhalten, wirkt manchmal Wunder.

    Mit einer Klasse von 16- bis 17-Jährigen kann man das doch ganz transparent besprechen. So hab ich das mit meinen Schülern immer gehandhabt.

    "Es ist eine Schulveranstaltung, also ist der Konsum von Alkohol und Drogen laut Schulordnung nicht erlaubt. Eure Eltern und ihr habt dafür unterschrieben, dass ihr euch an diese Regel halten werdet. Herr X und ich gehen mit euch gerne auf diese Fahrt, unter der Voraussetzung, dass ihr euch ebenso an die weiteren vereinbarten Regeln haltet. Regelverstöße können Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Fahrt haben, bis hin zum Abbruch der Fahrt."

    Es geht nicht darum, dass du der "Spielverderber" bist oder die Jugendlichen nicht verstehst oder so. Es geht darum, dass DU im Zweifel auf der sicheren Seite bist, falls doch etwas passiert. Und wenn wirklich was passiert, hat es sich in der Regel mit "zu dir kommen" sowieso erledigt, weil du dann in der Regel auch nicht helfen kannst. Du darfst dann den Schüler von der nächsten Polizeiwache abholen oder im Krankenhaus besuchen gehen.

    Und hey, wir beraten dich hier nur. Was du daraus machst, ist dein Ding. Mach gerne deine eigenen Erfahrungen.

    Ohne jetzt die anderen Beiträge gelesen zu haben. Das ist eine Schulveranstaltung, also wird da kein Alkohol konsumiert werden. Punkt. Das würde ich auch genau so in einem Elternbrief (mit Rücklauf) festhalten. Ich bin in einer Rettungshundestaffel und was ich da schon erlebt hab, was alles passieren kann (mit Intox aller Art)... Nein, danke, das möchte ich nicht auf Klassenfahrt erleben. Vom Jugendlichen der in einem knöchelhohen Bach ertrinkt, weil er so besoffen ist, dass er sich nicht mehr helfen kann, über den Wanderer am Vatertag, der besoffen die Steilklippe hinab stürzt. (Wir suchen diese Leute mit Hunden und finden sie dann meist leider tot.)

    Werden die Kids trotzdem Alkohol trinken? Vermutlich. Aber falls was passiert (muss ja nicht gleich sowas Schlimmes sein, aber tortzdem...), kannst du den Elternbrief vorzeigen. Hier steht's drin. Fertig. Und du bist aus dem Schneider. Bei jeder anderen Regeln hängt dein Kopf mit in der Schlinge und du bist, je nach dem wie schlimm das ist, was passiert, unter Umständen deinen Job los.


    Spoiler anzeigen

    Ein Kollege von mir war kurz vor den Sommerferien mit einer Klasse (alle minderjährig) am Baggersee zum Grillen. Er hat die Schulveranstaltung gegen 18 Uhr vor Ort als beendet erklärt und ist heim gefahren. Als er weg war, wurde der Alkohol rausgeholt, ordentlich gebechert, was dazu führte, dass die Kids unvorsichtig wurden. Einer der Jungs ist von der Abbruchkante abgestützt, vom Geröll in den See gezogen worden und ertrunken. Ich sage nur so viel, der Kollege ist heute kein Lehrer mehr... Bitte überleg dir das... Ich würde niemals irgendeine Regel kommunizieren, die nur einen Hauch Zweifel daran lässt, dass Alkoholkonsum nicht erlaubt ist!

    Du bist an einer beruflichen Schule, sprich die Schüler*innen sind dort freiwillig. Außer ihr hättet einen Übergangsbereich, dann nicht, aber Gymnasium und Berufsschule, das haben sie sich alle selbst aus freien Stücken ausgesucht. Sie wollten diesen Beruf lernen bzw. Abitur erwerben, obwohl sie je bereits mit dem mittleren Bildungsabschluss auf den Arbeitsmarkt hätten gehen können.

    Und genauso würde ich mit ihnen umgehen. Wer will, der erhält jegliche Unterstützung und Förderung und wer nicht, der hat gehabt.

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