Beiträge von Kapa

    Es geht nicht um "meine Angst vor Männern", sondern darum, dass Frauen bereits als Mädchen gebrieft werden, Situationen zu meiden, die potentiell gefährlich sein können.

    • Lass' kein offenes Getränk im Club rumstehen
    • Setze dich nachts in der Straßenbahn zum Fahrer vor
    • nutze im Notfall bei gewalttätigen Übergriffen im ÖPNV die Notbremse
    • Steige niemals zu Fremden ins Auto, Trampen als Mädchen auch zu zweit tabu (passende Aktenzeichen XY-Folge wurde gleich mitzitiert)
    • ...Ich zahle die zur Not ein Taxi (und wir hatten es weiß Gott nicht dicke, es wurde niemals Geld für Taxi ausgegeben).
    • Meide nachts einsame Unterführungen
    • Nicht mit dem Rad alleine nachts durch den Park, nutze beleuchtete Straßen
    • Ruf' sofort an, wenn du da bist (inzwischen gibt's ein offizielles "Heimwegtelefon", bei man anrufen kann, während man nachts heimläuft.)

    Gibt bestimmt noch mehr Hinweise, die Mädchen mit der Muttermilch aufsaugen.

    Spannend, genau die gleichen Dinge hab ich von meinen Eltern eingereicht bekommen als Junge.
    Die Wahrscheinlichkeit als Frau bzw. Mädchen in den entsprechenden Situationen anders reinzugeraten/rauszukommen ist durchaus höher.


    Die Wahrscheinlichkeit als Junge oder Mann entsprechend anders behandelt zu werden (Raub, KV) liegt prozentual ebenfalls anders gerichtet als bei Frauen.


    Ich bin dafür das wir Männer mehr den Mund aufmachen wenn uns sowas auffällt. Genauso erwarte ich aber auch nicht nur aufgrund meines geschlechts oder südländischen Aussehens vorverurteilt zu werden. Letzteres triggert mich heut besonders, da mich aus dem nichts heraus eine ältere Dame mit mehreren Herren als „Scheiß Kanacke guck nach vorne“ betitelt hat.

    Aha? Und warum versuchst du welche Situationen zu vermeiden?

    Weil sie zu schön sein könnten?

    Nein, weil ich im Leben gelernt habe das es Menschen gibt die aus Spaß anderen Menschen weh tun bzw. dies tun weil sie selber armselige Würstchen sind.

    Genauso wie ich es gelernt habe das es scheinbar immer noch normal ist von Menschen aufgrund meiner sommerbräune angepöbelt zu werden.

    Genauso wie ich gelernt habe, dass betrunkene Menschen dazu neigen gewaltbereiter zu sein oder bestimmte ärmere Viertel prozentual mehr asoziales Pack haben das zugedröhnt auf stunk aus ist.

    Das überrascht dich aber jetzt nicht wirklich? Soweit ab von Gesellschaft kann eigentlich niemand leben, dass er das nicht mitbekommen hätte:gruebel:

    Ich habe vor allem weibliche Freunde und auch meine Familienmitglieder die weiblich sind, teilen deine Angst vor Männern nicht.
    Davon sind einige regelmäßig in Großstädten unterwegs, auch nachts.

    Selbst als Mann versuche ich aber bestimmte Situationen zu meiden.

    ja. Und es tut mir total leid.
    (wirklich).
    Aber ja, ich wechsle nachts die Straßenseite, wenn ein Mann hinter mir läuft. Ja, ich hole mein Telefon raus und telefoniere mit jemandem (ggf. als Fake). Ja, ich vermeide es überhaupt.

    Ich zeige ja nicht die Person an, ich sperre sie nicht ein, ich vermeide nur, selbst in die Situation zu kommen.
    Und damit dürfte ich für ziemlich viele Frauen repräsentativ sein.

    Das stimmt mich ehrlich gesagt traurig. Schade das leider Vertreter meines Geschlechts es schaffen, solche Unsicherheiten (ob nun objektiv vorhanden oder subjektiv empfunden) erzeugen.

    Das war im Kern nicht meine Frage. -Findest du wir sollten allen arbeitslosen Ausländern Wohnung/KV/Unterhalt zahlen, auch denen, dein kein Recht auf Asyl haben, keine Arbeitsmigranten sind und noch nie in Deutschland gearbeitet haben? -

    Bei „illegalen“ solange sie in Deutschland leben:

    Unterkunft, KV, Marken für Lebensmittel und Kleidung.
    Das entspräche der Einhaltung der allgemein Menschenrechte.

    Mag uns nicht schmecken, weil es sich ungerecht anfühlt, aber solange ich denen nicht die Möglichkeit bzw den Zwang gebe, unsere Sprache schnell lernen zu können um dann, ebenfalls im Zweifel unter Zwang, arbeiten gehen zu dürfen (an der Erlaubnis scheitert es ja oft)…bleibt nur das zur Einhaltung der Menschenrechte.

    Ich schlage vor, den Mindestlohn an das Niveau von Burma anzugleichen, damit wir wieder konkurrenzfähig werden!
    In Burma (Myanmar) liegt der gesetzliche Mindestlohn bzw. der durchschnittliche Einstiegslohn für Textilarbeiterinnen umgerechnet bei etwa 0,35 € bis 0,50 € pro Stunde (bzw. ca. 2,50 € bis 4,00 € am Tag). (Die genannten Zahlen basieren lt. KI Gemini auf Berichten und Analysen internationaler Arbeitsrechtsorganisationen, Gewerkschaftsnetzwerke und Branchenstudien zum Textilsektor in Myanmar.

    BTW: Bei uns auf der Alb gibt es die Textilfirma Trigema. Die Firma zahlt ordentlich (über Mindestlohn), bietet den Beschäftigten eine Lebenseinstellung und den Kindern der Beschäftigten eine Garantie auf einen Ausbildungsplatz. Geht schon.

    Das Gewäsch, dass der Mindestlohn für den Niedergang der deutschen Industrie verantwortlich sei, kann ich nicht mehr hören.

    Viele meiner Kleidungsstücke sind von Trigema. Kann ich nur empfehlen

    Den Bewohnern Afrikas zu signalisieren, dass diese sehr teuren Behandlungen hier übernommen werden, auch wenn sie es ohne Qualifikation oder Asylgrund hierhin schaffen, ist vollkommen i r r e .

    Ja. Ich fühle mich nicht langfristig (!) verantwortlich für chronisch kranke Menschen aus anderen Staaten.

    Ok. Das gilt natürlich selbstverständlich nur dann, wenn sich die Menschen hier im Land befinden. Daher sollte man die Menschen an der Grenze abweisen oder in kürzester Zeit abschieben (was sehr teuer ist und meist nicht klappt). Einverstanden?

    Wieso sind so extrem viele Syrer nach 10 Jahren (!) weiterhin im Bürgergeld wenn das zuverlässig klappt?

    Was tatsächlich vollkommen irre ist, ist die Vorstellung, man könne Migration dadurch steuern, dass man einem Diabetiker das Insulin, einem Epileptiker seine Medikamente oder einem Nierenkranken die Dialyse verweigert und das anschließend als „Signalpolitik“ bezeichnet.

    Es gibt keineswegs einen pauschalen Anspruch jedes irregulär Eingereisten auf jede beliebige teure Behandlung. Das Asylbewerberleistungsgesetz sieht bereits eine eingeschränkte Versorgung vor. Es sichert aber akute Behandlungen und im Einzelfall Leistungen, die für die Gesundheit unerlässlich sind. Dein pauschales „keine Behandlung chronischer Krankheiten“ würde dagegen bedeuten, schwere Gesundheitsschäden und gegebenenfalls den Tod eines Menschen bewusst in Kauf zu nehmen, damit andere Menschen abgeschreckt werden. Wir reden von Menschen die bereits hier sind, die kannst du eben nicht einfach verrecken lassen

    Dass du dich dafür „nicht verantwortlich fühlst“, ist keine rechtliche oder moralische Kategorie. Niemand erklärt Deutschland für sämtliche chronisch kranken Menschen der Welt verantwortlich. Die Verantwortung beginnt dort, wo sich ein Mensch unter deutscher Hoheitsgewalt befindet, und sie endet mit seiner rechtsstaatlich vollzogenen Ausreise – nicht in dem Moment, in dem seine Behandlung Geld kostet.

    Eine medizinische Behandlung verleiht außerdem weder ein Aufenthaltsrecht noch ersetzt sie ein Asylverfahren. Wenn jemand keinen Schutzanspruch und keinen anderen Aufenthaltstitel besitzt, kann und soll sein Aufenthalt schnellstmöglich beendet werden. Die Versorgung bis dahin ist kein Einwanderungsversprechen, sondern die Einhaltung elementarer staatlicher Pflichten.

    Zu deiner konkreten Frage: Ja, selbstverständlich bin ich für schnelle rechtsstaatliche Grenzverfahren und die zügige Rückführung von Menschen ohne Schutz- oder Aufenthaltsrecht. Das neue europäische Asylsystem sieht seit Juni 2026 genau solche beschleunigten Verfahren an den Außengrenzen vor. Bei voraussichtlich unbegründeten Anträgen kann das Verfahren grundsätzlich innerhalb von zwölf Wochen an der Grenze durchgeführt und nach Ablehnung unmittelbar in ein Rückkehrverfahren überführt werden.

    Womit ich nicht einverstanden bin, sind pauschale Zurückweisungen ohne individuelle Prüfung sowie die Idee, medizinische Vernachlässigung als Ersatz für einen funktionierenden Rechtsstaat einzusetzen. Konsequente Grenzpolitik und Menschenwürde schließen sich nicht aus. Du behauptest diesen Gegensatz lediglich, weil du sonst deine Abschreckung durch Leid nicht rechtfertigen könntest.

    Auch dein Syrien-Beispiel trägt deine Argumentation nicht.

    Erstens waren syrische Schutzsuchende gerade nicht überwiegend Menschen „ohne Asylgrund“. Von den Ende 2023 erfassten syrischen Schutzsuchenden hatten 624.000 einen anerkannten Schutzstatus, nur rund 7.000 einen abgelehnten und 81.000 einen offenen Status. Bezogen auf die damals entschiedenen Fälle lag die Schutzquote bei rund 99 Prozent. Du führst also ausgerechnet eine Gruppe mit überwiegend anerkanntem Schutzrecht als Beleg für den Umgang mit Menschen ohne Schutzrecht an.

    Zweitens leben keineswegs alle heute erfassten Syrer seit zehn Jahren hier. Rund zwei Drittel der syrischen Geflüchteten kamen nach 2015. Dazu kommen hier geborene Kinder. Eine aktuelle Gesamtzahl nach Staatsangehörigkeit einfach zur „Zehn-Jahres-Bilanz“ umzudeuten, ist statistisch unseriös.

    Drittens bedeutet Bürgergeldbezug nicht automatisch Arbeitslosigkeit. Die Statistik umfasst auch Kinder, nicht erwerbsfähige Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft und Erwerbstätige, deren Einkommen für ihre Familie nicht ausreicht und deshalb ergänzt wird.

    Viertens zeigen die tatsächlichen Kohortendaten etwas anderes als deine Behauptung: Von den 2015 zugezogenen syrischen Geflüchteten waren neun Jahre später 60 Prozent abhängig beschäftigt; weitere fünf Prozent waren selbstständig. Bei den Männern lag die Beschäftigungsquote mit 70 Prozent nahezu exakt auf dem Niveau aller Männer in Deutschland von 71,6 Prozent. Im Dezember 2025 waren insgesamt rund 320.000 syrische Staatsangehörige abhängig beschäftigt, 85 Prozent davon sozialversicherungspflichtig.

    Es gibt dennoch deutliche Defizite. Insbesondere die Beschäftigungsquote syrischer Frauen von nur 32 Prozent nach neun Jahren ist klar unzureichend. Das muss man benennen und durch verbindlichere Sprachförderung, Kinderbetreuung, Qualifizierung, Arbeitsanreize und Mitwirkungspflichten angehen. Ich habe keinerlei Interesse daran, integrationspolitisches Versagen schönzureden.

    Aber aus einer zu langsamen Arbeitsmarktintegration folgt weder, dass diese Menschen keinen Schutzgrund hatten, noch dass man chronisch kranken Menschen notwendige Behandlungen verweigern dürfte. Das eine hat mit dem anderen schlicht nichts zu tun.

    Du benutzt reale Probleme bei Verfahren und Integration als nachträgliche Rechtfertigung für eine völlig andere Forderung: Menschen sollen bewusst leiden, damit andere Menschen fernbleiben.

    Unsere Differenz ist daher sehr präzise: Ich will kontrollierte Einreise, schnelle Entscheidungen, konsequente Rückführungen bei fehlendem Bleiberecht und verbindliche Integration bei anerkanntem Schutz. Gleichzeitig gilt für jeden Menschen unter deutscher Hoheitsgewalt ein unverfügbares Existenzminimum.

    Du willst darüber hinaus Leid als politisches Steuerungsinstrument einsetzen.

    Tu daher bitte nicht so, als bestünde die Wahl nur zwischen offenen Grenzen und deinem Modell. Das ist eine falsche Alternative. Ein handlungsfähiger Rechtsstaat kann konsequent sein, ohne Menschen vorsätzlich gesundheitlich zu schädigen.

    Ein Vier-Quadratmeter-Raum, eine Pritsche und der pauschale Ausschluss der Behandlung chronischer Krankheiten sind kein von dir neu definiertes „echtes Existenzminimum“. Chronisch bedeutet nicht harmlos. Diabetes, Epilepsie, HIV, schwere psychische Erkrankungen oder Niereninsuffizienz sind chronische Erkrankungen. Wer ihre Behandlung bewusst verweigert, um Menschen zur Ausreise zu zwingen, versorgt sie nicht „grundlegend“, sondern nimmt schwere Gesundheitsschäden oder ihren Tod als politisches Druckmittel in Kauf.

    Selbst das bereits eingeschränkte Asylbewerberleistungsgesetz kennt deshalb keinen pauschalen Grundsatz „chronisch krank = keine Behandlung“. Es sieht die Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzen sowie weitere Leistungen vor, wenn sie zur Sicherung der Gesundheit unerlässlich sind. Dein Modell ist keine nüchterne Leistungsbegrenzung, sondern bewusst erzeugter Leidensdruck.

    Auch dein Ausgangsbild ist falsch: Die von dir angesprochene Gruppe erhält grundsätzlich kein Bürgergeld, sondern Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Anerkannte Schutzberechtigte können Bürgergeld erhalten – dann besitzen sie aber gerade ein Aufenthaltsrecht. Du vermischst unterschiedliche Gruppen, um anschließend gegen einen Zustand zu argumentieren, den du selbst konstruiert hast.

    Ebenso hat niemand gefordert, jedem Menschen ohne Qualifikation die Einreise zu erlauben. Das ist erneut ein Strohmann. Einreise, Schutzprüfung, Aufenthaltsrecht, Erwerbsmigration und die Versorgung eines bereits unter deutscher Hoheitsgewalt befindlichen Menschen sind fünf unterschiedliche Fragen. Du wirfst sie zusammen, weil dein Argument sonst nicht funktioniert.

    Ja, es gibt kein allgemeines Menschenrecht auf Aufenthalt in Deutschland. Das habe ich auch nie behauptet. Aus einem fehlenden Aufenthaltsrecht folgt aber nicht der Verlust der Menschenwürde. Der Staat darf einen Aufenthalt nach rechtsstaatlichem Verfahren beenden. Er darf einen Menschen nicht gezielt unter das menschenwürdige Existenzminimum drücken, bis dieser aus Verzweiflung „freiwillig“ verschwindet.

    Auch deine Behauptungen zur Ausreise widersprechen sich: Einerseits könnten angeblich alle „jederzeit ausreisen“, andererseits erklärst du selbst, Abschiebungen seien häufig nicht möglich. Wenn eine Rückkehr rechtlich und tatsächlich möglich ist, kann der Staat die Ausreisepflicht durchsetzen. Ist sie aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen unmöglich, ist die Abschiebung nach § 60a Aufenthaltsgesetz auszusetzen. Dann ist die Aussage, der Betroffene könne einfach jederzeit gehen, offenkundig falsch. Schon alleine deswegen weil du für eine Rückreise das entsprechende Geld bräuchtest um selbstständig zurück zu reisen

    Du möchtest dieses Vollzugsproblem nicht lösen. Du möchtest es durch so miserable Lebensbedingungen ersetzen, dass die Betroffenen Deutschland aus Not verlassen. Das ist keine Abschiebung und auch keine freiwillige Ausreise. Das ist staatlich erzeugter Zwang durch Entzug elementarer Lebensbedingungen.

    Und natürlich organisiert der deutsche Staat diese Verelendung, wenn er Menschen unter seiner Hoheitsgewalt auf vier Quadratmetern unterbringt, ihre Versorgung beschneidet und ihnen notwendige medizinische Behandlung verweigert. Ob jemand vorher bereits arm war, ist vollkommen unerheblich. Frühere Not ist kein Freibrief dafür, ihm hier weitere Not vorsätzlich zuzufügen. Nach deiner Logik dürfte man einen bereits misshandelten Menschen weiter misshandeln und anschließend behaupten, sein Leid habe schließlich schon vorher bestanden.

    Das Bundesverfassungsgericht hat genau deine Argumentation bereits verworfen: Migrationspolitische Abschreckung rechtfertigt keine Absenkung unter das physische und soziokulturelle Existenzminimum. „Die Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren.“ Das ist keine kindliche Verfassungsauslegung, sondern geltendes Verfassungsrecht.

    Richtig ist: Das Grundgesetz kann geändert werden. Aber eben nicht beliebig. Artikel 79 Absatz 3 verbietet ausdrücklich jede Verfassungsänderung, welche die in Artikel 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt. Menschenwürde und Sozialstaatsprinzip stehen nicht zur freien Verfügung einer politischen Mehrheit. Das nennt sich Ewigkeitsklausel. Sie existiert gerade deshalb, weil Demokratie mehr ist als die Möglichkeit, einer ausreichend unbeliebten Minderheit ihre elementaren Rechte wegzustimmen.

    Du kannst das Asylrecht, Verfahrensregeln und das Aufenthaltsrecht in den verfassungs- und völkerrechtlichen Grenzen verändern wollen. Du kannst aber nicht durch eine Zweidrittelmehrheit aus Menschen bloße Abschreckungsobjekte machen und anschließend behaupten, das sei verfassungsgemäß, weil darüber demokratisch abgestimmt wurde.

    Und der Diensteid gilt auf das gegenwärtige Grundgesetz – nicht auf die Verfassung, die du dir an seiner Stelle wünschst. Von einer verbeamteten Lehrkraft erwarte ich, dass sie diesen Unterschied kennt. Nach § 33 Beamtenstatusgesetz müssen Beamte sich durch ihr gesamtes Verhalten zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen und für deren Erhaltung eintreten. Wer eine zentrale verfassungsrechtliche Grenze ablehnt, weil sie seiner Abschreckungspolitik im Weg steht, kann nicht gleichzeitig so tun, als verteidige er lediglich das Grundgesetz „so, wie es ist“.

    Auch deine Behauptung, die bloße „Abwesenheit“ unqualifizierter Ausländer schütze unsere Gesellschaft, ist kein Argument, sondern eine unbelegte Gleichsetzung: fehlende berufliche Qualifikation gleich gesellschaftliche Gefahr. Menschen werden von dir nicht nach ihrem Verhalten beurteilt, sondern ausschließlich nach Herkunft, Aufenthaltsstatus und wirtschaftlicher Verwertbarkeit. Genau diese Verwertungslogik ist das Problem.

    Und nein, ich habe kein Problem damit, dass Deutschland wohlhabender ist als viele afrikanische Staaten. Ich habe ein Problem damit, dass du diesen Wohlstand durch die gezielte Entrechtung und Verelendung anderer Menschen verteidigen möchtest. Im Übrigen ist Afrika ein Kontinent mit höchst unterschiedlichen Staaten und Lebensverhältnissen – kein einheitlicher Armutsmaßstab, an dem Deutschland seine Menschenwürde nach unten ausrichten müsste.


    Ich bin für eine schärfere Asyl- und migrationspolitik. Die darf aber eben nicht andere Menschen der allgemeingültigen Menschenrechte berauben. Das ganze fängt bei flächendeckenden Sprachkursen und Integration in die Arbeitswelt an. Jemand der unqualifiziert ist kann ich qualifizieren.

    Wer es nach Europa schafft, soll es also deutlich besser haben als in seinem Heimatland, egal ob er keine Qualifikation hat und nicht in seiner Heimat verfolgt wird? Ist es dieses Versprechen, welches du nach Afrika senden möchtest?

    Kann man so wollen. Ich glaube allerdings, dass dies eine schlechtere Zukunft für meine Kinder in Europa bedeuten würde, daher wäre ich dagegen.

    Das ist kein Gegenargument, sondern ein Strohmann, mit dem du der entscheidenden Frage ausweichst:

    Ich habe weder ein automatisches Bleiberecht noch ein komfortables Leben für jeden gefordert. Ich habe gefragt, was deine konkrete Alternative zum Existenzminimum für Menschen ist, die sich tatsächlich hier befinden. Den eine Alternative sehen wir in Süditalien wo die Afrikaner teils wie Tiere behandelt werden und wirtschaftlich ausgebeutet werden in der Agrarwirtschaft

    Qualifikation ist ein Kriterium für Erwerbsmigration – nicht für Menschenwürde. Verfolgung ist ein Kriterium für den Schutzstatus – nicht für das Recht auf Nahrung, Unterkunft und elementare medizinische Versorgung.

    Die Konsequenz deiner Argumentation klingt ganz arg nach: Menschen ohne Qualifikation oder anerkannten Fluchtgrund sollen in Deutschland und Europa bewusst so schlecht leben, dass ihr Elend auf andere abschreckend wirkt. Je ärmer ihr Herkunftsland ist, desto tiefer müssten wir demnach auch hier ihren Lebensstandard drücken, damit es ihnen bloß nicht „deutlich besser“ geht. Menschen werden damit gezielt zum abschreckenden Anschauungsobjekt gemacht.

    Das ist keine „realistische Migrationspolitik“. Das ist organisierte Verelendung.

    Das Bundesverfassungsgericht hat genau dieser Denkweise unmissverständlich widersprochen: „Die Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren.“ Deutlicher geht es nicht.

    Wer kein Bleiberecht besitzt und rechtlich wie tatsächlich zurückgeführt werden kann, kann zurückgeführt werden. Darüber kann man politisch streiten. Der Entzug des Existenzminimums ist aber keine Rückführung. Er beamt niemanden nach Afrika zurück. Er erzeugt hier Obdachlosigkeit, Schwarzarbeit, Ausbeutung, Slums, Abhängigkeit und Kriminalität. Wer das fordert, produziert genau jene gesellschaftlichen Zustände, vor denen er anschließend angeblich seine Kinder schützen möchte.

    Der Verweis auf die eigenen Kinder macht diese Argumentation nicht verantwortungsvoll, sondern besonders zynisch: Das Elend fremder Menschen wird zum vermeintlichen Schutzinstrument für den eigenen Nachwuchs erklärt. Warum?

    Und dass eine solche Argumentation ausgerechnet in einem Lehrerforum auftaucht, halte ich für erschreckend. Von Lehrkräften erwarte ich ein elementares Verständnis der Grund- und Menschenrechte. Von verbeamteten Lehrkräften erwarte ich noch mehr. Beamte haben nicht nur irgendwann feierlich ein paar Worte gesprochen. Sie sind gesetzlich verpflichtet, sich durch ihr gesamtes Verhalten zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu bekennen und für deren Erhaltung einzutreten. In Brandenburg schwören sie ausdrücklich, Grundgesetz, Landesverfassung und Gesetze zu wahren.

    Wer anschließend öffentlich darüber sinniert, Menschen müsse es in Deutschland schlecht genug gehen, damit ihre Not andere abschreckt, sollte sich ernsthaft fragen lassen, was dieser Eid und diese Verfassungstreue für ihn eigentlich noch wert sind.

    Man kann eine restriktive Migrationspolitik vertreten. Man kann schnellere Verfahren, wirksame Grenzkontrollen und konsequente Rückführungen fordern. Aber wer die Menschenwürde nach Herkunft, Aufenthaltsstatus und wirtschaftlicher Verwertbarkeit staffeln will, relativiert das Fundament jener freiheitlich-demokratischen Grundordnung, für deren Erhaltung er als Beamter einzutreten hat.

    Wenn du gezielte Verelendung als abschreckende „Botschaft nach Afrika“ für notwendig hältst, dann sag es wenigstens offen. Aber verstecke diese menschenverachtende Konsequenz nicht hinter der vorgeschobenen Sorge um deine Kinder.

    Das Problem sind eher die Anreize. In Deutschland bekommst du ja auch Geld +Miete wenn du keinen legitimen Einwanderungsgrund hast und dein Ayslantrag abgelehnt wurde. Abgeschoben wirst du in der Regel auch dann nicht. Das ist ein großer Unterschied zu den meisten europäischen Staaten.

    Und die

    Das passiert doch kaum.

    Du glaubst ernsthaft, hierdurch könntest du den Einwanderungswillen der jungen Afrikaner nach Europa auch nur um 1% senken?

    Das ist ein völliges Luftschloss, würde aber viel Geld kosten und wäre gleichzeitig ein fragwürdiges Einmischen in die Probleme anderer Staaten, die oftmals ebenso fragwürdige Regierungen haben.

    Das Problem ist: Marokko hat Europa angegriffen. Und wir sprechen noch immer über unsere Fehler.

    Wir könnten unser CO2 in Deutschland auf 0 fahren in den kommenden 5 Jahren. Das würde an Ernteausfällen in Afrika in den kommenden 10 Jahren genau was ändern? Praktisch gar nichts. Bis dahin haben wir dann unsere gesamte Industrie nach China verkauft, die machen dann die Klimawende in 20 Jahren mit besserer Technologie und machen wirklich einen Unterschied. Wir aber haben dann unseren Wohlstand verloren.

    Alternative wenn du das existenzminimum nicht hältst ist? So wie in Italien und Spanien wo die Schwarzen schon billig illegal auf dem Feldern schuften damit sie in selbstgezimmerten Unterkünften im dreck dahinvegetieren oder halt kriminell werden um zu überleben?

    Und ja bis zu einem gewissen Grad wirst du Menschen in ihrer Heimat halten können wenn es ordentlich gemacht ist. Das ordentlich machen ist aber kostenintensiv und dauert.

    Hab ich irgendwo geschrieben das wir da auf Klimaschutz achten müssen? Nein. Das Problem ist, dass der Klimawandel die ganze Situation weiter verschärfen wird. Wir brauchen Lösungen die dies berücksichtigen.

    Aber das ist ja der Punkt. Solange "wir" Produkte konsumieren, deren Rohstoffgewinnung und Herstellung als fragwürdig einzustufen ist (und das tun wir alle), solange wir Anteile der entsprechenden Akteure im Depot halten, solange wir Handelsbeziehungen mit Ländern führen, die offen gegen Menschenrechte verstoßen usw., brauchen wir uns nicht als Moralapostel aufspielen und so tun, als würden uns Menschenrechte oder die Lebensbedingungen von Betroffenen in den Herkunftsregionen oder an den Außengrenzen interessieren. Unser Hauptinteresse liegt doch ganz woanders.

    Im Endeffekt gibts zwei Möglichkeiten: entweder, man erkennt eine Verantwortung an und lässt dann aber auch konsequenterweise die Grenzsicherung fallen, die Leute durch und kümmert sich selbst um dieses (unsrige, kann man ja legitimerweise so sehen) Problem. Oder man geht den Weg, den man momentan geht, und lebt damit, dass andere Länder eben anders verfahren, als wir es für richtig halten. Outsourcen und dann von hinterm Zaun den moralischen Zeigefinger heben, dass man es aber bitte anders wünscht, ist eine ziemlich scheinheilige Haltung. Ich persönlich halte Vatiante 1 halt für ziemlich suizidal.

    Aber genau da liegt aus meiner Sicht der Denkfehler: Verantwortung anzuerkennen bedeutet doch nicht automatisch, sämtliche Grenzen fallen zu lassen und jeden Menschen aufzunehmen. Zwischen „offene Grenzen“ und „Menschenrechte sind uns egal“ liegt verdammt viel.

    Die Gewinnung von Rohstoffen und die Zusammenarbeit mit entsprechenden Staaten ist ja gerade Teil des Problems. Wenn wir akzeptieren, dass ausländische Firmen in einem ohnehin wasserarmen, aber rohstoffreichen Land vertraglich bevorzugt auf das vorhandene Wasser zugreifen und die Bevölkerung dadurch teilweise von ihrer eigenen Lebensgrundlage abgeschnitten wird, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn Menschen irgendwann woanders nach einer Möglichkeit zum Überleben suchen. Das bedeutet nicht, dass Europa an jedem Problem in Afrika schuld ist. Natürlich tragen auch dortige Regierungen, Eliten und Konfliktparteien Verantwortung. Deren Verantwortung hebt unsere aber nicht einfach auf.

    Und doch liegt es in diesem Fall ganz konkret auch in unserer Verantwortung:

    Wir bezahlen Staaten in Nordafrika nicht gerade wenig dafür, dass weniger Flüchtlinge Europa erreichen. Dabei ist durchaus geregelt, dass Menschenrechte eingehalten werden sollen. Gleichzeitig ignorieren wir sehenden Auges, dass Menschen dort misshandelt, willkürlich festgehalten, vergewaltigt, ausgesetzt und teilweise getötet werden – auch durch staatliche Sicherheitskräfte.

    Das ist dann nicht einfach nur: „Andere Länder verfahren eben anders als wir.“ Wir kaufen uns ganz bewusst eine Dienstleistung ein, wissen, mit welchen Methoden sie teilweise erbracht wird, und schauen weg, solange das gewünschte Ergebnis stimmt. Also ja … dafür tragen wir Verantwortung.

    Ich halte völlig offene Grenzen ebenfalls nicht für eine tragfähige Lösung. Nur folgt daraus eben nicht, dass wir entweder alle aufnehmen oder bei Menschenrechtsverletzungen schweigend danebenstehen müssen. Diese beiden Möglichkeiten gibt es so schlichtweg nicht.

    Wir können Grenzen kontrollieren, rechtsstaatliche Asylverfahren durchführen, Menschen ohne Schutzanspruch zurückführen und trotzdem darauf bestehen, dass unsere Partner keine Menschen foltern, vergewaltigen oder in der Wüste aussetzen. Wenn wir wirtschaftlich mächtig genug sind, um Grenzabwehr einzukaufen, dann sind wir auch mächtig genug, die Einhaltung von Menschenrechten zur tatsächlichen Bedingung zu machen. Dann muss ein Verstoß aber eben auch Konsequenzen haben und darf nicht mit einem kurzen Hinweis im Vertrag erledigt sein.

    Wir haben darüber hinaus die Möglichkeit, ernsthaft und gezielt dafür zu sorgen, dass Menschen ihre Heimat nicht verlassen müssen: faire Handelsbedingungen, Schutz der örtlichen Wasser- und Landressourcen, mehr Wertschöpfung vor Ort, Investitionen in Bildung und Infrastruktur, Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel und keine Verträge, bei denen europäische Unternehmen profitieren, während die Bevölkerung ihre Lebensgrundlage verliert.

    Das kostet Geld, Arbeit und politischen Willen. Vor allem erfordert es Entscheidungen, deren Erfolg vielleicht erst in zehn oder zwanzig Jahren sichtbar wird. Genau da liegt das Problem: Politiker wollen wiedergewählt werden und treffen deshalb lieber kurzfristig populäre Entscheidungen. Es ist einfacher, einem autoritären Staat Geld für Grenzschutz zu überweisen, als langfristig an den Ursachen zu arbeiten.

    Und das Problem wird durch die Klimaerwärmung noch größer werden. In vielen Regionen werden Wasserknappheit, Ernteausfälle und Konflikte zunehmen, während wir gleichzeitig selbst mit erheblichen Anpassungsproblemen kämpfen werden – Stichwort Trinkwasser. Wir können das also weder dauerhaft aussitzen noch vollständig hinter einen Grenzzaun verlagern. Denn der Zaun hält nur solange wie die Zahl derer die rüber wollen überschaubar ist. Rom hat auch lange darauf gehofft das der Limes es schon richten wird und dann kamen sie, die Völker des Nordens und Ostens und zwar in so einer Zahl das es eben nicht mehr möglich war das aufzuhalten.

    Natürlich müssen wir nicht bei jeder Menschenrechtsverletzung weltweit schweigen, nur weil unsere eigene Politik nicht vollkommen widerspruchsfrei ist. Aber wenn wir Menschenrechte predigen und gleichzeitig bewusst Politik finanzieren, bei der Menschen wie Dreck behandelt werden, wird unser moralischer Zeigefinger tatsächlich unglaubwürdig.

    Die Lösung lautet deshalb nicht „Grenzen auf“ oder „Klappe halten“. Die Lösung wäre, Migration zu kontrollieren, Schutzbedürftige zu schützen, Menschenrechtsverletzungen nicht länger einzukaufen und endlich ernsthaft an den Bedingungen zu arbeiten, die Menschen zur Flucht zwingen.

    Das ist teuer, unbequem und politisch undankbar. Aber Verantwortung ist nun einmal ein schweres Los.

    Maylin85 versteh mich da bitte auch nicht falsch: Mir ist bewusst, dass wir das hier nicht lösen werden können. Wir haben historisch und politisch aber die Verantwortung sobald wir uns als Demokratie für Menschenrechte weltweit einsetzen. Und das tun wir seit Jahrzehnten.
    Klar ist es subjektiv gesehen „doof“, dass wir hier Verantwortung für Dinge übernehmen (müssen), um die sich die Staaten eigentlich selbstverständlich selbst kümmern müssten.

    Das Problem kriegt man auch nicht jetzt gelöst, es wird noch schlimmer werden aufgrund der Klimaerwärmung und wir haben gleichzeitig teilweise selbst mit immensen Anpassungsproblemen zu kämpfen (Stichwort Trinkwasser).


    Wir haben da eigentlich gar nicht so viele Möglichkeiten.

    Wir können akzeptieren das wegen uns ein Haufen Menschen leidet und zwar so extrem das sie wie Tiere behandelt werden. Wenn wir das akzeptieren, müssen wir aber still sein bei Menschenrechtsverletzungen weltweit.

    Wir können auch akzeptieren das es so ist und gleichzeitig dafür ernsthaft und gezielt sorgen, dass die Lebensgrundlagen der Menschen sich so verbessert, dass sie bei uns nicht an der Tür klopfen. Dabei können wir unseren Zeigefinger sehr gut nutzen und auch unsere wirtschaftliche Stellung. Wir müssen es halt machen und das ist mit Geld und Arbeit verbunden und mit dem Willen von Politikern die hauptsächlich darauf achten das sie wiedergewählt werden und nur keine unpopulären Entscheidungen treffen.
    Verantwortung ist ein schweres Los.

    Es liegt aber doch nicht in unserer Verantwortung, die Einhaltung der Menschenrechte auf dem gesamten Planeten zu überwachen. Und wenn, wo ziehen wir Grenzen? Beim Thema Migration ist es also "unser Problem", bei der Gewinnung benötigter Rohstoffe, Lieferketten oder Handelspartnern wie China gucken wir großzügig weg, da sind die Grundrechte anderer dann doch wieder egal.

    Beim letzten Absatz mag ich gar nicht widersprechen und man findet sicherlich gerade in Afrika auch noch zahlreiche andere Beispiele. Und dennoch, leitest du daraus eine Verantwortung für Millionen Wirtschaftsflüchtlinge ab? Wie genau soll es aussehen, dieser Verantwortung gerecht zu werden?

    Die Gewinnung von Rohstoffen und die Zusammenarbeit mit solchen Staaten ist doch Teil des Problems an dieser Stelle.
    Wenn ich akzeptiere, dass ausländische Firmen in einem Land das nicht viel Wasser hat (dafür aber rohstoffreich ist) das vorhandene Wasser vertraglich nur für sich nutzen und die Bevölkerung dadurch vom Trinkwasser abgeschnitten wird, brauch ich mich nicht wundern wenn die Leute vor Ort sich eine andere Möglichkeit zu überleben suchen (nämlich die Flucht).

    Und doch es liegt in dem Falle in unserer Verantwortung:

    Wir bezahlen nicht wenig an die Staaten in Nordafrika, das sie die Zahl der ankommenden Flüchtlinge reduziert. Vertraglich geregelt ist da durchaus aus das Wie (nämlich unter Einhaltung der Menschenrechte). Sehenden Auges ignorieren wir aber, dass Regierungsgewalt dort ganz bewusst mit den Flüchtlingen umgeht wie mit Dreck (Vergewaltigungen und Ermordungen sind da an der Tagesordnung durch Sicherheitskräfte). Gleichzeitig spielen wir uns als Moralapostel gegenüber anderen Ländern auf was die Menschenrechte angeht. Also ja….wir haben diese Verantwortung.

    Müssen wir denn alles zu unserem Problem machen?

    Als Befürworter der allgemeingültigen Menschenrechte sollte die Antwort denke ich klar sein.

    Ja es ist unser Problem. Wir bezahlen die angrenzenden Staaten dafür das sie uns „die Anderen“ fern halten. Das Fernhalten kann aber nicht so aussehen, das grundlegende Rechte, zu deren Einhaltung sich Europa verpflichtet hat, von Menschen mit Füßen getreten werden. Es ist ein Dilemma, aber Grundrechte gelten nun mal für alle.


    Viele derer die da flüchten kommen aus Regionen von deren Armut und Ausbeutung wir hier sehr gut profitieren.
    Ich kann mich nicht über die Piraterie in Somalia beschweren ohne anzuerkennen, dass u. a. Europas

    Fangflotten den ursprünglichen somalischen Fischern die lebensgrundlage entziehen damit Lieschen Müller den preiswerten Fisch aufm Teller hat.

    Der überzogene Schutz Minderjähriger ist halt auch ein Problem. Im Fall Ceuta haben diese Jugendlichen bis zum Tag x ja auch erfolgreich jenseits der Grenze gelebt, mit dem Überqueren werden sie aber plötzlich so schützenswert, dass eine Ausweisung an den exakt gleichen Ort nicht mehr möglich ist? Nicht wirklich nachvollziehbar. Dazu kommen die Missbrauchsproblematik (ich hatte selbst mehr als einen Schüler der mehr oder weniger offen mit seinem Passalter kokettierte) und die quasi-Unmöglichkeit, jugendliche Straftäter abzuschieben. Für alle Punkte wäre es vorteilhaft, den Rechtsrahmen den Realitäten anzupassen.

    Ich weiß auch gar nicht so recht, was am Wunsch nach Verschärfungen im Asylrecht so zwanghaft rechts sein soll. Wer echte Asylgründe hat und sich an Spielregeln hält, soll selbstverständlich weiterhin ein Bleiberecht bekommen. Gegen illegale Grenzübertritte, Wirtschaftsflüchtlinge, Asylbetrug und straffällige Zuwanderer braucht es aber eben bessere Schutzmechanismen und eine angepasste rechtliche Handhabe. Altersunabhängig.

    Jugendliche, Frauen und Männer leben vor der Grenze Europas. Ist halt nicht EU also ist es der Politik erst einmal egal das dort reihenweise Flüchtlinge von dem Ländern in denen sie sich derzeit befinden ausgebeutet, vergewaltigt, erniedrigt oder umgebracht werden. Ist halt „nicht unser Problem“….das die Rechte dann auf unsrer Seite des Zaunes auf einmal was wert sind, zeigt doch eigentlich ganz gut, dass Europa verstanden hat das Menschen gewisse Rechte haben. Die Staaten setzen das halt dann nur in der EU um.

    Leipziger Flughafen: Vereitelter Angriff mit einer Angriffsdrohne auf einen deutschen CEO eines Rüstungsunternehmens.

    Nach Schottland ist vor Liechtenstein ….. bin immer wieder erstaunt wie toll dieses kleine Land sein kann und wie gastfreundlich Unsre bekannten dort sind.
    Unser Plan als Familie war eigentlich die Slovenien. nachdem aber das Hotel am zweiten Tag einen Komplettausfall des Stroms hatte und die Reperatur auf mindestens eine Woche angelegt wurde, mussten wir uns entscheiden. Angebot annehmen und irgendwo ein andres Hotel vom Anbieter nehmen oder Geld zurück und umsatteln. Im spontanen Telefonat mit den Freunden der Familie kam dann das Angebot „Kommt doch einfach zu uns, unsere beiden Kinder sind mit den Enkelkindern da und der Pool ist auch warm“ - komplett kostenlos. 🫣

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