Beiträge von Kapa

    Und wieder die Frage warum du Dan diesen Beruf gewählt hast?


    Lehrer haben im Vergleich eine gute Bezahlung und zwar nicht nur mit den Handwerk.


    Spielplätze/Posten die mehr bringen sind weitaus rater gesäht. Hinzu kommt die Absicherung + zusätzliche Freizeit (die wir nun einfach mal mit den Ferien haben), mit der sich die highendjobs nicht mehr messen können. Haben wir mehr Geld verdient? Ja! Augen auf bei der Berufswahl und wer sein Geld nicht nutzt um Vermögen aufzubauen ist Sekt die.

    In meiner Familie geht es seit ca 600 Jahren um die Wahl: Armee, Bildung, Religion.


    Viele Offiziere in der Familie (einige zb als. Ausleihe in den USA vor staatsgründung), einige Pfaffen/Bischöfe (vor Reformation) sowie vier Professoren/8 schulrektoren/2 ministerialbeamte im Bereich Bildung/7 volksschul-Lehrer/1 lehrmeister/2 moderne Lehrer.


    Beide Eltern hatten leider keinen dauerhaften Zugang in der ddr. Vater durfte nicht studieren wegen Landadel und Mutter musste Studium abbrechen wegen Stimmband-OP.

    Ich würde trotzdem eine berufliche Umorientierung anstreben. Wenn man 2x die Staatsprüfung nicht besteht, ist man meiner Meinung nach ungeeignet für diesen Job, egal in welchem Lehramt. Das ist meines Erachtens nach Zeitverschwendung hier nochmal zu studieren.

    Was so nicht stimmen muss mit der Eignung. Manchmal spielen leider auch ganz andere Faktoren mit rein bei 2x Nichtbestehen (Unprofessionalität der Seminarleiter zB; auf Animositäten beruhende Noten; politisches Kalkül wenn man als Seminarleiter denen da oben zeigen will dass das nicht in Ordnung ist mit der Ausbildungsumstellung —> zb Verkürztes Referendariat).


    Ich kenne mittlerweile vier Personen , die 2x durchgefallen sind und nur noch mal ran durften weil gerichtlich festgestellt wurde dass es bei der Prüfung nicht mit rechten Dingen zuging.

    Eine Person ist durchgefallen, weil die Seminarleiterin unterstellt hat, die Person hätte kein Fachwissen in der Thematik und in Fachbuch xy steht das so und so drin und so sei das richtig. Nur war die Referendarsperson diejenige, die eben genau jenes Fachbuch geschrieben hat.

    Oder Fall 2 bei dem dem Referendar von dem Seminarleiter mitgeteilt wurde, dass die sprachlichen Fähigkeiten in der Unterrichtssprache (Italienisch) nicht gut sind. Nur war der Referendar vorher an mehreren Unis über die Jahre tätig, als Sprachlehrer für eben jene Sprache und war Muttersprachler. Darauf angesprochen merkte die Seminarleitung an, dass sich das Italienische halt ganz anders anhört was die Seminarleitung aus den Urlaub kennt.


    Ich musste selbst gerichtlich gegen die Entscheidung damals vorgehen weil eben die Seminarleitung nicht professionell benotet hat sondern einfach dumpf ihr Problem mit meiner Person (stumpfer Neid auf den akademischen Titel) über die Prüfung geregelt hat und die Seminarleiterkollegrn einfach mitgezogen haben weil man sich ja nicht gegenseitig als Bein pisst. Glücklicherweise hatte ich einen Schulleiter der mich damals aktiv dabei unterstützt hat.

    Also alles auf die Unfähigkeit eines Referendar zu schieben ist auch nicht richtig.

    Freeletics, YouTube und workouts von zertifizierten Fitness Coaches, rennen (5-50km) sind meine Aktivitäten derzeit. Hab ich aber auch schon vorher gemacht, einzige was derzeit fehlt ist Bouldern und 1-2x die Woche muckibude.

    Bei uns geht die Woche nun die vierte Klasse in Quarantäne innerhalb der letzten drei Wochen.

    Kollegen spannender weise nicht, trotz teilweise maskenlosem Unterricht in den jeweiligen Klassen.

    Das Ganze ist aber immer noch nicht bei jedem angekommen. Wir haben ein paar Kollegen, die sich weigern regelmäßig zu Lüften und zwar will ihnen das selber kalt ist.


    Ein Kollege und ich wetten jetzt in ein Fässchen gutes Schwarzbier wann wir wieder dicht sind.

    Nun ja, ein wenig Expertenwissen sollte man den Ärzten schon zutrauen, finde ich. Mein Hausarzt hat vor den Herbstferien bei mir auch keinen Coronatest für nötig erachtet, weil ich nur Schnupfen und Sinusitis hatte, also "Corona-untypische" Symptome. Wären noch Husten, Fieber o. ä. hinzugekommen, wäre ich getestet worden. Nachdem ich 48 Stunden symptomlos war, durfte ich nach Rücksprache mit dem Arzt wieder zur Arbeit.

    Wir haben in der Stadt, in der ich arbeite, gleich zwei Ärzte, die ohne zu überprüfen den Schülern „maskenbefreiungs“-Atteste ausstellen weil sie, Zitat, „nicht an corona glauben“.

    Cottbus: Probleme mit rechten Strukturen und zwar massiv. Jüterbog ist eine der Städte die seit langer Zeit stark rechts orientiert ist. Reichsbürger usw.

    KW: Hat ein paar schöne Ecken, ist aber auch sehr ländlich geprägt. Zum Urlaub machen sind viele Städte hier durchaus schön. Keine Frage.


    Wir reden hier aber vom Leben.

    Rathenow, Brandenburg, KW sind u.a. Städte, in denen ich schon gelebt habe. Brandenburg ist da noch raus was das kuhkaff angeht.

    Rathenow nicht. Die Stadt ist seit der Buga am absterben weil mit dem komplett Umbau der Innenstadt viele Geschäfte pleite gegangen sind.

    Der liebe Jüterbog Bürgermeister ist nicht nur AfD-Freund sondern hat schon in so einige rechte Horne geblasen. Was er und seine konsorten auf den Volksfesten schon vom Stapel gelassen haben an stammtischparolen reicht da schon über AfD Niveau kaum heraus.


    In Berlin hab ich schon mal zwangsweise gewohnt und gearbeitet. Muss nicht nochmal sein.

    Es gibt nicht nur Kuhkaff und Millionenmetropole, sondern noch viel dazwischen. Davon abgesehen gibt es in einigen Großstädte teils übelste Zustände, ob in Bremerhaven, Offenbach am Main, Duisburg, Berlin oder Gelsenkirchen. Vlt. gibt es auch Großstädte mit hoher Lebensqualität (München und Stuttgart vlt.?), aber mancherorts hat es sich in den letzten Jahren sehr zum Negativen verändert.

    Stimmt hier gibt es Kuhkaff (30-200 Einwohner), größeres Kaff (bis 400 Einwohner), Kleinstadt (4000-25000) und noch „Großstadt“ (Potsdam hat 180.000).


    Rathenow/Jüterbog/ Ludwigsfelde/ luckenwalde/ Trebbin/ zossen/ friesack/ Nauen etc haben alle Stadtrecht. Sind trotzdem kuhkäffer wo jeder irgendwie jeden kennt.


    Luckenwalde zb ist übel: Sozialwohnungsstadt.


    Rathenow/Premnitz: kaum Arbeitsplätze.


    Jüterbog: brauner Bürgermeister/Altes Lager gehört zu den asozialisten Gegenden Deutschlands (Hartz und herzlich wurde zb hier gedreht).



    Einzige Millionenstadt in Brandenburg: Berlin, ach ne.

    Bei mir ist auch ein Legoprojekt dran. Obwohl eigentlich die polnische Marke:


    Ein „kleines“ Diorama (3x4m) mit einem Freund im Garten/Gästehäuschen in dem die panzerschlacht von Kursk dargestellt wird :)

    Die Frage ist doch auch, warum denn der ländliche Raum so unattraktiv ist.

    Was ich als Dorfkind aus Brandenburg kenne ist für mich aber schon Grund genug mich eher in die Nähe einer Stadt zu begeben:


    Kein anständiges Internet, minimal verkehrender ÖPNV (und dann teilweise mit 1-2h Fahrtzeit), wenig Möglichkeiten grundlegende Besorgungen zu machen (meine Familie musste immer mindestens 30km zum Supermarkt fahren), schlechte ärztliche Versorgung, kaum Sport- oder Kulturangebote etc.

    Wenn dann noch die braune Soße dazu kommt, hat man schon keinen Bock mehr da zu leben.


    Hinzu kommt dann die Frage nach der Attraktivität unseres Berufes. Einerseits verdienen wir nicht schlecht, sind aber auf der anderen Seite der Arsch der Nation. Mehrbelastung im Beruf durch irrsinnige Säue die mal wieder durchs Dorf getrieben werden nicht zu vergessen. Große Klassen (wir haben hier an meiner Schule im Schnitt auch in den Oberstufenkursen 25 Aufwärts), teilweise desolate Ausstattung und weite Fahrwege (80-90km eine Tour) sind dann die nächsten Übel.

    Zum einen konnte ich mir meine beiden Fächer mit nem M.A. of Science bzw. of Art anrechnen lassen/umschreiben lassen. Dabei wurden auch die ECTS vom zuständigen Prüfungsamt zu Rate gezogen. Zum anderen hab ich in beiden Fachwissenschaften mittlerweile promoviert und bin bei Fach 1 grad an der Habilitation dran ;)


    Alleine die BA/MA Sache ist beim Lehramt vergleichbar mit den Double-Degrees die ich so kenne. Daher finde ich das kritisch, wenn man einen LA-Studium das absprechen will.

    An der TU Dresden sind es zur Zeit 80 LP (ohne Didaktik) bspw. in Englisch. Gegenüber einem Fachbachelor fehlt da schon noch was, aber es ist besser, als in Hessen. Bei naturwissenschaftlichen/technischen Fächern wird der Unterschied noch deutlicher. In Informatik studiert ein L3er bei uns nur Grundlagenmodule, es fehlt die komplette Vertiefung. Das reicht fürs Lehrer sein schon aus, ist aber eben kein fachwissenschaftliches Studium.

    Scheint sich einiges geändert zu haben in Dresden. Meine Freunde haben das 2009/10/11 ihren Abschluss gemacht

    Kapa


    Du schreibst, du hast 120 ECTS pro Fach gemacht, und glaubst nun, du hättest Master-Niveau in diesem Fach?!?


    Selbst den Bachelor erreichst du damit nicht ECTS-mäßig, und ich wette, du hast auch noch die Didaktik-Module mitgezählt.

    Dir ist schon bewusst, dass die didaktik-Module/Pädagogik extra sind sowie die dazugehörigen Praktika ebenfalls? Ja?


    Bachelor 180 ECTS + Master 120 ECTS im Regelfall, macht 300 für beide zusammen. Fach 1 120 ECTS + Fach 2 120 ECTS + didaktik/Pädagogik in den einzelnen Bereichen (60 ECTS) + noch die Staatsexamsarbeit (15 ECTS) + Prüfungen (15 ECTS) + Pflichtpraktika (die zu meiner Studienzeit nicht mit ECTS belegt waren).


    Ich hab in beiden Fächern sogar mehr als Masterniveau mein Guter ;)

    Wow, das ist das wirklich abgespeckt. Bei uns war es sehr fachwissenschaftlich aufgebaut. Von Freunden aus Dresden und Leipzig kenne ich das auch so.

    Erstens entspricht das Studium fachlich maximal dem Fach-Bachelor, und das auch nur beim Gym- bzw. Sek 2-Studium. Selbst wenn man mit dem Referendariat mal wohlwollend von einer fachlichen Master-Qualifiktion ausgehen würde (was aber faktisch nicht der Fall ist),


    Noch dazu würde noch mehr Geld in meinen Augen nur die falschen Leute anziehen. In den meisten anderen anderen Ländern können Lehrkräfte von Konditionen wie in Deutschland nur träumen. Nein, das alleine oder hauptsächlich kann es nicht sein, das wäre zu einfach...

    Also wenn du in deinem Studium auf BA Niveau verblieben bist, ist das traurig. Aber halt nicht zwingend der Standard. Mein LA-Studium war definitiv dem MA gleichwertig was Seminare/Vorlesungen etc anging. Das Referendariat ist auch nicht als MA-Ersatz gedacht und hat einen ganz anderen Anspruch als ein Studium.

    Im übrigen waren in meinem Anschlussjahr noch 120 ECTS pro Fach notwendig um sich überhaupt erstmal für die Abschlussarbeit anmerken zu dürfen. PflichtPraktika etc wurden nicht mit ects belegt, wie es durchaus ja bei anderen Studiengängen üblich ist.

    Btw: Freunde von mir die bei den Big Four (EY etc.) arbeiten haben selbst an höheren Position immer noch weniger im Vergleich zum verbeamteten, vollarbeitenden, Lehrer und würden, bei besserer Bezahlung/besten Arbeitsbedingungen auch als Lehrer arbeiten.

    Falsch, das betrifft leider nicht immer nur die Jungstoiletten :schreien: Ich hörte schon von Kackwürsten im Waschbecken auf den Mädchentoiletten. Und das an BBS :autsch: Warum?!?!

    Vollgeschissene Waschbecken im mädchenklo + mit kot beschmierte Wände haben wir am Gym auch schon. Da fehlen einem dieWorte.

    Bei mir blieb es bisher immer bei verbalen Angriffen, der einzige Versuch des körperlichen (Stuhl in den hängen über den Kopf) konnte ich verbal entschärfen.


    Ein Kollege wurde vor zwei Wochen im Zuge der pausenaufsicht von einem Schüler erst zu Boden gebracht und dann gewürgt. Ein anderer hat im Unterricht beim Anschreiben an dieTafel einen Schlag in den Nacken bekommen (ohne danach rauszufinden u zu können, wer es war). Gibt hier so einige Vorfälle. Auch diese körperliche Drohungen und Androhungen von durchschneiden der bremsleitung. 🥺

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