Beiträge von Felis1


    Bei uns finden die Pausen zeitversetzt statt (also Kl. 1 und 2 um 9.15 und Kl. 3 und 4 um 9.35, jeweil 15 min.). Der Lehrer, der in der vorangegangenen Stunde dort Unterricht hatte, hat dann auch Pausenaufsicht. Die kleine Pause nach der 4. Stunde verbringen die Kinder im Klassenzimmer. Auch dort hat der Lehrer der vorhergegangenen Stunde Aufsicht. Vollzeitkräfte haben also gar keine echte eigene Pause mehr. Als Teilzeitler kann man Glück haben und man hat nicht immer 2. oder 4. Stunde Unterricht oder Pech und man hat oft 2./4. Stunde und damit verbunden auch die Aufsicht.

    Auch in anderen Schulen im Umkreis ist das so geregelt.

    WAS? Warum so wenig?


    Bei uns hieß es, dass wir auch im Falle der Klassenteilung den normalen Stundenplan weiter unterrichten. Gilt das nicht für die Grundschulen in BY?

    Oder hat es dann die Woche darauf Mo/Mi/Fr Unterricht?


    Bei uns soll dann schon nach dem Stundenplan unterrichtet werden.



    Bei uns sind die Zahlen bayernweit gesehen mit am höchsten und ich erlebe zahlreiche Eltern, die die Maßnahmen an der Schule übertrieben streng finden und überhaupt von diesem ganzen Corona nichts mehr hören wollen. Ich wundere mich also nicht über unsere Zahlen.

    Der Landkreis, in dem meine Schule liegt, ist bei über 90. Klassen werden vorerst nicht geteilt, aber es gilt ab morgen Maskenpflicht ab Klasse 1 für Schüler auch am Sitzplatz und Lehrer, auch wenn der Abstand von 1,5m eingehalten werden könnte.

    Man studiert ein Fach nach Wahl nicht-vertieft, dazu Deutsch, Mathe und Kunst ODER Musik ODER Sport als Didaktikfach. Falls man Deutsch oder Mathe als nicht-vertieftes Fach gewählt hat, studiert man stattdessen als Didaktikfach ein anderes aus der Fächerauswahl.

    Dazu kommen dann noch Grundschuldidaktik und -pädagogik, Erziehungswissenschaften und ein bisschen Gesellschaftswissenschaften.

    In den letzten ca. 15 Jahren:

    -SL 1: alle Proben müssen in der Schule gelagert werden; wo da war egal (Klassenzimmer, Abstellraum - nur nicht im Archiv wegen Platzproblem). Als der an eine andere Schule versetzt wurde, hat er uns zwei Umzugskartons mit Unterlagen (Proben, Schülerbeobachtungen, ...) auch aus seinen letzten 10 Dienstjahren an einer anderen Schule hinterlassen und trotz Zusage nie abgeholt.

    -SL 2 war es egal, wo wir das lagern, ob zu Hause oder in der Schule (nicht im Archiv wegen Platzproblem)

    -SL 3 war entsetzt, wo bei uns an der Schule überall Kartons mit irgendwelchen alten Proben rumstanden, denn manchen Kollegen war das Schreddern nach zwei Jahren zu mühsam, also wurde jedes Jahr fleißig Karton auf Karton gestapelt. Und aus Datenschutzgründen mussten die Proben nun an der Schule im Archiv gesammelt werden. Nach drei Jahren hieß es dann plötzlich, wir dürfen sie nicht mehr ins Archiv stellen - wegen Platzproblemen. Also doch wieder irgendwo in der Schule oder zu Hause.

    -SL 4 will die Proben in der Schule haben. Dafür haben wir in einem der Medienräume extra ein paar Regalböden. Nach zwei Jahren kommen sie zur Gemeinde. Da kommt dann extra eine Firma, die alte Unterlagen aus dem Rathaus und den Schulen vernichten. Das ist bisher die beste Lösung, aber auch die teuerste. Meine jetztige Schule hat aber auch den finanziell am besten aufgestellten Sachaufwandsträger von allen bisherigen.

    Ich habe schon mehrmals mit dem Jandorf-Heft gearbeitet und finde es grundsätzlich sehr gut, weil darin wirklich viel geübt wird.

    Beim e habe ich es z. B. immer so gemacht, dass ich ihnen beide Schreibweisen angeboten habe: die Heftseite dazu und AB (selbstgeschrieben) zum Schleifen-e. Ich habe ihnen auch gesagt, dass auf AB oder im AH immer nur das Köpfchen-e erscheint, das Schleifen-e aber genauso gilt. Die meisten Kinder haben das Köpfchen-e geschrieben, wenige das Schleifen-e. Dieses ist halt problematisch, da das Prinzip, dass jeder Buchstabe in der Zeilenmitte endet bzw. beginnt, nicht gelten kann und sich die meisten Kinder schwertun, vorausschauend zu schreiben und den vorherigen Buchstaben schon unten zu beenden, wenn sie bemerken, dass dann ein e folgt.

    Ich war in den letzten 20 Jahren an drei verschiedenen kleinen Grundschulen (unter 200 Schüler), davon einige Jahre an einer sehr kleinen Schule (unter 100 Schüler) so richtig auf dem Land mitten in der niederbayerischen Pampa.

    Dazwischen war ich auch einige Zeit als mobile Reserve unterwegs an ganz unterschiedlich großen Schulen. Insgesamt hat es mir an den kleinen Schulen immer viel besser gefallen als an den großen. Die Kollegien waren durchweg sehr angenehm, man wurde als "Auswärtiger" sehr schnell intergriert und unterstützt. In den großen Schulen war es sehr unpersönlich, jeder hat sich nur um seinen Kram gekümmert, selten bekam man mal von Seiten der Kollegen Unterstützungsangebote oder Informationen einfach so, weil jemand mitgedacht hat, dass die Mobile manche Sachen ja nicht wissen kann.

    An kleinen Schulen hat jeder Lehrer mehrere Zusatzaufgaben, die sich an großen Schulen auf mehr Schultern verteilen. Dafür ist alles überschaubar und relativ schnell zu organisieren (z. B. Feste, Bundesjugendspiele, Spieletag, ...). In kleinen Gemeinden kennt man schnell die zuständigen Personen, die man kontaktieren kann, wenn z. B. Unterrichtsgänge anstehen. Genauso gut kennen sich allerdings auch die Leute untereinander und Neuigkeiten machen schnell die Runde und manche Gerüchte kochen schnell hoch.

    Wie alles im Leben haben auch Dorfschulen gute und schlechte Seiten.

    Zitat

    By the way: In Flüchtlingsunterkünften gibt es jetzt auch so hohe Infiziertenzahlen? Wo? Bitte um Info. Ist mir entgangen!

    In unserem Nachbarlandkreis wurden von ca. 90 Bewohnern einer Flüchtlingsunterkunft mehr als die Hälfte positiv getestet.

    Ob das aber ein Einzelfall ist, weiß ich nicht.

    Wir haben für Ende August eine Ferienwohnung an der Ostsee gebucht. Das war schon Anfang Januar. Wir gehen jetzt mal davon aus, dass Urlaub innerhalb Deutschlands möglich ist, unternehmen also erstmal nichts weiter und hoffen ...


    Dem kann ich aus eigener Erfahrung voll und ganz zustimmen!!

    - Je strenger, verschriener die SL, desto besser der Zusammenhalt intern im Kollegium

    Oder auch in meinem Fall: je psychopathischer die Schulleitung ...


    Ich war in meinen mobilen Jahren auch an zahlreichen Schulen eingesetzt. Am besten hat es mir immer an den Mini-Schulen mit 4 Klassen gefallen. Da waren die Kollegien durchwegs sehr nett, offen und hilfsbereit. Je größer die Schule war, desto mehr Grüppchen gab es und desto weniger hat sich der Einzelne für neue Kollegen interessiert oder diese unterstützt. Am wenigsten hat es mir von der Atmosphäre her in Schulen gefallen, bei denen auch eine Mittelschule mit dabei war.

    Wahrscheinlich liegt das aber daran, dass Grundschullehrer doch ein eigener Schlag sind.

    - Stadt-Land-Gefälle: Je schwieriger das Klientel - umso besser der Zusammenhang im Kollegium.

    Das würde ich aus meiner Erfahrung bisher nicht so sagen. Momentan bin ich an einer Schule mit recht schwierigen Klassen. Da herrscht viel Einzelkämpfertum und es gibt sehr wenig Zusammenarbeit und Abstimmung untereinander. Die Schulleitung ist sehr bemüht, zu unterstützen, verliert sich aber meiner Meinung nach in zu vielen Kleinigkeiten.

    An meiner letzten Schule hatten wir im Großen und Ganzen eher harmlose Klassen, aber eben eine "schwierige" Schulleitung. Da war der Zusammenhalt unter den Kollegen und die Stimmung im Lehrerzimmer (solange die SL nicht anwesend war) bestens. Beide Kollegien sind ungefähr gleich groß.

    Es gibt natürlich solche und solche Lehrer.

    Ich korrigiere z. B. solche Einträge nicht oder nur stichprobenartig, die wir gemeisam gemacht haben (Seite im AH oder Übung im Deutschbuch).

    Aber heute hatte ich z. B. den Fall, dass die MAthe-HA bei einem Mädchen zwar komplett gemacht war und sehr ordentlich aufgeschieben war, aber jedes Ergebnis falsch war. Da hilft es ja nun nicht, wenn ich nur auf Vollständigkeit kontrolliere.

    Natürlich schaue ich mir Sachen auch während Stillarbeitsphasen an und kontrolliere bei sehr leistungsstarken, zuverlässigen Schülern nicht ganz so genau.

    Von zu Hause korrigieren habe ich auch nichts geschrieben. Ich korrigiere das meiste in meiner Freistunde oder vor /nach meinem Unterricht. Aber es ist eben mindestens eine Stunde pro Tag , oft auch mehr.

    Und genau wie Caro07 schreibt, ist dann sonst noch gar nichts passiert an Vorbereitung, Proben korrigieren, Schülerbeobachtung schreiben, ... oder momentan Zeugnis schreiben.

    Korrekturen sind in der Grundschule aber nicht nur - wie in der weiterführenden Schule - die schriftlichen Leistungsnachweise.

    Klar, im Gymnasium sind die Schulaufgaben, usw. zum Teil sehr umfangreich. Dafür müssen wir an der Grundschule alles korrigieren, was so ein Schülerlein den ganzen Tag fabriziert. Alle Hefteinträge, Arbeitsblätter, Hausaufgaben, ... Das nervt irgendwann auch ganz gewaltig. Im Gymnasium meiner Kinder wurden in Klasse 5 in den ersten vier Wochen noch stichpunktartig die Hefteinträge korrigiert, dann nie mehr wieder.

    Ich habe momentan 22 Schüler in einer 3. Klasse und sitze nur an Deutsch- und Matheheften und ABs mindestens eine Stunde pro Tag an den Korrekturen. Viele Mathe-HA kontrollieren wir dabei eh schon im Klassenverband, indem die Schüler vorlesen und abhaken/durchstreichen. Das kostet dann aber kostbare Arbeitszeit.

    Je nach Schulleiter oder Schulrat wird auch erwartet in regelmäßigen Abständen zwar kurze, aber individuelle Bemerkungen unter die Einträge zu schreiben.

    Diese Art von Korrekturen ist zwar sehr stupide, frisst aber viel Zeit.


    Meiner Meinung nach: entweder A13 für alle bei unterschiedlichem Deputat, oder unterschiedliches Gehalt bei gleichem Deputat.

    Also in Niederbayern sind die Käffer (Bayerischer Wald und so) heiß begehrt. Um dahin zu kommen musst du verheiratet sein und mindestens ein oder zwei (kleine) Kinder haben. Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, aber früher musste man mit dem Versetzungsgesuch sogar eine Bescheinigung über eine unbesfristete Anstellung des Ehepartners im Wunschgebiet mitschicken.
    Alle anderen landen erstmal in Oberbayern (v.a. München) oder oberbayernnahe Landkreise.

    Bei uns ist der Tenor im Kollegium:
    Arbeitszeit rauf - wenn es wirklich nicht anders geht und mit Rückgabe in xx Jahren, das ist ok.
    Anderweitige Entlastung für diese Zeit ist Fehlanzeige - das ist ein Punkt, der sehr vielen Unmut bereitet.
    Und dass arbeitsmarktpolitische Teilzeitler jetzt statt 21 Stunden künftig 24 machen müssen, ist für viele ein harter Schlag.
    Die Familie einer Kollegin z. B. bewirtschaftet einen Bauernhof. Da ist tägliche Mitarbeit angesagt. Früher hatte sie deshalb 16 Stunden, seit es Pflicht ist 21, nun soll sie ab nächsten Jahr 24 machen. Sie ist jetzt schon echt an der Grenze. Wenn sie eine Hilfskraft einstellen, rentiert sich der Hof irgendwann gar nicht mehr.


    Ich habe in diesem Jahr 18 Stunden (familienpolitische) Teilzeit und werde für nächstes Jahr 17 beantragen, um dann mit der Plusstunde wieder 18 zu arbeiten. Ich werde eine etwas billigere Arbeitskraft - mehr Stunden kriegt das Schulamt/das KM dadurch nicht zur Verfügung.

    Die eine Stunde mehr ist es bei mir jetzt nicht, was mich so stört. Die bekommen wir ja wieder "zurück".
    Es ist vielmehr die Erhöhung der Mindeststundenzahl bei Antragsteilzeit (also die nicht-familienpoilitische TZ). Da muss man künftig gleich 3 Stunden mehr machen (jetzt mind. 21 auf künftig mind. 24), und ob dann nochmal eine Stunde zusätzlich draufkommt, ist laut meiner SL auch noch nicht ganz klar. Es hat schließlich jeder seine Gründe, warum er nicht mehr arbeiten will oder kann.

    Also beantrage ich die gleiche Stundenzahl wie dieses Jahr, wenn ich das gleiche Gehalt haben möchte wie dieses Jahr, und dann schlagen sie automatisch eine Stunde drauf?


    (Die dann hoffentlich auch bei Teilzeitkollegen auf dieses Arbeitszeitkonto gutgeschrieben wird, aber muss ja).


    Im Umkehrschluss:
    Wenn ich jetzt eine Stunde mehr beantrage, muss ich am Ende zwei Stunden mehr unterrichten?
    Und wenn ich genausoviel unterrichten will wie dieses Jahr, muss ich eine Stunde weniger beantragen?


    Genau das habe ich gestern meine Schulleiterin auch gefragt. Sie versprach, sichzu erkundigen, knnte aber heute auch noch nichts genaueres sagen. Auch das Schulamt scheint leicht überfordert zu sein.

Werbung