An unserer Schule, Gym, gibt es seit einigen Monaten eine neue Schulleitung. Diese steht bei Unterrichtsbeginn am Eingang und protokolliert das Zuspätkommen, von Schülern wie von Lehrern.
Dass eine neue SL ihre "Pappenheimer" kennenlernen möchte und muss ist ihre Aufgabe.
Ähnlich spioniert die Schulleitung in den Gängen, ob die Aufsichten durchgeführt werden.
Die SL hat die Verantwortung dafür, dass die Aufsicht durch die eingeteilten KuK ordnungsgemäß erfolgt. Falls die Aufsicht nicht sichergestellt ist, fällt dies bei einem Vorfall auf die SL zurück. Sie hat die "Oberaufsicht"
Neulich beim Vorabitur fehlten einige Wörterbücher bzw. Material war zu wenig da und musste nachkopiert werden. (...) Es könnte nicht sein, dass man sich darauf verlasse und dann morgens Kollegen einspanne, den Kurs zu beaufsichtigen, um Klausuren nachzukopieren oder Wörterbücher herbeizuschaffen(...).
Da hat die SL doch Recht.
Jedenfalls fühlt man sich zunehmend gegängelt, denn die ganze Arbeit, die z.B. in der Vorbereitung des Unterrichts, der Klausuren etc. steckt, wird nicht gelobt.
Der Schwabe sagt: Nicht gemeckert ist genug gelobt. Wer für korrektes Dienstverhalten Lob erwartet, hat seine Dienstpflicht nicht verstanden.
Und: was soll schon bei einem angekündigten dienstlichen Gespräch passieren.. entlassen wird man ja wohl kaum?!
Zunächst gibt es eine Abmahnung, im Wiederholungsfall dienstrechtliche Konsequenzen - bei Beamten. Bei Angestellten ist die Kündigung möglich. Ich hatte einige Jahre in der industrie gearbeitet. Da gab es eine Stempeluhr. Wer zu spät kam, erhielt Lohnabzug. Im Wiederholungsfall konnte man sich einen neuen Arbeitgeber suchen. So what.