Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Natürlich. Aber trotzdem wird sich das Berufsbild und Bedarfe verändern. Die Weber von früher haben sich auch andere Berufe gesucht. Trotzdem wäre es clever gewesen sich zu Beginn der Industrialisierung auf andere Berufsbilder zu stürzen. Und gerade in Fächern wie Informatik stellt sich doch die Frage, wird die Zukunft aussehen. Was wird für unsere Schüler relevant werden?

    Nun - der Schuss kann auch nach hinten losgehen. Sach' ich mal aus eigener Erfahrung. Ich hatte Lehramt GHS studiert, auch weil es sich abzeichnete, dass im Gymnasialbereich der Bedarf zurückging. Als ich das 1.Stex absolviert hatte, war der Markt auch für GHS-KuK geschlossen.

    In der Druckerei, in der ich in den Semesterferien über die Jahre mein Studium finanziert hatte, bot man mir an, eine Ausbildung als Operator für das geplante elektronische Bildverarbeitungssystem zu absolvieren. Das war damals ein schrankhoher Rechner und ein klimatisierter Reinraum für die Festplattenlaufwerke. 200 MB-Wechselplatten, jede Trommel knapp 10 kg schwer, um Modeprospekte für den europäischen Markt zu gestalten. Klasse. zukunftssicher. Das Neueste. High Tech. Die Anlage Millionen wert.

    Nach drei Jahren hatte ich genug von Bildschirmarbeit, Schichtbetrieb & Lohn. Hab' dann doch das Ref gemacht. Passabel bestanden. Am staatlichen Lehrermarkt gab immer noch keine Chance. Über die Arbeitsagentur einen Job bei der Handwerkskammer als Fachlehrer für Sprachkurse für Migranten aus Russland, Rumänien und Polen bekommen und drei Jahre lang mit Kettenarbeitsverträgen gearbeitet.

    Als die Welle aus dem Osten abebbte, bot sich die Chance, als GHS-Lehrer an einer SFE (Schule für Erziehungshilfe) zu arbeiten. Dann nach 10 Jahren zum Staat gewechselt. Zu dem Zeitpunkt hatte die Reproabteilung in der Druckerei schon lange geschlossen. Den Beruf, den ich mit Gesellenbrief in der Druckerei erlernt hatte, gibt es nicht mehr. Ausgestorben. Heute mach' ich Bildretusche als Hobby am PC.

    Was für die Schüler relevant wird? Flexibel und neugierig zu bleiben. An die eigenen Fähigkeiten zu glauben und diese zu trainieren. Offen für Möglichkeiten zu sein. Und darauf zu vertrauen, dass alles gut wird.

    Ich genieße Ruhestand und "auskömmliche" Pension & Rente.
    Um es mit Edith Piaf zu sagen: "Je ne regrette rien."
    Umwege verbessern die Ortskenntnis.

    Ich habe gerade wahrgenommen, dass der Krieg 4/1/2 Jahre dauert und sich nichts in eine positive Richtung bewegt. Man kann ja seine Aufmerksamkeit nie konstant über alle Krisen verteilen und aufrecht erhalten aber wenn man es tut, macht sich nur Hoffnungslosigkeit breit.

    Rechnet man den Überfall und die Annexion der Krim hinzu, dauert der Krieg bereits mehr als 12 Jahre und damit doppelt so lange wie der 2.Weltkrieg. :sauer:

    Friesin : Der Vorschlag mit dem Arduino ist ernst gemeint. Du bekommst so einen Arduino "Second hand" für weniger als 10 €. Der Aufbau ist über Steckverbindungen sehr leicht. Das abgedruckte Programm musst du nicht abtippen. Abfotografieren, die KI um Verschriftlichung bitten, kontrollieren, ob sie nix reingemogelt oder verändert hat und gut is.

    Du beschreibst dein aktuelles Workout. Die Frage ist, wie es in 20, 30 oder 40 Jahren aussieht. Wer heute in der Schule ist, wird nach Abschluss von Schule und Studium schon in eine stark veränderte Wirtschaftswelt starten.

    Als ich studiert habe, waren Computer noch unerschwingliche Mainframes in einzelnen Hochschulen und Großkonzernen. Im Referendariat in den 80ern habe ich mit Basic am Schneider CPC ein Auswertungsprogramm für die Bundesjugendspiele geschrieben. Welche Entwicklung das Ganze nehmen würde, hat niemand geahnt. Welchen Anforderungen sich die heutigen Schüler In 20 oder 40 Jahren gegenüber sehen, weiß niemand. Es gibt keine Glaskugel, in der man das betrachten könnte.
    Ich vermute - und hoffe zumindest - dass der menschliche Geist dann immer noch eine Ausschlag gebende Rolle und Verantwortung haben wird. Daher ist imho eine Erziehung zu ethisch-moralischem Handeln und zu demokratischen Grundwerten heute wertvoller und notwendiger denn je.

    Man darf bei der ganzen Sache nicht vergessen, dass wir noch ganz am Anfang der Entwicklung stehen. Unsere Schüler werden mit der KI von in 10/20/30 Jahren arbeiten. Ich befürchte, dass die KI irgendwann so eingesetzt wird, dass gar kein Mensch mehr nachvollzieht, was die KI macht. Dann gibt es nur funktioniert oder funktioniert nicht.

    So pauschal möchte ich es aus eigener Erfahrung nicht stehen lassen. Meine Webseiten erstelle ich (mit Ausnahme der Linksammlung, die bereits vor dem Aufkommen von CMS-Systemen entstand) mit Wordpress. Dabei verwende ich jedoch sowohl benutzerdefiniertes CSS und verschlanke den generierten HTML-Code manuell und ergänze diesen.

    Immer öfter nutze ich dabei auch Gemini, um mir Code-Schnipsel erstellen zu lassen oder lasse damit von mir erstellte htaccess-Dateien oder HTML-Code optimieren. Den Vorschlag prüfe und ergänze ich. KI ist ein Werkzeug, das mir wertvolle (Lebens-) Zeit spart, die ich für andere Projekte einsetzen kann. Früher habe ich Handbücher oder SelfHTML bemüht, um Lösungen zu finden, heute nutze ich KI.

    Oft genug sind die Vorschläge der KI nicht passend - oder mein Prompt war nicht präzise genug formuliert. Da ist das menschliche Hirn weiterhin gefordert. Wie bereits Volker_D treffend beschrieben hat: Der Auftraggeber/Chef muss das Ergebnis (seiner Angestellten) immer dahingehend überprüfen, ob das Ergebnis seinen Vorgaben und Ansprüchen entspricht. Das wird auch weiterhin so bleiben.

    Was sich ändert, ist der Markt für Ratgeber und Webseiten. De facto sind heute viele Menschen, die eine Information suchen, mit der KI-Zusammenfassung zufrieden, die Google am Kopf des Suchergebnisses ausgibt. Daher werden die Webseiten, welche die KI (rsp. Google) für die Erstellung seiner Info genutzt hat, nicht mehr aufgerufen und deren Zugriffszahlen sinken rapide - wie auch die Werbeeinnahmen, mit denen die Erstellung der Webseiten finanziert wurde.

    Dies könnte zu einer Verarmung an qualitativ hochwertigen Webseiten führen - und damit zu einer Verflachung der abrufbaren Information.

    KI ist ein zweischneidiges Schwert. Als Werkzeug ist sie für bestimmte Arbeitsabläufe unschlagbar und unglaublich hilfreich. Für die Gestaltung meiner "Oberschwabenschau" habe ich bis letztes Jahr die in Fraktur vorliegenden Texte von Sagen noch aus Büchern des 19.Jahrhunderts von Hand abgetippt. Heute erstelle ich ein Foto, lade dies in die KI und prompte: "Bitte transkribiere den Text aus dem Bild. Ersetze dabei 'daß' durch 'dass', 'Muth' durch 'Mut', 'thal' durch 'tal' und ich kann nach der Revision und dem Einsetzen in die Website in kürzester Frist zum nächsten Text wechseln.

    Das hat was.

    Kannst du auch normal formulieren, dass man das Geschwafel lesen möchte?
    BTW: Mein Beitrag war themenbezogen.
    BTW2: Es wäre - als Lehrer - höflich, im LF auf Rechtschreibung zu achten. Bei deinem Beitrag rotiert der Rotstift.

    I'm a maniac.
    Da beginnt Mann etwas und es ufert aus.
    Neben meiner Website zu den Radiertechniken wächst die umfangreichere "Oberschwabenschau".

    Hier findet ihr Informationen, Tipps, Sagen und Mythen aus Oberschwaben, dem Allgäu und dem Bodenseeraum. Die Webseite enthält derzeit Infos zu 254 Städten und Ortschaften mit 817 diesen Orten zugeordneten Sagen, 70 Balladen, sowie 357 skurrile Infos zu Brauchtum und Volksglauben.

    Enthalten sind auch mehr als 1800 'digital gereinigte' historische Ansichtskarten der Jahrhundertwende 1900 sowie historische Stiche, Landkarten und Stadtansichten. Da hat der ehemalige Reprophotograph den Retuschierstift gezückt und diese mit GIMP von Schrift und Flecken befreit.

    Nach meiner Definition erstreckt sich Oberschwaben im "magischen Dreieck" des alemannischen/schwäbischen Sprachraums zwischen Donau, Lech und Alpenrand und umfasst somit das Endmoränengebiet der letzten Eiszeit. Durch die heute existierenden politischen Kreisgrenzen "franst das etwas aus". Wegen der historischen, geschichtlich begründeten Hoheitsgebiete und Verbindungen umfasst die Sammlung auch die Nordschweiz, Liechtenstein und Vorarlberg am Bodensee.

    Taucht ein in die Sagenwelt. Die Texte habe ich Quellen des 19.Jahrhunderts entnommen und aus Fraktur in Normschrift transkribiert. Der Rotstift des ehemaligen Lehrers konnte auch oft die Rechtschreibung nicht ertragen - daher sind die meisten Texte an heutige Lesegewohnheiten angepasst - jedoch ohne den Duktus der historischen Sagen zu verändern.

    Viel Spaß bei der Zeitreise!

    Ein kleines Beispiel:
    https://oberschwabenschau.info/landkreise-und…m-an-der-donau/

    Zitat

    "Erste Ermittlungen wegen Beleidigungen, verschiedener Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen, Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte sowie Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz wurden eingeleitet.(...)
    Verletzte Polizisten, 85 verletzte Fans, von denen acht im Krankenhaus landeten"
    https://www.zdfheute.de/sport/fussball…timmen-100.html

    BOT: Krieg im Stadion. Wie hoch war der Anteil der beteiligten Migranten? Konnten die sich überhaupt ein Ticket leisten?

    Zitat von "statista":

    Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 12.600 Frauen und circa 840 Männer Opfer von polizeilich erfasster Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellem Übergriff im besonders schweren Fall.

    Methodische Besonderheiten der Kriminalstatistik

    Bei der Interpretation der PKS-Daten weisen Kriminologen und Sicherheitsbehörden auf mehrere statistische Effekte hin:

    1. Tatverdächtige vs. Verurteilte: Die PKS erfasst polizeilich ermittelte Tatverdächtige, noch keine rechtskräftig Verurteilten.
    2. Einfluss der Demografie: Gewalt- und Sexualstraftaten werden statistisch am häufigsten von jungen Männern begangen. In der Gruppe der ausländischen Bevölkerung – insbesondere bei Schutzsuchenden – ist der Anteil junger Männer im Vergleich zur deutschen Gesamtbevölkerung überproportional hoch.
    3. Anzeigeverhalten: Das Anzeigeverhalten im Dunkelfeld kann variieren; Fremde Personen werden bei Sexualdelikten statistisch häufiger angezeigt als Personen aus dem eigenen Bekannten- oder Familienkreis.
    4. Doppelstaatsbürger: Personen mit deutscher sowie einer weiteren Staatsangehörigkeit werden in der Statistik als deutsche Tatverdächtige geführt.

    Ich war hier immer SEHR old-fashioned unterwegs.

    1.) Schwabe gibt kein eigenes Geld her
    2.) JEDER freut sich über ein Geschenk oder einen "Bonus". Kleine Geschenke/Aufmerksamkeiten erhalten die Freundschaft.

    3.) Problemlösung:
    Eine Bekannte war Chefsekretärin in einem Industriebetrieb mit weltweitem Briefverkehr. Sie hatte mehrere Jahre von den Umschlägen der Geschäftspost die Briefmarken abgerissen, bevor der Umschlag ins Altpapier wanderte. So hatten sich dann seit meinem Referendariat über die Jahre mehrere IKEA-Kartons mit Briefmarken angesammelt.

    Die Schüler (bis zur 9.Klasse) konnten sich diese Briefmarken als "Fleißbildchen" ergattern, wenn sie von mir zuvor 4 Smileys für gute Tests oder saubere Arbeiten, gut erledigte Hausaufgaben vorlegen konnten. Diese Smileys habe ich aus dem Handgelenk unter die KA oder HA gezeichnet. Manche Schüler fanden so ein neues Hobby und haben Briefmarken nach "Thema" gesammelt - in den Klassen 1-6 waren Briefmarken mit Tieren der Renner.

    Briefmarken? Bissu irre?

    Im Klassenzimmer-Regal habe ich den Michel-Katalog deponiert. In der Pause durften die Schüler - nachdem sie sich eine ausgesucht hatten - nach der Briefmarke suchen. Das war dann wie Lotto. Manche Briefmarken waren 10ct, andere 10€ - oder sogar 50 € wert. Und sie haben mich keinen Cent gekostet ;)
    Im e-Mail-Zeitalter muss man das Prinzip mit etwas Phantasie und Hirnschmalz auf ein anderes "Produkt" übertragen.
    Tipp: Alles, was irgendjemand sammelt - und irgendwo vergammelt - kann Verwendung finden.

    Was man sonst für wenig Geld verschenken kann, habe ich für die "Wichtelgeschenkliste" hier notiert:
    https://www.autenrieths.de/adventskalende…alender_fuellen
    Wo der Schwabe Material kostenlos "abgreift", sammle ich hier:
    https://www.autenrieths.de/bastelmaterial.html

    Fahr doch mal hin, Wolfgang. Vielleicht erweitert das die Perspektive

    Nein danke. Ich muss nicht überall gewesen sein. Ich gehe nachts durch Stuttgart, Tübingen, Überlingen oder Konstanz -und sehe dort ein buntes, friedliches und internationales Volk (m/w/d) flanieren. In unserem Kaff ist abends tote Hose. Weinstube und Kneipe haben seit langem geschlossen, zur Pizzeria fahren die meisten mit dem PKW, weil sie den vollen Bauch nicht den Berg hoch schleppen wollen.

    Zum Beipiel vielleicht, dass du spätestens ab Dämmerung die einzige Frau auf der Straße bist 😄

    Daran sind jedoch nicht die Migranten schuld, sondern das ist Ergebnis eines veränderten Freizeitverhaltens. In meiner jugendzeit ging man abends "auf die Gass", ins jugendzentrum oder mit Freunden in die Kneipe, um Billiard zu spielen. Da gab es allerdings keine Handys, kein internet und nur 3 Fernsehprogramme. Da ist man mit Freunden um die Häuser gezogen - und entsprechend mehr Menschen befanden sich auf der Straße. Heute bewegen sich die Menschen für 500 Meter mit dem Auto zum Fitness-Center, zum Einkaufen oder bleiben Zuhause.

    Wo findet ihr diese Zahlen? Habt ihr mal ne Quelle? Ich finde nur was von 2019 und da lag der Anteil in meinem Landkreis bei 30-35%. Was ich viel finde, da sehr ländlich geprägt. Mich würden aktuellere Zahlen interessieren.

    Nun, betrachtet man die Migration genauer, dann liegt der Anteil an Migranten bei annähernd 100% - zumindest in Baden-Württemberg. Die Schwaben (Sueben) fielen hier um die Zeit der Geburt Jesu aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei uns ein und übernahmen in Württemberg die Vorherrschaft. Cäsar konnte es nicht verhindern. Damit nahm das Elend seinen Lauf...
    Nach 1989 kam nochmals ein massiver Nachzug.

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