wünsche mir mehr Vorgaben von oben - was wird erwartet, was kann gewählt werden...
Dafür sind Schulformen, aber auch Schulen im einzelnen wohl zu individuell bzw es offenbart wieder einmal die Probleme bei der Arbeitszeitenregelung von Lehrkräften.
Neben dem erteilten Unterricht haben wir eine Fülle an anderen Sachen zu stemmen (ich rede noch nicht von Unterrichtsvorbereitung oder Korrekturen), keiner würde sich an eine Budgetierung trauen.
("1 Std. Aufsicht pro Woche führen", "Klassenakten aktualisieren 4 Std/Jahr", "Schulausflüge begleiten 20 Std/Jahr", "Chemiesammlungsleitung 30 Std/Jahr" oder "Klassenlehrerschaft 2 Std/Woche" oder "Konferenzen xxxStunden pro Jahr). Zum einen würde es bedeuten, dass unsere Dienstherren schwarz auf weiß hätten, was wir eigentlich alles leisten müssen, zum anderen variieren die Stunden ja tatsächlich auch stark (Klassenlehrerschaften können extrem zeitraubend sein oder eben auch nicht, wenn keine Problemfälle auftreten. Die Chemiesammlung kann ein Selbstläufer sein, wenn alle Kollegen an einem Strang ziehen, oder es kostet mehrere Stunden pro Woche )
Ich bin seit diesem Jahr mit 50% in TZ, habe eine (easy) Klassenlehrerschaft und an 4 Tagen pro Woche Unterricht. Im vergangenen SJ habe ich bestimmt 30 Vertretungsstunden gehalten, z.T. auch mittwochs an meinem "freien" Tag. Bei 50% habe ich entsprechend oft zeitig frei/Hohlstunden, was der Vertretungsplanerin in die Karten spielt (ja, ich weiß, dass es bei anderen Schule TZ-Konzepte gibt, die da eingreifen, bei uns aber eben nicht). Bei den ganzen Prüfungsaufsichten der vergangenen Wochen war ich ebenfalls stark involviert und an das mdl Abi will ich gar nicht denken. An den Konferenzen wird natürlich ebenso teilgenommen wie ein VZler, da ich in verscheidenen Schulformen eingesetzt bin, sind das auch nicht wenige (grob überschlagen 20/SJ). Zudem arbeite ich seit Jahren in einem Schülerprojekt mit, TZ oder VZ macht da keinen Unterschied.
Viele meiner VZ Kollegen haben ebenfalls nur 4Tage/Woche Unterricht, aber dann eben keine Lücken im Plan zur Vertretung. Es gibt KollegInnen mit 2 Klassenlehrerschaften, manche haben gar keine (Sport/PoWi-Lehrer z.B.bei uns nicht) Sofern Kollegen nur in einer Schulform unterrichten, reduziern sich die Konferenzen extrem. Und es gibt wirklich einige VZler, die nur im Dualen System arbeiten.
Was ich letztlich damit sagen will: Es ist nahezu unmöglich, ein transparentes und faires System für VZ oder TZ zu entwickeln, denn weder VZ noch TZ sind im Arbeitsspektrum definiert. Fügt man nun noch unterschiedliche Korrekturaufwände (Deutsch, Englisch, Geschichte vs Sport, Mathe) und Vorbereitung (lerngruppenorientiert, aktualisiert, individualisiert oder aus dem Regal ziehen) hinzu, hat man noch mehr Unklarheit.