Beiträge von plattyplus

    Seph : Die Thematisierung an sich wäre die Steuerprogression.

    --> https://de.wikipedia.org/wiki/Steuerpro…014_30kEuro.svg

    Wenn es aber um das Ausfüllen von Einkommenssteuererklärung-Formularen geht, hilft mir dieses "Thematisierung" genau null. Sollen wir die Schüler auf das spätere Leben vorbereiten, worin ich die originäre Aufgabe der Schule sehe, müssen wir direkt an die Formulare ran, weil diese Formulare die spätere Lebensrealität sind.

    Entsprechend habe ich da Max Mustermann und Luisa Musterfrau, die beide berufstätig sind, entsprechend beide eine fiktive Lohnsteuerbecheinigung haben und zusammen veranlagen. Beide haben auch ein Bankkonto und bekommen entsprechend auch von der Bank eine Bankbescheinigung über ihre Zinseinnahmen, ... Wo findet man auf den ganzen Bescheinigungen die paar wenigen Zahlen, die man benötigt und wo trägt man die auf dem Steuerformular ein? :aufgepasst:

    Ich umschiffe das Problem der individuellen Rückfragen derweil, indem ich die Fragestellung auf den Beispielfall übertrage. Die Antwort ist dann entsprechend: "Also vorausgesetzt Luisa würde die Pille nehmen, dann ..." Das kommt dann direkt in den Fragenkatalog: "Wie ändert sich die Steuererklärung, wenn Max nach einem Knochenbruch einen längeren Krankenhausauffenthalt samt Heilbehandlungskosten hatte." ...

    Da kommen dann aber mitunter auch richtig lustige Rückfragen, z.B. von einer Schülerin: "Warum steht im Formular 'Person A - Ehemann' und 'Person B - Ehefrau'? Ist doch voll ungerecht. In unserer Beziehung entscheide ich!" :teufel:

    Die Thematisierung des deutschen Steuersystems, das Durchspielen von Fallbeispielen und das Eingehen auf Rückfragen von Schülern hierzu stellt m.E. aber gerade keine geschäftsmäßige Hilfe in Steuersachen dar, sondern dürfte durch den Bildungsauftrag von Schulen gedeckt sein.

    Wie würdest Du denn reagieren, wenn eine Schülerin die Frage stellt: „Kann ich die Pille (Verhütungsmittel) absetzen?“

    Sobald ich jetzt mit „Ja“ oder „Nein“ antworte, bin ich doch in der individuellen Beratung. ;(

    Bin ich damals zum falschen Entschluss gekommen, oder war das dein Zweitstudium? Sonst müsste ich mich damit wohl schnellstens nochmal befassen...

    Heute bist Du zu dem richtigen Schluß gekommen. Im Jahr 2019 hat das BGH entschieden, daß man das Erststudium nicht als Werbungskosten ansetzen darf sondern nur als Sonderausgaben, für die man keinen Verlustvortrag machen kann. Nur das Zweitstudium ist als Werbungskosten mit der Möglichkeit des Verlustvortrags absetzbar.

    —> https://taxfix.de/steuertipps/erststudium-absetzen/

    Wobei das auch für meine Vollzeitschüler und nicht bloß für die Azubis egal ist. Die Vollzeitschüler sind zumeist in der Assistenen-Ausbildung. Dabei handelt es sich neben dem FHR- oder AHR -Abschluß um eine vollschulische Berufsausbildung nach Landesrecht. Wenn sie bei uns fertig sind, haben sie also schon eine abgeschlossene Berufsausbildung und damit automatisch im Zweitstudium, sollten sie an die Uni gehen.

    Der feine Staub dringt durch schmale Ritzen in die Geräte ein.

    Der feine Staub selber ist kein Problem für Computer. Die Lüfter ziehen etliche m3 Luft durch die Gehäuse und pusten entsprechend den Staub auch wieder raus. Was aber ein Problem ist, ist Staub in Verbindung mit Zigarettenrauch. Der Rauch wirkt wie Klebstoff und klebt so Lage um Lage Staub auf den Oberflächen und elektrischen Kontakten fest. Dieser feste Überzug ist dann wirklich ein Problem.

    Darf ich mal fragen, wie du beim "normalen" Schreiben als Linkshänder klarkommst? Verschmiert deine Schrift dann auch auf dem Papier und hast du Reste von Kuli o. ä. an der Hand oder an den Klamotten? Eine Freundin von mir und auch mehrere SuS, die ich im Laufe der Jahre im Unterricht hatte, haben nämlich genau dieses Problem. Eine Kollegin von mir hingegen, die ebenfalls Linkshänderin ist, sagt, sie habe überhaupt keine Probleme mit dem Schreiben am Whiteboard oder sonstwo.

    Beim normalen Schreiben hängt es von der Qualität des Papiers und insb. von der Qualität der Stifte ab. Ich benutze zumeist den Tintenroller Stabilo Worker oder halt den klassischen Füller. Damit schmiert nichts , wenn das Papier auch nur einigermaßen saugfähig ist. Aber ja, auf Hochglanz lackiertes Papier und dazu langsam trocknende Stifte sind ein Problem.

    Um nicht ewig am Papier hängenzubleiben trage ich meine Armbanduhr auch am rechten Handgelenk.

    Ich würde gerne erwarten, dass man wenigstens in der Schule einmal eine oder mehrere Haushaltrechnungen aufstellt. Die SuS wissen doch gar nicht welche Kosten zutragen sind, wenn man nicht mehr bei den Eltern wohnt.

    Glaub mir, ich auch. Ich mache das Thema „Einkommenssteuererklärung“ auch und darf mir dann jedes Jahr von der Chefetage anhören, daß ich bloß nur den 08/15 Beispielfall mit Max Mustermann mache und auf gar keinen Fall auf Rückfragen der Schüler eingehe, weil ich sonst gegen das Steuerberatungsgesetz verstoße.

    Merke: Der Staat will nicht, daß seine Bürger diesbezüglich klug werden. :stumm:

    An Berufsschulen macht es sicher viel Sinn, in der Oberstufe an Gymnasien eher weniger, weil viele erst Jahre später VZ arbeiten werden.

    Auch an Berufsschulen steht es nicht im Lehrplan. :daumenrunter:

    Ob es an Gymnasien keinen Sinn macht, wage ich ebenso zu bezweifeln. Wenn die Abiturienten studieren, haben sie ggf. einen Nebenjob und/oder sie können während des Studiums einen Verlustvortrag machen. Aber dazu muß man dann auch als Student eine Einkommenssteuererklärung ausfüllen können. Ich habe jedenfalls damals als Student immer schon eine solche Erklärung abgegeben und mich gefreut nach dem Studium die ganzen vorgetragenen Verluste abrechnen zu können. Gab damm im ersten Jahr nach dem Studium mal so richtig Geld zurückerstattet. :cash:

    aber die meisten Arbeitnehmer füllen überhaupt keine Steuererklärung aus. Für viele ist das Wissen darüber de facto irrelevant.

    Die meisten Arbeitnehmer füllen keine Steuererklärung aus, weil sie keine ausfüllen müssen und sie müssen keine Erklärung ausfüllen, weil der Staat genau weiß, daß er da in jedem Fall Geld zurückerstatten müßte. Es sind nur die Arbeitnehmer, bei denen mit Steuernachzahlungen zu rechnen ist, verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben. So gesehen ist das Wissen darüber für jeden einzelnen Arbeitnehmer äußerst relevant, wenn auch nicht von der Politik erwünscht.

    Merke: "Man macht nur einmal einen schlau."

    Also, ich möchte unsere Whiteboards mit Beamer nicht mehr missen. Wie Seph schon schrieb: keine "Kreidefinger" mehr (meine Neurodermitis dankt!), kein herumwirbelnder Kreidestaub, kein ekliger Schwamm usw. Außerdem schreibe ich mit den (auffüllbaren) Whiteboardstiften, die wir benutzen, m. E. noch schöner als mit Kreide - und ich habe eh eine gut lesbare Schrift an der Tafel, wie mir immer wieder bestätigt wird 8) .

    Wir haben aufklappbare Tafeln, die auf der einen Seite "grün" sind, also eine klassische Tafeloberfläche haben und auf der anderen Seite "weiß" für Whiteboard-Marker. Ich komme als Linkshänder mit den Whiteboard-Filzstiften absolut nicht klar. Da sind am Ende nur die Hände und meine Klamotten am linken Arm total eingesaut. Ok, bei Kreide habe ich da mitunter auch Flecke, aber die kann ich einfach abstreifen oder ausklopfen. Die Whiteboard-Marker sind die reinste Sauerei. Entsprechend nutze ich die Dinger gar nicht und würde mich auch weigern, hätten wir nur noch Whiteboards.

    Ich stimme Plattenspieler zu, die Smartboards sind für die Kleinen super!

    Ich will die Smartboards auch nicht verteufeln, aber wenn ich an unsere Raumgröße denke und daran, daß manche Schüler über 10m von dem Smartboard entfernt sitzen, sind sie einfach unbrauchbar, da zu klein.

    Spricht man die Schulleitung auf Smartboards in entsprechender Größe an, die dann aber auch schnell mal 50k€ pro Stück kosten, ist sofort Schluß.

    An Bayern gibt es das Fach Wirtschaft und Recht. Das hatte ich selbst schon als Schüler gehabt, einstündig ab der 8. Klasse. Damals wurden darin Sachen wie Ausfüllen eines Schecks oder auch eine Steuererklärung besprochen

    Sowas gibt es bei uns in NRW nicht und alle Schüler, die ich frage, haben vom Thema "Einkommenssteuererklärung" absolut null Plan. Stattdessen kommen irgendwelche politsch motivierten Fragen im Unterricht vor wie z.B. der Mietendeckel.:daumenrunter:

    Die Gruppe beträgt lt. div. Medien tatsächlich ca. 1 %. Aber viele behaupten halt mal (aber auch bei Allergien etc. darf geimpft werden).

    Bei meiner Mutter war es ähnlich. Sie darf keinen Impfstoff mit Wirkverstärker bekommen. Das war dann am Anfang etwas problematisch, weil man sich im Frühjahr die Impfstoffe ja nicht aussuchen durfte. Manche Corona-Impfstoffe haben Wirkverstärker, andere nicht. Aber das war dann auch kein Problem nachdem die Hausärzte impfen durften.

    Bei mir im Kollegium haben auch zieg KuK gesagt, daß sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden könnten. Seitdem Ungeimpfte tatsächliche Nachteile haben, sind sie auf einmal trotzdem alle geimpft. :staun:

    Nutz bloß nicht die PCs in der Schule. Wenn du die grob fahrlässig beschädigst, dann musst du die bezahlen. Gleiches gilt für Kreidetafeln.

    Irgendwie bleibt mir gerade das Lachen im Halse stecken. In einer ehemaligen Schule durfte ich erleben, wie die Schulleiterin eine Kollegin zusammengefaltet hat, weil sie in der Schule an einem Dienst-PC, der mit Dienst-Strom betrieben wurde, ein privates Foto eingescannt und auf einem USB-Stick abgespeichert hat. Hätte sich die Chefin aufgeregt von wegen "private USB-Sticks im Schulrechner und Virengefahr", hätte ich es noch verstehen können. Es ging ihr aber echt um die Abnutzung des Scanners und den Stromverbrauch.

    Zum Arbeitsklima dort muß ich wohl nichts sagen, oder? :traenen:

    CSU in Bayern *hust*

    Die CSU hält in Bayern den Laden aber am Laufen, wie man gerade heute mal wieder sehen konnte. In Bayern hat der Polizeipräsident angeordnet, daß die "Hängt die Grünen"-Plakate der Partei "III. Weg" abgehängt werden müssen und sie waren ganz still und leise weg. In Sachsen hat das Verwaltungsgericht entschieden, daß sie hängen bleiben dürfen und damit der Splitterpartei in den Medien erst recht eine gewaltige Bühne eingeräumt.

    Wobei diese rechte Splitterpartei mit dem doppeldeutigen Mordaufruf ja in guter Gesellschaft ist. Die Linke fordert ja auch, daß die Reichen erschossen werden sollen.
    --> https://www.youtube.com/watch?v=fvVBzluldIo

    aber die "Schülerfreundlichkeit" des Planes hat Vorrang

    Es sollen in der Oberstufe halt maximal zwei und es dürfen maximal drei Klassenarbeiten/Woche geschrieben werden. Wer da die Klausurtermine als Erster einträgt, bestimmt den Takt. Entsprechend will jeder der Erste sein. Da ist der Dezember immer komplett voll, weil die Halbjahreszeugnisse Ende Januar drücken. Will man eine "schülerfreundliche Weihnachtszeit", müßte man die Halbjahreszeugnisse auf Mitte bis Ende Februar verschieben.

    Ich habe gerade mal in dem Plan meiner Klasse nachgeguckt. In den 5 Wochen vom 22. November bis 23. Dezember ist alles dicht, zwei Klassenarbeiten jede Woche.

    Unser Landesvater und der Kultusminister besuchen zum Schuljahresbeginn eine Schule in München. Es ist das elitäre Wilhelms-Gymnasium, es gibt ja bekanntlicherweise keine anderen Schulformen neben dem Gymnasium in Bayern.

    Wir hatten mal Angela Merkel in der örtlichen Hauptschule zu besuch. Von wegen Vorzeigeprojekt, weil es die Hauptschule regelmäßig geschafft hat alle Absolventen mit Lehrstellen zu versorgen. Glaub mir, du willst solche Politiker gar nicht zu Besuch in der Schule haben. Da kreist dann der GSG-9 Hubschrauber über der Schule, die Scharfschützen nehmen ihre Posten ein und die Eltern aller Schüler müssen entscheiden, ob sie ihre Kinder an dem Tag aufgrund der erhöhten Terrorgefahr überhaupt in die Schule schicken wollen oder nicht. Außerdem ist davon auszugehen, daß der Bundesnachrichtendienst zumindest mal die Kollegen der Schule und alle Schüler, die bei so einer Show-Veranstaltung mit den Großkopferten als Staffage im Raum sind, durchleuchtet hat.

    Mein Antrag an Yvonne:

    Demnächst müssen alle ungeimpften Schüler jeden Morgen um 7 Uhr zum Testen antreten. Die geimpften Schüler brauchen erst um 8 Uhr zum Unterichtsbeginn kommen. Das ziehen wir dann auch für das komplette Schuljahr, also bis Sommer 2022 so durch, damit die Impfverweigerer einen Anreiz bekommen sich impfen zu lassen. Es werden von der Schule keine Testzertifikate mehr ausgestellt, mit der man dann in seiner Freizeit irgendwas machen kann.

    Wer als Ungeimpfter meint morgens erst um 8 Uhr kommen zu müssen, hat an dem Tag ein Betretungsverbot des Schulgebäudes und fehlt entsprechend den kompletten Tag unentschuldigt. Es gibt keine Nachtestungen!

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