Beiträge von plattyplus

    kleiner gruener frosch

    Also ich kann die Überlegung schon verstehen, sie geht wie folgt: „Das Land hat für eine amtsangemessene Alimentation zu sorgen. Da es dies (zumindest aus der Sicht des Auftraggebers der Schwarzarbeit) nicht tut, muss der Beamte anderweitig für einen amtsangemessenen Lebensstandard sorgen, eben durch die Inanspruchnahme von Schwarzarbeit.“

    Es würde ja schon helfen das Ansehen des Landes als Arbeitgeber zumindest geringfügig zu steigern, wenn nach einem Gerichtsurteil allen betroffenen Beamten der Sold nachgezahlt wird und nicht bloß denjenigen, die jedes Jahr einen Widerspruch gegen ihre zu geringe Alimentation eingereicht haben.

    Aber bei solchen Themen ist es wie bei der Inklusion. Da schiebt das Land wieder irgendwelche Gründe vor, um nicht zahlen zu müssen. Die Inklusion ist für mich nichts weiter als ein Sparprogramm, Förderschulplätze sind sehr viel teurer als Regelschulplätze, auf unserem Rücken.

    Meine Cousine hat auch heute ihr erstes Kind bekommen.

    Kommentar meiner Frau: „Was für ein blöder Termin. Sie wird ihren Geburtstag nie feiern können, weil alle Gäste am Abend des 24. Dezembers in ihren eigenen Familien etwas Besseres zutun haben werden anstatt auf diese Geburtstagsfeier zu gehen. Meine Cousine hat am 31. Dezember Geburtstag und konnte auch mangels Gästen an dem Tag nie feiern.“

    Wir machen es bei Prüfungen einfach vermehrt wieder wie an der Uni: Stift und Papier, alles andere wird rigoros abgeklemmt. Ist die einzige Möglichkeit, wenn man wirklich sicher sein will, dass KI nicht hilft. Und ja, das heisst dann wirklich auch Handys, Uhren, etc alles abgeben und Taschen leeren.

    Ich sage meinen Schülern immer: Handys, Uhren, … packt ihr in euren Rucksack bzw. Tasche und die ganzen Taschen und Jacken kommen dann zu mir nach vorn an die Wand unterhalb der Tafel.

    wie hätten die Mädels dann am besten reagieren sollen in dem schweren Moment als die Polizei dann plötzlich zu ihnen meinte dass es jetzt mit auf die Wache geht und sie jetzt bitte sich umdrehen und die Hände auf den Rücken legen sollen, da sie zur Eigensicherung jetzt Handschellen angelegt bekommen ?

    Sie hätten vorher sämtliche Taschen leeren und die Dinge auf den Tisch legen können. Sie haben dies nicht getan, so dass dann eben die Konsequenz zu spüren bekommen. Für etwaige „Reaktionen“ ist es an der Stelle zu spät. Die Mädels hatten ihre Chance, die sie nicht genutzt haben.

    Ergebnis, einen Haufen 6en und ich kann mir jetzt kreativ überlegen, wie ich auf eine versetzungsfähige Endnote komme 😕

    Warum muß die unbedingt versetzungsfähig sein? Gib die Note, die da ehrlich bei raus kommt und gut. Ich habe auch schon mehr als 1/3 der Klasse die Note 5 gegeben. Insb. im ersten Jahr einer dreijährigen vollschulischen Ausbildung bin ich der Ansicht, daß ich den Schülern mit geschönten Noten nichts Gutes tue, denn dann fallen sie in den folgenden Jahren noch wiederholt durch bzw. werden nicht zur Abschlußprüfung zugelassen und stehen dann nach 5 Jahren Schule am Ende mit leeren Händen da nach der zwangsweisen Ausschulung. Dann lieber im ersten Jahr erkennen, daß es nichts wird mit Fachhochschulreife und Studium, abbrechen, eine Lehre anfangen und ggf. nach besagten 5 Jahren nicht nur den Gesellen- sondern sogar den Meisterbrief in der Tasche haben.

    Ich habe festgestellt, daß Chat GPT anscheinend auch die Fehler aus den Veröffentlichungen übernimmt und selber einbaut.

    Bei mir in der Region gibt es z.B. zwei große Denkmäler, das Wilhelmsdenkmal (Kaiser Wilhelm I) und das Hermannsdenkmal (Anführer Arminius, zu Deutsch Hermann, gegen die Römer).

    Die Denkmäler unterscheiden sich schon rein optisch. Wilhelm I steht unter einer Kuppel und Hermann auf einer Kuppel bzw. Sockel. Trotzdem werfen ortsfremde, so auch sämtliche meiner Kollegen, das immer wieder durcheinander und posten das auch so im Internet.

    Fragt man ChatGPT zu den Denkmälern, bekommt man als ersten Satz: „Das Wilhelmsdenkmal, auch Hermannsdenkmal genannt, …“ :staun::daumenrunter:

    Was ChatGPT im Unterricht angeht, neigen meine Schüler dazu ihre Präsentationen davon erstellen zu lassen und den Text dann nur noch vorzulesen. Sie wundern sich dann, warum ich nach der Präsentation 5er und 6er verteile, wenn ich in der Nachfragerunde feststelle, dass sie vom vorgetragenen Thema wirklich gar keine Ahnung haben.

    Ein bestehender Aufenthaltstitel löst die Schulbesuchspflicht aus. Dessen Bestehen dürfte aber nicht von dieser abhängen.

    Bei mir sind die Schüler zumeist nicht mehr schulpflichtig. Da hängt dann das Bleiberecht davon ab, ob sie entweder in einer Qualifizierungsmaßnahme sind oder einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. Ich hatte da über Jahre einen Vollzeitschüler, der nebenbei noch Hausmeistertätigkeiten im "eigenen" Wohnblock durchgeführt hat und deswegen vom Vermieter mit 521,- € monatlich bezahlt wurde, eben damit es eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung war und eben kein Mini-Job, weil an der Beschäftigung der Auffenthaltstitel hing.

    Bei dem Kindergeld ist es dann halt auch die Frage, ob das Kind, für das das Kindergeld gezahlt wird, überhaupt existiert und ob es wirklich hier in Deutschland lebt und nicht im Ausland. Da kommt uns schon eine gewisse Kontrollfunktion zu, wir sehen schließlich dieses Kind bzw. sehen es nicht.

    Was passiert denn, wenn einer am Tag der Zeugnisübergabe eben nichts hat, ohne Anschluss da steht?

    Dann muß er weiterhin seine Schulpflicht erfüllen und kommt bei uns (oder an einem anderen Berufskolleg) in die Ausbildungsvorbereitung. Und ja, auch da haben wir dann die ganz großen Spezialisten, die einem direkt ins Gesicht sagen, daß sie nur in der Schule sind, damit ihre Eltern Kindergeld bekommen.

    Das große Aha-Erlebnis kommt bei denen erst, wenn die Fehlzeiten mehr als 30% erreichen und die Meldungen von uns Klassenlehrern an die Familienkasse und ans Ausländeramt zur Folge haben, daß das Kindergeld gekürzt wird bzw. sie den Auffenthaltstitel verlieren und abgeschoben werden.

    Und nein, wenn von insg. 54 Schülern aus zwei Parallelklassen um 11 Uhr nur insg. 6 Schüler anwesend sind, aber nicht die, die um 8 Uhr da waren, dann bin ich mit meinem moralischen Kompaß auch durch. Wer das System dermaßen verachtet und ausnutzt, muß sich nicht wundern, wenn das Pendel dann auch ganz heftig in die Gegenrichtung ausschlägt.

    Was wäre denn deine Vorstellung davon, wie das dann aussähe? Und was wäre die Alternative, wenn es sich nicht von alleine "einpendelt"? Mir fällt dazu tatsächlich nichts ein.

    Meine Gedanken dazu:

    • Ausweitung des §183 StGB auf alle Geschlechter oder wahlweise dessen ersatzlose Abschaffung. Ich wäre für die Ausweitung.
    • Die/der Gleichstellungsbeauftragte wird im Betrieb von dem Geschlecht gestellt, das unterrepräsentiert ist. Aktuell muß eine Gleichstellungsbeauftragte per Gesetz immer weiblich sein, auch in einer Grundschule mit 98% Frauenanteil.
    • Anpassung der Aufsichtenregelung bei Klassenfahrten. Wenn Schülerinnen da nur von Lehrerinnen beaufsichtigt werden dürfen, sollten Schüler auch nur von Lehrern beaufsichtigt werden dürfen. Aktuell gilt nur der erste Teil der Regelung.
    • Die Quotenregelung bei Beförderungen sollten nur bei neuen Beförderungen gelten und nicht auf die Gesamtanzahl. Wenn ich höre, daß bis zum Jahr 2035 (Datum fast beliebig ersetzbar) die Vorstandsposten paritätisch besetzt sein sollen, heißt das doch, daß bis dahin nur noch Frauen befördert werden dürfen, um das zu schaffen. Für die aktuelle Generation der Männer bedeutet dies, daß sie nie eine Chance auf eine Karriere haben werden. Bis auch sie wieder Posten bekommen können, sind sie schon kurz vor der Rente und zu alt.
    • Der Satz in den Stellenausschreibungen: „Bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt“, sollte in Frauenberufen durch „Bei gleicher Qualifikation werden Männer bevorzugt“, ersetzt werden. Ich denke da gerade an den ganzen Grundschulbereich, in dem Männer extrem unterrepräsentiert sind.


    Und die Täter sind in der überwätigenden Mehrheit Männer. Und solange das so ist, kann sich der Umgang damit nicht entspannen.

    Ich denke, daß es auch häufig andersrum läuft, also das Frauen sich an Jungen vergreifen, die Dunkelziffer da aber noch weitaus höher ist, eben weil die Gesellschaft es den Frauen weniger zutraut und Frauen in den Bereichen wesentlich mehr Rechte haben. Da dürften manche Dinge dann als „übertriebene Mütterlichkeit“ abgetan werden, die andersrum als eine glasklare Belästigung eingestuft würden.

    Außerdem ist die gesellschaftliche Hürde für Jungen/Männer weitaus höher als für Mädchen/Frauen, wenn es darum geht solche Fälle publik zu machen. Schließlich gelten Männer bei uns als das „starke Geschlecht“, auch wenn sie zum Tatzeitpunkt vielleicht erst 3, 5 oder 10 Jahre alt waren.

    Schon aus erzieherischen Gründen ist es begrüßenswert, in einem Fall derartig demonstrativer Renitenz dann konsequenterweise auch die Samthandschuhe stecken zu lassen.

    Erinnert mich an die Fahrrad-Lehrgänge der Polizei an meiner örtlichen Grundschule. Da kommt dann ein (zumeist älterer) Polizist und die Kinder üben das Linksabbiegen mit dem Fahrrad und ähnliche Sachen. Als sich dabei ein Kind auf die Nase gelegt hat, hat der Polizist erfolglos versucht ein Elterntaxi mittels „Kelle“ anzuhalten. Das Auto hielt erst, als die Kelle auf dem Autodach landete.

    In der Folge durfte die Fahrerin auch im Streifenwagen mit zur Wache fahren, allein schon um allen umherstehenden Kindern bei diesem Fahrrad-Lehrgang zu zeigen, dass es Konsequenzen hat, wenn man meint sich mit der Polizei anlegen zu müssen.

    Ich habe die Hoffnung, dass sich das mittelfristig einpendelt, d.h. dass Männer einerseits insgesamt sensibler sind und dass andererseits nicht hinter jedem individuell als nicht genehm empfundenen Verhalten reflexhaft ein sexuelles Fehlverhalten herausgelesen wird.

    Und wie lange soll es dauern bis sich das "einpendelt"? Ich kenne das Theater schon seit meinem Zivildienst und der ist schon 25 Jahre her. Erleben wir das noch, daß das Pendel wieder in die Gegenrichtung schwingt?

    An unserer Schule ist männlichen Lehrern untersagt, Schülerinnen auf unangemessene Kleidung hinzuweisen. Alleine wenn Man(n) es bemerkt, hat man bereits zu sehr hingeschaut ;-). Es handelt sich um eine Tendenzschule, wo auf Sensibilisierung aufgrund der öffentlich diskutierten Missbrauchsskandalen des Trägers besonders geachtet wird.

    In dem Fall würde ich anregen Schuluniformen einzuführen, um jegliche Tendenz einer unangemessenen Kleidung zu begegnen.

    Doch. Mir - als Mann in der Grundschule - wurden im Laufe der letzten 2 Jahrzehnte, besonders aber seit der #MeToo Bewegung, auch immer wieder Hinweise zur Vorsicht gegeben. Türen bei Gesprächen mit einzelnen Kindern sind offen zu lassen,

    So lange es nur die offene Tür ist. Ich hatte in den ersten 3 Monaten des Schuljahres das Problem, daß ich eine Azubi-Restklasse bestehend aus einem Schüler und einer Schülerin zu unterrichten hatte. Die übrigen Azubis der Klasse hatten ihre Lehre um ein halbes Jahr verkürzt und waren entsprechend nicht mehr anwesend. Wenn besagter Schüler erkrankt fehlte, reichte die offene Tür beim Unterricht der verbliebenen Schülerin nicht aus. Da habe ich mich dann immer hinten in den Unterricht irgendeines Kollegen gesetzt, bloß damit ich ausreichend Zeugen hatte, auf das mir niemand etwas nachsagen kann.

    Und ja, der Generalverdacht gegenüber Männern besteht nicht nur in der GS sondern im kompletten Bildungssystem.

    Nanu, wieso haben eure Berufs-SuS denn 1,5 Berufsschultage?

    Weil die Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufs 12 Wochenstunden vorsieht. Bei 8 Stunden/Tag sind das dann 1,5 Tage, also ein Berufsschultag mit 8 Stunden und ein weiterer Tag mit 4 Stunden. Das Blöde dabei ist, daß die Berufsschüler nur für einen Berufsschultag/Woche freizustellen sind. Am zweiten Berufsschultag müssen sie anschließend noch in den Betrieb (§15 BBIG bzw. entsprechende Regelung in der HWO). Das Problem der Handwerker ist da regelmäßig, daß die Azubis am zweiten Berufsschultag dann mittags in die Betriebe kommen würden und der Betrieb dann dafür sorgen muß, daß sie irgendwie zur Baustelle kommen.

    Da bevorzugt es der weit überwiegende Teil der Betriebe, daß die Azubis in einer Woche einen und in der anderen woche zwei volle Tage in der Schule sind. Üblicherweise werden die Azubis in den Wochen mit dem zweiten Berufsschultag auch nicht mehr in die Betriebe einbestellt. Wenn der Azubi dann im Betrieb ist, ist er gleich morgens da und kann mit dem Altgesellen auf die Baustelle fahren.

    dies geschrieben hat ja nur einer von euch beiden fixe Schulferien, deine Frau könnte sich also doch bei Bedarf die Brückentage frei nehmen, wenn die Betreuung nicht anderweitig sichergestellt werden kann, oder nicht?

    Wie alt sind deine Kinder denn eigentlich? Waren die nicht schon in der Pubertät?

    Ja, bei den beiden Kindern ist der Drops inzw. so ziemlich gelutscht. Das Blöde war halt, dass ich an den Tagen nicht frei hatte und meine Frau nicht freinehmen konnte, weil an diesen Brückentagen praktisch alle Beschäftigten Urlaub eingereicht haben und entsprechend praktisch eine Urlaubssperre an diesen Tagen angesagt war.

    Bei der Priorisierung gilt ja:

    1. Azubis, weil die nur Urlaub nehmen können, wenn sie nicht zur Schule müssen.
    2. Eltern mit schulpflichtigen Kindern
    3. Eheleute deren Partner festgelegte Werksferien hat. Darunter würde meine Frau fallen, wenn die Kinder groß sind, weil unsere Ferien ja festgelegt sind.
    4. Rest

    Wenn jetzt die Firma sagt, dass maximal 30% der Belegschaft fehlen darf, um den Betrieb sicherzustellen, dann wurde es sogar für die 2. Gruppe in der Prioritätenabstufung mehr als eng.

    Die beweglichen Ferientage würde ich nicht in die Pfingstwoche schieben wollen. Die sind bei den Brückentagen und auf Rosenmontag gut aufgehoben.

    Ok, bei Dir in der Grundschule mag das stimmen. Da sind die Kinder ja eh jeden Tag da und die Fächer werden fast alle von einer Person unterrichtet. Da kann man notfalls auch mal was schieben, wenn ein Fach zu kurz kommt. Bei uns ist es so, dass ich dank zweiwöchigem Stundenplan manche Schüler nur an 20 Terminen im ganzen Schuljahr sehe, wenn sie nicht krank sind oder die Klasse wegen Lehrermangel in die Betriebe geschickt wird. Dann wird es noch weniger. Wenn von den wenigen Terminen dann noch vier Termine ausfallen, weil in schöner Regelmäßigkeit immer freitags im passenden Rhythmus die beweglichen Ferientage eingeplant werden, dann wird es mitunter echt schwer mit der Notenfindung.

    Der zweiwöchige Stundenplan ist der Wunsch der Handwerksbetriebe. Die können mit dem zweiten, also dem halben, Berufsschultag nämlich nichts anfangen, weil dann der Azubi mittags im Betrieb steht und ein Taxi braucht, um auf die Baustelle zu kommen. Dann lieber in einer Woche einen und in der anderen Woche zwei komplette Berufsschultage. Wenn der Azubi dann im Betrieb ist, dann ist er morgens im Betrieb und kann mit dem Altgesellen mitfahren.

    Es gibt durchaus Gründe für uneinheitliche Regelungen (zum Beispiel bei uns in der regelhaften Durchführung des Abiturs...), aber generell gibt es hinter der Festlegung von beweglichen Ferientagen nur da, wo es einem passt, auch Gründe.

    Ja, in einem der Nachbarorte hier z.B. wird immer der 7. Januar als beweglicher Ferientag genommen, wenn der 7. nicht eh auf ein Wochenende fällt. Hintergrund ist, daß der überwiegende Anteil der Kinder in dem Gymnasium russisch orthodox ist und sie entsprechend am 6. Januar Weihnachten feiern und die Geschenke bekommen. Da kann man mit den Kindern am 7. Januar, dem ersten Weihnachtsfeiertag, in der Schule "nichts anfangen".

Werbung