Beiträge von plattyplus

    Oder habe ich dich falsch verstanden ? (tut mir leid, ich weine viel)

    Ich glaube, dass Du mich falsch verstanden hast. Ich will sagen: Gib realistische Noten. Und wenn dann die komplette Klasse sitzenbleibt, dann ist das eben so. In der Folge wird die Schulleitung, wenn sie wirklich so agiert, wie du es beschrieben hast, alles tun, um dich loszuwerden. Wenn dann die SL dann bei der Schulaufsichtsbehörde anruft und eine Versetzung von dir empfiehlt, kannst schon vor Ablauf der 3 Jahre gehen.

    Wenn die Schüler wirklich so schlecht sind, könnte es ggf. hilfreich sein mal reale Noten zu verteilen. Wenn dann die komplette Klasse die Note 6 bekommt und wiederholen muss, kannst Du jedenfalls sicher sein, dass die Schulleitung deiner Versetzung nicht mehr im Wege steht. Ich weiß nicht wie es in RP ist, aber in NRW können Schulleitungen etwaige Versetzungen mit der Begründung "der Lehrer ist unabkömmlich" bis zu 5 Jahre blockieren.

    Mein Schornsteinfeger sagte, ich solle die Heizung (Bj. 93) bitte so lange laufen lassen, wie sie so läuft, wie sie momentan läuft.

    Unser Problem war, dass das nur zulässig ist, wenn zwischen 2002 und dem heutigen Datum kein Eigentümerwechsel stattgefunden hat. Meine Mutter ist leider vor einigen Jahren verstorben und sie ist somit als Teileigentümerin weggefallen. Damit gab es einen Eigentümerwechsel und der Bestandschutz war weg. (siehe GEG §73, Abs. 1.)

    Die Heizung muss man auch nicht so oft erneuern (unsre ist zB von 1991 und funktioniert). Das Dach wurde 2011 neu gedeckt, dass erste Mal seit 1958 und es wäre auch nicht dringend nötig gewesen (wir haben angebaut, dadurch ergab es sich dann).

    Bei mir kam im Januar 2025 der Schornsteinfeger, hat aufs Typenschild der Heizung geguckt, festgestellt, dass die Baujahr 1994 war und dann kam die Ansage: "Gemäß Gebäudeenergiegesetz - GeG §72, Absatz 2 muß ich die Heizung nach 30 Jahren stilllegen. Allerdings wäre es nicht verhältnismäßig die Heizung Anfang Januar, mitten in der Heizperiode, stillzulegen. Aber im nächsten Winter (also 2025/26) will ich die alte Gasheizung hier nicht mehr sehen."

    Und schon mußte eine neue Heizung her obwohl die alte noch funktionstüchtig war.

    Meine Mutter wohnt seit 1975 in ihrem Haus, Elektrik und Wasser wurden nie erneuert (mal ein neuer Wasserhahn in der Küche und eine neue Waschmaschine... das war's).

    Das Haus hier ist Baujahr 1978 und hatte so manche Mängel von Anfang an. So haben sie hier z.B. damals Kupferrohr von der Rolle verlegt. Blöd nur, dass das Kupferrohr mit dem pH-Wert des örtlichen Trinkwassers nicht zurecht kommt. Die Rohre haben hier so gerade eben die 5 Jahre Gewährleistung überstanden. Danach kamen die Wasserrohrbrüche in so einer Häufigkeit, dass wir sie schon gar nicht mehr über die Gebäudeversicherung abgerechnet haben, weil wir dann aus der Versicherung geflogen wären. Inzw. haben wir die komplette Trinwasserinstallation erneuert.

    Bei der Elektroinstallation sah es ähnlich aus. Für die heutigen Anforderungen war die total unterdimensioniert. Also auch neu...

    Der nächste große Punkt, und da graut es mir vor, sind die Fenster. Das werden weitere 80.000€ werden. :stumm:

    Ich weiß nicht, ob es dafür eine gesellschaftliche Mehrheit gäbe, aber ich fände es vertretbar, wenn Bürger (m/w/d) mit einem Bruttojahreseinkommen von mindestens 500k € 60 oder 70% zahlen müssten.

    Das Problem dabei ist, dass Superreiche Steuervermeidungsstrategien anwenden können, von denen auch wir Lehrer nur träumen können.

    Ich muss z.B. immer an einen Professor während meines Studiums in Paderborn denken. Der hatte als Industrieller ein Vermögen angehäuft und ist dann noch einmal an die Uni gegangen. Damit er in Deutschland keine Steuern zahlen muss, hatte er seinen Hauptwohnsitz in Monaco und flog für 3-4 Tage/Woche mit seinem Privatjet nach Paderborn. Er ist halt dadurch aufgefallen, dass eine Luxus-Limousine mit monegassischem Kennzeichen vor der Uni stand.

    Gleiches gilt für Michael Schuhmacher, Nico Rossberg und Herbert Grönemeier. Die haben alle aus Steuergründwn ihren Hauptwohnsitz aus Deutschland hinaus verlegt.

    Selbst ein A16 Schulleiter kann solche Steuervermeidungsstrategien nicht nutzen. Auch können wir nicht in Irland eine Tochterfirma gründen und von dieser Firma einen Bleistift für 100.000€ kaufen, damit wir diese 100.000€ als Betriebsausgaben bzw. Verlust in der Steuererklärung ausweisen können.

    Bei einem Freibetrag von 1.000 bei - sagen wir mal- 2,5% hat man 40.000 Euro angelegt, die man offensichtlich weder für die Lebensführung noch für Investitionen braucht.

    Du lebst wahrscheinlich in einer Mietwohnung? Ich frage, weil Du davon ausgehst, dass man bei 40.000€ nicht von Rücklagen für Investitionen sprechen kann.

    Lebst Du im Eigentum, und die Erhöhung der Eigentumsquote im Wohnbereich wird von unserer Regierung ja angestrebt, wirst du ganz schnell feststellen, dass Rücklagen von 40.000€ eigentlich noch zu gering sind.

    Beispiele:

    • Alle 20-30 Jahre muss die Heizung erneuert werden.
    • Alle 10 Jahre kommt der nächste Gebrauchtwagen
    • Reparaturen am Dach, Elektrik, Wasserversorgung, …

      Wohnst im Eigentum, dann kannst du nicht einfach den Vermieter anrufen und der Macht. Dann musst du den Handwerker rufen und bezahlen. Wenn ich auf dieses Jahr zurück blicke, 2025 war echt extrem, sind da bei mir 110.000€ an Investitionen zusammengekommen. Es gingen sehr viele Dinge, für die ich schon über zieg Jahre Rücklagen gebildet hatte, gleichzeitig kaputt. 40.000€ wären da bei weitem nicht hinreichend.

    Wir hatten mal einen Spitzensteuersatz von über 50%, d. h. der Staat bekam mehr, als man selbst behalten konnte. Das hat Leute auch nicht davon abgehalten, viel zu verdienen. Sie hatten halt immer noch mehr, als wenn sie nichts machten.

    Ihr dürfte gerne mal nachlesen, wie hoch der Spitzensteuersatz in den USA während des New Deal war. Man soll sich wundern.

    Die Frage ist aber auch an welchem Einkommen der Spitzensteuersatz angewendet wird. Beim New Deal betrug er 90%, aber er traf auch nur die wirklich Reichen, während bei uns aktuell der Facharbeiter bei VW am Fließband ja bereits den Spitzensteuersatz zahlt, weil (ähnlich wie bei den Freibeträgen bei Erbschaften) die Einkommensgrenzen nie im Zuge der Inflation angepasst wurden.

    Man hat ein halbes Jahr Zeit, um in die geerbte Immobilie einzuziehen. So weit ich weiß, zahlt man dann keine Erbschaftssteuer.

    Das gilt aber nur, wenn das Häuschen weniger als 200qm hat. Wenn man den Keller und den (nicht ausgebauten) Dachboden mitzählt, kommt man sehr sehr schnell auf über 200qm und zahlt dann doch wieder.

    Das Standard-Siedlungshaus, das hier reihenweise in den 1950ern gebaut wurde, hat 90qm im Erdgeschoss. Zusammen mit 90qm Keller und 30qm Dachboden sind das dann 210qm und damit ist die Erbschaft wieder steuerpflichtig.

    Da bleibt dann auch bei einer Millionen Villa ein beträchtlicher Betrag übrig.

    Der Betrag ist nicht interessant. Was halt nicht passieren sollte ist, dass der Erbe die komplette Erbschaft verkaufen muss, ein Haus ist eben nicht teilbar, um vom Erlös die Steuern bezahlen zu können.

    Am Ende lebt der Erbe dann wieder in der Mietwohnung und die Immobilien konzentrieren sich auf immer weniger Superreiche, die in der Lage sind durch Firmengründungen im Ausland, Stiftungen etc. Steuervermeidungsstrategien anzuwenden, von denen wir Privatpersonen nicht einmal träumen können.

    Wenn man eine Immobilie im Wert von 700.000 Euro erbt, …. Dabei fallen dann ca. 35.000 Euro Erbschaftssteuer an. (Korrigiert mich gerne, wenn ich mit den Zahlen falsch liege, das ist wirklich nicht mein Steckenpferd.)

    Also wenn der Enkel das 700.000€ Häuschen erbt, hat er 200.000€ Freibetrag und muss auf die verbleibenden 500.000€ 19% Steuern zahlen. Da wären dann 95.000€ an Steuern ans Finanzamt zu zahlen.

    Woran denn sonst? Am Vermögen vielleicht? Oder an Erbschaften?

    Das sind Tabus in unserem Land. Die dürfen auf keinen Fall besteuert werden, weil. Ja, warum eigentlich?

    Ich habe bei der Erbschaftssteuer immer Bauchschmerzen, wenn es um Immobilien bzw. um einen unteilbaren „Klumpen“ geht. Erbt man Aktien, kann man einen Teil davon verkaufen, um die Erbschaftsteuer zu bezahlen. Aber bei „der Oma ihr Häuschen“ geht das nicht. Da muss man am Ende alles unter Zeitdruck und damit unter Wert verkaufen, um die Erbschaftsteuer zu begleichen.

    Falls du die Excel teilen würdest, ginge meine „Vorfreude“ auf die kommende, vertretungsreiche Woche in ein ähnliches Plus wie so manches Depot 😄

    Die Excel-Vorlage würde ich gerne haben. :)

    Gerne doch. Leider nur als ZIP, weil das Forum hier kein xls akzeptiert.

    Der Plan läuft 61 Jahre, weil meine Schüler üblicherweise ca. 20 Jahre alt sind und entsprechend noch 61 Jahre vor sich haben. Der Trick ist halt, dass man beim Renteneintritt nicht alles auf "sichere" Anlageformen umschichtet sondern den ETF einfach weiterlaufen läßt. Man braucht beim Renteneintritt ja nicht die komplette Ansparsumme auf einen Schlag sondern entnimmt jedes Jahr einen kleinen Teil, um die Rente aufzubessern (=negative Sparrate). Der Rest des Kapitals bringt derweils weiterhin Zinsen ein.

    Vielleicht noch zur Info: Ab dem 2. Jahr sind die Formeln konsistent. Ab dem 2. Jahr könnt ihr also einfach runterziehen.

    Da oft ein Hauch von "Früher war alles besser." durch das Forum weht: Finanzbildung ist tatsächlich eines der Themen, bei dem ich das Gefühl habe, dass junge Leute im Jahr 2025 deutlich besser abschneiden als Vorgängergenerationen. Ich vermute, es ist abhängig vom Bildungsgrad, aber ich bin durchaus positiv beeindruckt, wie viele meiner Schüler (m/w/d) in der Sek II schon von verschiedenen Formen der Geldanlage gehört haben ...

    Bei meinen Azubis denke ich da genau an das Gegenteil. Die leasen sich große Autos, bei denen sie sich kaum die Leasingrate leisten können, selbst wenn sie im Hotel Mama wohnen und ansonsten keine Ausgaben haben, und setzen darauf ihre Ausbildung zu bestehen und auch direkt übernommen zu werden, weil dasdie einzige Chance ist, dass sie die extrem hohe Schlußrate überhaupt irgendwie gestemmt bekommen. Wenn da auch nur ein Baustein umfällt, landen sie gleich in der Überschuldung und Privatinsolvenz.

    In dem Moment, wo andere Menschen wegen des Renditestrebens eines Anlageproduktes Nachteile in Kauf nehmen müssen, ist das für mich ethisch nicht mehr vertretbar und fällt für mich unter "Raubtierkapitalismus".

    Ich finde es eher ethisch nicht vertretbar, dass fast alle anderen Anlageformen so geringe Renditen abwerfen, dass die Rendite unterhalb der Inflation liegt, die Anleger also ihr Geld verlieren. Selbst weltweit agierende ETFS auf Basis des MSCI World oder des FTSE-All World fallen ja unter Deine Definition des Raubtierkapitalismus.

    Man könnte mit den Schülern Musterdepots aufbauen, langfristige Charts analysieren und verschiedene Assetklasse gegenüber stellen.

    Also ich rechne ihnen vor, wie sich ein ETF mit einer extrem langen Laufzeit am Ende rechnet und was Risikostreuung bedeutet. Von wegen: "Wenn ihr als Azubis 20€ monatlich zurücklegt und als Facharbeiter dann mit 200€ monatlich einsteigt, könnt ihr Euch als Renter jeden Monat 2000€ zusätzlich zur Rente selber "auszahlen".

    Das mache ich immer mit Excel am Beamer und rechne ihnen vor, was sie nach 10, 20, 30 bzw. 40 Jahren da auf dem Konto haben und welcher Kaufkraft das wahrscheinlich entspricht. Mit Excel kann man die Kalkulation ja einfach "runterziehen" und zeigen wie sich veränderte "Zinssätze" und kleinere/größere monatliche Sparleistungen auswirken. Da kann man das gut in 45 bzw. 90 Minuten in die Vertretung packen.

    Ansonsten ist das Thema "Einkommenssteuererklärung" auch immer ganz heiß.

    Die Russen waren immer schon sehr duldsam. Da wird es auch keinen Umsturz geben.

    Meinst Du nicht?

    Selbst in der Rüstungsindustrie werden in Russland aktuell die Löhne nicht mehr bezahlt, wie dereinst beim Zusammenbruch der UdSSR.

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    Fossile Brennstoffe sind nicht mehr in diesen Mengen gefragt, was hat Russland noch, um richtig Geld zu verdienen?

    Das könnte ja auch ein Grund sein warum Trump sich in dem Krieg engagiert, eben um das russische Ölangebot "vom Markt zu nehmen" und so die Preise für US Fracking-Öl oben zu halten.

    Jetzt waren 3 Jahre Zeit Alternativen auszuprobieren, zu verhandeln, Gebiete zu gewinnen. Millionen sind getötet und verwundet, die Ukraine hat durch Flucht ganze Generationen verloren, Infrastruktur im Eimer, der Osten in Schutt und Asche.

    Warum denkt ihr, dass der Krieg für die Ukraine so zuende gehen könnte wie der 2. Weltkrieg, indem das Gebiet komplett wieder freigekämpft wird? Ich habe inzw. eher die Vermutung, dass es enden wird wie der 1. Weltkrieg, nämlich das wir uns in einem Abnutzungskrieg befinden, die sehr geringen Geländegewinne der Russen in den letzten 2 Jahren eigentlich uninteressant sind, und es irgendwann zu der Kapitulation einer Seite kommen wird, weil die Bevölkerung des entsprechenden Landes den Krieg einfach nicht mehr weiter führen will/kann.

    Am Ende des 1. Weltkriegs standen deutsche Truppen weit auf französischem Gebiet. Trotzdem hat Deutschland den Krieg verloren, weil es einfach nicht mehr weiter machen konnte. Die hungernde Bevölkerung hat dem Ganzen ein Ende bereitet.

    Für den Ukraine-Krieg kann ich mir ein ähnliches Ende vorstellen, dann nämlich, wenn das Regime in Moskau zusammenbricht, weil die Wirtschaft kollabiert und die Bevölkerung nicht mehr in der Lage und/oder willens ist die Entbehrungen aufsichzunehmen. Die Sowjetunion ist damals auf eine ähnliche Weise zusammengebrochen, als Jelzin in Moskau auf den Panzer geklettert ist.

    Wozu haben wir die verdammte UNO?

    Blöd nur, dass Russland eine der 5 Veto-Mächte in der UNO ist, weshalb die UNO in diesem Konflikt, in dem eine Veto-Macht Kriegspartei ist, Schach-Matt gesetzt wurde. Gleiches droht uns im China-Taiwan-Konflikt.

    Man möge mich jetzt für meine Unbedarftheit und mögliche Naivität hart kritisieren, aber liegt im 25 Punkte Plan nicht im Ansatz ein brauchbarer Kompromiss? Die Ukraine soll ein souveräner Staat bleiben und flankierende Schutzgarantien erhalten. Ein russischer Angriff würde wie ein Angriff auf die USA und NATO angesehen werden. Die Ukraine dürfte der EU beitreten...Sind diese Punkte wirklich indiskutabel?

    Das Problem ist doch, dass alle bisherigen Schutzgarantien nicht funktioniert haben. Im Zweifelsfall hieß es dann immer wieder, dass der Vertrag doch nur eine Absichtserklärung gewesen sei wie beim Budapester Memorandum. Der einzige Schutz der Ukraine vor einem erneuten russischen Überfall ist, und ich finde es wirklich bitter es so direkt sagen zu müssen, die Atombombe samt Interkontinentalrakete, um wie im Kalten Krieg den Frieden durch massive Abschreckung bewahren zu zu können. Evtl. wäre eine NATO-Vollmitgliedschaft noch eine Alternative, wobei dann die NATO als solche erst einmal gefestigt werden müßte. Ob die USA uns Deutschen im Fall der Fälle wirklich beistehen würden, ist aktuell ja nicht mehr so 100 prozentig sicher.

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