Beiträge von plattyplus

    Könnt Ihr mir mal verraten, wie Ihr netto auf 2.700 Euro kommt?
    Ist da die GKV schon runter?

    Ich bin verbeamtet, arbeite Vollzeit, bekomme A14, bin auch in der GKV und bin "netto nach Krankenkasse" bei 3.200€ monatlich. Natürlich rechnet man immer "netto nach Krankenkasse", weil man das Geld zwar überweisen bekommt, aber darüber nicht verfügen kann.

    Als ich vor 13 Jahren angefangen habe, war ich mit A13 vollzeit bei einem "netto nach Krankenkasse" von unter 2.000€. Damals habe ich mich schon gefragt: "Und dafür hast Du jetzt studiert?"

    Mit einer Inselanlage oder einer Anlage, die auf Nulleinspeisung ausgelegt ist, dürfest du keine Probleme kriegen.

    Rein technisch bekommst du damit kein Problem, rein rechtlich hingegen schon.

    So darfst Du auf einem mit einem Stromanschluß erschlossenen Grundstück keine Inselanlage betreiben, wenn die Gemeinde einen Anschlußzwang in ihrer Satzung vorsieht. Dies ist in Deutschland üblicherweise für Wasser, Abwasser und häufig auch Strom der Fall. Die meisten unserer Wohngrundstücke dürften über einen Stromanschluss verfügen, fallen damit also raus. Wir wohnen nicht auf einer abgelegenen Alm.

    Bei einer Nulleinspeisung hast Du ein Smartmeter vorm Stromzähler, das den Stromfluss ins Netz und aus dem Netz mißt und die Wechselrichterleistung entsprechend anpaßt. Problem dabei: Es gibt keine wirkliche Nulleinspeisung, weil der Stromzähler immer ein Summenstromzähler ist. Also nehmen wir zur Vereinfachung mal an du betreibst einen 1-phasigen Wechselrichter auf L1, die Hauptlast in deinem Haushalt liegt aber auf L2. Dann speist Du bei einer Nulleinspeisung 4kW auf L1 ins Netz ein und ziehst gleichzeitig auf L2 4kW aus dem Netz. Dem Summenstromzähler ist das egal, der sagt "Nulleinspeisung". Die paar Watt Regelungenauigkeit vernachlässige ich jetzt einmal. Aber dem Netzbetreiber ist das nicht egal, weil du trotz Nulleinspeisung sein Netz massiv schief belastest und so eine Schieflast ist das, was die Netze am wenigsten vertragen. Mit gleichförmigen Lasten (die drei Außenleiter L1, L2 und L3 des Drehstromnetzes werden gleichmäßig belastet) kommt ein Stromnetz wesentlich besser zurecht.

    Nicht umsonst sind in Deutschland Wechselrichter mit einer Leistung von mehr als 4,6 kVa zwingend Drehstromwechselrichter, eben um diesen Schieflasten zu begegnen. Und ja, ich weiß, dass man auf Youtube auch zieg Videos sehen kann, wo die leute ihre einphasigen 7kVa China-Wechselrichter zeigen, aber die darf man bei uns eigentlich gar nicht in Betrieb nehmen.

    Nope. Erst ab einer bestimmten Leistung. Meine WR sind nicht im Netz. Genau aus dem Grund.

    Ich weiß, die Grenze liegt aktuell bei 7kWp. Damit dürften praktisch alle Heimanlagen (Balkonkraftwerke ausgenommen) unter die Regelung fallen und müssen entsprechend übers Netz fernsteuerbar sein. Als ich vor 2 Jahren meine Anlage installiert habe, lag die Grenze noch bei 25kWp.

    Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 km/h (wie in der Schweiz) auf Autobahnen würde nach Berechnungen des Umweltbundesamtes von 2023 eine jährliche Einsparung von 1,4 Milliarden Litern Benzin und Diesel ergeben - wodurch nach marktwirtschaftlichen Gesetzen (Angebot und Nachfrage) auch der Preis / Liter Kraftstoff sinken müsste.

    Da wäre es in Deutschland sinnvoller es so zu machen wie in Österreich. Dort dürfen Verbrenner auf der Autobahn nur 100km/h fahren und reine E-Autos (keine Hybriden) 130km/h. Das nennt sich dort IG-L (Immissionsschutzgesetz-Luft).

    Was meint ihr, wie es in Deutschland den Verkauf von E-Autos ankurbeln würde, dürften Verbrenner und Hybride nur noch 100 fahren und reine E-Autos unbegrenzt. :teufel:

    Als ich im Herbst durch Österreich gefahren bin, war es jedenfalls irgendwie ein erhebendes Gefühl mit 130 an ganzen Karavanen von PKWs vorbeizuziehen. Ok, jeder Autobahnblitzer hat ausgelöst, aber nachdem ich nachgewiesen hatte, dass mein Auto mit E-Kennzeichen ein reines E-Auto und kein Hybridfahrzeug ist, wurden alle Vorwürfe fallengelassen. Bei uns in Deutschland bekommen ja leider auch die Hybridfahrzeuge ein E-Kennzeichen.

    Aus Sicherheitsgründen dürfen Photovoltaik-Wechselrichter aus chinesischer, russischer, nordkoreanischer und iranischer Produktion nicht mehr bei Projekten eingesetzt werden, die von der EU gefördert werden. Hintergrund ist, dass WEchselrichter über das Internet ferngesteuert werden können und man Angst hat, dass die entsprechenden Länder entsprechend in unsere kritische Infrastruktur eingreifen könnten.

    --> https://www.pv-magazine.de/2026/04/23/eu-…ekten-draengen/

    So langsam scheint die EU aufzuwachen aus ihrem Schlaf und sich auf die geänderte Weltlage einzustellen. Wir sind eben nicht mehr von Freunden umzingelt.

    Du kannst dir die 14 Module auch als Sichtschutz-Zaun in den Vorgarten stellen. Nimmst Bifaziale-Module und richtest den Zaun in Ost/West-Richtung aus, steigert sich der Ertrag noch einmal, weil morgens die Sonne auf die Ostseite scheint und abends auf die Westseite der Module. Der Wirkungsgrad ist zwar geringer, aber dafür ist die tägliche Einwirkzeit sehr viel länger.

    Für mich bedeutet "Balkonkraftwerk" nur, dass ich nicht zwangsweise einen Elektriker brauche, um die Anlage anzumelden.

    Meine Nachbarn decken mit den Modulen inzw. sogar ihre Carports ein, die Solarmodule bilden also selber das Dach, weil die Platten billiger sind als Ethernit. Die haben nicht einmal einen Wechselrichter an die Dinger angeschlossen.

    Bei einem BKw hängen die Module aber normalerweise am Geländer oder haben ein geringe Neigung. Das senkt den Wirkungsgrad. Ein 800W-BKw erzeugt also vielleicht 600kWh im Jahr. Auch wieder optimistisch gerechnet.

    Moment! Bei den Balkonkraftwerken gibt es da zwei Besonderheiten.

    1. Der Wechselrichter darf maximal 800W haben. Die Solarmodule, die da dran hängen, dürfen es in Summe hingegen auf bis zu 7kWp bringen. Bei der Kombination dürfte der Wechselrichter also selbst im Winter bei 800W am Anschlag laufen, so dass Du eben nicht davon ausgehen kannst, dass das Balkonkraftwerk nur 800kWh/Jahr liefern wird sondern sehr viel mehr.
    2. Bei Balkonkraftwerken werden die Batterien parallel zu den Solarmodulen geschaltet. Sind die Batterie und die Module groß genug, kann der Wechselrichter also wirklich 24/7 seine 800W ins Hausnetz liefern.

    Rein theoretisch könnte man so bis zu 7.000kWh pro Jahr aus einem Balkonkraftwerk rausholen, ohne das man einen Elektriker kommen lassen muss.

    Und was den übergroßen Akku angeht, mache ich es jetzt mal ganz extrem, um meinen Gedankengang nachzuvollziehen. Wir bauen einfach gar keine PV-Anlage mehr auf den Balkon oder aufs Dach sondern legen uns nur noch einen 200kWh Akku in den Keller. Wenn der Strom tagsüber günstig ist, weil die Sonne knallt, oder wenn er im Winter günstig ist, weil es gerade stürmt, laden wir den Akku aus dem Netz für z.T. negative Strompreise. Dynamische Stromtarife machen es ja möglich. Ist der Strom gerade teuer, betreiben wir das Haus mit dem Akku.

    Außerdem kann mein E-Auto VtG - es kann also tagsüber den Strom der PV-Anlage speichern und nachts einspeisen.

    Nur funktioniert das nicht, wenn tagsüber das Auto an der Schule steht.

    Wenn Du es schaffst, neben dem Eigenverbrauch die 2kWh am Tag in den Speicher zu laden (Spoiler: das gelingt an allerallerhöchstens 100 Tagen im Jahr) und nachts zu verbrauchen, und wenn wir ignorieren, dass reell nur 80 bis 90 % der Speicherkapazität genutzt werden können, dann hast Du also pro Jahr 200kWh "gewonnen".

    Hast Du schon einmal daran gedacht einen größeren Speicher daheim hinzustellen und den dann aus dem Netz zu laden, um so die dynamischen Stromtarife ausnutzen zu können? Die LiFePo4-Batteriezellen sollen mindestens 4.000 Ladezyklen schaffen (manche Hersteller versprechen 6.000 Zyklen), also wenn Du jedes Jahr dank dynamischem Stromtarif 300 Ladezyklen schaffst, läge die Lebenserwartung der Zellen immer noch bei mindestens 13,5 Jahren. Da hätte ich eher sorgen, dass die Elektronik im Wechselrichter die Grätsche macht.

    Es sei denn natürlich, man hat einen Akku am BKw. Der lohnt sich aber nie.

    PV-Anlagen lohnen sich aufgrund der Diskrepanz zwischen Einspeisung und Vergütung erst so richtig, wenn man selber einen hohen Verbrauch hat. Wie ich an anderer Stelle schon einmal sagte, haben wir im letzten Jahr in unserem 2-Familienhaus in Summe 42MWh verbraucht, bei dem ca. die Hälfte aus der PV-Anlage gekommen ist. E-Autos und Wärmepumpen sind halt Großverbraucher. Aber dafür kaufen wir kein Erdgas und kein Diesel mehr ein. Hätten wir den Strom komplett einkaufen müssen, hätten wir 12.500€ bezahlen müssen. So haben wir 6.000€ bezahlt. Die PV-Anlage hat uns also eine Ersparnis von 6.500€ eingefahren, dazu weitere 800€ für eingespeisten Strom. Bei solchen Dimensionen rentieren sich dann auch größere Investitionen in die Technik.

    Ja. Man speichert eine kWh im Netz und ruft sie ab, wenn es dunkel ist. Bitte erkläre mir den Tatbestand des Betruges daran.

    Du speist normalerweise für 8ct ins Netz ein und beziehst aus dem Netz für 30ct. Ein "im Netz speichern" ist technisch unmöglich. Du unterschlägst den Differenzbetrag von 22ct/kWh (Netzentgelte, Stromsteuer, ...). Das ist der Betrug.

    Ok. Die, die einen neuen Stromzähler haben, speisen die kWh aber ebenfalls ein. Ohne einen ct dafür zu bekommen. Aller Strom, der nicht direkt verbraucht wird, landet im Netz. Kostenlos für den Stromversorger.

    Wieder falsch. Du meldest Dein Balkonkraftwerk beim Versorgungsnetzbetreiber (VNB) und im Marktstammdatenregister (https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR) an und bekommst dann die Vergütung von ca. 8ct/kWh für die Einspeisung vom VNB überwiesen.

Werbung