Beiträge von O. Meier

    Deswegen sagte ich "ernsthaft". Dass du das nicht ernsthaft meinst, habe ich schon verstanden, weil ich aus deinen bisherigen Beiträgen deine Kompetenzen in diesem Bereich einschätzen kann.

    Versuch's doch mal mit ein paar despektierlichen Andeutungen zur Person, falls dir in der Sache nichts mehr einfällt. Ich mein, in Zeiten des nationalen Notstandes wird der Fahnentreue ja wohl dem Deserteur noch was sagen dürfen.

    Mit Kollegen und Kolleginnen, die solche Fragen ernsthaft stellen, ist ohnehin nichts anzufangen.

    Und mit Kollegen, die die Ironie nicht erkennen, kann man keinen Spaß haben. So hat jeder sein Kreuz zu tragen.

    Ansonsten aber meine ich: da hilft nur noch Hubschraubereinsatz, Hubschraubereinsatz ...

    Klar: Fachkonferenzen und eben Lehrerkonferenzen sind nicht zwingend nötig.

    Wie sieht es aus mit den Q2-Notenkonferenzen, Erprobungsstufenkonferenzen bzw. Konferenzen, um abzuklären, welche Schüler einen blaue Brief bekommen (10 Wochen Frist vor der Zeugniskonferenz), wo der Kreis der betroffenen Kollegen ja geringer ist.

    Was davon kann denn nicht online abgehalten werden?

    Für die blauen Briefe z. B. haben wir noch nie 'ne Konferenz abgehalten, die Fachkollegen schicken dem Klassenlehrer, wer anzumahnen ist, der schreibt die Briefe.

    DA hier ja aber Notbetreuung angeboten werden muss, muss die Schule ja für uns offen bleiben

    Gerade wenn da eine Notbetreuung läuft, haben da nur die 'rumzuspringen, die mit der Notbetreuung beschäftigt sind. Der Rest bleibt allein deswegen zu Hause. Der Dienstherr ist der, der froh sein kann, dass es die privaten Geräte gibt. Dann muss er sich nicht weiter kümmern. Die Logik, dass diejenigen, die keinen privaten Computer hätten, deswegen als Überträger zu fungieren hätten, ist nicht nachzuvollziehen.

    Außerdem steht es Jedem frei täglich zur Schule zu fahren und seine Mails abzurufen!

    Nein.

    In normalen Zeiten haben wir die Wahl zwischen dem heimischen Arbeistplattz und dem schulischen Nicht-Arbeitsplatz. Dass die Lehrer zurzeit von zu Hause arbeiten können, dass sie erreichbar sind, liegt daran, dass sie schon immer massiv privat investiert haben. Da sollte sich der Dienstherr, dass außer dümmlichen Gesabbel bezüglich Digitalisierung nicht auf die Kette gekriegt hat, schön zurückhalten, wenn es um das Einforndern der Erreichbarkeit geht.

    Also, ich halte mich für einen pflichtbewussten Beamten, der sein Gewicht ziehen will. Wenn das bei dir nicht der Fall ist, kann ich natürlich nichts sagen.

    Am Ende hilft nur noch Pathos. Waren wir eben schon mal beim Weltkrieg? Die Endkampf-Rhethorik passt da.

    Ansonsten meine ich, dass du schlichtweg etwas durcheinanderschmeißt. Ich muss mein Pflichtbewusstsein werde unter Beweis stellen, noch muss ich es von dir beurteilen lassen. Andeutungen, ich würde nicht den meinem Dienstverhältnis entspringenden Pflichten nachkommen, bitte ich zu unterlassen.

    Ich kann meine Pflicht aber nur im Rahmen der realen Verhältnisse erfüllen. Und da sieht es bei den Voraussetzungen für digitalen Fernunterricht nun mal mau aus. Ich glaube nicht, dass es zu meinen Dienstpflichten gehört, sich in diesem Punkt etwas vorzumachen. Das ist für mich aber kein Grund, mit den Schultern zu zucken.

    Letztendlich besteht ja die Möglichkeit, die dienstliche IT in der Schule zu nutzen.

    Welcher Teil von "geschlossen" ist unverständlich?

    Ja. Ok. Wenn ein prinzipieller Notfall, wie eine globale Pandemie kein Notfall für unseren Berufsstand ist

    Unser Berufsstand ist nunmal für das aktuelle Geschehen nicht sonderlich wichtig. Bildung ist ja eher ein langfristig angelegter Prozess.

    Drei Wochen halte ich durchaus für keine tiefgreifende Katastrophe für die Bildung. Da muss man keine Weltkriege zum Vergleich heranziehen, es gab schon andere Unterichtsausfälle. Ich entsinne mich noch an die Schneekatastrohe in Schleswig-Holstein in den Siebzigern.

    Hoffen wir, dass es entgegen eher pessimistischer Prognosen tatsächlich bei drei Wochen bleibt. Aber egal. Wer hört heutzutage noch auf Experten. Ist ja laaangweilig.)

    Wenn es länger als drei Wochen dauert, müssen wir einfach eingestehen, dass wir keine digitale Alternative zum Präsenzunterricht zu bieten haben. Wir sind da schlichtweg nicht drauf eingestellt. Das jeder mit dem, was er hat, munter vor sich hinwurschtelt, mag ja ganz drollig sein. Ein Konzept ist das aber nicht.

    Hier: es handelt sich um den Einsatz privater Mittel zur Behebung eines Notfalls.

    Nein, es liegt kein Notfall vor. Es passiert nichts dramatisches, wenn die Schüler keinen Online-Unterricht erhalten. Dann sind sie einfach drei Wochen weniger beschult worden. Daran stirbt keiner.

    Die blöde Situation, dass wir technisch nicht auf das vorbereitet sind, was man von uns erwartet, im Fernsehen verspricht oder sonstwie für selbstverständlich hält, haben andere zu verantworten.

    Und für die, die nicht den ganzen Thread lesen wollen, so war die Frage, ob man zur Nutzung der privaten IT für dienstliche Zwecke verpflichtetwerden kann. Niemand hat her angekündigt, seinen privaten Computer

    Folgende Situation. Ich stehe als Lehrer auf der Straße vor der Schule und sehe, dass es da im Obergeschoss brennt. Fange ich an zu diskutieren, ob ich dazu verpflichtet werden kann, mein Privathändy für den Notruf zu verwenden, weil es ist ja eine dienstliche Tätigkeit?

    Nein. Verpflichtet den Notruf abzusetzen, bin ich auch ohne Dienstverhältnis. Mit dem Handy mache ich das dann, wenn ich eines dabei habe.

    Eine Krisensituation ist noch etwas anderes, als ein Notfall.

    Wie viele unpassende Vergleichen brauchen wir noch?

    Andere Kollegen benoten aber. Sie brauchen schriftliche Noten heißt es.

    Dass wegen dreier Wochen die Benotung nicht möglich sein sollte, ist absurd. Und wenn's länger dauert, ja, mei, dann gibt's halt mal keine Noten. Das wird uns dann auch nicht mehr stören, dann haben wir andere Probleme.

    Dein Geld kannst Du natürlich auch nicht für IT ausgeben und sagen, dass Du deswegen die dienstlichen Mails nicht anrufen kannst.

    Das tue ich nicht.

    Einzelfällen

    Wie relevant sind die für die Frage? Inwiefern spielt der Geiz deiner Kollegen eine Rolle für die Frage, wer die Arbeitsmittel zu stellen hat? In dem von mir zitierten Beitrag, war auch schon von Einzelfällen die Rede? oder hat da jemand etwas unangemessen verallgemeinert?

    Ein Kollege ohne PC, ohne Internet, ohne jegliche Mühen für die Schule...

    Von wem iat hier die Rede? Und die Implikation, dass man sich ohne digitalen Schnickschnack nicht um Schule bemühen könne, halte ich auch nciht für angebracht.

    Von den Reichen lernste dat Sparen. Oder eben von den Geizhälsen.

    Wen soll den diese Beleidigung treffen? reich wirst an der Schule nunmal nicht. Und wer selbst bestimmen möchte, wofür er sein Geld ausgibt, ist noch lange kein Geizhals. Ich glaube, du schmeißt hier etwas grob alles zusammen.

    Ps. In diesen Zeiten gehst Du natürlich davon aus, dass die Leute aus dem medizinischen Bereich Leib und Leben riskieren.

    Nein, ich gehe davon aus, dass die die besten Möglichkeiten haben, sich vor Infektionen zu schützen. Im Übrigen kann ich denen das Risisko, dass diese Berufe mitbringen, auch nicht abnehmen. Das wird nicht dadurch geringer, dass ich mich mehr von meinem Dienstherren verarschen lasse. Dass insbesondere das Pflegepersonal auch angesichts dieses Risikos viel zu schlecht bezahlt sind, ist eine andere Sauerei.

    Während Du auf deinem privaten Rechner keine Dienstmails lesen magst.

    Das stimmt nicht. Auch du darfst bei den Fakten bleiben. Bitte unterlasse falsche Behauptungen über mich.

    Zum Schämen .... oh, ich muss mit dem Privatrechner Mails lesen ...

    Auch in Zeiten der Krise darf man genau bleiben. Die Frage, um die es in diesem Thread ging, war, ob es einen Verpflichtung die Dienstmails privat abzurufen. Es hat niemand erklärt, dass er seinen Privatrechner nicht dienstlich nutzen wolle.

    Dass die Frage aufkommt, ist von denen zu verantworten, die sich jahrzehntelang nicht darum gekümmert haben, ob wir passende Arbeitsmittel haben. Jetzt, an der Stelle an, an der man auf vernüftige Geräte angewiesen wäre, wird der Mangel halt offenbar.

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