Beiträge von Tom123

    oder Grundschullehrer, mangels Zusammenhangswissens, ChatGPT nicht zur Recherche juristischer Fragen verwenden sollten. Zur Recherche medizinischer Fragen übrigens auch nicht.

    Es ist natürlich klar, dass wir nicht über dein Fachwissen verfügen. Immerhin setzt du dafür ein Jurastudium voraus, dass Du sicherlich selbst absolviert hast, bevor Du dich geäußert hast. Du wirst ja sicherlich an dich selbst die gleichen Anforderungen wie andere haben.

    Ich benutze inzwischen relativ viel KI. Ich habe auch bei allgemeinen juristischen Fragen keine negativen Erfahrungen gemacht. Aber das heißt natürlich nicht, dass KI keine Fehler macht. Man muss wissen, wie KI funktioniert und wo die Schwächen und Stärken sind. Wenn man sich aber der Grenzen von KI bewusst ist, ist eine KI sehr starkes Tool um ein Thema allgemein zu betrachten. Insbesondere wenn es ein allgemeines Thema ist und es viele frei zugängliche Informationen dazu gibt. Wenn Du natürlich ein Nischenthema hast, ist KI das falsche Werkzeug. Aber wenn Du es regelmäßig nutzt, wirst Du vielleicht auch bald einsehen, dass die KIs einen großen Schritt nach vorne gemacht haben.

    Die Frage ist halt, wer den Umgang mit KI noch lernen muss ...

    Mich erinnert das so ein wenig um die Diskussion um Wikipedia damals. Lange galt Wikipedia als schlecht, viele Fehlinformationen, jeder konnte einfach was reinschreiben etc.. Irgendwann kamen dann die Vergleiche mit der Encyclopaedia Britannica und man stellte fest, dass Wikipedia doch nicht so schlecht war. Mal waren sie gleich auf, mal der eine etwas besser. Aber im Endeffekt konnte keiner sagen, dass Wikipedia schlecht ist. Zumal kaum einer die komplette Enzyklopädie zu Hause hat, geschweige denn alles nachlesen würde.

    Mit der KI ist es momentan ähnlich. Sie steckt teilweise noch in den Kinderschuhen, teilweise macht sie noch Fehler. Aber je aktueller das Modell ist desto besser. Oft ist die neue Version wieder ein großer Schritt nach vorne. Das mag einigen suspekt erscheinen. Andere fürchten um alte Grundsätze. Aber die Richtung ist sehr eindeutig.

    Da merkt aber wieder wie verschieden die Systeme sind. Wir sind halt auch "nur" 20-30 mit Lehrkräften, Schulbegleitern und PMs. Normale Geburtstage gibt es innerhalb der Lehrkräfte+PMs eine Karte und eine kleine Blume oder was Süßes aus der Gemeinschaftskasse. Bei größeren Sachen gibt es auch mal etwas besonderes. Die Schulbegleiter bekommen i.R. etwas von der Lehrkraft, in deren Klasse sie arbeiten. Am Ende komme ich mit 50 € im Jahr locker hin.

    Je älter ich werde desto weniger Geld gebe ich für Schule aus. Das Sammeln für den Geburtstag des Kollegen, Pension, etc. zähle ich aber nicht dazu. Das gibt es in anderen Firmen auch oder auch nicht. Ich finde es persönlich gut, weil wir mit diesen Menschen einen großen Teil unserer Zeit verbringen. Aber für mich sind das keine schulischen Ausgaben.

    Schulische Ausgaben mache ich nur, wenn sie mich persönlich interessieren oder ich dadurch Arbeit spare. Kopiergeld habe ich noch nie bezahlt.

    Das meine ich damit, dass eine Google/KI Suche über irgendwelche Schlagworte für Laien wenig sinnvoll ist. Ob der blaue Fleck ein Problem ist oder nicht, kommt auf den konkreten Einzelfall an. Ich weiß wirklich nicht, wie oft ich das noch betonen muss.

    Dass du dich pauschal in Sicherheit wiegst, weil du das Wort "Notwehr" kennst, ist ein Problem, das du aber nicht erkennts, weil dir die juristische Bildung und offenbar auch die Kommunikation mit juristisch gebildeten Menschen fehlt.

    Ok, noch mal für dich ganz einfach:

    Jemand fragt, wie er sich verhalten muss, wenn er als Pausenaufsicht eine Rauferei sieht.

    Es wird darauf verwiesen, dass er eingreifen muss, wenn er ohne sich selbst in Gefahr zu bringen die Gesundheit oder das Leben des Opfers schützen kann.

    Es wird gesagt, dass man ein Problem bekommt, wenn der Täter dabei einen blauen Fleck bekommt.

    Es wird darauf verwiesen, dass das durch die Notwehr gedeckt ist.

    So weit die Diskussion. Und damit kann jemand, der nun auf dem Schulhof steht abschätzen, wie er sich verhalten muss. Es interessiert niemanden dienen konkreten Einzelfall. Du kannst auch bei der Versetzung oder bei der Klassenfahrt sagen, dass im konkreten Einzelfall ein Verwaltungsgericht entscheiden wird. Trotzdem liest du dir erstmal die Rechtslage an und findest eine Entscheidung.

    Für mich ist die Diskussion da auch beendet. Wir können in 5 Jahren den Thread noch mal hochholen und sehen wie sich die KI bis dahin entwickelt hat.

    Die Antwort auf die Frage, ob du ein Problem hast, wenn einer der Schüler am Ende einen blauen Fleck hat ist: es kommt auf den Einzelfall an. Es kann ein Problem sein, muss aber nicht.

    Und trotzdem solltest Du dich im Vorfeld über die allgemeine Rechtslage informieren. Wie willst Du sonst entscheiden, ob du nun eingreifen musst/darfst/kannst oder nicht?

    Es mag sein, dass dir der Begriff Notwehr bekannt ist. Wenn aber jemand schreibt, dass er ein Problem hat, wenn der Täter dann nach der Prügelei einen blauen Fleck hat, ist dieser Person das anscheinend nicht bekannt.

    Unechte Unterlassensdelikte können nur Garanten begehen. Daher ist alles, was die KI über unterlassene Hifeeistung findet, einfach irrelevant. Jetzt kannst du sagen, weiß ich doch, hab ich in meinem Prompt berücksichtigt. Dann weißt du vielleicht nicht, dass das beste Prompten nicht gegen Biases hilft.

    Wenn Du den Beginn der KI Diskussion suchst, siehst Du, dass es um Notwehr ging. Die Frage war, ob ich ein Problem habe, wenn der Täter anschließend einen blauen Fleck hat. Ich habe darauf empfohlen sich mit google oder eine KI zu informieren, was Notwehr bedeutet.

    Und du bist der Ansicht, man solle dann mal schnell eine KI Recherche starten um rauszufinden, wie die Rechtslage in der konkreten Situation ist? Genau, das hast du nicht gesagt und ich habe nicht gesagt, dass man dann erstmal den Anwalt anruft.

    Nein, ich habe geschrieben, dass wenn man nicht weiß was Notwehr ist, kann man entweder google oder eine Ki befragen. Ich weiß nicht, wo Du immer deine konkrete Situation her hast. Wenn Du auf dem Schulhof eine Prügelei hast, wirst weder die SL fragen können noch google oder eine KI und erst recht kannst Du keinen Juristen anrufen, der dir eine Handlungsanweisung gibt. Es ging im Text im allgemeinen die Rechtslage zu beleuchten. Nicht mehr und nicht weniger.

    Ich greife möglichst nicht körperlich ein. Klar, wenn einer nicht ablässt vom anderen und nachtritt dann sicher, ansonsten bin ich vorsichtig. Das Festhalten, bis sich ein ausflippendes Kind "beruhigt" hat, ist zum Beispiel zurecht aus der Mode gekommen und dazwischen gibt es viel Grauzone. Es ist sehr selten objektiv notwendig, Kinder anzufassen.

    Ich hatte einen Viertklässler mit ESE, der einen Kopf größer war als alle anderen. Wenn der ausgeflippt ist, war das schon extrem gefährlich. Vermutlich haben wir ein anderes Einzugsgebiet aber bei uns werden es immer mehr Kinder, die ohne Zurückhaltung auf andere losgehen. Die klassische Prügelei haben wir kaum noch. In der Summe passiert weniger als früher aber wenn etwas passiert, dann ist es deutlich öfter als früher so, dass Kinder komplett "ausflippen". Wir haben aber auch immer mehr Kinder mit Problemen bei uns.

    Das sind auch Erfahrungswerte, eines hat mal nach mir gebissen. Es gibt immer wieder bindungs- und hilflose Kinder, deren Reaktionen eher denen von gefangenen Tieren ähneln, diese möchte ich nicht noch zusätzlich ängstigen. Edit: und natürlich kann einen das Verhalten von Kindern auch wütend machen, wir sind auch bloß Menschen.

    Ich hoffe nicht, dass Du so wütend wirst, wenn sich zwei Kinder prügeln. Es geht hier weder um Wut der Lehrkraft noch um Bestrafung oder ähnliches. Es geht hier um den Schutz der Kinder. Einmal das Opfer und einmal den Täter selbst. Wenn ein Kind ein anderes Kind würgt oder mit einem Stuhl/Ast was auch immer auf es los geht, musst Du prüfen, ob du eingreifen kannst/musst. Wenn ein Kind durch sein Verhalten sich selbst gefährdet, musst Du prüfen, ob du eingreifen kannst/musst.

    Nur eins ist sicher: wenn einer behauptet, es gebe allgemeingültiges und automatisch angewendetes Rechtswissen, liegt er auf jeden Fall falsch.

    Hat das denn irgendwer behauptet? Aber Du solltest schon wissen, was deine Rechte und Pflichten sind. Und dazu gehört auch die Frage, was Notwehr ist. Wenn Du das also weder im Studium noch im Ref gelernt hast, musst du dich damit auseinandersetzen. Du kannst wie Schmidt eine juristische gebildete Person kontaktieren oder dich wie ich es vorgeschlagen habe, selbst informieren. Aber wenn Du in der konkreten Situation bist, solltest Du Kriterien haben nach denen Du entscheidest.

    Ich verstehe einfach nicht, warum man überhaupt die KI befragt, wenn man eine normale Google (oder sonstige Suchmaschinen-)Suche durchführen und direkt bei vertrauenswürdigen Quellen nachlesen kann. Spuckt mir die KI irgendwelche Antworten aus, muss ich ja prüfen, ob diese korrekt sind. Da recherchiere ich doch lieber gleich selbst.

    Weil die KI bestimmte Dinge besser kann. Wenn Du eine Zusammenfassung haben willst, wenn Quellen haben willst, etc. ist eine KI teilweise besser. Aber ich hatte auch geschrieben googeln oder KI. Schmidt lehnt ja beides ab, weil nur ein Jurist so etwas beantworten kann.

    Es gibt keine "allgemeine Rechtsauskunft".

    Ob du das darfst oder nicht kommt auf die konkrete Situation an. Solche Allgemeinplätze sind vollkommen wertlos.

    Aber was diskutieren wir dann in diesem Thread? Dann schreibe doch direkt als Antwort: Das kommt auf die konkrete Situation an. Dann brauchen wir nicht weiter reden.

    "Allgemeine Rechtsauskunft" ist kein Fachbegriff. Es geht darum, dass man sagt, dass es ganz allgemein in Deutschland ein Recht auf Notwehr gibt und dass auch rechtfertigen kann, dass man einen Schüler verletzt.

    Wie stellst Du dir das konkret vor? Du stehst dann bei der Aufsicht und sagst: Leute wartet mal kurz mit eurer Schlägerei, ich muss eben meinen Anwalt anrufen damit er mir in diesem konkreten Fall sagen kann, ob ich körperlich eingreifen darf oder nicht?

    Deine Antworten sind doch vollkommen praxisfremd.

    Aber egal. Ich bin da auch raus. Du findest KI doof und wir werden sehen, was sich durchsetzt.

    Ohja, spannendes Quiz, nicht ablenken, Tom123 , was sagt die KI?

    Ok. Auch noch mal für dich:

    Für eine konkrete spezifische Rechtsfrage ist eine KI nicht sinnvoll.

    Um eine allgemein Rechtsauskunft zu bekommen, um einen Überblick zu schaffen, um Quellen zu recherchieren ist eine KI durchaus sinnvoll.

    Hättest Du bei der Frage, wo ich dir die KI empfohlen habe die Stichwörter eingegeben, wärst Du sicherlich bei §32 StGB gelandet. Dann würdest Du als Quelle beispielsweise eine Seite der Uni Potsdam finden. Da dürftest Du dann weiter lesen. Und wenn Du gemacht hättest, wüsstest Du, dass du einen Schüler auch verletzten dürftest um einen anderen Schüler zu schützen.

    Wenn Du jetzt aber eine ganze konkrete Situation hast, wo Du einen Schüler verletzt hast und wissen möchtest, ob Du in dieser ganz konkreten Situation angemessen gehandelt hast, ist ein Anwalt die bessere Alternative. Aber darum ging es hier gar nicht. Sondern hier ging es um das generelle. Und das kannst Du mit Hilfe einer KI wunderbar rausfinden.

    Unterhältst Du dich jetzt mit dir selbst?

    Aber zum Thema: Eine KI ist gerade für einzelne sehr spezielle Rechtsfrage das ungeeignetste Werkzeug. Aber um sich ein Überblick das Thema zu machen und geeignete Quellen rauszufinden ist ein KI durchaus geeignet. Das zeigt beispielsweise auch die Probleme, die Universitäten mit Hausarbeiten haben, die ganz oder teilweise mit KI geschrieben werden. Ich habe mal kurz gegoogelt. Es gibt sogar schon spezielle KI-Chat-Bots für Kanzleien. Aber das sicherlich auch alles Blödsinn.

    Es ist nur traurig, dass Du anscheinend Informatik unterrichtest aber keine Idee hast, wie man KI sinnvoll einsetzen kann. Daher habe ich auch wenig Interesse daran, das weiter auszudiskutieren. Die Zukunft wird zeigen, wer von uns Recht hat. Ich nutze einfach weiterhin die KI und du rufst jedes Mal beim Rechtsanwalt an.

    Woher soll die KI das wissen?

    Aber ich gebe dir gerne mit KI ein paar Ansätze:


    KI-Systeme haben beeindruckende Fähigkeiten, aber auch einige grundlegende Schwächen:

    1. Fehlendes echtes Verständnis
      • KI erkennt Muster in Daten, versteht die Welt aber nicht wie ein Mensch.
      • Sie kann überzeugende Antworten geben, ohne wirklich zu wissen, ob sie wahr sind.
    2. Fehler und Halluzinationen
      • KI kann Fakten erfinden, Quellen falsch wiedergeben oder falsche Schlussfolgerungen ziehen.
      • Besonders problematisch bei komplexen, seltenen oder aktuellen Themen.
    3. Abhängigkeit von Trainingsdaten
      • Die Qualität der Antworten hängt stark von den Daten ab, mit denen die KI trainiert wurde.
      • Vorurteile, Fehler oder Lücken in den Daten können sich in den Ergebnissen widerspiegeln.
    4. Schwierigkeiten mit gesundem Menschenverstand
      • Für Menschen offensichtliche Zusammenhänge sind für KI oft nicht selbstverständlich.
      • KI kann an einfachen Alltagssituationen scheitern, obwohl sie komplizierte Aufgaben löst.
    5. Mangelnde Aktualität
      • Ohne Zugriff auf aktuelle Informationen kennt eine KI keine Ereignisse, die nach ihrem Wissensstand eingetreten sind.
      • Selbst mit Internetzugang muss sie Informationen prüfen und kann Fehler machen.
    6. Keine eigenen Erfahrungen oder Gefühle
      • KI hat kein Bewusstsein, keine Emotionen und keine persönlichen Erfahrungen.
      • Sie kann über Gefühle sprechen, erlebt sie aber nicht.
    7. Probleme bei langfristiger Planung
      • Komplexe Projekte mit vielen Abhängigkeiten über lange Zeiträume hinweg bleiben schwierig.
      • KI kann wichtige Details vergessen oder widersprüchliche Entscheidungen treffen.
    8. Sicherheits- und Missbrauchsrisiken
      • KI kann für Desinformation, Betrug, Spam oder die Erstellung manipulativer Inhalte missbraucht werden.
      • Deshalb gibt es Sicherheitsmechanismen und Einschränkungen.
    9. Begrenzte Kreativität
      • KI kann neue Kombinationen bekannter Ideen erzeugen.
      • Wirklich originelle Durchbrüche entstehen meist durch menschliche Einsicht, Erfahrung und Zielsetzung.

    Kurz gesagt: KI ist sehr gut darin, Muster zu erkennen, Informationen zu verarbeiten und Texte, Bilder oder Code zu erzeugen. Ihre größte Schwäche ist, dass sie nicht wirklich versteht, was sie tut, sondern statistische Zusammenhänge in Daten nutzt.

    Hier habe ich eine schöne Anekdote zum Thema "Die KI und die Sache mit dem Unterschied zwischen Information und Desinformation".

    Ich bin jetzt nicht ganz sicher, was du uns inhaltlich damit sagen möchtest, aber genau wie google ist eine KI ein Werkzeug und kein allmächtiges Wesen. Dann gibt es nicht die eine KI sondern verschiedenen KIs mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen.

    Praxis: Du liest gerne verschiedene Quellen.

    Und wie findest Du ohne google und ki die unterschiedlichen Quellen? Warum ist es schlecht, wenn man diese mit google sucht?

    Du sprichst mit Kollegen darüber, involvierst die Schulleitung und ihr erarbeitet ein Handlungskonzept. Nach diesem handelt ihr, wenn ein entsprechender Fall eintritt. Das ist keine 100%ige Absicherung, aber besser, als alleine zu versuchen so zu tun, als verstündest du alles, was du liest.

    Das ist sicherlich der Idealfall. Aber wird kaum alle im Schultag auftretende Fragen, so ausführlich vorbereiten können. Übrigens besitzen in der Regel weder die Kollegen noch die Schulleitung, die von dir geforderter juristischen Kompetenz. Also eignen nach deiner eigenen Argumentation genauso wenig als Quellen.

Werbung