Beiträge von Lemon28

    Ob man Schwimmunterricht erteilen kann, weiß ich nicht. Aber gut für Bewerbungen ist es sicherlich. Bei uns in NRW haben wir mal ne Klassenfahrt gemacht, wo die Kinder ins Schwimmbad konnten, die durften dann aber nicht rein, weil kein Kollege (alle Deutsch) diesen Rettungsschein hatte. Wenn du den hast, kannst du also immerhin Klassenausflüge begleiten, wo geschwommen werden darf. Soweit ich weiß kann man mit egal welchem Fach diesen Schwimmschein machen, ist immer gern gesehn.

    Mal objektiv betrachtet... ich hatte in Englisch in der Oberstufe 14 Punkte und ich habe keine Grammatikfehler gemacht, hatte ein “Sprachgefühl“, also musste über Grammatik nicht nachdenken. Es gab kaum eine Vokabel, die ich nachschlagen oder noch neu “lernen“ musste. Wer Fehler macht, hat halt keine 1 mehr, wenn der Grammatikstoff vorher schon sitzen sollte.


    Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass nur über Noten diskutiert wird, wenn man es zulässt und besonders an Gymnasien und in der Oberstufe... begründe die Noten anhand der Kriterien und das ist dann schon richtig so.

    Allerdings habe ich nicht die finanziellen Mittel, das wirklich durchzuziehen.

    Dann spare sie dir an. Als Single müsste doch einiges sparbar sein, oder hast du so eine teure Wohnung?


    Ich hab bereits gekündigt und will auch zurück an meinen Wunschort, für den Umzug an sich hoffe ich, dass 3000€ reichen. Sorgen macht mir eher, wie ich Umzug und neuen Job am besten time, damit ich nicht vor Stress durchdrehe...

    Ein Zertifikatskurs wird doch an anderer Stelle beantragt. Entweder du musst mit dem Arbeitsvertrag was unterschreiben/wirst angemeldet oder wenn du schon eine Stelle hast musst du dich dafür anmelden über die Schulleitung/dich bewerben dafür. Die Plätze sind begrenzt. Ich hatte Kollegen, die jahrelang einen Kurs machen wollten bzw. es gab eine Art Warteliste. Wenn du allerdings ne Stelle hast wo du dich um die zu kriegen verpflichten musstest, einen Kurs zu machen, dann solltest du schon mal nachhaken bzw. wäre es dann komisch, wenn du den Kurs dann nicht machen darfst.

    In den Neuen Ländern ist die Einstellungschance meist größer, grad im ländlichen Bereich. In NRW werden z.B. massig Leute ausgebildet, viel mehr als benötigt, in Sachsen/Sachsen-Anhalt in den letzten Jahren nicht und die haben jetzt ein Problem...
    Nicht empfehlen... naja ich finde das Arbeiten ist anders als in den alten Ländern, aber das ist subjektiv. Ich habe im Osten mehr schlechte Erfahrungen gemacht mit Zusammenhalt im Kollegium/Hilfsbereitschaft. Auch finde ich, das erwartete Arbeitspensum ist höher. Es hängt aber von der einzelnen Schule ab, hatte auch zwei gute Erfahrungen im Osten.


    Ich find auch man sollte gucken wo man leben will. Ich dachte mir z.B. gehste für Arbeit in die Kleinstadt aber das war absolut die falsche Entscheidung, ich werd wieder zurück gehen in die Großstadt, auch wenn's da erstmal nur Vertretungsstellen gibt. Aber wenn man mit dem Drumrum unzufrieden ist, kann man auch nicht als zufriedener Mensch Schüler unterrichten.


    Nds. hab ich mal gehört soll von den Rahmebbedingungen (Bezahlung etc.) nicht so gut sein.

    Ich musste zum Glück kein Abi in Mathe machen, durfte ich durch Bio ersetzen (in Brandenburg 2005). Ich hatte in Mathe immer irgendwas zwischen 10 und 12 Punkten (also immer knapp an der 1 vorbei in den Klausuren, bis auf einmal, wo ich ne 1+ geschrieben hab...). Ich hab dann n halbes Jahr was mathelastiges studiert, das ging üüüberhaupt nicht, hab dann zu den Geisteswissenschaften gewechselt.
    Deshalb denk ich auch, ob man nun Abi in Mathe machen muss oder nicht, es sagt nur begrenzt was drüber aus, inwiefern man dann den Anforderungen in einem Studium gerecht werden kann. Natürlich sollte man, wenn man Physik studieren will, bis zum Abi Mathe machen und da mehr als 5 Punkte haben, aber das reicht meiner Erfahrung nach nicht, um im Studium klarzukommen, es kann auch dann völlig daneben gehen.


    Zu der Frage, ob ich Historiker oder Geschichtslehrer bin, denke ich, dass auch das vom Einzelfall abhängt. Es gab an meiner Uni Leute, die wirklich "nur Lehramt" studiert haben mit Augenmerk darauf, was man später mal braucht. Andererseits hab ich auch die gleichen Veranstaltungen besucht, wie die Magisterstudenten/Bachelors/Master und das hat wenig mit Schulstoff zu tun, sondern ist eben Fachwissenschaft und ich finde auch, dass ich als Lehrerin die Fachwissenschaftlerfähigkeiten täglich brauche, wenn auch viel von dem Stoff, der an der Uni vermittelt wurde, in keinem Lehrplan auftaucht.

    War ja an mehreren Schulen schon und überall war es etwas anders: eine Schule hatte teilweise mit Bereitschaft oder fest geplanten Mehrstunden + Vertretungsplan gearbeitet.
    Ne andere hat Kurse (mit 6 SuS pro Kurs) relativ regelmäßig zusammengelegt. Die Differenzierung war dann halt aufgehoben. Wenn dann zwei von drei Lehrern da waren, haben wir auch im Team alle unterrichtet statt uns den übrigen Kurs aufzuteilen (alle SuS waren aus einer Klasse jeweils).
    Doppelbesetzung gibt es leider längst nicht überall, wenn dann wurde die natürlich aufgelöst bzw.fand halt fast nie statt. An der Grundschule wo ich war, war eigentlich alles doppelt gesteckt aber es war fast immer jemand krank. Die SuS wurden oft auch später bestellt oder eher heimgeschickt.
    An der letzten Schule jetzt wurde immer Fachunterricht vertreten, also es war immer festgelegt, welches meiner Fächer ich dann unterrichten soll.
    Auch ob Material vorliegt ist sehr unterschiedlich, an einer Schule und Grundschule war das immer der Fall, an anderen Schulen gar nicht...
    Was mir noch nie passiert ist, ist, dass ich eher kommen musste.

    Hast du schon drum gebeten, die Ferien mit zu bezahlen? Würde ich auf jeden Fall machen.
    Wie lang läuft der Vertrag schon? Wenn ich das richtig in Erinnerung hab, sind nach einem halben Jahr immer die Ferien mit zu bezahlen, also wenn du den Vertrag seit Schuljahresbeginn hast.


    Ansonsten hast du tatsächlich auf jeden Fall den Urlaubsanspruch von Januar.


    Mir ist sowas noch nie passiert zum Glück, grad krieg ich am Vertragsende (der ging nichtmal ein halbes Jahr) zwei Wochen Ferien bezahlt. Habe nur einmal danach gefragt. Ansonsten guck ich bei Neuverträgen immer, dass die Ferien mit drin sind oder frag auch da nach, warum nicht. Lasst euch nich alles gefallen. Natürlich darf man sich da aufregen!

    Ich verstehe nicht ganz, was gegen das Referendariat spricht, wenn du ohnehin Lehrer werden willst? Die 10 Wochen sind doch ziemlich wenig und wenn das Ref nicht klappen sollte, hast du ohnehin ein sicheres zweites Standbein durch das Studium. Und auch dann kannst du ja pädagogisch tätig sein, nur halt in anderem Rahmen.

    • Die Belastung durch die Fortbildung ist in NRW nicht sehr hoch, wenn man bereits ausgebildet ist für Sek II. Man macht ja die Grundschulfortbildung, um in den 2 Jahren besser zurechtzukommen und nicht, um ganz auf Grundschule umzusatteln. Es ist also kein Ref oder so. Ich habe die Fortbildung gemacht, da ich eine “feste Stelle“ mit Befristung hatte mit der Option, ganz an die Grundschule zu wechseln, ich hätte also nach ca. nem halben Jahr die Entfristung bekommen oder, wofür ich mich entschieden hab, nochmal ein halbes Jahr Verlängerung aber mit Befristung, nochmal verlängern wär dann nicht möglich. Diese Entfristung ist quasi ein Laufbahnwechsel, ich wollte aber nur überbrücken, bis ich eine Stelle in meiner Schulform habe. Die Fortbildung waren 4 Wochenenden (Freitag, Samstag), am Freitag entfiel der Unterricht und das Land hat am Fortbildungsort Einzelzimmer gestellt zur Übernachtung. Ca. 1 solches Wochenende pro Monat.

    Ob dann bei einem Laufbahnwechsel noch mehr kommt, weiß ich nicht, aber bei diesem Modell, wo man später in die Sek 2 kommt, würde das keinen Sinn machen, da man ja nur aushilft, aber nicht dauerhaft Grundschullehrer ist. Warum sollte man dann eine umfangreiche Nachqualifizierung bekommen?

    Bei uns wurde neulich auf ner Dienstbesprechung festgelegt, dass Whatsapp für dienstliche Kommunikation tabu ist. Weil die dort kommunizierten Dinge dem Datenschutz unterliegen und die Daten dann aber Whatsapp/Facebook gehören. Also ich versteh es so, dass ich auch z.B. dem Kollegen nicht die Note von Schüler X schnell per Whatsapp schicken darf.


    Mit Schülern kommuniziere ich ausschließlich persönlich oder in besonderen Fällen per Dienstmail, vorausgesetzt es gibt sowas (in NRW war z.B. lediglich meine Privatmail im Schulverteiler, Schüler haben da keinen Zugang und kriegen diese Adresse auch nicht).


    Whatsapp fällt schon deshalb flach, da ich da meine Privatnummer Schülern bekannt geben müsste und ein Diensthandy selbst zu zahlen fällt mir nicht im Traum ein. Also die einzige Nummer, die jemand hat, ist die der Schule.


    Die Schüler können aber gern untereinander Hausaufgaben etc. per Whatsapp teilen.

    Mir passiert dieser Kontrollverlust ehrlich gesagt dermaßen oft, dass ich jetzt nicht weiß, ob ich Angst vor meiner Zukunft haben soll oder ob der Fadenstarter einfach nur sehr perfektionistisch ist. Mal davon ab, dass ich wirklich bisschen Probleme hab mit Disziplin: ich finde es absolut menschlich, dass man selten mal die Kontrolle im Klassenzimmer verliert. Oder über sein Essverhalten. Oder über die Ordnung zu Hause... ich denke auch felsenfest, dass seltener Kontrollverlust im Klassenzimmer NICHT dazu führt, dass einen Generationen von SuS nie wieder im Leben ernst nehmen. Ich hatte z.B. letztens einen erkältungsbedingten Hustenanfall und die SuS mussten warten/hatten Leerlauf/ich musste kurz raus. Passiert. Ist natürlich doof, aber so Lehrer ohne jeglichen Kontrollverlust, die gibt es nicht. Die Vorstellung ist auch irgendwie gruselig.


    Ehrlich, für mich ist es wirklich Alltag, dass Schüler nicht machen, was sie sollen. Und dass ich mir dann irgendwelche Konsequenzen ausdenken muss...

    Meine eine Fachleiterin wollte es genau so, nur die zweite Hälfte der Doppelstunde sehen. Die kam dann einfach rein, nix mit nochmal Begrüßung usw. Sie wollte in einem Besuch den Einstieg sehen und im nächsten dann das Ende, immer mal abwechselnd. In meiner UPP haben die SuS auch nur den AFB 2 präsentiert und die Deutung zu einer Karikatur gemacht, das Beschreiben und die historische Einordnung hatten wir in der Stunde davor schon gemacht, die war aber an einem anderen Tag, also bin ich dann schon ganz normal eingestiegen in der UPP, passend zu dem, was dann am Ende rauskommen sollte.


    Meine Fachleiterin und auch die anderen Prüfer (hatte Fremdprüfer) waren der Meinung, dass eine Geschichtsstunde mit allen AFBs grundsätzlich nicht in eine Einzelstunde passt und durchaus auch auf 4 Stunden als kleine Sequenz angelegt werden kann...


    Hier wo ich jetzt bin, wird Geschichte teilweise einstündig unterrichtet und ich habe auch schonmal hospitiert beim Kollegen, der in dieser Zeit wirklich ne runde Stunde hinbekommen hat. Da war aber die Arbeitsphase Einzelarbeit und das Ende nur mündlich, also nix mit Schüler schreiben Folien voll und präsentieren dann noch was...

    Ich hab in meiner Grundschul IVK gar nichts großartig unnormales wahrgenommen außer einen Jungen der nah am Wasser gebaut war. Einer war auch wirklich stark entwicklungsgestört, aber der hatte keine Kriegserfahrung. Generell waren die Kinder gemischt, viele auch aus Bulgarien, Rumänien, Roma, Italien, Polen usw.


    Bei den großen an der Gesamtschule waren auch alle entweder normal (bis auf dass sie halt kein Deutsch konnten) oder GB Förderschüler oder halt verhaltensauffällig, aber in dem Rahmen, wie er auch unter den anderen Schülern ohne Fluchtgeschichte vorkam.

    Ich würde da an deiner Stelle gegenüber Kindern und Eltern klare Kante zeigen. Es gab in der Klasse einen Lehrerwechsel, der wurd von oben beschlossen und den müssen sie schlucken, ohne Diskussion. Wo gibts denn sowas, dass Schüler und Eltern sich die Lehrer aussuchen? Wenn sie ein Problem damit haben, wer Lehrer in der Klasse ist, dann müssen sie damit zur SL, die darüber dann sicherlich nur lachen wird. Aber es gibt ihnen nicht das Recht, pauschal an deinem Unterricht rumzumeckern oder sich auf einmal nicht mehr an die Verhaltensregeln zu halten etc.
    Ansonsten dauert es, bis man richtig “Klassenlehrer“ ist und klar solltest du bei der Klasse jetzt besonders investieren. Aber meine Klasse wo ich so Vertretung war mochte mich auch nicht... bis ich dann die Schule gewechselt hab, da war die Freude mich zu sehen bei einem Besuch genau so groß als wäre es jeder andere von denen geliebte Lehrer, der sie besucht.

    Komischerweise hab ich ein ziemliches Problem mit unruhigen Klassen aber in Einzelarbeitsphasen eher nicht. Man muss halt ständig beobachten (Rundumleuchte) und vor allem dann selber ruhig sein, dann fangen die irgendwann an. Wenns gar nicht geht, kann man z.B. ankündigen, welche zur Benotung einzusammeln. Die, die nicht ruhig sind für die X Minuten. Wer nicht ruhig ist, arbeitet ja fast immer auch nicht und hat so schlechte Noten sicher, also arbeiten sie dann ruhig. In Klassen, wo die Noten egal sind, hilft aber wirklich bei mir nur ständiges Beobachten...

    Da das schon mehrfach vorkam: Ich frage mich ja schon, wie man Oberstufenklausuren in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern "korrekturfreundlich" stellen soll.

    Na einen Erwartungshorizont erstellen, richtige Lösungen abhaken, richtige Lösungen die nicht draufstehen bei einzelnen SuS auf dem Bogen ergänzen. Alle “offenen“ Lösungen im EWH mit z.B. auflisten, damit man Spielraum hat. Ich bewerte im AFB 3 grundsätzlich, ob der Schüler eine Meinung klar festgelegt hat (zustimmung, ablehnung dazwischen...) und wie ob er sie sprachlich, argumentativ schlüssig und mit Fachwissen/Textbezug begründet hat und nicht so sehr ob der Inhalt genau zum Erwartungshorizont passt. Da kriegt ein Schüler, der alles nennt aber nix begründet auch mal weniger Punkte als einer, der nur zwei Aspekte richtig ausführt und wo das Ganze nachvollziehbar und klar formuliert ist. Die SuS wissen eigentlich, dass bei diesen Aufgaben kein stumpfes Abhaken stattfindet.

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