Beiträge von state_of_Trance

    Auf das Ziel, dass möglichst viele Schüler eine möglichst gute Note bekommen, weil sie aus deinem Unterricht möglichst viel mitbekommen haben, kannst du dich aber einlassen, oder? Dass das in der Praxis schwierig ist, weiß ich natürlich.

    Darauf kann ich mich einlassen. Es entspricht aber nicht ansatzweise der normalen erwartbaren Leistungsverteilung, dass alle auf 2 und besser stehen. Das ist eine selten vorkommende Anomalie.

    Für mich ist das unverständlichste an der ganzen Geschichte, dass irgendjemand das mit dem "Verkaufsaufkommen" glaubt und dann auch noch so tut, als wäre es dann nicht Schuld der Schülerin.

    a) Sie kommt mit dem Fahrrad, das Verkaufsaufkommen ist völlig egal.

    b) Es ist ihre Verantwortung püntklich zu sein, so wie es in jedem normalen Beruf auch so ist.

    Das hätte ich der sofort um die Ohren geworfen.

    Die KuK werden es aber nicht hinbekommen, die SuS gezielt auf die ZP10 vorzubereiten. Mir fehlt zum Beispiel der Vergleich von Sachtexten. Sachtextanalysen haben wir geschrieben, auch in einer KA, aber einen Vergleich habe ich noch nicht mit den SuS gemacht. Und sowas setzt mich extrem unter Druck.

    Daher überlege ich wirklich, ob ich nicht doch - nur dieser Klasse und evtl. Meinen 2 9er Gruppen - Deutschaufgaben zu stellen.

    Die sollen doch keine schlechte ZP10 / KA schreiben, weil ich ausfalle. Das ist für die SuS auch total unfair.

    Sowas (!) macht krank. Tu dir einen Gefallen und hör auf so zu denken. Als könnten die Kollegen denen den Sachtextvergleich nicht erklären. Oder sie ihn sich selbst angucken. Die Verantwortung darf man bei Zehntklässlern auch mal abgeben.

    Im Pädagogikseminar meines Referendariats hieß es: Ihr Ziel muss bei jeder Arbeit ein Schnitt von 1,0 sein. Alle Schüler haben alles verstanden.

    Was ein absoluter Schwachsinn. Selbst, dass alle eine 2 haben ist nicht realistisch. Das würde bedeuten, dass alle die Leistung "voll erbringen" würden. Das ist schon unrealistisch.


    Dass eine ganze Klasse eine 1 schreibt, also "in besonderem Maße" die Inhalte abrufen konnte, heißt wohl eher, dass die Klausur zu leicht war und keinen echten Transfer hatte.

    Zumindest im Abitur zählt das bei uns nicht als Positivkorrektur. Dort ist ausdrücklich vorgeschrieben, dass sich die Note aus den Randkommentaren ergeben soll und bei zB einer sehr guten Leistung auch entsprechend positive Randkommentare deutlich überwiegen sollen.

    In Physik bedeutet das bei mir, dass ein S mit 15 Punkten sicher mindestens 20 Kommentare der Form "Gelungene Auswertung der Messreihe" oder "Lena leitet die gegebene Formel erfolgreich her" am Rand hat. Ich Bilanziere im Prinzip zu jedem Operator mit mindestens einem kurzen Satz, egal ob richtig oder falsch.

    Um jetzt mal nochmal zum eigentlichen Thema zu kommen: Da zeigt sich ein Vorteil in NRW. Solche Anmerkungen sind in NRW im Abitur nicht notwendig, man trägt dann einfach kommentarlos die volle Punktzahl in der Tabelle ein.

    Und wenn derjenige diese Beschäftigung jetzt schon im Beruf machen würdet, würde er (wieder: auch state) diesen wahrscheinlich auch beim Lottogewinn nicht aufgeben.

    Etwas als Erwerbsarbeit zu tun, ruiniert jeden Spaß. Ich kenne z.B. Leute, die unbedingt in der Videospielindustrie arbeiten wollten (habe ich früher auch überlegt), die tatsächlich zu verrichtende Arbeit entspricht aber nicht unbedingt dem Hobbyprogrammieren oder gar dem, was der Konsument tut.

    Das könnte daran liegen, dass es neben der professionellen Seite unseres Berufs eben auch die menschliche Seite gibt, da wir Kinder/Jugendliche/junge Erwachsene erziehen, beraten, begleiten etc. Deine Haltung in zugespitzter Form lese ich so, dass die SchülerInnen zu Objekten meines professionellen Handelns gemacht würden, für das ich eben bezahlt werde.

    Ich sehe meine SchülerInnen aber nicht als Objekte.

    Ich weiß nicht, ich kümmere mich um ihre Probleme und begleite sie. Aber das tue ich, während ich in der Schule präsent bin. Das nehme ich nicht mit nach Hause und definiere mich nicht dadurch.

    Wie ich es beobachte gehen diesen Beruf lieben und daran zerbrechen häufig Hand in Hand.

    Ehrlich, warum kündigst du nicht? Du bist in meinen Augen noch so jung und kannst doch nicht dein ganzes Leben in einem Beruf bleiben, den du gar nicht magst.

    Hä? Ich habe doch mehrfach dargelegt, dass ich ihn als Arbeit ok finde. Die Vorteile überwiegen für mich. Aber ich hänge nicht dran.

    Ich habe das Gefühl, dass sich viele Lehrkräfte einfach nicht vorstellen können, diesen Beruf einfach professionell fürs Geld zu machen und damit gut klar kommen.

    Danke Chili.

    Ich bin sehr gut darin meine Arbeit, wenn sie anfällt, gewissenhaft zu erledigen. Trotzdem könnte ich gut und gerne darauf verzichten. Ich habe es doch schon gesagt: Wenn man voraussetzt, dass eine Arbeit nötig ist, macht mir meine prinzipiell meistens Spaß. Das merken übrigens auch meine "Kunden". Das heißt aber doch nicht, dass es mein Hobby wäre immer wieder Leuten beizubringen Nullstellen zu berechnen.

    Das Kind (4 Jahre alt) spricht perfekt Deutsch in der Kita und mit Deutschen, einigermaßen passendes Japanisch für sein Alter und mit dem Papa spricht er schlechtes Deutsch. Was ich sagen will: er hat schon verstanden, dass der Papa eine andere Sprache spricht und antwortet ihm in seiner Sprache. Nicht Japanisch sondern Deutsch mit falscher Aussprache und komischer Grammatik ...

    Darüber musste ich gerade echt lachen. :D

    Seit auch Aldi und Lidl immer häufiger Selbstscankassen haben, gehe ich deutlich lieber einkaufen. Aber ich hab es prinzipiell immer gemocht. Es ist für mich auch Teil einer Reise die örtlichen Supermärkte zu "looten".

    Kochen mach ich gerne, wenn ich viel Zeit dafür habe. Ohne Arbeit hätte ich die ja, da könnte ich es also auch wieder selbst machen.

Werbung