Beiträge von s3g4

    Klar darfst du das. O. Meier wollte nur mal wieder gegen das Autofahren wettern.

    Das solche Aussagen am Ende niemanden vom gewünschten Ziel überzeugen ist auch keine Neuigkeit (siehe militanten Veganer, die sich im Veganerumfeld gegenseitig zerfleischen [oder zerpflanzen?], wer denn jetzt der richtige Veganer ist).

    Am Ende ist sportliche Betätigung für jeden Menschen wichtig, dem muss man sich Bewusst sein und das entsprechend passend in den Alltag einbauen. Das machst du doch, also passt das.

    Und ich habe festgestellt: ohne Fitnessstudio mache ich einfach gar nichts sportliches. Außer im Urlaub wandern und klettern. Ich finde 1000 Ausreden. Meiner Freundin geht’s genauso, so dass die Fahrt (ja, mit dem Auto) wenigstens zu zweit erfolgt.

    Das ist richtig, ist bei mir auch so. Ich gehe an diesen Ort und bin dann "gezwungen" mit zu betätigen. Selbst wenn ich gerade nicht richtig Lust habe, bin ich eben dort und habe keine andere "Wahl".

    Ich bewundere Menschen, die das auch Zuhause können.

    Ich muss es einfach so sagen, aber ich bin nicht ausreichend diszipliniert, um es anders zu machen. Dafür kann man mich gern verurteilen. Ändert trotzdem nichts an meiner Faulheit.

    Ich bin auch sehr faul, deswegen mache ich es genau so. Ich bin auch hinterher immer froh, dass ich dort war weil es mir gut tut. Verurteilen sollte man so oder so niemanden.

    Wer nie verbeamtet wurde, verliert bei einem Jobsechsel auf der Haben-Seite nichts, was er bereits an Rentenansprüchen erworben hat

    Richtig, wer nie beamtet war, hatte nie Aussicht auf eine gute Altersversorgung (ohne privat Vorsorge). Was ist denn dein Punkt?

    Chilli und ich müssten mit der sehr unattraktiven Nachversicherung leben - das ist faktisch ein massiver Hinderungsgrund am Ausstieg.

    Richtig, ihr bekommt dann einfach die gleiche Rente alsob ihr immer in der DRV gewesen wärt. Gleiches passiert, wenn man den AG wechselt und auf einmal keine betriebliche Altersvorsorge mehr hat.

    Und ich lebe nicht bei den Schlümpfen, mir ist klar, dass es Grenzen an der Freiheit gibt, aber MIR wäre es lieber, wir wären keine Beamten

    Du hättest dich auch anstellen lassen können.

    Wenn ich wüsste, meine bisherige Erfahrung wird mir im TV-L 13 anerkannt, wäre ich trotz Pensionsverlust vermutlich schon weg gewesen (und hätte es vielleicht bereut, who cares..)

    Du würdest den Schuldienst verlassen, wenn du Angestellte wärst? Ich verstehe deine Ansicht schon sehr gut, aber das ist doch unlogisch.

    und nur, weil jemand nicht mehr vor der Klasse stehen kann, ist er ein organisatorisches oder didaktisches Genie. Da sollten die paar Stellen weiterhin nach Kompetenz besetzt werden.

    Da mag schon was dran sein, allerdings werden an den Behörden sog. Schulflüchtlinge gar nicht gerne gesehen. Was ich auch ein Stück weit verstehen kann.

    Was eigentlich schade ist. Leute, die nicht mehr unterrichten können, könnten Abiturprüfungen und Feststellungsprüfungen usw. erstellen, zentrale Abschlussprüfungen korrigieren (das müsste meines Erachtens eh endlich zentral passieren!), aus der Distanz Schulfahrten organisieren, Modellreihen entwickeln, in den Fremdsprachen einen Pool von Hörverstehensaufgaben zusammenstellen, für die einzelnen Fächer regelmäßig "Aktuelles" recherchieren und aufbereiten, Schüler in Präsenz oder per Distanzunterricht auf Sprachzertifikate vorbereiten, statt das Lehrkräften als AG aufzubrummen... es gäbe so viele Optionen, sinnvoll zuzuarbeiten und unterrichtende Kollegen zu entlasten.

    Kein Land kann sich ein solches Auffangbecken leisten. Das hört sich in der Praxis nach einer sehr sehr teueren Beschäftigungstherapie an.

    Kann ja auch jeder machen wie er mag. Allein die Feststellung, dass es nicht sonderlich bewegungsfreudig ist, dass Menschen mit Auto statt mit Rad zum Fitnessstudio und überall sonst hinfahren, ist halt trotzdem korrekt.

    Ich kenne Jugendliche auf dem Land, die überall hinkutschiert werden, obwohl ihre Eltern selbst als Jugendliche mit dem Rad fahren mussten. Jeder kann sich fragen, warum ihm oder ihr keine 10 Radkilometer mehr zuzumuten sind, angesichts der CO2-Problematik muss er sich die Frage auch von anderen gefallen lassen, finde ich.

    Worum geht's denn jetzt? Lieber kein Auto fahren und kein Sport machen? Muss auch mit dem Fahrrad vorher gefahren werden, sonst zählt das nicht.

    Ja es wird sich zu wenig bewegt.

    ich befürchte, mein Horizont ist breiter als deiner, denn unter "woanders arbeiten" verstehe ich nicht die Möglichkeit, sich innerhalb des Systems für einen der begehrten Auslandsposten zu bewerben, sondern WOANDERS, nicht in der Schule.
    Die systeminternen Möglichkeiten wie Abordnungen und Auslandschuldienst sind mir bekannt, ich nutze gerne das, was zu mir, meinen Kompetenzen und meiner Familiensituation passt, aber eine komplette Freiheit ist es nicht.

    Was du dir vorstellst ist aber nirgendwo einfach so möglich. Du kannst immer deinen Job verlassen und wo anders was neues machen. Wenn man das unbedingt will, dann steht das Beamtentum dir nicht im Weg. Du kannst auch theoretisch wieder eingestellt werden bis zu einem gewissen Alter. Ob das auch passiert steht auf einem anderen Blatt.


    Eine komplette Freiheit ist eine Illusion, sowas wirst du nirgends bekommen.

    Danke für diese Ergänzung.

    Die von s3g4 angeführte Option des Ersatzschuldienstes kommt auch noch dazu. Da fehlen mir aber konkrete (eigene) Erfahrungswerte wie Wissen.

    Richtig, aber wieso ist mein Beitrag weg?


    Naja mir ist auch noch eingefallen, dass man sich in die übergeordnete Personalvertretung wählen lassen kann. Bei uns ist das Gesamtpetsonalrat an den Schulämtern und der Hauptpersonalrat im Ministerium.

    NRW - aber abhängig von den Fächern, die man studiert hat:

    > Physik: Wechsel in die freie Wirtschaft, wenn man (nach der alten Prüfungsordnung zu Zeiten von Lehramt/ Diplom) auf Diplom mitstudiert hat (oder ggf nachstudiert um die fehlenden Leistungsnachweise zu erbringen)

    Kann man machen, dann ist man aber außerhalb des Systems.

    Wieso fühle ich mich nicht als Leibeigener? Oder will ich es nur nicht wahrhaben, wie einige Küchenpsychologen mir suggerieren würden?

    Stockholmsyndrom ;)

    Weil man die ‚Fesseln‘ erst merkt, wenn man sich bewegen will und es nicht kann.

    Nicht jeder hat die Kompetenzen und/oder das Glück, um Nebenwege einzuschlagen.

    Und trotzdem sind die Gefühle von Menschen, die einen Teil ihrer Freiheit, weder erfunden noch falsch und zum Belächeln.

    Für mich ist das Beamtentum ein goldener Käfig. Ich hadere damit, aber geniesse gerade krasse Vorteile davon und das weiß ich auch. Da ich auch realistisch bin (jede Schule ist ein Kompromiss), arbeite ich eher daran, dass der Job ein Job ist, als daran die perfekte Schule zu finden und zu gestalten.

    Ist es ein Käfig, weil man nach dem Ausscheiden diese Privilegien wo anders nicht mehr bekommt oder wie soll ich das verstehen?

    Jeder kann um Entlassung bitten und dann eben was anderes machen.


    Jeder Job (auch Selbstständigkeit) ist ein Kompromiss.

    So richtig, erst ca. ein Jahr bevor ich in den Vorbereitungsdienst gestartet bin. Vorher habe ich mir selten Gedanken darüber gemacht was ich mal arbeite. Das hat sich immer alles irgendwie ergeben, eigentlich genau wie jetzt auch. Ich passe mich einigermaßen der Situation an und entscheide entsprechend dem was sich mir bietet. Damit bin ich bisher eigentlich ganz gut gefahren.


    Wie machst du das?

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