Beiträge von Conni

    Danke für die Infos! Dass es an Grundschulen keine Beförderungsstellen gibt, wusste ich nicht.

    Ich habe in diesem Thread auch nur gepostet, weil es im Threadtitel heißt "...insbesondere Grundschulen" - dem hatte ich nicht entnommen, dass nicht auch Lehrkräften anderer Schulformen dazu etwas schreiben sollten.

    ...

    Aber andererseits möchte ich gerne richtigstellen, dass eine Lehrkraft mit A14 an einer BBS auch ziemlich umfangreiche Zusatztätigkeiten übernimmt und wirklich etwas für ihr Geld tut. Auch mit der Erstellung der Zeugnisse ist unser A14-Kollege zweimal im Jahr (zu den Halbjahres- und den Jahreszeugnissen) definitiv mehr als ein Stündchen beschäftigt.

    Es ist völlig legitim, wenn du hier schreibst - nur wundert es mich, dass du dich dann über die Reaktionen von GS-Kolleginnen wunderst.

    Grundschulzeugnisse ohne Noten sind eine Beschäftigung, mit der man mehrere Wochenenden zu tun hat, ich habe in den ersten beiden Schuljahren damals ab Himmelfahrt bis zu den Ferien jedes Wochenende durchgearbeitet. Danach hatte ich Bausteine, das sparte ein wenig Zeit.

    In der Zeit als Teamleiterin und FK-Leiterin habe ich für E11 massig was getan. Die von dir genannte Liste für A14 beeindruckt mich wenig.

    Um das mal klarzustellen: mit diesen A14-Stellen ist nicht nur die Zeugnisschreibung bzw. "-druckerei" verbunden, sondern - je nach Abteilung und nach Lehrkraft - auch noch andere Tätigkeiten. Der "Zeugnisdrucker" aus meiner Abteilung ist beispielsweise u. a. auch Teamleiter einer Fachgruppe, betreut unsere Homepage und ist für weitere "PR-Arbeit" zuständig. Jetzt zum Schuljahresende bzw. im Laufe des zweiten Halbjahres müssen für die insgesamt 25 Klassen (Berufsschulklassen und Vollzeitklassen) in unserer Abteilung - dazu muss ich sagen, dass dies die größte Abteilung an unserer Schule ist - Zeugnisse erstellt werden. Bei 20 bis 25 SuS pro Klasse reden wir da also über 500 bis 600 Zeugnisse. Wir sind halt eine große BBS.

    In diesem Thread geht es insbesondere um die Grundschule. Also antworten dir Grundschullehrer. Bei uns gibt es keine Beförderungsstellen. Die o.g. Aufgaben (zum Teil andere, weil eine GS andere Bedingungen als eine BBS aufweist) werden mehr oder weniger gerecht verteilt.

    Teamleitung (inklusive 2 Stunden Teamsitzung, Vorbereitung derselben, 1 bis 2 Stunden Teamleitersitzung, ständiger zusätzlicher Aufgaben), Fachbereichsleitung und dazu Zeugnisse in der 1. bzw. 2. Klasse (das sind lange Zeugnisse, an denen man viel Zeit verbringt, vermutlich mehr, als am Seriendruck von 500 Zeugnissen) kamen an meiner alten Schule eben dann zusammen. Deshalb wird hier so reagiert.

    Beim stöbern im Netz ist mir folgendes Video untergekommen: https://www.youtube.com/watch?v=wgOaAm-gjb4

    Darin wird eine Frau, die bei einer Demonstration das Grundgesetz zeigt von einem Polizisten aufgefordert, das zu unterlassen, weil es als politische Meinungsäußerung nicht erwünscht wäre. Dieser Aufforderung wird Nachdruck verliehen durch die Androhung einer Verhaftung. (So habe ich das verstanden)

    Hä?!?! Eine Demonstration ist doch per Definition eine politische Meinungsäußerung? Und ein (ich vermute) Beamter, der auch auf das Grundgesetz verpflichtet ist verbietet das zeigen desselben?

    Wie bitte ist das einzuordnen?

    https://www.volksverpetzer.de/aktuelles/fake…undgesetz-demo/

    Hier mal nur aus der Grundschule, bei uns gibt es keine Klassen-/Lehrerwechsel:

    Wir haben die Klasse in eine schneller lernende Gruppe und eine nicht ganz so schnell lernende Gruppe geteilt.

    Ich bereite den Präsenzunterricht so vor, dass er in beiden Gruppen in aufeinanderfolgenden Wochen ähnlich gehalten wird: Dabei haben die schneller Lernernden etwas tiefergehende Inhalte. Die Gruppe zu Hause bereitet die Inhalte vor und nach.

    Dazu habe ich ein paar kleinere Inhalte herausgesucht, die im Arbeitsheft so gut ausgeführt sind, dass die Kinder selbstständig lernen können. (In der Grundschule sind einige Materialien auf selbstständiges Lernen ausgelegt und die Kinder sind es aus der Schulanfangsphase gewöhnt, das ist hier der Vorteil.) Mit diesen Inhalten ergänze ich dann die Lernpläne für die Wochen zu Hause.

    Das sollte gut funktionieren (ab morgen sind die ersten in der Schule) und am Ende sollten alle die gleichen Inhalte geübt haben.

    Mal so zwischendurch. Heute in der Schule:

    Beim Betreten des Lehrerzimmers - Maske ab.

    ...

    Da fällt mir noch ein:

    Ich war auf dem Nachhauseweg mit Cowl (zu Deutsch: Multifunktionstuch, hier Maskenersatz von Albstoffe). Fragt eine Erzieherin: "Ist dir kalt, oder was?" Äh. Nein. Ich wollte mit Öffis fahren.
    "Ich verbiete den Kindern doch nicht zu singen."

    "Wir haben jetzt auch eine Gegenrichtung auf dem Flur aufgemacht, sonst haben die Kinder es so weit zum WC."

    Mal so zwischendurch. Heute in der Schule:

    Beim Betreten des Lehrerzimmers - Maske ab.

    Beim Gespräch - Maske ab.

    Abstand? Och, 70 cm reichen doch auch.

    Wenn die Maske über die Nase rutscht - mit der flachen Hand vorne drauffassen und zurechtrutschen.

    Auf dem Weg nach Hause (ok, das waren keine Kolleginnen): Maske ab, um sich in der Bahn besser unterhalten zu können.

    Und hier ist die Studie:

    https://www.atsjournals.org/doi/pdf/10.1164/rccm.202003-0821OC

    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann steht in der Studie, dass Asthmatiker mit Diabetes in der Vorgeschichte, Männer und Afroamerikaner mit Asthma gut beobachtet werden sollten, weil sie aufgrund der erhöhten ACE2- und TMPRSS-Expression einen schwereren Verlauf bekommen könnten. Asthmatiker, (die diese Bedingungen nicht erfüllen und) inhalative Kortikoide einnehmen (Asthmasprays mit Cortison), bilden weniger ACE2- und TMPRSS-Moleküle aus. Hier habe ich in der Studie keinen Satz gefunden, der da heißt "daher sind diese Asthmatiker weniger gefährdet" - aber es wäre die logische Schlussfolgerung.

    Verglichen wurde mit ICAM-1-Rezeptoren (Bindestellen für Rhinoviren) , welche bei Asthmatikern stärker ausgeprägt sind und bei denen weniger Unterschiede bzgl. der anderen Merkmale festgestellt wurden.

    Untersucht wurden 330 (im Mittel gut 48 Jahre alte und adipöse) Asthmatiker und 79 (im Mittel gut 40 Jahre alte und übergewichtige) Gesunde.

    Ich bin leider nicht Medizinerin genug, um sicher zu sein, dass ich das ganz richtig verstanden habe. Vielleicht könnten die Naturwissenschaftlerinnen unter euch nochmal schauen? :rose:

    Hier die Tagespresse dazu:

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/kortiso…9/25827528.html

    "Viele Patienten mit Asthma sorgen sich deshalb, ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus zu haben."

    Eigentlich sorgen sie sich nicht um ein erhöhtes Infektionsrisiko aber egal, Wortklauberei. Wo kommt denn diese Erkenntnis her?

    Sowas schreiben die "Lungenaerzte im Netz". https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/me…vid-19-gefaehr/

    Ich sorge mich auch nicht um ein erhöhtes Infektionsrisiko - solange ich nicht in einem Raum mit vielen aerosolerzeugenden Menschen bin und mir niemand ins Gesicht hustet. Ich sorge mich um einen schwereren Verlauf - und hier trennen die Netzlungenärzte nicht. Die sagen: "kein erhöhtes Infektionsrisiko" --> "kein Risiko für schweren Verlauf". Diese Logik könnte man auch auf jemanden mit einem schweren Herzfehler anwenden, der keine immunsupprimierenden Medikamente nimmt und doch wohl trotzdem zur Risikogruppe zählt. Ich finde es extrem unlogisch, da es aus meiner Sicht 2 Paar Schuhe sind. Es ist keine Wortklauberei, sondern hier wird aus meiner Sicht unzulässig und mich absolut nicht überzeugend vermischt.

    Die gegenteilige Meinung gibt es aus Schwabing, von dem Klinikarzt, der die Webastomitarbeiter behandelte:

    https://www.br.de/nachrichten/ba…station,Rtsb1BY

    Man kann sich auch hier im Kreis drehen.

    So leid es mir tut, und so sehr auch meine Ideale aus Studienzeit dahin sind: Ich muss Ilse hier zustimmen.

    Gerade im Vergleich meiner beiden Schulen: Ein Teil der Brennpunktschüler war schon zu Schulbeginn 2 (oder mehr) Jahre hinterher in einigen Bereichen. In der 3. und 4. Klasse hatten sie das nicht aufgeholt, eher im Gegenteil. Ich glaube auch nicht, dass es aufholbar ist, denn die Entwicklungsverzögerungen schränken die Kinder ja weiterhin ein.

    Konsequente Förderung der Motoroik und Sprache in den letzten beiden Vorschuljahren und Schuljahren könnte helfen, zumindest das Sprachverständnis so weit zu entwickeln, dass sie der Sprache im Unterricht folgen könnten.

    In Berlin gab es vor ein paar Wochen ein Schreiben mit vielen Wenn-Dann.

    Wir müssen im Prinzip ein normales Zeugnis ausstellen und benoten. Klassenarbeiten müssen von unseren 3./4. nicht mehr geschrieben werden, man kann noch einen Test schreiben oder Hefteinträge benoten etc. pp.

    Die Fachkonferenz darf entscheiden, ob in Deutsch die Teilbereiche benotet werden oder nur die Gesamtnote ausgewiesen wird.

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