Das allerdings wird mir dann schon hin und wieder mal vorgeworfen. Ständig kommt "ich weiß ja nicht, wie du das machst" mit mehr oder minder vorwurfsvollem Unterton.
Das habe ich auch schon oft erlebt, obwohl ich Teilzeit arbeite, allerdings immer mit einem recht hohen Umfang (ca. 80 %).
Die allermeisten Frauen, die wegen der Kinder in TZ gehen, sind auch noch in TZ, wenn die Kinder selber Kinder haben.
Und das ist an meiner Schule genauso und darüber wundere ich mich schon seit Jahren. Ich habe mir auch erlaubt, mal 1-2 Kolleginnen zu fragen, warum sie in TZ bleiben. Eine sagte, sie bleibe bewusst bei X Stunden, weil sie erfahrungsgemäß dann eine Deutsch-Klasse weniger hat (was ich noch gut nachvollziehen kann bei dem Korrekturaufwand in diesem Fach), die andere sagte: Ich wüsste sonst nicht, wie ich die ganze Hausarbeit schaffen soll... 
Aber es wird dann ja oft gepaart mit "du kannst ja nicht viel zeit für dein Kind haben".
Ja genau. Und was ist dann mit dem Vollzeit-arbeitenden Vater, der nur am Abend und am Wochenende Zeit für die Kinder hat? Dem wird das wohl eher selten vorgeworfen... Dabei kommt es ja auch darauf an, wie man die Zeit mit den Kindern verbringt und wie man sich seine Arbeit einteilt. Ich finde z.B. mein Mann hat viel "quality time" mit den Kindern, weil er sich oft explizit fürs Wochenende etwas mit ihnen vornimmt und sie sich auch mal was wünschen dürfen (Radtour, Kuchen backen, was auch immer). Gerade bei älteren Kindern, die schon zwangsläufig nicht mehr so viel Zeit mit den Eltern verbringen wollen, ist das ja kein Argument mehr, wenn man sich für Vollzeit entscheidet. Ich selbst überlege auch immer mal wieder, wann ich wieder auf VZ gehe (ich habe es auf jeden Fall irgendwann vor). Bei uns ist dann ganz klar, dass die Hausarbeit 50/50 aufgeteilt wird und die (dann größeren) Kinder auch mal hier und da was helfen. Aber ich "freue" mich schon auf die Sprüche der Kolleginnen... (s.o.).