Beiträge von Lehrerin2007

    Ich finde es immer niedlich, wenn kinderlose Menschen (am besten noch aus Großstadt xy) einem erzählen wollen, wie gut sie alles ohne Auto hinkriegen.

    Dazu kann ich auch etwas beisteuern: Unser damaliger Kindergarten hat wegen Personalmangels die Öffnungszeit von 7 Uhr auf 7:30 Uhr nach hinten verlegt. Wenn ich also zur 1. Stunde hatte (der Vater hat das andere Kind gebracht), hab ich das Kind quasi um 7:30 Uhr "reingeschmissen", bin - wenn alles gut klappte - 7:35 Uhr im Auto gesessen und war ca. 7:55 Uhr an der Schule, 7:57 Uhr im Lehrerzimmer, 7:59 Uhr im Klassenzimmer (2 oder 3x in der ganzen Zeit war ich erst 8:01 Uhr drin...). Mit dem ÖPNV wäre das niemals gegangen, denn für den Weg brauche ich locker doppelt so lange wie mit dem Auto. Selbst mit dem Rad wäre ich schneller, bis 8:00 Uhr hätte ich es aber auch nicht geschafft.

    Jetzt, wo die Kinder allein zur Schule gehen, kann ich gemütlich kurz nach 7 Uhr losradeln (außer, es schüttet aus Eimern oder ich bin total unfit) und kann viel öfter das Rad nehmen als früher.

    Ich kenne auch Familien, die wirklich alles mit dem Rad machen und die entsprechende Ausrüstung dafür haben (Anhänger, Regenklamotten für alle etc.), aber die haben meist kürzere Wege, sodass das praktikabel ist.

    1. Befürwortet ihr das 9-Euro-Ticket oder nicht?

    2. Werdet ihr euch das Ticket für einen/mehrere Monate kaufen?

    3. Werdet ihr (teilweise) auf den ÖPNV umsteigen und das (evtl. vorhandene) Auto öfter stehen lassen?

    4. Werdet ihr mit dem Ticket Familie/Freunde besuchen oder in den (Kurz-)Urlaub fahren?

    1. Unentschieden; für viele ist es sicherlich eine gute finanzielle Entlastung.

    2. Nein (Grund: das macht den überfüllten und unzuverlässigen, sowie sehr lange brauchenden ÖPNV nicht besser, also meinen Alltag auch nicht).

    3. Nein. Ich lasse das Auto schon so oft es geht stehen und nehme das Fahrrad. Damit bin ich auf fast allen Strecken, die ich zu bewältigen habe, schneller und ungestresster als mit dem ÖPNV.

    4. Nein. (ergibt sich aus 2. und 3.)

    Und große Teile sonstiger Kollegien. Ihr seid hier eine Lehrerforums-Bubble, die meisten Menschen gehen dem Virus deutlich gelassener entgegen. Fällt auch sehr im Supermarkt auf, es werden immer weniger mit Maske.

    Das hört sich an als würde keiner außer dir Menschen kennen, die nicht Lehrer sind. Ich kenne so einige nicht-Lehrer, die noch wesentlich vorsichtiger und ängstlicher waren als meine Kollegen und ich. Daher sehe ich hier keine "Bubble", wie du es nennst.

    (Auch bei uns im Supermarkt sehe ich bestimmt 80% mit Maske und sogar immer noch manchmal Leute auf der Straße mit Maske.)

    Habt ihr einfach bei den Kinderärzten nachgefragt, ob sie boostern würden?

    Wir überlegen, ob wir unsere Tochter jetzt boostern lassen, wenn wir einen Arzt finden, oder bis Herbst warten, wenn ein hoffentlich angepasster Impfstoff da ist.

    Ich habe auch eigenhändig nach einem Kinderarzt gesucht, der unter 12-Jährige boostert. Einer hat keine "externen" Patienten angenommen, ein anderer (Tipp unserer Kinderärztin, die jedoch selbst nicht gegen Covid impft) hat jedoch zugesagt, jetzt muss ich nur noch einen Termin ausmachen (beim 9-Jährigen war die 2. Impfung Mitte Januar, er hatte bis dato keine Infektion). Da die Zahlen immer noch recht hoch sind und nach den Ferien möglicherweise nochmal ansteigen, möchte ich ihn schon gern boostern lassen, da ja erst die 3. Impfung auch gut gegen Omikron wirkt (ob das bei der Kinderdosis exakt genauso ist, weiß ich allerdings nicht). Bis September zu warten (und wer weiß, ob man dann wieder bis Dezember auf die Stiko warten muss!?) ist es mir zu lang...

    Eltern mailen mir heute um 12, dass sie heute noch mit mir telefonieren wollen. Terminvorschlag heute Abend mit konkreter Uhrzeit und bitte nicht erst nach den Ferien. (Ich hatte was wegen Verhaltens bei einer anderen Kollegin eingetragen.)

    Es ist Sonntag, es sind Ferien.

    Eigentlich: Geht gar nicht

    (Es mag eventuell ganz wenige Ausnahmen geben, wo etwas ganz Besonderes vorgefallen ist, wo die Lehrerin helfen kann, wobei mir auch grad kein Beispiel einfällt; da würde ich das dann wohl auch versuchen).

    Hier auch alle Pools negativ (die mich / meine Familie betreffen).

    Am Montag saß noch eine Schülerin in der 1. Reihe, die am nächsten Tag positiv war (Schnelltest). Aber wir trugen beide FFP2 und das Fenster war auf; mittlerweile bin ich da überhaupt nicht mehr besorgt; die Situation hatte ich jetzt schon 100x und habe mich nie angesteckt... Mal sehen.

    Ansonsten: Ich habe gehört (das KMS dazu leider nicht gelesen bzw. nicht bekommen), dass Abiturienten auch an den Prüfungen teilnehmen dürfen, wenn sie infiziert, aber symptomlos sind. Eine generelle Testpflicht gibt es auch nicht mehr. Ich frage mich aber schon, wie das mit der Aufsicht geregelt ist und ob man gezwungen werden kann in einem Raum mit einem nachweislich Infizierten Aufsicht zu halten? Das finde ich schon irgendwie krass...

    Ich finde schon, dass da Klärungsbedarf ist. Nicht selten ist fehlende Wertschätzung (und da ist die dienstliche Beurteilung ja ein Teil davon) ein Grund, dass die Motivation flöten geht, obwohl man seinen Job eigentlich gern macht und sich gern engagiert.

    Ich würde das mal übers Wochenende setzen lassen, bis der "Schock" sich legt, mir die Dinge notieren, die du hier schon geschrieben hast, weshalb du deiner Meinung nach eine bessere Beurteilung verdienst und wirklich einen Termin bei der Schulleitung für ein Gespräch machen (also nicht so zwischen Tür und Angel), um das mit ihr zu besprechen. Eigentlich gibt es doch auch ein Beurteilungsgespräch dazu, bei euch nicht?

    Auch wenn es nicht zu einer besseren Note führen mag, kannst du zeigen, dass du nicht einverstanden bist, dich nicht wertgeschätzt fühlst, dafür dass du u. a. die Klassenleitung dieser schwierigen Klasse übernommen hast und zeigen, dass du das nicht einfach so hinnimmst.

    Viel Erfolg

    Ich finde WhatsApp oder Messenger generell keinen guten Weg, beruflich zu kommunizieren, es sei denn, man nutzt sie explizit nur dafür, aber die allermeisten Menschen werden die ja v. a. privat nutzen. Ich würde bei WhatsApp die Lesebestätigung ausstellen und auf keinen Fall den Eindruck erwecken, als wäre ich da immer erreichbar und dann erst antworten, wenn ich im Dienst bin oder entscheide, dass ich jetzt wieder oder noch im Dienst bin.

    Alternativ würde ich die KuK durchaus bitten, Messenger nicht mehr für beruflichen Austausch zu nutzen, da du sie nur privat nutzen möchtest. Das sollte jeder akzeptieren.

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