Beiträge von Palim

    Die AU ist by the way keine Sache des Gesundheitsamtes. Bei meinem Mann war es vor einigen Wochen auch ein ziemliches hin und her, letztendlich ist aber immer der Arzt zuständig eine AU zu schreiben, wenn man auf Grund der Erkrankung nicht arbeiten kann. Insbesondere auch dann, wenn man ansonsten im Homeoffice arbeiten könnte.

    Vielleicht ist das ein sinnvoller Hinweis, dass man sich die AU in jedem Fall ausstellen lässt, wenn man erkrankt und nicht allein die Isolation zu Hause abwartet, ohne dass eine AU vorliegt.

    Kommt es zu späteren Schwierigkeiten oder Erkrankungen, hat man die Tage schon mal für die 6 Wochen, die man für ein BEM bräuchte.

    Wo steht denn was davon?

    In der von gingergirl verlinkten Richtlinie, hatte ich ja schon oben drauf verwiesen und ausgeführt, warum Bewegung dienlich oder hindlich sein kann.

    Auch wenn man davon schreibt, dass man nicht das Niveau vor der Erkrankung erreicht, ist es ein himmelweiter Unterschied, ob man dann seinen Alltag nicht bewältigen kann oder die 15 km joggen um den See nicht mehr schafft.

    Ich finde es denen gegenüber hilfreich, die womöglich ratsuchend hier mitlesen und Symptome haben, die ihnen die Alltagsbewältigung unmöglich erscheinen lassen, deutlich darauf zu verweisen, dass Bewegung nicht immer sinnvoll ist und dass es da unterschiedliche Sichtweisen und offenbar auch Erkrankungen gibt.

    Vielleicht ist es gut zu wissen, dass man nicht der oder die Einzige ist, der weiß, wie man den Tag bewältigen kann, dass es andere Betroffene gibt, damit kämpfen.

    ME/CFS wird erst nach längerer Zeit diganostiziert, die Symptome können schon vorab vorhanden sein. Diejenigen, die seit Jahren davon betroffen sind, hegen jetzt angesichts Long-Covid Hoffnungen dahingehend, dass die Erkrankung(en) mehr Beachtung finden und es dann hoffentlich auch gute Ansätze zur Behandlung geben wird.

    Es gibt also keinen Grund, hier irgendwas "richtig zu stellen".

    Dann lass es doch einfach, statt direkt angefasst zu sein.

    Bei einer Fatigue ME/CFS geht es um die Bewältigung des Alltags und ein Spaziergang von 200 m kann eine große Herausforderung sein und für absolute Erschöpfung sorgen.

    In der von gingergirl verlinkten Leitlinie ist genannt:

    "Ist die Bewältigung der täglichen Aktivitäten und einer Gehstrecke von 500 m in der Ebene symptomfrei möglich?" (18.4.2)

    Einerseits wird Bewegung zur Mobilisierung empfohlen, andererseits gab es in den vergangenen Wochen diverse Zeitungsartikel, meist mit Bezug auf Interviews mit Marina Weisband oder Irina Angerer, die darauf verwiesen, dass die Bewegung zur Überlastung und zu erheblicher Verschlimmerung führen kann, und in denen Pacing erläutert wurde.

    Darauf wird auch in der Leitlinie verwiesen (21.2.1 Fatigue):

    "Es sollte erfasst werden, ob körperliche Aktivität die Fatigue bessert oder (im Sinne von PEM) zu einer Zunahme dieser und weiterer Beschwerden führt."

    Wenn die 6 Wochen nicht erfüllt sind, fehlen ja vielleicht nur 2 Wochen bis zur Möglichkeit eines BEM.

    Das wird dir dann angeboten und gibt dir eine Menge Zeit und Absicherung und du kannst langsam wieder einsteigen und schrittweise erhöhen.

    Bei allem, was der Arbeitgeber nicht leistet (Arbeitsschutz, Arbeitszeit), hat man hier eine wirklich sinnvolle Maßnahme.

    Wenn es dir dann schnell besser geht, kannst du eher wieder auf volle Stunden gehen, wenn nicht, sind die Schritte eben kleiner.

    Für die Schule schafft es vielleicht einen Vorteil, weil sie dich zunächst zwar auspflanzen (blöde Funktion!) ausplanen muss, bei Schritten im Halbjahr allerdings die Stunden auch mal der Schule erhalten bleiben.

    In anderen Berufen müssen Personen in der Wiedereingliederung generell begleitet werden, dass scheint im Lehramt anders zu sein oder je nach Fall entschieden zu werden (Gelten die Stunden voll auf die Versorgung oder nicht? Führt eine Erhöhung der Stunden während des BEM direkt zur Abordnung einer anderen Lehrkraft aus dem Kollegium?).

    In Niedersachsen hat man nach 6 Wochen Krankschreibung im Ablauf eines Jahres, wobei die Krankschreibungen auch unterbrochen sein können, Anspruch auf ein Wiedereingliederungsverfahren.

    Auch da könnte man sich erkundigen, was möglich ist und ob du darüber Stunden reduzieren könntest.

    Aber wenn du selbst schon weißt, dass die Mehrbelastung zu hoch ist und du noch viel Energie für den Alltag benötigst, ist es noch zu früh.

    In NDS muss auch alles analog und ggf. noch über die Schulpost.

    Beim letzten Mal hat es 4 Wochen gedauert, bis ich das Geld hatte, da kam gerade die 1. Mahnung.

    Mit der Apotheke hatte ich das Problem bisher nicht.

    Ich würde bei der Beihilfe anrufen und fragen, wie du es machen kannst.

    2. Natürlich sind Grundschullehrer und Förderschullehrer Lehrer und keine Kinderbetreuer, aber der Betreuungsaspekt ist definitiv schon gegeben. Nicht ohne Grund haben die Grund- und Förderschulen eine Notbetreuung angeboten, wenn Distanzunterricht war.

    Die Aufsichtspflicht ist nicht klar in Minuten und Stunden geregelt, aber das Gesetz sieht vor, dass Kinder (bis 13) zu beaufsichtigen sind.

    Für Jugendliche (ab 14 Jahren) gibt es keine Begrenzung mehr, man darf sie allein lassen und auch mit Erlaubnis allein verreisen lassen, obwohl generell die Aufsichtspflicht weiterhin gilt.

    Die Notbetreuung in der Schule wird also bis 13 Jahre angeboten, um dieser Aufsichtspflicht (der Eltern) entgegenzukommen. Deshalb ist sie für Klasse 1-6 angesetzt.

    Dazu gehört auch, dass die Kommunen Betreuungsangebote für Schulpflichtige Kinder bereitstellen muss …

    https://familienportal.de/familienportal…hs-jahre-125520

    … müsste, unsere Kommune macht sich da einen schlanken Fuß. Der Hort wäre teuer, den gibt es nicht in unserer Region. Für den Ganztag muss in der Regel gebaut werden, auch zu teuer für klamme Kommunen oder solche, zumindest eine Mensa, alles andere muss dann in den Klassenräumen stattfinden. Auch das ist teuer für klamme Kommunen oder solche, die den Sinn nicht verstehen.

    Ganztagsschulen ersetzen das Angebot mit günstigeren Arbeitskräften und Zuschuss vom Land und Lehrkräften, die es organisieren und aufrecht erhalten.

    Wenn es heute entschieden wird, müssen die geboosterten KollegInnen nicht mehr in Quarantäne und werden dann die Notbetreuung in Klasse 1-6 aufrecht erhalten.

    Antwort auf CDLs Frage:

    Code
    Ich suche einen schnellen und günstigen Schüler, der mich zur Berufsschule bringt, garantiert und gut bezahlt, mit genügend Freizeit und bereit zu arbeiten.

    ... gesucht hatte ich etwas anderes, aber google ist da eindeutiger!

    Im Lernen eingeschränkt sind doch aber zumeist nur die SuS mit Unterstützungsbedarf Lernen oder GE,

    wenn es allgemein um FörderschülerInnen geht, dann gehören dazu auch die anderen Unterstützungsbedarfe. Da wird über das Gutachten häufig eine Lernbeeinträchtigungen ausgeschlossen.

    Warum sollten diese FörderschülerInnen keine höheren Schulabschlüsse schaffen?

    In NDS verbleiben die FöS-LE-SuS an den Grundschulen und können erst zur SekI auf eine FöS wechseln. SchülerInnen, die von Beginn an in den GS waren, können schon mit der Schule fertig sein - je nach Region/ Schulen wurde es früher oder später umgesetzt.

    Nach 4 Jahren Inklusion probieren es unsere SuS häufig in der SekI. Wenn es dann nicht klappt, können sie dann (bisher noch/wieder - sollte schon auslaufen) zur FöS-LE wechseln. Das heißt, die FöS bekommt viele SuS erst in der 6./7. Klasse. Da die Vorgaben darauf drängen, dass die SuS vor dem Gutachten wiederholt haben sollen, sind sie auch 1-2 Jahre älter (+Schulkindergarten + Wiederholung), mit den Corona-Regeln für das Zurücktreten ggf. auch 3 Jahre.

    Viele Standorte haben eine super Ausstattung, kleine Klassen und natürlich den alltagspraktischen Unterricht.

    Ja, jede und jeder möchte ihre*seine Kinder an Schulen wissen mit guter Ausstattung, kleinen Klassen und gutem Unterricht.

    Die Realität - und da nehme ich Förderschulen vor und nach Einführung der Inklusion nicht aus - ist eine andere und das betrifft nicht nur, aber auch den Mangel an Lehrkräften in allen Schulformen (siehe Beitrag oben).

    Förderschulen können auch schlecht ausgestattet und ohne Personal sein, ebenso wie Regelschulen samt Inklusion.

    Will man also sein Kind in einer gut ausgestatteten Inklusion unterrichtet sehen oder in einer gut ausgestatteten FöS?

    Oder möchte man einfach mal (wieder) zum Ausdruck bringen, dass Schulen besser ausgestattet sein sollten, damit es mit der Förderung und Herausforderung klappt?

    Wir nehmen auch arbeitslose andere Menschen - Bachelor-Abschluss genügt - für Vertretung, Klassenleitung, Aufsicht...

    Offene unbefristete Stellen für Lehrkräfte (ausgebildet) und befristete Stellen für Vertretungen (Bachelor, Diplom FH) unter https://www.eis-online.niedersachsen.de/

    oder offene Stellen für pädagogische MitarbeiterInnen (ohne Hochschulabschluss) unter https://www.eis-online-nilep.niedersachsen.de/

    finden sich quer durch ganz Niedersachsen.

    Wenn man "hier" schreit, wird man womöglich durch das Getümmel erschlagen, dass verursacht wird, weil sich Schulleitungen auf diese Person stürzen, später weinen alle, eine SL vor Glück, die anderen, weil sie immer noch suchen.

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