Du kannst ja eine Art Challenge mit ihnen vereinbaren, dass man mal eine Woche lang oder so genau gar nicht darüber spricht und sich überlegt was man alles machen könnte um eben nicht dran zu denken.
Eine Challenge kann ich mir vorstellen,
den Mund zu verbieten, finde ich ganz schrecklich - generell, aber bei 6jährigen halte ich es bei den einen nicht für durchführbar, andere würden sich sklavisch daran halten und sich schlecht fühlen, wenn sie doch darüber reden müssten, weil alle Welt es tut, und bei wieder anderen gäbe es gleich eine Welle, wie die Lehrkraft dazu käme ...
Je kleiner, desto genauer muss man gucken, was man überhaupt anspricht und wie man es verpackt, damit es auch ankommt, wie es gemeint ist.
Andererseits weiss ein 6jähriger auch nicht allzu viel von "früher".
Das denke ich auch. Natürlich vermissen sie Freunde und Verwandte, aber sie sind gewohnt, dass ständig etwas neu und anders ist.
Außerdem übernehmen sie oft auch das Gerede: Sie sprechen einen an, wie froh man doch wohl sein müsste, irgendwann die Maske abzunehmen, weil das alles so schrecklich sei. Ähm. Nein. Der MNB war nicht schrecklich, die FFP2-Masken sind anstrengend, ja, aber das ist halb so schlimm.
Wenn man positives Gerede fabriziert oder es dagegen setzt, übernehmen Kinder da aber eben auch.
Das ist eine schöne Idee, die man ja auch Corona-unabhängig führen kann.
Vielleicht ist es auch noch möglich, dass man sich kleine Aktionen überlegt, die anderes ersetzen, wobei bei uns in der Schule manches gar nicht wegfällt (wir haben Wechselunterricht, z.B. auch samt Sport).
Das Wetter wird besser, vielleicht kann man dann mal draußen toben, draußen mit viel Abstand singen, draußen mit Abstand Spiele machen,
man könnte auch beim Wechselunterricht
- mit der einen Gruppe eine Schnitzeljagd vorbereiten und für die andere Gruppe verstecken.
- Botschaften von Gruppe A an Gruppe B schicken.
- Postkarten verschicken, die die Kinder dann wirklich verschicken ... mit aufgeklebtem Sonnenblumen-Samen o.ä.
... oder die Kinder zu einer Art "Glücks-Botschafter" machen, die "jeden Tag (jede Woche) eine gute Tat" vollbringen und etwas Basteln und verschenken, jemanden anrufen und etwas vorsingen oder erzählen, jemandem etwas in den Briefkasten stecken ...
Das beschäftigt die Kinder positiv, sie kommen auf andere Gedanken und freuen sich über die Freude der anderen. 
... ich glaube, ich muss morgen mal meinen Unterricht anders gestalten