Beiträge von Kris24

    @WillG ich bin keine SL, aber ich habe Tom auch anders verstanden und hatte das Gefühl, du und ein paar anderen stecken ihn in eine nicht passende Schublade.

    Ich kenne es von unseren Stundenplanern, sie haben alles versucht, optimieren es sogar noch von ihrem Urlaub dank Computer ja möglich, sehen, dass nicht alles klappt, was berechtigt ist, haben ein schlechtes Gefühl, und dann kommt jemand daher und behauptet, dass der Wille fehlt.

    Da wird mir von völlig anderen Schultypen mit überwiegend Klassenunterricht erklärt, es sei ganz einfach, da erklären KollegInnen mit überwiegend Ü16 Schülerinnen und Schülern, dass es möglich sei, bei einem anderen mit selben Voraussetzungen gehe es ja auch usw. Und da war sogar ich als Nichtstundenplaner, aber befreundet mit einem, verärgert. Die Voraussetzungen sind so unterschiedlich, wie hoch ist der Anteil der Teilzeitkräfte, der jungen Eltern, der Kopplungen, der vorhandenen Räumlichkeiten usw. Auf meine erlebten Beispiele ging ja auch niemand von euch ein (1. Schule nur 4 Vollzeitkräfte ohne kleine Kinder, wie sollen sie alle Klassen in der ersten Doppelstunde am Morgen unterrichten, zumal 2 davon SL und Stellvertreter waren und gar nicht so viele Unterrichtsstunden hatten).

    Weiter gedacht, ich habe durch diesen Thread wieder einmal verstanden, warum in vielen Betrieben junge Kollegen wenig beliebt sind.

    ja, haben viele.
    Schön ist es trotzdem nicht.
    Und nicht jede*r hat einen Schreibtisch und Ruhe.

    (Meine Bereitschaft zum schlechten Stundenplan stieg aber immer proportional zum Oberstufen-Einsatz. Für "Die LK-Schiene ist schuld" hätte ich einiges/alles ertragen.
    Dass ich jahrelang einen doofen Stundenplan hatte, weil ich in den Französisch-Kopplungen mit TZ-Kräften gekoppelt war, war die Kirsche auf dem schlechtesten Kuchen der Welt.)

    Ja, so geht es mir auch.

    Und ich genieße auch unseren Ruheraum (und war bereit, ihn zusammen mit anderen vor ein paar Jahren einzurichten, streichen usw. auch wenn ich hier viele Widerworte erhielt, es geht immer um das Gesamtpaket).

    Auch VZ-Kräfte können nicht jeden Tag zur 1. und 4 mal die Woche am Nachmittag bis 15 oder 16uhr30 sein.

    Hatte ich schon öfter. Jeden Tag zur 1. und 4x die Woche bis 15.30 Uhr. Es lag daran, dass ich für Chemie einen Chemieraum benötige und beide Leistungskurse unterrichte.

    Dieses Jahr habe ich 4x zur 1. und 2x bis 17.15 Uhr und einmal bis 15.30 Uhr. Der 4. Nachmittag ist Konferenzmittag. Und ja, es liegt neben Chemie und 2 LKs auch an den Wünschen der Teilzeitkräfte. Ich hatte auch schon bis 18 Uhr Unterricht.

    Ich habe aber auch das Glück in der Chemiesammlung Schreibtisch mit kompletter Ausstattung und Ruhe zu haben und zusätzlich haben wir Lehrer einen Ruheraum mit 5 Liegen, 2 Schlafsofas, Sitzsack usw.

    Wo hast du denn die Regelung her? Ich denke, die gibt es so sicherlich nicht, denn das ist in Berlin z.B. gar nicht notwendig, wenn die Hortbetreuung (die Erzieher sind ja z.T. auch im Unterricht als Hilfe mit drin usw.) den ganzen Vormittag bereits da ist. Warum muss dann immer die 6. Stunde frei sein? Bis 13.30 Uhr müssen eh alle kostenlos betreut sein, es kann also auch die 2., 3., 4 oder 5. Stunde eine Freistunde für die Kinder sein und das macht vieles in den Stundenplänen möglich (zumal auch Religion und Lebenskunde freiwillige Angebote sind, wo ja auch Freistunden für andere entstehen).

    Das gilt nicht für Baden-Württemberg.

    Hortstunden mussten bisher extra bestellt und bezahlt werden und es reichte nie für alle.

    Und wenn unsere 5. Klasse 30 Stunden pro Woche hat, dann sind das 6 Stunden vormittags jeden Tag. Nachmittagsunterricht gibt es nicht, die meisten gehen heim bis auf die paar, die im Hort angemeldet sind.

    Da ich mittlerweile auch viel mit der Stundenplanerstellung zutun habe, ist das alles eine Frage des Willens. Es macht uns unsagbar mehr Arbeit, den Stundenplan den Wünschen und Bedürfnissen der Lehrkräfte entsprechend zu gestalten. Es dauert meist mehrere Wochen, bis ein passendes Ergebnis erzeugt wurde. Wir machen das aber gerne, weil es den Alltag von so vielen erleichtert. Man kann es sich auch einfach machen und sich hinter irgendwelche Argumenten verstecken wieso TZ-Lehrkräfte jeden Tag in die Schulen kommen müssen oder warum wir Zeitwünsche wegen Kinderbetreuung nicht umsetzen können.

    Es dauert bei uns mindestens 8 Wochen und es wird Rechenkapazität dazu gemietet. Aber manche Wünsche schließen sich gegenseitig aus und eine Lösung ist, Klassen oder Jahrgänge zu tauschen, was auch nicht jeder will.

    Und Turnhallenbelegung ist ein Riesenproblem, weil wir in der Innenstadt alle keine haben. Auch Fachräume gibt es zu wenig. (Und dann wird die Kursstufe in 10. und 11. Stunde gelegt und nicht eine 5. Klasse).

    Aber zwei unterschiedliche Klassenstufen z.B. also ja, gibt es bei uns aus Raummangel leider auch.

    Aber klar, im Sportunterricht versucht man dann z.B. zwei Jül-Klassen gleichzeitig in die Halle zu packen, bei meinem Sohn sind es gerade zwei 6. Klassen gleichzeitig mit zwei Lehrern und einer nicht teilbaren Halle. Aber klar, die lauter brüllende Lehrerin hat da das Sagen, daher müssen sie nun alle Tanzen, auch wenn Handball in der anderen Klasse geplant, abgesprochen und versprochen war.

    Und wie groß ist eure Turnhalle?

    Unser Bewegungsraum hat die Größe eines Klassenzimmers. Turnhallen müssen wir mit vielen anderen Schulen teilen und mit dem Bus bis zu 10 km fahren. Das wird genau eingeteilt (und dann steht manchmal auch fest, was unterrichtet wird z. B. nur Geräteturnen möglich. Deshalb werden verschiedene Turnhallen angefahren und es wechselt alle 6 Wochen.

    Ich finde den Ansatz, dass Kollegen (m/w/d) mit besonderen Bedürfnissen (kleine Kinder, zu pflegende Angehörige, Lehramtsanwärter (m/w/d)) ein Zugeständnis erhalten (z.B. an Tag X frei, erst ab Stunde Y oder nur bis Stunde Z) und im Gegenzug selbst ein Zugeständnis anbieten (also irgendeine Sache übernehmen, die innerhalb des Kollegiums eher unbeliebt ist), gut und das sollte auch trotz der zuvor genannten (berechtigten) Herausforderungen bei der Stundenplanung umsetzbar sein.

    Und noch einmal, an meiner ersten Schule wären dann für die erste Doppelstunde an jedem Tag nur 4 Kollegen inkl. SL zu Verfügung gestanden. Wie soll das funktionieren? Und in den beiden folgenden Stunden hätten mehr Kollegen als Klassen anwesend unterrichten müssen, um ihre Stundenzahl zu erreichen.

    Und es hilft dann nicht, wenn sie irgendein Tauschgeschäft anbieten, dass ihnen selbst zwar weh tut, aber nicht wirklich hilft.

    All das genannte funktioniert nur, wenn relativ wenige Einschränkungen machen. Das sind dann die Kollegen hier, die behaupten, es würde immer funktionieren.

    Hast du keine Sorge Klinger, dass während deiner Korrektur die noch schreibenden Schüler KI Zuhilfe nehmen?

    Gerade am Ende der Arbeitszeit ist das Risiko fremde Hilfe zu verwenden deutlich höher, zu Beginn wissen die meisten noch zumindest bei einigen Aufgaben Bescheid.

    Gut, ich kenne auch Kollegen, die behaupten, bei ihnen würde niemand abschreiben oder KI verwenden und Schüler sich über genau diese Kollegen aus diesem Grund lustig machen.

    Und ich muss zumindest bei meinen Korrekturen mitdenken und wäre nicht mehr in der Lage zu 100 % Aufsicht zu führen.

    Und was machst du, wenn du einen Fehler erst nachträglich bemerkst, wird dann die bereits mitgeteilte Note doch schlechter?

    Ich halte deine Arbeitsweise übrigens nicht für effektiv, weil ich an Schummelei im großen Stil glaube, während du durch Korrektur abgelenkt bist.

    Ich war in jungen Jahren dem Burnout näher als heute nach über 30 Jahren Lehrtätigkeit. Ich bin heute zwar körperlich vielleicht schneller müde, aber psychisch weit stabiler. Ich weiß, was ich kann, meine KollegInnen wissen es, ich muss niemanden mehr etwas beweisen.

    Nein, mich wundert es nicht.

    Und besonders die zerstückelte AZ mit Unterricht am Vormittag und Konferenzen am Nachmittag etc. macht es auch eher schattiger.

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street

    Ich habe eine Kollegin mit unterhälftiger Teilzeit, die ist dankbar darüber, weil sie so mittags zuhause kochen kann. Sie fängt am liebsten morgens früh an, ihr Mann kann später beginnen und hat kein Problem ab 14 Uhr wieder zu unterrichten. Sie wohnt in der Nähe und benötigt mit Rad nur wenige Minuten.

    Mich stört auch, wenn es woanders funktioniert, muss es überall funktionieren. Ich war einmal an einer neugegründeten Schule mit fast nur jungen KollegInnen (Durschnittsalter inkl. "alter" SL war 36). Fast alle hatten kleine Kinder. Wir hätten inkl. SL nur 4 KollegInnen für 16 Klassen in den ersten beiden Stunden gehabt. 12 Klassen hätten im Extremfall also nur 20 Stunden vormittags gehabt und wenn dann nachmittags auch noch frei gewünscht wird...

    In Baden-Württemberg gibt es daher keine Regelung von oben, jede Schule beschließt ihr eigenes Konzept. Und ja, wünschen kann man viel, Wünsche von KollegInnen mit kleinen Kindern oder Schwerbehinderung haben Priorität, aber erste Priorität hat der Stundenplan unserer Schüler.

    Wie geschrieben vor gut 2 Jahren hat sich der ÖPR dem Problem gestellt und viele Stunden Zeit hinein gesteckt, um den Stundenplan wirklich zu verstehen und evtl. zu optimieren. Sie haben es ausführlich auf einer Sitzung berichtet. Es wird bei uns bereits das beste zu den gegebenen Bedingungen erstellt.

    Wenn ich wie meine Nachbarin - Beamtin im OD- von 8 - 12 arbeite, kann ich auch alle Nachmittagstermine wahrnehmen, kann pünktlich Mittagessen kochen und habe keinen Stress mit der täglichen Umstellung.


    Flexible Zeiten braucht man nicht- passende!

    Und verdienst genauso viel?

    Die, die ich kenne, verdienen deutlich weniger A8 statt A13.

    hatbt ihr da andere Erfahrungen. Gibt es hier jm, der an einer großen Schule/BBS arbeitet und dennoch einen festen Konferenztag hat? Bei der Fülle an Konferenzen bei uns kann ich mir gar nicht vorstellen, dass ein Tag ausreicht. In den letzten und kommenden Wochen habe ich mittags min 2 Konferenzen nach 15 Uhr

    Ja, wir haben einen festen Konferenzmittag auf Wunsch unserer jungen Eltern genau wegen der Planbarkeit.

    Da wir aber zu viele Slots haben, findet auch Unterricht am Konferenzmittag statt und fällt daher häufig aus. Zum Glück gibt es bei uns nicht allzu viele Konferenzen und Teilkonferenzen finden oft erst ab 15.30 Uhr statt.

    Nein.

    Aber wie so oft gilt auch bei diesem Thema: Wer will, sucht Wege, wer nicht will, sucht Ausreden.

    Und urteilen ist verurteilen, es gibt bei uns zu viele Teilzeitkräfte und zu wenig Unterrichtsstunden, die nicht gekoppelt sind, um dies zu ermöglichen. Also bist du der Meinung, dass Teilzeit eingeschränkt werden soll? Oder Teilzeitkräfte unterrichten zu dritt in einer Klasse und die anderen übernehmen allein 3 Klassen?

    (Ich habe jetzt extra den PC eingeschaltet und sehe, du unterrichtest an einer Mittelschule mit 1000 Schülern und fast jeder mit eigenem Stundenplan, weil Wahl in vielen Fächern ab Klasse 5? Musikprofil ab Klasse 5, bilingual ab Klasse 6, mehrere Fremdsprachen, bilingual zudem in 2 weiteren Fächer, ab Klasse 8 mit dem 3. Profilfach (4 Möglichkeiten) gibt es nur noch wenige Fächer im Klassenverbund. Dazu gibt es 3 x Religion und Ethik usw.)

    Und ich dachte immer, Hauptschule würde punkten mit Unterricht in relativ festen Klassen mit wenigen Lehrern. Hier unterrichten oft über 20 KollegInnen in einer Klasse (und bis zu 6 parallel in derselben Stunde).

    Leider hast du keine Ahnung, bist aber fix im verurteilen. Mir reicht Unterricht von 8 Uhr bis 17.15 Uhr, bei noch mehr Zugeständnissen müssten wir noch 2 weitere Stunden pro Tag unterbringen. Das erkannte auch unser ÖPR und erklärte es uns ausführlich. Es wurde alles in der Vergangenheit versucht. Und wenn wir nicht mehr alles anbieten, wechseln die Schüler auf andere Schulen und ich muss pendeln. Das möchte auch keiner von uns.

    Teilzeit wäre auch unter den aktuellen Bedingungen gut umsetzbar. Wenn es scheitert, dann am fehlenden Willen der Schulleitung (so zumindest meine Erfahrung in meiner Region sowie bei bekannten und befreundeten Lehrkräften). Und auch hier im Forum deuten immer wieder Aussagen diverser Sl-Mitglieder darauf hin. Wenn eine Sl will, ist vieles möglich.

    Sehe ich nicht so, wenn man auf Schiene unterrichtet (fach- und jahrgangsabhängig). Bei uns sind oft bis zu 6 Klassen und Kollegen, teilweise über 2 Jahrgänge gekoppelt. Da lassen sich oft nicht alle Wünsche unterbringen.

    Und ich schrieb bereits, wir haben allein in der Kursstufe über 50 Slots (Stunden, die dank Wahl der Schüler nicht parallel liegen können), wenn dann noch mehrere KollegInnen wünschen, nur vormittags oder ab 3. Stunde zu unterrichten, klappt ein vernünftiger Stundenplan noch weniger.

    (Bei uns wurde es auch mal angezweifelt und vom ÖPR untersucht. Sie gaben letztendlich der SL recht, wir hätten entweder noch viel mehr Slots oder viel zu viele Teilzeitkräfte in den wenigen nicht gekoppelten Stunden und zu wenige für den großen Rest.) Du unterrichtest in einem kleinen System mit fast nur Unterricht in kompletten Klassen?

    Das mag an deiner Kita so sein. Dann liegt das doch eher an der Kita, oder?

    Ich war verwundert, dass man in Baden-Würtemberg anscheinend keinen Anspruch auf einen freien Tag hat. Aus meiner Sicht widerspricht das den Vorgaben zur Teilzeit. Daher hätte ich gerne gewusst, ob das in Baden-Würtemberg so Vorgabe ist.

    Entscheidung der Schule soviel ich weiß. Und wenn ich richtig informiert bin, nicht mein Thema, wird es an meiner Schule versucht und normalerweise erfolgreich, aber ist auch bei und kein Muss.

    Die Verbeamtung ist ja aktuell eigentlich gerade ein Argument, das zwar für die grundsätzliche Sicherheit im Job, aber eigentlich gegen den sicheren Wohnort spricht. Denn eigentlich müsste man theoretisch auch Versetzungen einplanen; und hätten wir großen Lehrerüberhang und/oder sinkende Schülerzahlen ( ohne jetzt mal den Blick in die Zukunft zu werfen, aber Prognosen sehen das in meiner Region in den nächsten Jahren so kommen…), dann müsste man durchaus auch mal mit einer Versetzung rechnen. Es ist nur in den vergangenen Jahrzehnten selten passiert, deswegen verdrängen viele Beamte diese grundsätzliche Möglichkeit häufig…

    Bei Versetzung gegen den Willen wird neben den Fächern auch soziale Aspekte berücksichtigt. Junge kinderlose, nicht verheiratete KollegInnen sind mehr in Gefahr.

    Danke, denn genau das denke ich mir auch oft! Alle, die bei uns in der Führungsebene sind, sind entweder männlich (und ja: die holde Gattin ist zu Hause oder arbeitet in MiniTZ-Jobs) oder Frauen, die keine Kinder haben. Ausnahmslos

    Wir haben in der erweiterten SL eine Mutter mit 4 kleinen Kindern, Nr. 3 war während ihrer erfolgreichen Bewerbung unterwegs, Nr. 4 kam dann 2 Jahre später. Sie teilte sich die Elternzeit mit ihrem Mann.

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