Beiträge von Zauberwald

    Klar kann man mal was spielen, aber sicher nicht, wofür ich noch basteln muss! Das ist genau das, was ich als Mutter meine, ich weiß nicht, wie Leute darauf kommen, dass wir im HO für lauter solche Sachen auch noch Zeit haben!

    Da ich sehr viele Jahre in Klasse 1 und 2 verbracht habe, würde es mich wundern, wenn das Basteln in diesem Fall mehr bedeutet. als 2 Zeiger mit einer Klammer an einer Papieruhr zu befestigen, bzw. das Spielgeld aus einem DIN A 4 Blatt zu lösen...

    Kann sein, dass ich schon jenseits von Gut und Böse bin, aber die Einkäufe müssen danach ja auch nach Hause, eingeräumt werden etc. ich bin noch nicht so weit, die Einkäufe zu desinfizieren, aber Gedanken mache ich mir schon

    Ich hatte genau das einen halben Tag lang auf dem Schirm. Habe auch alle Einkäufe zunächst aus der Originalverpackung rausgenommen. Aber ich lasse das jetzt sein, es macht einen verrückt. Ehrlich gesagt, habe ich jetzt weniger Angst als am Anfang.

    Ich finde nicht, dass wir das von den Eltern erwarten können. Zumal sie oft mehr als ein Kind haben.

    Klar machen wir das in der Schule, es ist auch unser Beruf! Das jetzt komplett auf die Eltern abzutreten geht nicht.

    P.S.: Und zum Einkaufen sollen die Kinder derzeit eigentlich besser nicht mitgehen.

    Ich denke, dass ich völlig missverstanden werde. Es ging nicht darum, irgendwen zum Einkaufen zu animieren. Wir sind jetzt alle zu Hause gefangen und möglicherweise bietet ein handlungsorientiertes Herangehen etwas Abwechslung in das stupide Arbeitsblattlernen. Meine Kinder haben schon im Kindergartenalter einkaufen gespielt - nein keins davon ist hochintelligent.

    Keine Lehrerin wird neuen Stoff den Eltern überlassen, das wird ja alles wieder aufgegriffen, denke ich. Niemand weiß, wann der normale Unterrichtsbetrieb wieder läuft, aber es sind noch so viele Lerninhalte übrig. Vielleicht wollte die Lehrerin heiklere Themen wie z.B. Zehnerübergang zurückstellen und "Themen mitgeben", die den Eltern vertraut sind. Niemand will etwas komplett an die Eltern abtreten. Wenn das noch wochenlang so weitergeht, müssen wir uns sowieso noch schlaue Gedanken machen.

    Bitte berücksichtige, dass die Mütter keine Zeit haben. Es hilft den Familien, wenn die Kinder etwas haben, was sie selbständig abarbeiten können. Ich wette, dass die allermeisten Mütter im Homeoffice jetzt nicht wissen, wie sie ihre eigene Arbeit schaffen sollen und es sicher nicht begrüßen, dass ihnen Lehrer Spielaufgaben erteilen.

    Ja, alles hat 2 Seiten. Die Arbeitsblätter können aber auch nicht alle allein schaffen. Ich finde es jetzt nicht sooo einen Aufwand, man kann etwas mit Spielsachen oder Küchenutensilien aufbauen und ab und an was einkaufen. In der Schule ist es auch nicht so einfach, mit der ganzen Klasse diesen handlungsorientierten Teil unterzubringen. Außerdem haben die meisten Kinder Geschwister, die da vllt. auch gerne mittun, bzw. einen Papa, der das evtl. auch hinbekommt.

    Tatsächlich ist das leider bei einigen Lehrern so. Eine Freundin von mir muss u.a. einer Erstklässlerin die Uhr beibringen

    In der ersten Klasse lernt man die Uhrzeit lediglich in vollen Stunden, also 8 Uhr oder 5 Uhr usw..... Das einzig schwierige daran ist die zweite Tageshälfte, also alles ab 13 Uhr, auch weil es hier im süddeutschen Raum nicht so verwendet wird. Hier sagt man nachmittags 3 Uhr und nicht 15 Uhr, aber wenn man das den Kindern erklärt, können sie es schnell. Die komplette Uhrzeit kommt erst in der zweiten Klasse dran. Die ganzen Stunden, das wird deine Freundin schon schaffen.

    Das mit dem Spielgeld müssen wir sonst mit 25 Schülern gleichzeitig machen, auch das wird sie schaffen. Spielgeld ist übrigens sehr sinnvoll gerade, die Kinder haben Zeit, können mit Mama einkaufen spielen usw. Im normalen Alltag der Kinder spielt Bargeld kaum noch eine Rolle, weil fast alles mit Karte oder online bezahlt wird. Ich finde das jetzt gut von der Lehrerin.

    das ist doch eine Art "schlupfloch" um die "freiwilligen" Aufgaben hintenrum doch noch zu bewerten. Die Aufgaben sollen ja nur Wiederholung sein oder Vorbereitung auf neuen Stoff. Man könnte doch die Aufgaben im Turbogang im Unterricht hinterher besprechen und dann eine Arbeit schreiben. Wer sie gemacht hat, hat keine Probleme und wer sie nicht gemacht hat, kommt dann in der Besprechung halt nicht mit.

    Mich ärgert es, dass die Aufgaben ohne bewertungsdruck nur den Status von optionaler Beschäftigungstherapie haben. Ich weiß definitiv, dass kein einziger meiner sus sich die Aufgaben auch nur anschauen wirs, wenn sie im Vorhinein wissen, dass die Aufgaben außer Wiederholung keinerlei Relevanz haben und es keine Konsequenzen gibt, wenn sie sie nicht machen. (BBS u.a. Ausbildungsvorbereitung ) Ich als Schüler hätte da auch keinen Finger krumm gemacht. Intrinsische Motivation ist bei meinem Klientel schwierig bis nicht zu finden und so ist "freiwillig" für sie gleichbedeutend mit "keine Hausaufgaben":autsch:

    Hast du denn gesagt, die Aufgaben wären freiwillig? Und warum?

    Den 5-6 Kindern, die bei uns täglich zur Notbetreuung kommen, geht es da richtig gut: Jonglieren in der Aula, Rollbrettfahren, Schulgarten betreuen, Filme schauen, Ballspiele in der Aula... Brettspiele gehen jetzt nicht mehr, aber auf dem Pausenhof die ganzen Spielgeräte aus dem Pausenschrank ausprobieren schon. Man muss direkt aufpassen, dass genug Zeit für die Lernpläne bleibt. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie ihre Mitschüler beneiden, die zu Hause bleiben können/müssen. Mal sehen, wie es weitergeht.

    Eine Flasche Wein (0,75l) geht gut an einem Abend weg.

    Und bevor jetzt jemand kommt mit "zu viel" oder "Alkoholiker":

    Eine 0,75l-Flasche Wein enthält 4 - 5 Gläser. Wenn der Abend um 20:00 Uhr beginnt und bis 24:00 Uhr geht, dann ist das jede Stunde ein Glas. Das fünfte Glas verteilt sich.

    Wo also ist das Problem?

    Das ist bei jedem anders. Wenn ich eine Flasche Wein intus habe, bleibt die nicht lange drin und tritt den Rückweg an - schade um das gute Zeug, deshalb trinke ich max. 2 Gläser. :prost:

    Auch wenn ich für diese Meinung hier schon mal angegangen wurde: Man darf sich selbst - und den Schülern und ihren Familien - den Stress nicht machen, das home schooling zu hoch zu hängen. Von drei Wochen Unterrichtsausfall geht die Welt nicht unter. Und selbst, wenn es mehr werden, wird es dafür Lösungen geben, die aber von Menschen mit anderen Besoldungsstufen bestimmt werden.

    Darin sehe ich die eigentliche Aufgabe. Bis in die Oberstufe hineien.

    Da ich im Schulort wohne, passiert es mir dann doch mal, dass ich auf meinem täglichen Spaziergang zufällig ein Elternteil mit Kind "treffe" (Erstklässler). Ich habe über die Straße mal kurz nachgefragt, wie es mit dem Arbeitspensum aussieht (ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, dass es zu wenig ist) und die Mutter meinte, dass es gerade so zu schaffen ist. Sie wollen aber nur eine Arbeitszeit täglich anberaumen und nicht 2, wie ich vorschlug. Wahrscheinlich läuft es in vielen Familien ähnlich. Ein gewisses Pensum ist gut, aber zu viel bringt unnötig Stress. Die Kinder werden jetzt nicht gleich zu Analphabeten.

    Wenn das alles allerdings noch viel länger andauert, muss man wieder neu planen. Viele Eltern können ihre Kinder aber gar nicht so lange zu Hause betreuen, wenn die sich dann in der Notbetreuung stapeln, macht das auch keinen Sinn mehr.

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