Beiträge von FrozenYoghurt

    Würde ich aber sowas von drauf ankommen lassen. Plan B: AU bis auf Weiteres.

    Solange wir nicht wirklich wissen, was genau der Lehrer gesagt und gezeigt hat, was davon ein Schüler weitergegeben hat, was dessen Eltern davon verstanden haben und womit genau die Beschwerde gegen den Lehrer begründet wurde, können wir und eigentlich nicht wirklich eine eigene Meinung bilden.

    So sieht es aus. Der Thread hier legt allerdings schonungslos offen, wie leider auch unter Lehrkräften sich stumpf irgendwelche KI-Exzerpte um die Ohren gehauen werden, was wohl den Anschein einer Diskussion erzeugen soll.

    Die taz ist natürlich ein Medium, das dem linken Spektrum zuzuordnen ist. Natürlich wird die Lehrkraft als sympathischer Holzfäller von nebenan stilisiert, der eigentlich mit jedem cool ist. Gleichzeitig wird er fast schon als Widerstandskämpfer in einer AFD-Hochburg heroisiert, den es zu unterstützen gilt. Das entsprechende Narrativ sollte von jeder Lehrkraft, die mal mehr oder weniger eine Uni besucht hat, zu durchschauen sein.

    Dennoch ist die taz nicht per se schlecht. Man sollte aber ihre politische linksagitatorische Verortung nicht außer Acht lassen.

    Zitat

    Seine Bekanntheit nutzt Heckel auch für politische Statements. In der Coronazeit kritisierte er öffentlich, dass Sachsen-Anhalt zum Land der „Schwurbler und Querdenker“ geworden sei. Mit seiner Band näht er in dieser Zeit Masken mit dem Aufdruck „FCK AFD“. Ein- bis zweimal, erzählt er, sei er damals mit einem „FCK AFD“-T-Shirt in der Schule gewesen. Seine Schulleiterin habe ihn gebeten, das zu lassen. Er habe das verstanden, sagt er heute, er wolle seiner Schule ja keinen Ärger machen.

    Zitat

    Heckel verneint, die Schüler fragen nach. Auf seinem Laptop zeigt er ihnen mehrere Quellen, darunter den Bericht von Correctiv über das Geheimtreffen von AfD und Rechtsextremen in Potsdam, eine Bundestagsdebatte zu diesem Treffen und eine Grafik zur Steuerpolitik der AfD.

    Zitat

    Heckel beendet seine spontane Erklärung zur AfD mit einem Satz, der die Partei anstacheln wird. Er sagt: Es stehe jedem frei, die AfD zu wählen. Aber wer sie wähle, müsse „sehr reich, frei von Moral oder nicht bei klarem Verstand sein“.

    Sorry, aber da habe ich dann doch eher wenig Mitleid. Wer sich so sehr in die Brennnesseln setzt, der fragt sich die Schelte dann auch irgendwie. Da ist es dann am Ende auch schwer, so zu argumentieren:

    Zitat

    Es stimme zwar, dass sie vor ihren Schü­le­r*in­nen nicht Werbung für oder gegen eine Partei machen dürfen. „Aber das hat Max Heckel nicht getan.“

    Doch, hat er. Er hat den Wählern der Partei mindestens moralische Flexibilität und den klaren Verstand abgesprochen und vulgäre T-Shirts in der Schule getragen.

    Trotzdem bin ich gespannt, wie das mit der Klage ausgehen wird.

    Fachspezifische Methoden, natürlich. Alleinverantwortlicher für das Beherrschen der dazu notwendigen deutschen Sprache bin ich dadurch noch lange nicht. Letzteres bedingt ersteres.

    Werden die Kinder wirklich schlechter, oder kommen einfach immer mehr Kinder ans Gymnasium ohne dafür geeignet zu sein? Wir sind nächstes Jahr in der fünften Klasse übrigens wieder vierzügig.

    Irgendwas in der Mitte von beidem, denke ich.

    Was ich definitiv merke (ob Gym oder Gesamtschule) in der Oberstufe, ist, dass das Schreiben lesbarer, kohärenter und auf die Aufgabenstellung bezogener Texte überhaupt nicht mehr funktioniert. Gerade im Fach Geschichte haben da Leute bei uns den LK gewählt, die nicht dazu imstande sind, Quellenanalysen zu verfassen und dabei erkennbar zu differenzieren, wo sie sich kurz fassen können und wo sie definitiv konkrete Ereignisse oder Zusammenhänge darlegen müssen. Alles liest sich als Einheitsbrei, oberflächliche und phrasenhafte Allgemeinplätze.

    Die wenigen einigermaßen begabten SuS haben diese Probleme nicht, obwohl sie auf die gleiche Schule gingen. Da wird dann auch zuhause wahrscheinlich ein anderer Bezug auf Bildung und Leistung vorgelebt.

    Und wenn Du eine gute Altersvorsorge hast, bekommst Du auch sogar etwas mehr. Aber das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Das ist die Besoldung für den geleisteten Unterricht und das andere ist die Pension/Ruhegehalt. Da man im voraus bezahlt wird, gibt es nun mal keine Zahlung mehr am Ende des letzten Monats. Dass in der Regel dann die Pension startet und diese ebenfalls im voraus bezahlt wird, hat damit nichts zu tun. Aber letztlich ist doch die Aussage klar. Du wirst als Beamter im voraus bezahlt. Darum geht es doch...

    Doch. Ich bekomme dann am Ende des Monats auch Kohle. Ist halt Pensionskohle. Warum hängst du dich so sehr an deiner Aussage auf?

    Nicht ganz.
    -> Teilt die SL dich trotzdem dafür ein UND DIE LEHRKRAFT REMONSTRIERT (signalisiert, dass sie sich nicht in der Lage, das Fach zu unterrichten), haftet sie und handelt grob fahrlässig.

    (aber die SL darf einen gar nicht einsetzen.)

    Für alle anderen Fächer gilt: Nein, du kannst dich nicht "wehren".

    Richtig, da war ich jetzt irgendwie von ausgegangen aber klar, das muss man machen!

    Inwiefern kann man sich eigentlich gegen fachfremden Unterricht wehren? Kann ich zur Schulleitung sagen "Nein, ich unterrichte nur meine studierten Fächer"? Was passiert dann?

    Ja, kann man. Manche Fächer haben "harte" Zulassungsbedingungen, z. B. Religion, Sport, Physik & Chemie, Technik (wegen der Fachräume). Teilt die SL dich trotzdem dafür ein, haftet sie und handelt grob fahrlässig.

    Und was hat euch in den ersten Jahren geholfen?

    Gedanke an die Kohle am Monatsende, egal, wie gut die Stunden waren.

    Weniger machen, zeitökonomisch arbeiten.

    Vorhandenes Material verwenden, im Notfall anpassen.

    Sich klar machen, dass das System Schule und der Alltag in jenem einem Theaterstück gleicht, dessen Teil man ist.

    Erwartungen zurückschrauben.

    Wichtig: Sich nichts aufschwatzen lassen

    Entlastungskonzept der Schule sichten und zu seinem Vorteil nutzen.

    Elternarbeit auf das Nötigste reduzieren.

    Erreichbarkeitszeiträume und -plattformen klar definieren (z. B. nur Mail, kein Teams-Chat etc.)

    Freizeitplanung ernst nehmen.

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