Beiträge von Quittengelee

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    Es würde mich dann doch überraschen, wenn sich daraus kein Vorsprung für die Arbeit in der Sekundarstufe I ableiten lässt.

    Und auch wenn die explizite Behandlung grammatischer Themen erst in der Sekundarstufe I erfolgt: Die Schüler (m/w/d) entwickeln ja zwei Jahre lang bereits ein Bewusstsein über die Struktur englischen Sprache. Sie nutzen in der Zeit bereits implizit elementare grammatische Phänomene, was sicherlich für die spätere Explizitmachung von Vorteil ist und von den Englischlehrkräften der Jahrgangsstufen 5/6 als Ressource genutzt werden sollte.

    Ist halt wieder nur eine persönliche Vermutung.

    Du kannst weder belegen, dass der Wortschatz dauerhaften Vorsprung bietet (tut er laut Studien nicht) noch, dass implizit Grammatikstrukturen vermittelt werden.

    Unterrichtest du denn SuS, die zum Teil in Klasse 3/4 Französisch hatten, sodass dein Bauchgefühl zumindest auf Erfahrung beruht?

    Abgesehen davon, dass Kris24 jetzt 3x geschrieben hat, dass es keine Altersfeststellung gibt, finde ich die Argumentation verrückt.

    Und da wundern sie sich in Berlin, dass man sich als Deutscher im eigenen Land als Bürger zweiter Klasse fühlt, eben weil man keine zweite Staatsbürgerschaft hat, auf die man verweisen kann, wenn es unbequem wird?

    Ich weiß nicht, warum du dich als Bürger zweiter Klasse fühlst, sprich aber bitte nicht von "man" sondern von dir und nicht von "die in Berlin" (rechtes Narrativ aka "denen da oben/ Eliten").

    Es wurde erklärt, dass es nichts mehr für das Arbeitszimmer gäbe. Nur weil das nun anders heißt, ändert sich am Sachverhalt nix. Vorher waren es max. 1250 € pro Anno, nun sind es 1260 € für den häuslichen Arbeitsplatz. Vorher musste man alles klein-klein nachweisen, das entfällt nun.

    Eben, das ist also durchaus etwas anderes. Für alle, die kein Arbeitszimmer geltend machen konnten, ist es jetzt möglich, den Arbeitsplatz pauschal anrechnen zu lassen.

    Für Leute mit großem Haus ändert es sich vielleicht zum Negativen, das kann ich nicht beurteilen. In jedem Falle geht es nicht nur um Begriffe, es ist keine Wortklauberei, sondern ein veränderter Wortlaut im Gesetz, der für viele einen Unterschied macht.

    Und zur Freundlichkeit: frag dich bitte mal selbst, warum du eine Kollegin auslachst, die ganz objektiv dazu keinen Grund bot. Ich habe auf deine Anschuldigungen hin nämlich tatsächlich den ganzen Verlauf nochmal gelesen und die Aggressivität ging zuerst von dir aus.

    Auch wenn es hier oft ums Rechthaben geht: bei rechtlichen Fragen ergibt es nunmal Sinn, sehr genau zu sein, weil es mitunter um viel geht.

    Hm, aber in der 3. Klasse ist man ja schon 9 und die Aussprache der Lehrkraft ist mit deutschem Akzent, ob da die Entwicklung der Aussprache noch nennenswert anders verläuft Als mit 11?

    Was ich bei meinen Kindern auf alle Fälle sehe ist, dass sie wesentlich ungezwungener auf Englisch kommunizieren. Ich denke, das liegt vor allem an Discord und co aber vielleicht liegt's ja auch am früheren Kontakt mit der Sprache. Im anderen thread würden Studien verlinkt, falls jemand Lust hat, sie zu lesen...

    Wird ja immer wieder diskutiert. Kinder lernen gerne Fremdsprachen, es erleichtert ihnen wohl später das Hörverstehen, einen messbaren Lernvorsprung haben sie aber später nicht. Probleme entstehen wohl auch durch den vielen fachfremd erteilten Unterricht.

    Hier wurde vor 3 Jahren mal darüber diskutiert...

    Zum Vergleich noch mal Sachsen Klasse 3/4 (zweistündig)

    Schreiben:

    Die SuS... "können im Klangbild gesicherte Einzelwörter und Redemittel Abbildungen zuordnen und von Vorlagen schriftlich übernehmen,

    lernen Lückentexte mit Wortvorgaben zu bearbeiten,

    schreiben kleine Texte zu authentischen Anlässen ab."

    Lesen...

    Die Schüler...

    gewinnen erste Einsichten in die Beziehungen zwischen Klang- und Schriftbild,

    erkennen im Klangbild gesicherte Einzelwörter und Redemittel ganzheitlich wieder und verstehen diese,

    memorieren anhand des Schriftbildes bekannte Reime, Lieder etc."

    Hier nix mit A1, das ist interessant. Zumal in Klasse 5 wirklich zügig vorangeschritten wird.

    Kennt jemand eigentlich Untersuchungen zum Erfolg des eingeführten Englischunterrichts ab Klasse 3?

    Ja, das Lesen und Schreiben hat eine lernunterstützende Funktion und wird von Anfang an unterrichtet. Am Ende der 4. Klasse können die Kinder kurze Texte schreiben und (meist noch etwas längere) kurze Texte lesen und verstehen.

    Hier nicht, allerdings wird Englisch auch nur 2-stündig unterrichtet.

    Hier im Forum hört man aber auch immer wieder von Lehrkräften, die in Klasse 5 Englisch unterrichten, dass das, was die Kinder aus dem 4. SJ mitbringen, nach 3 Wochen überholt ist.

    Aber vielleicht hast du besonders leistungsstarke SuS oder bist selbst sehr fit, dass du so weit kommst? Das bezweifle ich nicht.

    Kann mir vorstellen. Ich war jahrelang mit einer Kollegin parallel, die 2-3 Tests pro Halbjahr schrieb. Ich schreibe in den ersten 2 Lernjahren 1-2 Tests pro Woche (fester Tag, immer Vokabel, oft Grammatik dazu. Also beides klein und sehr viele Noten für stumpfes, regelmäßiges Lernen.
    Die Korrigierei ist mir das wert, das Fach muss von Anfang an als Fleiss-/Lernfach begriffen werden.

    So kenne ich es als Schülerin auch. Jede Fremdsprache jede Woche ein Vokabeltest und auch pro Schreibfehler ein Punkt Abzug. Man muss doch das Lernen auch erst mal lernen.

    ... Beim Französischlehrer laufen dagegen in Klasse 6 einige Eltern Sturm, wenn im Vokabeltest ein Wort wegen falscher Schreibweise oder fehlenden Accent nicht die volle Punktzahl ergibt.

    Aber wie kann das sein? Wann hat das angefangen? Die Eltern müssen doch als SuS selbst Vokabeltests geschrieben haben und das wissen.

    Wobei verrückterweise meine Kinder keinen einzigen klassischen Vokabeltest in Englisch geschrieben haben. Ich dachte bislang es liegt daran, dass die Lehrkräfte keine Lust auf die Korrigiererei haben.

    Abgesehen davon, dass KI nicht "zusammenfasst", steht in deinem Text doch alles erklärt. Natürlich hat sich etwas geändert: es gibt eine Pauschale fürs Home-Office, Lehrkräfte können jedoch kein Arbeitszimmer mehr geltend machen. Aber das wurde doch auch schon tagelang von mindestens 5 Personen erklärt:weissnicht:

    Ich hatte als Mentorin mit zwei Referendarinnen zu tun, die so unfassbar viele Rechtschreibfehler in ihren Abschlussarbeiten/ Unterrichtsentwürfen hatten, dass ich mich schon gefragt habe, warum man für die Hochschulreife einen ausgeklügelten Fächerkanon belegen aber nicht schreiben können muss. Wenn irgendwer irgendwann die Reißleine zieht, fängt man an zu lernen- wenn nicht, dann halt nicht.

    ...Und auch wenn es mir nicht gefällt, wenn die SuS nicht gerade erzählen, dass die Spinne sich in die Nachtigall verliebt hat (Weil im Gedicht eine Spinnerin beim Mondlicht den Nachtigallgesang lauscht), .

    :rofl:

    Kannst du solche Stilblüten mal in einem Extrathread sammeln? Das erinnert mich an sehr lustige Instagram-Posts zu Lateinübersetzungen...

    Und danke, dass du mir das Leistungsbewertungs-Dilemma immer wieder erklärst. Ich weiß es natürlich nicht besser als du, ich bekomme nach und nach eine Vorstellung davon. Letztlich leide ich bei meiner eigenen Bewerterei darunter, dass sie so komplett nutzlos ist und überhaupt nicht vergleichbar mit anderen Schularten. Das berühmte Singen und Klatschen...

    ...Ich habe es meiner Schulleitung bei der letzten Schwangerschaft in der 7. Woche bereits gesagt und sie war beleidigt, dass ich es ihr erst da gesagt habe.

    ...

    Das nächste Mal dann bitte per WhatsApp gleich ein Bild vom Schwangerschaftstest :D

    Vielen Dank für eure lieben Antworten und Glückwünsche. Ich ärgere mich darüber, dass ich es einfach nicht genießen kann, sondern mit meinen Gedanken stattdessen ständig bei der Verkündung bin.

    Lass dir Zeit, am Anfang merkt man ja noch nichts von der Schwangerschaft und kann sich das noch nicht vorstellen, das ist doch normal. Die Freude darf mitwachsen.

    Außerdem weißt du ja, dass die ersten zwölf Wochen noch unsicher sind, da ist es doch gesund, noch nicht in Euphorie zu verfallen und das Kinderzimmer einzurichten.

    Zum Bescheid sagen: wenn du es früher sagst, habt ihr Zeit zu besprechen, wann die Klasse übergeben werden soll. Müssen musst du es aber nicht, du kannst genauso gut noch bis zu den Herbstferien damit warten und dir erst mal selbst klar werden, was los ist.

    Die Reaktion der Schulleitung kann dir auf jeden Fall völlig gleichgültig sein, Menschen werden nunmal schwanger. Ein freudigeres Ereignis jedenfalls als jedes andere, um sich um Vertretung zu kümmern. Wer da nicht als allererstes Glückwünsche aussprechen kann, ist ne arne Wurst und das kannst du getrost drüberstehen. Ich habe das aber nie erlebt, weder selbst noch bei Kolleginnen und ich hatte sonderbare Schulleitungen. Die normalste Reaktion ist Mit-Freude.

    ...
    Aber in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften glaubt jede*r, was sagen zu können und die EWH sind natürlich nicht so konzipiert, dass man die 4 erst bekommt, wenn man alles wissenschaftlich durchdrungen hat. Also reicht oft das Lesen des Textes für Pünktchen, usw..

    Erklärt trotzdem nicht ganz, warum -in manchen Bundesländern meinetwegen- 6 möglich ist.

    Wer verfasst denn bei euch den Erwartungshorizont? Ich dachte immer, dass das originäre Aufgabe einer Lehrkraft ist. Zudem gibt es doch ein paar Kategorien der KMK, gegen die auch NRW nicht immun ist, AFB I-III etwa. Und so grundsätzlich, wenn Lesen, Verstehen und Einordnen des Textes für eine 5 reicht, sollte das doch auch okay sein. Irgendwo muss es auch eine spanne zwischen 3, 4 und 5 geben, oder?

    Ich bin ja eigentlich immer für das Einfordern von Leistungen. Aaaaaber... Ich habe gerade den Eindruck, dass die beschriebene Problematik auch daher kommt, dass man selbst die Sprache auf einem sehr hohen Niveau beherrscht ...

    Das ist eine sehr sonderbare Vermutung. Das würde für jedes Fach und jede Jahrgangsstufe gelten: Du kannst aber besser Französisch als deine Fünfklässler und hoffentlich trotzdem beurteilen, welche Fehler sie machen.

    Mich wundert was anderes: warum ist es Kris24 möglich, 0 Punkte zu erteilen, Kolleg*innen aus anderen Bundesländern jedoch nicht?

    ...

    Warum nicht? Natürlich ist meine Aufsicht als Arbeitszeit anzurechnen. Und wenn ich zu viele Aufsichten in der Woche machen muss, bleibt eben weniger Zeit für anderes.

    Du stoppst die 41 Stunden und wenn sie voll sind, sagst du das Planungstreffen mit den Vertretern der Ausbildungsbetriebe ab oder bereitest keinen Unterricht vor?

    Es klingt immer toll, mit dem fallenden Hammer, aber ich kann es nicht recht glauben.

    habe ich dich angesprochen? Was du auf dem Klo machst, ist mir völlig egal. :neenee:

    Aber ein Großteil der Postings im Forum besteht doch darin, dass über die Arbeitsbelastungen bei Unterrichtsvorbereitungen (oft berechtigterweise) gestöhnt wird. Thema ist hier die Arbeitszeit, wozu auch gehört, dass man die Effektivität erhöhen kann.

    Okay, ich bin dir egal, aber wer stöhnt denn sonst über die Unterrichtsvorbereitung? Du sagst, man kann diese einkürzen, wenn man 45 Jahre dasselbe macht. Das ist doch aber genauso übertrieben, wie das Lustigmachen über Kolleg*innen, die Zeit mit der Vorbereitung verbringen und dafür ein passendes Bild suchen.

    Wo ist die Grenze?

    Oder um zur Ausgangsfrage zurück zu kommen: wenn jemand 90 Minuten Aufsicht hat, kann er natürlich nicht die Stoppuhr laufen lassen und dafür an anderer Stelle rumkürzen.

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