Beiträge von Quittengelee

    Habe ich nicht geschrieben. Nein, ich esse fremde Plätzchen gerne, bin aber auch stolz auf meine und möchte beide nebeneinander stehen lassen nicht eines über das andere heben. Und Weihnachten hat für viele sehr viel mit Familie und Tradition zu tun, wer es nicht kennt, kann es offensichtlich nicht nachvollziehen und macht Bemerkungen dazu statt einfach den Mund zu halten.

    Das ist vermutlich das größte Problem im Thread, es wird absichtlich oder versehentlich Aussagen geändert, um einen Shitstorm auszulösen?

    Ich verabschiede mich endgültig aus diesem Thread, kann man eigentlich auch Threads blockieren, so dass sie nicht angezeigt werden?

    Ich liebe die Plätzchen nach Rezepten meiner Oma, genau deswegen hätte ich kein Problem damit, wenn jemand die schön bemalten einer anderen Oma kürt. Ich weiß ja, dass unsere die Leckersten sind :zungeraus:

    Threads blockieren geht glaube ich, wenn du den TE blockierst. Oder nicht abonnieren und einfach nicht mehr mitlesen.

    ...

    Geht mir gerade anders herum, könnte aber daran liegen, dass meine Schüler:innen so viel jünger sind, ich finde nicht nur im Hinblick auf Religionen, dass man Einblicke in viele verschiedene Bereiche vermitteln sollte, gerade damit nicht alles unbekannt bleibt und für absurd oder unheimlich erklärt werden kann.

    Über den Zusammenhang bin ich mir nicht so sicher. Glauben ist per Definition absurd.

    Und ich finde zum Beispiel die Mormonen unheimlich, die einen immer paarweise ganz freundlich ansprechen und missionieren wollen. Das Judentum ist mir hingegen sympathisch, aber ich denke nicht, weil ich mal was über Bräuche im Religionsunterricht gelernt habe, sondern aufgrund anderer Informationen, etwa dass es dort genau nicht missionarisch zugeht und das Konvertieren schwierig ist.

    Mich spricht gerade das hier noch am ehesten an. Auch wenn bei uns keine christlichen Gottesdienste stattfinden, der Aufwand für muslimische Veranstaltungen dann größer wäre:

    ...Das Fastenbrechen ist an einem Abend und auch da ist ein Kurs für die KuK unterstützend. Ein Imam kommt, aber auch ein Pastor und ein Priester kommen und sprechen ein paar Worte...

    Dann mach es halt nicht. Zwingt dich jemand?
    Ich finde ja ganz persönlich, dass nichts davon in Schule gefeiert werden sollte. Thematisiert: ja, ok, ist eventuell nicht ganz unwichtig, dass man wenigstens mal von den religiösen Traditionen erfährt, da sie ja doch bei vielen Menschen großen Raum einnehmen.

    Will man alle möglichen Religionen berücksichtigen, kommt man aus dem Feiern kaum raus. Ob das sinnvoll ist? Ich weiß nicht. https://www.mkjfgfi.nrw/system/files/m…lender-2026.pdf

    Das ist es! Dann hat man jede Woche was, worauf man sich freuen kann:wink_1:

    Dass die einen von Kartoffelsalat traurig werden finde ich ebenso interessant wie die Verletzlichkeit durch fremde Plätzchen. Und gleichzeitig werden Vorträge gehalten zu Gemeinsamkeiten von Religionen... Menschen sind sonderbare Wesen. Nur kommt man ja leider ohne sie auch nicht aus.

    Was esst ihr eigentlich an Silvester?

    Dr. Caligiari : Muslimische Migranten (m/w/d) der ersten Generation haben meist aus ihrem Herkunftsstaat keine Berührungspunkte mit christlichen Praktiken oder Feiertagen. Ihre Kinder wiederum lernen diese durch ihren Besuch in den öffentlichen Bildungseinrichtungen kennen und bringen diese Erfahrungen wiederum zurück in die Familien, was langfristig dazu führt, dass die eine oder andere Familie Elemente hieraus in ihre Glaubenspraxis übernimmt.

    Ist das so? Und worin äußert sich das deiner Informationslage nach? Also welche Elemente werden in welche Glaubenspraxis übernommen?

    ...
    Die eigentliche Frage wäre ja, ob man z.B. zum Zuckerfest eine „Feier“ oder Rituale entwickelt, vergleichbar zu anderen Ritualen der Schule zu Advent oder vor Ostern.

    Wenn alle dann am Weihnachtssingen teilnehmen oder einer Aufführung vor Weihnachten, könnte man dann auch am Fastenbrechen teilnehmen.
    ...

    Das stimmt, wenn man es eben nicht so ernst nimmt alles. Ich würde mich zum Beispiel freuen, würde mich jemand zum Fastenbrechen oder seinem Lichterfest einladen. Aber ich kann nicht überzeugt irgendwas umsetzen, was mit mir nichts zu tun hat. So wie ich immer Süßigkeiten im Schrank habe, die halal sind, aber selbst Gummibärchen esse.

    Inwiefern kann ich selbst guten Gewissens ein Fest ausrichten, was mit mir nichts zu tun hat? Damit hadere ich irgendwie.

    ...

    Das Konfliktargument ist spannend. Ist die Feindlichkeit anderen gegenüber den Religionen inhärent oder nicht?

    Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Menschen sind grundsätzlich feindselig anderen Gruppen gegenüber. Je fanatischer sie einer Idee hinterherrennen, desto feindseliger werden sie. Das kann Religion sein oder was beliebig anderes.

    Ich bezog mich auf den Diskussionsstrang, dass in Ethik muslimische und konfessionslose SuS festgestellt hätten, dass Religionen im Grunde alle gleich seien. Daraufhin schrieb Rosalaune, dass er sich frage, welcher Art der Unterricht sein müsse, dass man zu diesem Schluss käme. Und das frage ich mich auch, die Unterschiede sind offenbar für Gläubige so riesig und wichtig, dass sie sich dafür abschlachten.

    In meinen Ethikkursen feiern wir immer Weihnachten und das Ende des Ramadans. Es gibt auch zu beiden Glaubensfesten Kalender.

    Kalender für Ramadan aber nicht mit Süßigkeiten, oder? Das wäre ja fies :zahnluecke:

    Danke erst mal für alle eure Sichtweisen.

    Ich weiß ehrlich gesagt so gut wie nichts über die Feste anderer Religionen. Bei den Moslems unter meinen SuS spielt der Glaube eine riesen Rolle und ich käme mir glaube ich komisch vor, irgendwas dafür zu planen.

    Inhaltlich kann man das zwar informationshalber nachlesen, aber ich hab schon zu Weihnachten lediglich einen Erinnerungs-Rituale-Bezug, ich frage mich, ob ich angemessen eine Feier begehen kann, zu der ich null Bezug habe:/

    Aber ich erinnere mich, dass vor vielen Jahren im Referendarsforum eine jüdische Kollegin meinte, es wäre schon schön, wenn bei all der Weihnachtsfeierei mal einer auf die Idee käme, Happy Chanukka zu wünschen, einfach nur daran zu denken.

    Grundsätzlich kommt mit der Erfahrung die Fähigkeit, sich auf das zu konzentrieren, was die SuS sagen und fragen. Du darfst dir da auch noch selbst Zeit lassen.

    Ein Problem zum Einstieg, dass es erst mal selbst zu durchdenken gilt, ist i.d.R. lernerträglicher als ein Lehrervortrag.

    Mangels digitaler Ausstattung schreibe ich an die Tafel. Ich habe jüngere SuS und ich lasse sie immer abschreiben, damit sie gezwungen sind, besser mitzudenken. Bei ppt kann man das sicher auch erreichen, die Seiten lassen sich ja auch aufbauen und man muss nicht alles sofort präsentieren wie in einem Script.

    Für mein Kind bin ich froh, wenn die Lehrkräfte vor Klassenarbeiten dann aber Zusammenfassungen hochladen, so dass eine saubere, fehlerfreie Übersicht zum Lernen da ist. Da viele Teenager dazu neigen, alle Fächer in einen Block zu schreiben, finden sie niemals zur rechten Zeit den richtigen Aufschrieb und wenn, können sie ihn nicht mehr lesen. Ging mir als Schülerin auch so ähnlich, ich habe eine Sauklaue und deswegen lieber aus dem Buch gelernt. Allerdings sind im Heft ja immer nochmal andere Beispiele, Erklärungen und Schwerpunkte, so dass man Wesentliches verpasst beim Lernen, wenn man es nicht nutzen kann.

    Schule ist weltanschaulich neutral, religiöse Feste im eigentlichen Sinne haben an staatlichen Schulen überhaupt nichts zu suchen, gefeiert wird zB Weihnachten, weil es kulturell und gesellschaftlich bei uns eine Bedeutung hat. Da kann man dann auch die Bedeutung in anderen Religionen und Weltanschauungen thematisieren. Jede Religion hat irgend ein Fest um die Wintersonnenwende.

    Okay und nach welcher Definition hat etwas kulturelle Bedeutung? Es leben inzwischen fünfeinhalb Millionen Muslime in Deutschland und Jüdische Gemeinden gibt es schon länger als Christliche.

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