Beiträge von treasure

    Für mich ist das Alter das Entscheidende.

    Prügelt da 1.-6. Klasse oder älter?

    Je älter desto mehr würde ich auf mich selbst schauen, das ist eine andere Konfliktarbeit als bei den Kleineren, die einem körperlich noch unterlegen sind.

    Ich kann es nur sagen, wie meine Kollegin und ich, die zusammen Aufsicht haben, uns abgesprochen haben, nicht alle machen das gleich.

    Bei den Kleinen (1.-4. Klasse bei uns) gehe ich dazwischen mit voller Präsenz. Meist reicht es schon, in die Nähe zu kommen und die Stimme zu erheben, wenn es nicht reicht, greife ich sie mir, eine(n) rechts, eine(n) links, ziehe sie auseinander und frage ruhig und freundlich, ob ich loslassen kann oder ob die Wut zu groß ist (Gefahr, dass sie sich sofort wieder ineinander verkeilen). Die anderen Kinder haben derweil die Order, die zweite Aufsicht zu suchen und zu bringen, alle Schaulustigen werden von mir sofort ebenfalls weggeschickt.

    (EDIT: es mag auch bei uns leichter sein, weil wir eine knallharte Hau-Verbotspolitik haben. Die Kinder wissen genau, dass sie gerade etwas total Falsches tun und lassen sich recht schnell zur Raison bringen, stelle ich immer wieder fest. Wird bei uns von der Ersten an eingepflanzt und trägt weitestgehend gute Früchte.)

    Sofortiges Klären, während beide Kontrahent*innen noch vor Wut rauchen, hat, meines Erachtens nach, wenig Sinn. Ich trenne die beiden immer erst mal, eine(r) geht mit der zweiten Aufsicht mit, der/die andere kommt mit mir. Und dann atmen wir erst mal mit den Kindern durch, zeigen Verständnis, werden ruhig...und dann dürfen sie erzählen. Wir versuchen dabei, ruhig zu bleiben. Wenn wir eine halbe Runde gegangen sind, treffen wir ja auf die "andere Seite", die ebenfalls gelaufen ist - und wir fragen, ob wir nun miteinander gehen können, um die Sache restlos zu klären oder ob sie erst einmal getrennt voneinander weiterspielen wollen und später klären.

    Ganz oft hilft die Zeit, die Wogen zu glätten. Wenn nicht, stehen wir bereit.

    Bei Älteren (ab 7. Klasse würde ich mal so grob sagen) kann es einfach nur gefährlich sein, sich in eine Prügelei zu werfen. Da kommt es auch drauf an, ob man die Kids kennt und wie so der Autoritätsstatus ist. Da muss jede Lehrkraft für sich einschätzen, ob das sinnvoll ist oder gefährlich.

    Wenn zu gefährlich, wäre meine Idee, sich die Namen und Klasse der beiden von den Umstehenden geben zu lassen und sofort Kinder dorthin zu schicken, woher Hilfe kommen kann. Manche haben ein Krisenteam an der Schule, manche haben bestimmte Lehrkräfte, die da fit sind (wir haben einen Sportlehrer, wenn der losdonnert, wächst da kein Gras mehr), bei anderen reicht die Klassenlehrkraft...und zur Not Polizei, wenn nix hilft. Nicht selbst in Gefahr bringen, zur Not sind die Kinder blutig, aber nicht man selbst, das ist auch keine Zivilcourage mehr, das wäre sich selbst gegenüber fahrlässig...


    Wer am 28.06. nur noch 5 € hat, hat ein Problem im Umgang mit Geld. Egal ob Bürgergeldempfänger oder nicht. Auch mit Bürgergeld kann man wirtschaften. Natürlich gibt es solche Menschen. Aber das Problem ist nicht der 1€ im Monat für die Klassenkasse. Der macht nun wirklich keinen Unterschied.

    Normalerweise beteilige ich mich nicht an diesen Streitereien, sie schlagen mir irgendwie auf den Magen.

    Hier würde ich gern (aus früherer, eigener Erfahrung) sagen, dass es sogar so sein kann, dass man mit Listen und Abhaken/Eintragungen jeglicher Ausgaben durchaus an den Punkt kommen kann, wo man nicht mehr weiß, was man noch einsparen kann, damit es bis Monatsende reicht.

    Manchmal war es wirklich so, dass man beim Aldi steht und überlegt, ob man sich den Lieblingskäse mitnehmen kann, wenn man dafür vielleicht was anderes da lässt.

    Respekt an alle, die am Schluss dann noch den Euro haben. Ich bin dankbar, am Monatsende nicht mehr regelmäßig Panik zu haben, ob ich rumkomme und gönne es jedem Menschen von Herzen, da nicht drüber nachdenken zu müssen.

    Wenn wir einen Ausflug zur Eisdiele machen, ist der vorbereitet, mit den Eltern kommuniziert, und das Geld wird aus der vom Elternbeirat verwalteten Klassenkasse genommen.

    Ich war aber auch schon mit SuS auf Exkursion und weil sie sich perfekt verhalten haben, gab es dann spontan von mir eine Kugel Eis. Meine Entscheidung - total gern gegeben. Oder eine Mozartkugel nach der Mozart-Einheit als Überraschung nach dem Test.

    Ich weiß (!), dass ich das nicht müsste und mein Geld manchmal dafür hergebe. Aber die glücklichen Gesichter und das Nennen der Mozartkugeln im Gespräch, was in den vier Jahren Grundschule am schönsten war, zeigt mir persönlich, dass das gut war.

    Keiner muss das tun, aber ich möchte es ab und an. Und dann mach ich's einfach. 😊

    Das mit der Treppe ist eine ganz tolle Idee (allerdings nicht mit laminiertem Papier...das gibt dann neben mehr Feuer auch noch ordentlich üble Dämpfe), das werde ich mal vorschlagen, weil die Kinder so recht spielend und teils unbewusst immer wieder lernen, wie das Einmaleins geht. Toll!

    Hallo,

    der Brandschutzbeauftragte war an unserer Schule (eine neue Person) und er war mit quasi der gesamten Innenausstattung der Schule nicht zufrieden, da nicht brandschutzkonform.
    Es müssten alle Möbel, Bilder in Rahmen (also ältere Rahmen: >12 Jahre, Alu, aber MDF Platte), Plakate und Leinwände abgehängt werden: also eine leere Schule.

    Wie handhaben das eure Schulen? Vor allem auch Kunstwerke, Rahmen und Leinwände? Hängt bei euch nichts mehr?

    Nichts hängt mehr. :(

    Total schlimm. Der Brandschutz hat bei uns richtiggehend gewütet, nichts Brennbares darf mehr an Flurwänden hängen, die Jacken und Schuhe sind in Spinde gekommen, alle Gemälde und sonstiges weg. Wir dürfen die schönen Kunstsachen nicht mehr raushängen und nicht mal die Namensschilder der Kinder oder die Klassentierbilder an den Türen durften bleiben. Alles ist kahl. Wir versuchen gerade, die Wände mit Farben zu gestalten, damit wieder etwas mehr Leben hineinkommt.

    Zudem allerdings verunstalten sie nun unsere Klassenräume. Sie sind der Meinung, dass die Kinder nicht rechtzeitig rauskommen könnten, obwohl die Flure breit genug sind, fast jedes Klassenzimmer bekommt eine neue Zwischentür zwischen zwei Klassenräumen und die Schule hat insgesamt drei neue Feuertreppen bekommen (breite, richtig stabile). Die Kinder sollen jetzt bei Feueralarm zuerst in den nächsten Klassenraum gehen und von dort die Feuertreppe nutzen. Für mich ein Nadelöhr mehr und die Außentreppen sind gar nicht ohne, gerade nicht bei Regen.

    Ich maße mir nicht an zu sagen, dass der Brandschutz immens übertreibt, auch wenn mein Gefühl so ist (unsere Feuerübungen sind superschnell und ohne Hickhack), jedoch die Bilder von den Wänden zu nehmen, halte ich für wirklich sinnvoll, so blöd das ist.

    Projekte draus machen, die Wände anmalen (Folien, Overheadprojektor/Beamer) mit schönen Motiven, schön bunt...dann bleibt es zumindest Kindgerecht. Was auch geht: Feuerfeste Bilderrahmen und ein paar Bilder als Wechselausstellung hineingeben (da werden dann die Bilder zwischen zwei feuerfesten Platten verschraubt und können gewechselt werden). So sind jedenfalls unsere Gedanken momentan.

    Einfach richtig doof.

    Sturz am 4.1. im Dunkeln in einer Hotelanlage, wirklich schlimme Verletzung, weil ich in einen Betonwassergraben gefallen bin, der ungeschützt und komplett unbeleuchtet neben den Hauptwegen des Hotels läuft. Nüchtern, ohne Handy vor den Augen. Linkes Bein ziemlich im Eimer.

    5 Wochen Ausfall, letzte OP war vorletzte Woche, trotzdem war ich seit Mitte Februar wieder arbeiten.

    Seitdem wirklich immer wieder Probleme, kann meinem Sport (Schwimmen) andauernd nicht nachgehen, weil Fäden im Bein sind etc.

    Der Reiseveranstalter sagt quasi, ich sei einfach zu doof gewesen, der Anwalt macht mir keine Hoffnungen, wegen Hotel (lange Verhandlungszeiten etc, Beweislast komplett bei mir), ich bleibe auf allem sitzen (bin ja neben der Schule noch selbständig), habe die Folgen zu tragen, die Beulen am Bein gehen nicht weg, die Schädigungen der Haut auch nicht...

    Da fällt's irgendwie schwer, nicht in Selbstmitleid zu verfallen.

    Wenigstens sind Ferien.

    Ich wünsche euch allen schönere.

    Ich trage normale Oropax bei Veranstaltungen wie Zirkus-Woche oder Trommel-Workshop, das ist ohne nicht auszuhalten.

    Im Klassenraum sorge ich für die Ruhe, die ich für meine Ohren brauche. Klappt meist, nicht immer, aber meist.

    Fürs Schwimmen habe ich allerdings auch angefertigte Ohrstöpsel, wie Bolzbold es beschreibt. Das ist eine mega gute Sache und sie sind für alle möglichen Lebenslagen dicht genug. Meine haben allerdings lange nicht so viel gekostet... ich glaube, 60/70 Euro pro Stück. Halten auch ewig. Wichtig ist nur, vorher zu schauen, ob man verträglich gegen die Materialien ist.

    Hänge dich ein paar Stunden bei Youtube rein...es ist unglaublich, wie man da in tausenden Videos versinken kann, die alle tolle Sachen vorschlagen.

    In der Regel reicht es, an das, das du machen möchtest, ein "Grundschule" dranzuhängen und Youtube zeigt, was geht.

    Themen sollten sein: Bewegung, Takt und Metrum, Notenwerte, Singen en masse, Trommeln, Boomwhackers (wenn ihr habt, gibts die dollsten Sachen bei Youtube), Tanzen, Theaterideen, Instrumente selbst basteln, Cup Song, Instrumentenkunde, Notenlesen lernen (in Klasse 4), Body-Percussion (da gibt es auch Sachen wie Sand am Meer), vieles über Komponisten, von Checker Tobi bis "das Leben von..."

    Man kann sich da noch und nöcher Ideen holen und, wenn Smartboards vorhanden, auch mal verschiedenes mit dem Smartboard machen.

    Beispiele mit Boomwhackers: lieben meine und wünschen sich sowas, wenn sie etwas Zeit geschenkt kriegen.

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    (warm up)

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    Beim Trommeln, zB Klasse in Gruppen einteilen und jeder Gruppe einen Rhythmus beibringen, den sie dann üben dürfen und dann zusammensetzen.

    Verbotener Rhythmus: (ich gebe einen Rhythmus vor, der "verboten" ist, dann spiele ich vor, die Klasse wiederholt, es sei denn, der verbotene Rhythmus kommt, dann darf keiner spielen. Wer spielt, muss eine Runde aussetzen.)

    Eigene Rhythmen erfinden...lieben sie. Und dann der Klasse vortragen. Das ist am besten im Sommer, weil man sie im Schulhof in verschiedene Ecken setzen kann, ohne dass sie die halbe Schule stören. Also...bei UNS geht das zumindest.

    Kanon-Singen lieben meine. Sie wollen sogar Lieder im Kanon singen, die nicht gehen. :D Es gibt sehr viele schöne kleine Kanons, die man üben kann.


    Body Percussion:

    Zum Eingewöhnen:

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    Schon anspruchsvoller:

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    uuuund so weiter.

    Man kann auch alles ohne Smartboard machen. Mache ich oft. Dann muss man die Sachen halt vorher gut üben. ;) Ich zeige dir die Sachen MIT Smartboard, weil ich davon ausgehe, dass du dann vielleicht auch nur rudimentär ein Instrument spielst. Das Board kann dann einiges übernehmen.

    Hi!

    Ich empfehle den Worksheetcrafter. Der kostet Lizenz, aber viele Schulen haben ihn auch. Da gibt es die Arbeitsblatt-Tauschbörse und die Möglichkeit, eigene Arbeitsblätter zu erstellen.

    Dann gibt es Seiten wie eduki oder 4teachers, die günstig Materialien anbieten und sicher viele andere Seiten. Einfach mal im Kollegium fragen, vielleicht kommt hier auch was.

    SU ist allerdings wirklich das aufwändigste Fach, finde ich... Ich bereite da am meisten vor und kaufe auch einiges. Wieviel... Weiß nicht... Aber sicher mittlerweile im 500er-800er Bereich. Allerdings hast du die Sachen dann auch (zb die Mappe für dein Bundesland und Deutschland, mehrere Bücher für Sexualerziehung usw) und kannst dann entspannt vorbereiten. Das wars mir wert.

    Ich freue mich gerade so sehr und bin von Herzen dankbar, dass meiner Mutter bei einem schweren Sturz direkt vor meiner Nase so gut wie nichts geschehen ist.

    Sie so hinschlagen zu sehen, hat mir das Herz zerrissen und zu sehen, wie viele Schutzengel sie hatte, lässt mich tausendmal Danke sagen. Ich war fest überzeugt, den Notarzt rufen zu müssen.


    Puh. Ich bin froh.

    Das ist ja genau das Problem, sie sind offen für "jeden Blödsinn".

    Manchmal darf man auch totalen Mist im Unterricht nicht thematisieren. "Brainrot" muss man in der Schule vorbeugen, und nicht noch fördern, indem man "Unwissende" auch noch auf den Bullshit hinweist.

    Sicher. Aber die Kinder, die noch unwissend, aber für Blödsinn zu haben sind, lernen solch ein Lied sowieso durch Nachplappern. Die, die unwissend, weil nicht interessiert, sind, lernen es auch nicht, weil sie plötzlich davon durch das Thematisieren hören.

    Für mich bedeutet das, in jedem Fall zu thematisieren, wenn Lieder mit zweifelhaftem Inhalt die Runde machen, denn das ist für mich Vorbeugung für einen nächsten bescheuerten Trend, der dadurch vielleicht ein, zwei Kinder weniger erreicht.

    Trotzdem bin ich mir sicher, dass mehrere Herangehensweisen möglich sind und auch erfolgreich sein können. Vielleicht auch eine Typfrage oder eine Frage der Klassendynamik.

    Wollte mit meiner Frötzelei zur Diskussion anregen, inwieweit die Wertevermitllung in der Schule wirklich Früchte in der Gesellschaft trägt. Ich sehe unsere Gesellschaft momentan immer mehr in die falsche Richtung abbiegen, je öfter und intensiver ich sie wahrnehme.

    Mein Grundthese ist da eh, dass nicht der Unterricht der Lehrer und Schule sch**** und schuld sind, sondern die Gesellschaft mit eigenen Kräften massiv dagegen arbeitet, was in den Schulen zu vermitteln versucht wird.8)

    Ich denke, ich weiß, was du meinst, würde es aber nicht so generalisieren. Mit Sicherheit gibt es Abdriftungen - und nicht zu wenige. Es gibt aber auch Gegenströmungen, gerade in der Jugend. Zu meinem Umfeld: Es gibt Kinder, die viel zu früh und viel zu unreflektiert im Netz unterwegs sind, die ziemlich fragwürdige Inhalte "inhalieren" und sich durch den eben unreflektierten Konsum zu eigen machen. Allerdings sind das im Grundschulalter nicht die meisten, sondern eher die Kinder, die daheim wenig Miteinander erfahren und wenig Anleitung. Und wenn man es schafft, diese Kinder etwas mehr in die Reflexion zu bringen, WAS sie sehen und was das bedeutet, was sie sehen, dann besteht mehr Hoffnung als wenn man es lässt, weil eh nicht zu retten.

    Wenn es keine Steuerung gibt, wird es schwierig, dann kippt die Waage weiter, so würde ich das sehen. Es sollte uns also eher Ermutigung sein, unseren Beruf hier wirklich zur Information und Aufklärung zu nutzen und es nicht einfach laufen zu lassen oder einfach nur zu verbieten. Die neuen Generationen wollen wissen, wieso. Und wenn ich auf meine Kindheit und die ganzen Verbote gucke, die mir nie wirklich erklärt worden sind, dann finde ich es sehr wichtig, dass sie es wissen DÜRFEN, warum wir Erwachsenen manche Dinge für ungut halten.

    Hierzu würde ich mich gerne kurz noch äußern:

    Ansonsten könnt Ihr es drehen und wenden, wie Ihr es wollt, Schule hat kaum Einfluss auf die Verfasstheit unserer Gesellschaft! Ist so!

    Natürlich nimmt der Einfluss der social medias (leider) immer mehr zu. Liegt an der Erreichbarkeit für die Kinder und den Massen an Material, das nicht geprüft wird.

    Aber: wenn ich als Lehrkraft beginne, mich zurückzuziehen, weil "es eh keinen Sinn hat", dann wird es schlimmer. Ich habe für mich persönlich den Anspruch, meine Schülerinnen und Schüler zu Menschen zu erziehen, die nicht nur Schulstoff beherrschen, sondern auch menschlich gut ticken. Aufgabe der Eltern, klar, aber ich sehe es auch als meine zu schauen, was die Kinder innerlich so draufhaben. Das gelingt natürlich nicht immer und nicht bei allen. Aber wenn es nur ein paar Kinder gibt, die in bestimmten Situationen anders reagieren und zu empathischen Erwachsenen werden, dann halte ich das schon für gut.

    Nicht zu unterstützen, nicht zu helfen, nicht zu lenken etc unter dem Aspekt "bringt eh nix"...dann hammwer komplett verloren, so meine Einschätzung.

    Bei allem Respekt, klingt für mich nach Feiertagspädagogik!

    Ich will jetzt auch gar nicht gegen diesen Ansatz stänkern.

    Nein? ;) Hast du aber definitiv.

    Ist für mich auch kein Problem, natürlich kann man meine Methoden hinterfragen. Ich kann aus meiner Erfahrung mit den Klassen sagen, dass es funktioniert, die Kinder wertzuschätzen und ernstzunehmen und bei Diskussionen und Fragen auch drauf einzugehen und nicht einfach nur "Nö, wegen isso!" zu sagen. Wenn die Grenzen klar sind, wissen die Kids auch, wann sie aufhören mit diskutieren und es akzeptieren. Allerdings passiert es auch manchmal, dass ich Diskussionen nachgebe, wenn ich mir dadurch nix breche. Warum auch nicht? Kinder sind nicht sehr kompromissbereit, wenn sie lernen, dass sie immer den Kürzeren ziehen.

    Ich kenne den Begriff "Feiertagspädagogik" nicht. Ich schildere das, was bei mir funktioniert. Und Druck von oben erzeugt in der Regel immer auch Gegendruck und eine unangenehmere Atmosphäre zwischen Kindern und Lehrkraft. Mit Verständnis, Wertschätzung und Ernstnehmen komme zumindest ich weiter, im Besprechen von unangebrachten Liedtexten genauso wie bei wichtigeren Themen, bei denen ich Bereitschaft der Kinder brauche. Was daran Feiertagspädagogik sein soll, weiß ich nicht, ist aber letztendlich auch nicht wichtig.

    Es ist in der Regel, so meine Erfahrungen, überhaupt kein Problem, Liedtexte mit Kindern zu besprechen und sie selbst rausfinden zu lassen, warum das Singen keine gute Idee ist.

    Meine eine Klasse hat sich total beschwert, dass es bei "die Affen rasen" plötzlich heißt "den Grund erfahren alle bald" und nicht mehr "einer macht den andern kalt", wie sie es kennen.

    Kurze Erläuterung, was "kalt machen" bedeutet. Kinder entsetzt, keine Diskussion mehr, eher die Frage, warum das jemand überhaupt schreibt.

    Egal welches Lied einem Bauchweh macht, Kinder sind in der Regel offen. Wenn die Erklärung folgt, warum es Bauchweh macht, sind die Kids eigentlich schnell bereit zuzuhören. Die kindgerechte Erklärung notfalls wirklich vorbereiten, damit das Verständnis auch kommen kann. Autoritär würde ich sowas nicht lösen, es bringt ja keinen weiter, außer den Kindern das Gefühl zu vermitteln, gegen ihre Überzeugung/ihren Wunsch das Gegebene schlucken zu müssen. Meist erzeugt sowas innere Gegenwehr, auch wenn sie schweigen, im Gegensatz dazu, wenn sie verstehen, wo das Problem liegt.

    Ich habe zwei vierte Klassen und würde auch sofort mitmachen.

    Wenn du es auf Klasse 2 und 3 beschränkst, könnte ich es lediglich mal unseren anderen Jahrgängen weitergeben, aber das ist dann über zwei, drei Ecken.


    Ah, ich sehe gerade, keine Kartenkunde erwünscht.

    Beide Klassen hatten bereits ihre Stadt und ihr Bundesland als Einheit, da hatten sie natürlich schon auch Kontakt mit Karten und Legenden. Sag einfach, wenn du uns trotzdem möchtest. Ansonsten kann ich es, wie gesagt, auch gern weitergeben.

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