Beiträge von Andreas231

    Was hat der verdient? Eine gute Englischnote, obwohl er kein Englisch kann?

    Die werden schon keinen Doktortitel oder Nobelpreis dadurch in ihrem Leben erhalten. Dann haben die halt mal ne gute Englischnote.😊
    Gerecht finde ich das nicht.

    Du hast echt keine Ahnung. Besonders kreativ braucht da keiner zu sein.

    Simmt, wenn ich Ahnung hätte, dann würde es zumindest bei mir nie passieren. Davon gehe ich mal nicht aus.
    Bei der Kreativität stimme ich dir eher nicht zu. Die braucht man schon und Mut. 😉

    Es muss trotzdem jeder Schule selbst klären.
    An meiner Schule bin ich die einzige Person in der Schulleitung von 50 Personen.
    Klar könnte ich mehr Aufgaben abgeben und auch Aufsichten übernehmen.
    Habe ich aber nicht so geregelt und das ist auch nicht verboten.
    Als Konrektor bin ich fast jedes Jahr mit auf Klassenfahrt gefahren, nur momentan möchte ich ungern fahren. Aber nicht, weil ich Klassenfahrten ablehne.

    Ergebnisoffene Vergleiche haben aber nicht automatisch etwas mit Neid zu tun. Manchmal sind sie der Ausgangspunkt konstruktiver Gespräche über unterschiedlich empfundene Belastungen, sichtbare und nicht- sichtbare Aufgaven und deren Verteilung. Wo es dann tatsächlich Ungerechtigkeiten gibt durch erkennbar einseitige Belastungen kann dann- ebenfalls neidlos möglich- über andere Verteilungen gesprochen werden.

    Eine SL die ständig erwartet, dass das Kollegium zusätzliche Sonderaktionen, Tagesausflüge, Exkursionen und Co. plant und durchführt, weil das dem Image der Schule hilft, sollte wenigstens einmal im Jahr selbst an so einem Ausflug mitfahren, damit das nicht alles nur am Kollegium hängen bleibt. An Schularten, an denen es keinerlei Beförderungsstellen für eine erweiterte SL gibt müssen dann auch Stundenplanungsteam und Stellvertreter:in eine gewisse Anzahl an Aufsichten übernehmen, da es sonst an Grundschulen, Förderschulen und in der SEK. I mit den teilweise deutlich mehr Aufsichtskräften , die erforderlich sind schlicht unfair wird gegenüber der Vielzahl der KuK, die sich konstant den Allerwertesten abarbeiten ohne Beförderungsoptionen, ohne Entlastungsstunden für die vielen Zusatzaufgaben, die sonst teilweise auf eine erweiterte SL verteilt werden und ohne auch beispielsweise ausreichende Korrekturtage für Prüfungskorrekturen (so es diese überhaupt gibt) zu erhalten.

    Natürlich sollte gesprochen werden und man muss gemeinsam als Kollegium schauen, wie können wir die Belastungen gerecht verteilen. Aber wenn sich jemand beklagt, dann sollte sich diese Person erst einmal selbst fragen, was kann ich tun, um die Situation zu ändern.
    Allgemein gibt es wohl in jedem Kollegium 10 % Papenheimer, die man selten ändern kann. Genau wie die 10% der Schulleitungen, die vielleicht keine gute Arbeit leistet.
    Ungerecht wird es immer bleiben bedingt durch unterschiedliche Schulformen, Schulhöfe etc.
    Man muss immer individuell schauen, ob eine Schulleitung Aufsichten macht oder nicht.

    Ich würde nie auf die Idee kommen zu kontrollieren, wann das Lehrpersonal die Daten in das digitale Klassenbuch einträgt. Dazu fehlt mir auch ein bisschen die Zeit.
    Das Problem ist nur, dass die Alltagshelferin, die Sekretärin und die Schulverwaltungsassistenz bei ihrer Arbeit gehindert werden oder es halt zu Fehlinformationen führt.

    Ich weiß nicht, was das ganze hier soll, aber du schreibst Unsinn.

    Am Anfang des Schultages sind SuS als entschuldigt fehlend eingetragen, im digitalen Klassenbuch kontrolliere ich die Anwesenheit und markiere dann ggf. SuS, die abwesend sind, obwohl sie nicht entschuldigt sind. Das macht man nicht mit dem Klingeln, sondern in einem angemessenen zeitlichen Rahmen, aber am Anfang der Stunde und nicht eine Woche Später aus dem Gedächtnis.

    Kein SuS wird "anwesend gemeldet", sondern SuS werde abwesend gemeldet, wenn sie abwesend sind.

    Ich habe zunehmend den Eindruck, dass hier ist wieder einmal ein "Ich habe keinen Bock auf digitales Klassenbuch und erfinde jetzt Probleme, weil ich nicht möchte, dass irgendjemand überprüfen kann, ob ich meine Arbeit mache"-Thread.

    Sorry, aber ich glaube es wurde falsch verstanden. Oder ihr habt eine andere Technik.
    Wenn in der ersten Stunde ein Kind als fehlen eingetragen wird, es kommt aber verspätet zum Unterricht, wird aber nicht mehr als anwesend korrigiert, dann werden die Eltern angerufen, obwohl es da ist. Deswegen ist es wichtig zeitnah die Eintragung zu bestätigen oder zu ändern.
    Ich habe überhaupt nichts gegen das digitale Klassenbuch.

    Ich habe das Kollegium auch schon darauf hingewiesen. Es geht mir nicht um irgendeine Kontrolle oder Einschränkung der pädagogischen Freiheit.

    Die Alltagshelferin ruft bei den Eltern an und fragt nach, warum ist ihr Kind unentschuldigt fehlt. Das Kind sitzt aber schon längst im Unterricht, hat sich nur verspätet und wurde aber noch nicht als anwesend gemeldet. Daraufhin bekommen die Eltern Panik und suchen ihre Kinder.

    Das ist wenn, dann sehr selten der Fall. Woher hast du denn diese Info?

    Die Info habe ich aus meiner praktischen Erfahrung als Klassenlehrer. Ich glaube in diesem Jahr sind es in Klasse 8 zwei Schüler*innen, bei denen wir den Förderschwerpunkt aufgehoben haben. Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass es dann ein Kind nicht geschafft hat. Ich würde Einsätzen, es sind immer so 10 bis 20%, aber das kann man natürlich nicht so pauschal sagen.

    Wie geht das? Braucht man ein konkretes Projekt, das man einer bestimmten Firma vorschlägt? Oder fragt man vor Weihnachten überall an, ob nicht ein paar Euro übrig sind? Muss man den Schwippschwager vom Chef persönlich kennen oder ruft man im Sekretariat an?

    Ich weiß es wirklich nicht.

    Bei uns ist das in den meisten Fällen mit einem Projekt verbunden. Oftmals muss du den Firmen auch die zweckgebundenen Ausgaben nachweisen. Wir haben auch einige, wenige Firmen, denen ist das total egal.

    Ne, also, meine Kolleginnen, die in der Inklusion unterwegs sind, wissen genau, welche Kinder es auf der Grundschule packen und welche dort einfach verloren sind. Und die, die an der Grundschule verbleiben, bekommen auch keinen Förderbedarf Lernen attestiert.

    Ein Förderschwerpunkt Lernen, mit erstelltem Gutachten inkl IQ-Test vergeht nicht mal eben schnell, wenn das Kind Bock auf Lernen hat.

    Der IQ an sich ist veränderbar, richtig.

    Mit Sicherheit wird das nicht mal eben so gemacht, dass man einen Förderschwerpunkt festhält. Das ist ja auch mit viel Arbeit verbunden. Und wir machen das ja auch noch bis Klasse sieben.
    Aber ich habe schon bei mehreren Schüler*innen den Förderschwerpunkt aufheben lassen und die haben alle mindestens einen guten Hauptschulabschluss erlangt. Ich hatte noch nie einen Schüler oder eine Schülerin die das dann nicht geschafft hat.

    Ein potentiell leistungsstarker Schüler kann bei unzureichender Forderung auch "nur" Durchschnitt bleiben. Ich verstehe die Argumentation von nihilist durchaus. Da wir uns alle nicht vierteilen können, müssen wir uns immer fragen, was uns im Zweifelsfall als Gesellschaft mehr bringt, die Förderung leistungsschwacher Schüler oder die Forderung leistungsstarker Schüler.

    Da niemand (auch Grundschullehrkräfte) regelmäßig bei begrenzten Ressourcen die volle Leistungsbreite zwischen Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und Hochbegabung abdecken kann, sehe ich hier durchaus die Sinnhaftigkeit des gegliederten Schulsystems begründet.

    Genauso ist es wahrscheinlich. Man muss sich halt als Gesellschaft fragen:

    Wollen wir im dreigliedrigen Schulsystem unseren Fokus darauf setzen, die Spitze mehr zu fördern- oder vielleicht durch ein anderes System die Schwächeren eher stärken?

    Im Bereich der Inklusion ist es ja auch nicht selten der Fall, dass Schüler*innen, zum Beispiel mit Förderschwerpunkt Lernen, so motiviert sind an Regelschulen, auch mal normale Noten zu bekommen, dass der Förderschwerpunkt aufgehoben werden kann und diese Schüler*innen einen ganz normalen Abschluss machen.

    Den hätten die Schüler*innen vielleicht an einer Förderschule nicht machen können – aber das ist natürlich auch individuell und nicht pauschal zu sagen. Aber vielleicht kann man dadurch dann Spitzenschüler*innen nicht so gut fördern.

    Ich wiederhole noch einmal meine Frage: Wenn SoS massive Einschränkungen haben und damit im Bereich LH sind, nun aber im Rahmen der Inklusion an einem Gym sind: Wie findet konkret der Unterricht statt? Wie wird differenziert? Wie wird damit umgegangen? Wie wird argumentiert ggü. anderen SuS, die mit entsprechender Empfehlung eben nicht am Gym sondern bspw. in einer HS sind?

    Du schreibst wieder ganz allgemein und eben nicht konkret.

    Wie gesagt: In unseren FH-Reife-Bildungsgängen gehen wir konkret damit um und haben Lösungen/Umgang mit einer sehr heterogenen Schülerschaft in einem Fachabi-Bildungsgang gefunden. Und ich wünsche von dir, dass du weniger allgemein, sondern endlich konkret den Umgang mit der oben genannten Situation beschreibst. Das interessiert mich.

    Sorry, hab ich irgendwie übersehen.
    Genau das finde ich wichtig sich - sich darüber konkret auszutauschen.

    Also: Ich bin nicht an einem Gymnasium tätig, sondern an einer Hauptschule. Meiner Meinung nach kann Inklusion an jeder Schulform gelebt werden. Ich möchte auch noch mal betonen, dass ich mit den momentan Rahmenbedingungen nicht zufrieden bin. Wir haben keine speziellen Differenzierungsräume bekommen. Und waren jetzt auch anderthalb Jahre ohne Sonderpädagogen in diesem Bereich tätig.

    Aber ich glaube trotzdem, dass insgesamt beide Seiten davon profitieren können.

    Konkret sieht das so aus: Jede Lehrpersonen ist einmal allgemein für die Differenzierung zuständig. Bei uns muss extrem viel differenziert werden - für die SuS aus dem Seiteneinstieg, für die Hauptschüler*innen, für die Realschüler*innen und für die Kinder aus der Inklusion.

    Bei der Inklusion helfen MPT-Lehrpersonen und der Sonderpädagoge dem Lehrpersonal z. B. bei der Differenzierung, den Klassenarbeiten und der Benotung (also den Textzeugnissen).
    Besonders bei einer festgelegten äußeren Differenzierung arbeiten die MPT-Kräfte recht selbstständig.
    Im Unterricht ist es dann so, dass die SuS entweder in Kleingruppen beschult werden oder im Teamteaching in der Klasse bleiben. Wann was genau passiert, ist intern geregelt.

    Falls du noch Fragen hast - sehr gerne!

    Äh, nein. In die Oberstufe unter G8 wurde bei uns keines der Kinder mitgenommen. Wie denn auch, da gibts Kurssystem und keine Klassen mehr.

    Ist doch ok. Da gibt es bestimmt unterschiedliche Möglichkeiten.
    Was habt ihr denn gemacht oder würdet es machen?
    Von der Schule schmeißt ihr den Schüler oder die Schülerin wohl nicht.

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