Beiträge von PaPo

    Disqualifiziert es einen eigentlich auch, wenn man Sachargumente pauschal als "keine widersprechende sachlich-inhaltliche Gegenargumente" abtut?

    Außer von Maylin85, der ich wiederum sachlich-inhaltlich widerspreche, kam diesbzgl. nichts. Oder welchen sachlich-inhaltlichen Widerspruch ggü. meinen Argumenten, Erläuterungen etc. meinst du, den ich evtl. übersehen haben könnte? Der mehrmals versuchte Wechsel von der Argumentationsebene der Diskussion über sachlich-inhaltliche u./o. sprachliche Fehler zu 'guten Sitten' i.w.S., falsch verstandenem Respekt u.ä. (Letzteres alles ohne argumentative Elaboration wohlgemerkt) u.ä. sind keine sachlich-inhaltlichen Argumente, sondern Versuche der Diskursverschiebung. Möge man mich Lügen strafen, wenn man kann...

    Wenn du im Namen dieser Gruppe sprichst, könntest du dann etwas genauer erläutern, wie die sich rekrutiert? Wer seid ihr „alle“?

    "[A]lle" ist gleich alle aktiven Kommentatoren hier, inkl. deren (z.B. entsprechende Smileys verteilenden) Laudatoren, die meinen deskriptiven Feststellungen zur objektiven Sachlage und jeweiligen Sachargumenten beim gegenständlichen Thema konkludent ggü. sind, insofern sie zwar ggf. Widerspruch artikulieren, indem sie aber keine entsprechend widersprechende sachlich-inhaltliche Gegenargumente artikulieren, sondern bestenfalls Bauchgefühle, sich im Gros aber lediglich in roten Heringen u.a. Derailmenttaktiken versuchen (bspw. allenfalls abermals 'kuriose' Fragen zur Identität und Anzahl des Gegenübers formulieren, statt konkrete Fragen zu beantworten) - hätten all jene Gegenargumente, würden sie diese ja artikulieren (und ohnehin 'disqualifiziert' einen jeden die proaktive Verwndung von roten Heringen u.ä. anstelle tatsächlicher Argumente). Danke für deine Konkludenz, auch wenn Fakten keiner Zustimmung bedürfen, um Fakten zu sein. :)

    Ich würde mir Sprachunterricht etwas anderes wünschen. Auf gar keinen Fall ein zweites, drittes, viertes Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde sein, sondern tatsächliche Beschäftigung mit der Sprache. Nicht als Nebenprodukt.

    Also im Gros nur Linguistik und Literaturwissenschaft?

    Wissenschaftspropädeutisch fehlte/n dann aber Landeskunde / cultural studies. Und Literaturwissenschaft funktioniert nicht ohne "Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde" etc., ja ein Gros der Linguistik ja auch nicht (Stichwort: Sprachwandel), mal ungeachtet dessen, dass man damit die Schülerschaft wahrscheinl. tatsächlich quasi komplett verlieren würde.

    Also ich bekenne, dass ich für Anglistik so gut wie gar nix gemacht habe und mit 1,3 durchs Examen gegangen bin (Fachdidaktik hats versaut 🙄). Wer gut analysieren und interpretieren kann, schwimmt easy peasy ohne großen Aufwand durch. Geografie, was ich eigentlich interessanter fand, war deutlich lernintensiver und gab im Ergebnis die schlechtere Note. Dass Mathe und Naturwissenschaften im Studium anspruchsvoller sind, würde ich niemals anzweifeln, da braucht man sich auch nichts vormachen.

    Ob Naturwissenschaftler so super in Literaturarbeit sind, weiß ich nun allerdings auch nicht. Generell macht das Aufrechnen auch einfach wenig Sinn.

    Der eigtl. Punkt ist ja, dass dies alles am Ende eher eine Frage des individuellen Typs und nicht eines vermeintl. objektiven Anspruchs ist, obwohl uns manche MINT-Absolventen gerne MINT-Fächer als Nonplusultra des Studienanspruchs verklären wollen.

    Es gibt Menschen, die sind MINT-affin und haben auch keine eklatanten Verständnisprobleme ggü. diesen u./o. jenen geistes-/sozialwissenschaftlichen Inhalten. Es gibt Menschen, die sind MINT-affin, denen erschließen sich geistes-/sozialwissenschafltiche Themen aber überhaupt nicht. Entsprechend gibt es einerseits Menschen, die sind ggü. Geistes-/Sozialwissenschaften affin und auch in diesen u./o. jenen MINT-Disziplinen absolut fit, und andererseits auch menschen, die sind ggü. Geistes-/Sozialwissenschaften affin und haben absolut k.A. von MINT Mathe (und ich konzessiere sogar, dass dies wahrscheinl. mehr als diejenigen sind, die Ahnung haben). Und es gibt alles an Schattierungen dazwischen. Was dem einen anspruchsvoll ist, das erschließt sich dem anderen mühelos und (und umgekehrt), ist insg. eine hochindividuelle Angelegenheit.

    Augenmerk möchte ich auf den Teil "wahrscheinl. mehr als diejenigen [...], die Ahnung haben" legen:

    Jede Disziplin, möchte man wirklich in ihr versiert sein, braucht neben einem gewissen Maß an insg. kognitiv-intellektuellen Kapazitäten auch ein gewisses Maß an Fleiß und an (mehr oder weniger) 'stumpfer' Memorisierung (sofern man seine Disziplin nicht derart durchdrungen hat, dass die inhärenten 'Wirkmechanismen' sich auch ohne derartige Memorisierung erschließen). Ich sehe aber nicht, dass MINT ein höheres Maß an kognitiv-intellektuellen Kapazitäten (d.h. Anspruch) u./o. Memorisierung (auch d.h. Anspruch) erfordert, die Memorisierung einer mathematischen Formel ist aber wohl oftmals im minutiöseren Detail notwendig (damit sie funktionsfähig), als bspw. bei reziproken Interdependenzen sozialwissenschaftlicher Phänomene.

    Ist das ein höherer Anspruch?

    Ich würde dabei bleiben wollen: Es kommt auf das Individuum an. Ungenommen aber, dass wohl diese spezifischen 'Ansprüche' in einigen MINT-Disziplinen statistisch von weniger Menschen erfüllt werden, als in den Geisteswissenschaften. Das ist m.E. aber nicht das gleiche wie ein Unterschied in den Anspruchniveaus.

    Ein anderer Ansatzspunkt um "Anspruch" zu definieren, wäre der Anspruch im Studium seitens der Dozenten etc., die entsprechend härter 'sieben'... das macht die Disziplin aber nicht anspruchsvoller, sondern den Selektionsmechanismus.

    Gleiches gilt für den Faktor 'Zeit', der oftmals als vermeintl. Beleg für mehr Anspruch benutzt wird (bspw. hätten Geistes-Sozialwissenschaftsstudenten mehr Zeit für Partys o.ä. Unsinn - die härtesten Partys feierten bei uns die Mediziner) - d.h. die einen so, die anderen so: Meine vorlesungsfreie Zeit hätte zur Magisterzeit aus jeweils mehreren umfangreichen Seminararbeiten bestanden, inkl. umfangreicher Literaturrecherche, Durchführung von Erhebungen u.ä., hätte ich das nicht parallel in der Vorlesungszeit bereits immer angefertigt. In den Bachelor- und Masterstudiengängen sind mittlerweile zumindest an meiner alma mater die vorlesungsfreien Zeiten mit etlichen Klausuren, Praktika und Co. zugepflastert.

    Aber ja, ungeachtet dessen: Ich habe mein Lehramtstudium in Englisch nach meinem (erfolgreichen) Magisterstudium der Politikwissenschaft, Soziologie und Geshcichte und nach meiner Promotion einige Jahre später als Bacherlor- und Masterstudiengang noch absolviert, zuderm noch die Fachdidaktikanteile in Geschichte nachgeholt. Nichts davon fand ich besonders ehrausfordernd, während links und rechts kräftigst ausgesiebt wurde, insb. noch beim Magisterstudiengang. Ich würde aber niemals behaupten, dass das objektiv irgendwie anspruchsloser wäre als Studienfach XYZ.

    Und käme man mir so, dann könnte man problemlos die Karte Lehramtstudium vs. Magister- und Diplomstudium ausspielen, über die sich früher immer alle aufgeregt haben (obwohl dort tatsächlich die Fachwissenschaft beim Lehramt immer den Kürzeren zog).

    Was btw auch oft übersehen wird: In den Geisteswissenschaften bedient man sich bisweilen auch der mathematischen Methoden der Stochastik, in unterschiedlichem Maße von Disziplin zu Disziplin, Universität zu Universität etc., aber das ist in einigen Disziplinen eigtl. obligatorisch (Psychologie; Soziologie etc.). Mithin ist Stochastik ja prinzipiell auch 'simple' Logik, was ein Teilgebiet der Philosophie (Geisteswissenschaft) ist. Insofern haben wir in diesem Bereich regelmäßig gar nicht die Dichotomie zwischen diesem (m.E. auch nicht sonderlich anspruchsvollen) Teilgebiet der Mathematik und dem gleichen Teilgebiet in den Geisteswissenschaften (das zudem auch die Anwendung stochastischen Wissens zur konkreten Datenerhebung und -analyse in bspw. sozialwissenschaftlichen Kontexten erfordert); m.W.n. ist das auch bspw. im Psychologiestudium "ein sehr häufiger Grund für Studienabbrüche" - in anderen Disziplinen wird es erst komplexer, wenn man selbst empirisch über dem Niveau simpler deskriptiver Statistik forscht, was das Gros der Absolventen nicht betrifft.

    Na ein Glück ist es nicht so. Dann wäre es ja NOCH langweiliger für die Schüler.

    Prinzipiell ist es ja bei jedem Thema auch eine Frage, wie man es präsentiert. Prinzipiell sollte die Vermeidung von Langeweile aber auch nicht usner prägendes Agens sein - ist am Ende ein Kampf, den man nicht gewinnen kann und wir sind auch keine Animateure. Ungeachtet dessen reagieren die Schüler erfahrungsgem. tatsächlich am gelangweilsten (und mehr) bei den Themen "Das Individuum und die Gesellschaft im Wandel", Nigeria, "World at Work" und der x-ten iteration von Globalisierung insg. (womit sie ja in gefühlt jedem Fach überhauft werden). UK, USA und dystopia & utopia gehen immer gut.

    Mithin, einige dieser Themen könnte man auch gut bei USA u./o. UK unterbekommen.

    Was den Schülern mittlerweile wirklich fehlt, ist landeskundliches Wissen. Warum muss ich in einem Fach wie Englisch das x-te Mal Globalisierung machen (da werden die in Erdkunde und Wirtschaft-Politik resp. Sozialwissenschaftnen schon zugemüllt mit), warum identity & gender (wäre eher was für Pädagogik u./o. Soziwalwissenschaften, die ihrem Namen gerecht werden und nicht nur iWirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft sind)?

    Aber wie erwähnt, wäre etwas für 'nen eigenen Thread.

    In meiner Welt geht das Halbjahr bis zum 6.2., aber nun gut. Was Einzelne durch Klausuren verpassen, müssen sie selbstständig nacharbeiten, da "warte" ich nicht. Ich finde eher beim USA-Thema die Zeit knapp, aber nun gut, empfindet jeder anders.

    67-Minuten-Stunden hatte ich auch 7 Jahre lang, bin froh, dass ich das nicht mehr habe 😊

    Mein Fehler, ich war gedanklich bei der Q2 und Leistungsbewertung für das erste Halbjahr derselben am 22. Dezember 2025. Ändert aber im Wesentlichen nichts an meiner Aussage.

    Zitat

    Ich finde eher beim USA-Thema die Zeit knapp, aber nun gut, empfindet jeder anders.

    Ich finde es bei jedem Thema zu knapp. GInge es nach mir, würde ein Q-Jahr ausschl. UK und GB gepaukt, das andere Jahr zum Thema USA.

    Ich habe Informatik (mit Nebenfach Mathematik) und Anglistik studiert. Die meisten Informatik Studenten hätten ein Anglistik Studium geschafft, umgekehrt, not so much.

    Fun Fact: Du hast de facto absolut keine Ahnung, was "[d]ie meisten Informatik Studenten" [sic] und Englischstunden "geschafft" oder nicht geschafft hätten, weder bzgl. deiner eigenen Studienziet, noch bzgl. der Studenten heute. Woher solltest du das auch wissen? Welche diesbzgl. Daten hättest du auch? RIchtig: Da schreibt lediglich das Bauchgefühl, die eigene (überhebliche) Verklärung des eigenen Studiums und ein entsprechendes Bild, welches du von dir und deinen Mitmenschen hast. Das hat ncihtmal das Niveau von simpler anekdotischer Evidenz.

    Zu 'wissen' (wie du meinst), "wieviel" du "und Kommilitonen für Info/Mathe getan habe[n] und wie wenig für Anglistik bzw. andere Geisteswissenschaften", sagt ausschl. etwas über dich aus, nicht über bspw. den Anspruch des Studiums.

    ¯\_(ツ)_/¯

    Bei Nigeria mussten sich alle erst etwas zurecht ruckeln, inzwischen gibt es aber doch nun wirklich zu allen Schwerpunkten ausreichend Material, um damit ein Quartal solide zu füllen. Das ist übrigens auch mehr als ein Monat.

    Das Halbjahr fing am 27. August an und geht bis zum 19. Dezember, das sind abzgl. der Wochenenden und Feiertage 72 Schultage, das sind 2 Monate und 11 Tage für zwei Inhaltsfelder. Sooo viel "mehr als ein Monat" ist das nicht, insb. wenn man bedenkt, dass zumidnest bei uns regelmäßig in den zwei bis drei Wochen an jeweiligen klausurphasen auch insb. die Unterrichtsstunden von Morgens bis Mittags in den Oberstufenkursen entfallen oder die Kurse so dezimiert sind (weil das Gros in Klausuren sitzt),d ass an regulären Unterricht nicht zu denken ist. Wir haben zudem längere Unterrichtstunden als nur 45 Minuten, damit auch nur drei LK-Stunden resp. drei LK-Tage pro Woche. Von den theoretisch 44 LK-Stunden bis zum Halbjahresende entfallen bei mir durch Klausuren, Infoveranstaltungen und Co. mind. über ein Dutzend. Hinzu kommen evtl. Krankheit meinerseits oder durch irgendwelche Infektionskrankrheiten gerrade im Winter dezimierte Kurse. Konservativ gerechnet habe ich also pro Inhaltsfeld 16 Stunden... OK, sind statistisch 5,3 Wochen pro Thema, de facto aber weniger.

    Ob es "ausreichend Material [gibt], um damit ein Quartal solide zu füllen", ist ja auch nicht die Frage, im Gegenteil: Es gibt zu viel, was man nicht mehr hineinbekommt, was aber potenziell relevant ist, insb. in einer solchen Situation allg. Unklarheit.

    Ist aber auch nicht das thema. ;)

    Schön, dass wir alle einig sind,...


    ... (I) dass die Verwendung männlicher Pronomina zur Identifikation biologisch männlicher Personen (die im Text eindeutig derart identifiziert wurden) auch im Rahmen einer Englischklausur in NRW in Jgstf. 13 grundsätzlich i.d.R. keinen Fehler darstellt, so dass jedweder entsprechende Punkteabzug regelmäßig mind. ungerechtfertigt ist:

    Zumindest im Rahmen der obligatorischen comprehension-, analysis- und (wahrscheinl.) im Gros adäquater comment-Aufgaben derartiger Englischklausuren ist keines der offiziellen Kriterien der Leistungsbewertung resp. der zulässigen Korrekturzeichen für die inhaltliche Leistung oder Sprachrichtigkeit einschlägig, außer evtl. dem Pron-Fehler.

    Allerdings ist die Verwendung von biologischem Geschlecht (sex) als objektiver Bezugsnorm in bspw. deskriptiven u./o. sachlich-analytischen Texten sprachlich-inhaltlich und i.S.v. deskriptiver Linguistik korrekt. Es ist definitiv kein "Referenzfehler" o.ä., tatsächlich ist es im Rahmen solcher Aufgaben unerheblich, ob der Autor des Ausgangstextes geschlechtsneutrale Pronomina zur Identifikation einer biologisch männlichen Personen verwendet oder ob er bspw. diese Person im Ausgangstext derart zitiert, diese einen entsprechenden Wunsch artikuliert etc.; diesem "sprachliche[n] Referenzrahmen" hat die Auseinandersetzung im Rahmen der Klausur eben nicht "zu folgen" – woraus soll sich denn eigtl. ein linguistisches(!) Gebot ergeben, intertextuell entsprechende Pronomina übernehmen zu müssen? Deixis – (hier) "eine Person kohärent zu benennen" (Maylin85) – begründet ein vermeintl. derartiges textübergreifendes Gebot jedenfalls nicht, hinreichend ist die sprachlich-sachliche Korrektheit und intratextuelle Kohärenz (die mit sex als Bezugsnorm gewährleistet sind), s. mein Bsp.:

    'In the provided text extract, Bobby Bob, who is described as biologically male and raised as a boy, began to identify as non-binary at age 14, expressing a gender identity that is neither exclusively male nor female. He now calls himself Ashley (which is a gender-neutral first name) and wants to be addressed with gender-neutral pronouns. He [...].'

    Verdeutlichtung: Wenn in einem Text über einen (mglw. gar selbsternannten) König durchgängig 'His Majesty' (bitte keine Diskussion, dass das kein Pronomen i.e.S. ist, es wird ja i.S.e. solchen verwendet) verwendet wird, müssen unsere Schüler dann in den comprehension- u./o. analysis-Aufgaben auch 'His Majesty' verwenden? Nein. Falls jmd. geneigt ist, hier zwischen noun phrases dieser Art bei Adeligen und subjektiver Geschlechtsidentität differenzieren zu wollen, müsste auch äußerst elaboriert erläutert werden, warum gender entsprechende Obligationen bewirken sollte, andere identitätskonstituierende Eigenheiten aber nicht;

    ... und (II) dass allenfalls bestimmte Szenarien in bspw. comment-, hier insb. entsprechende re-creation- u./o. in Mediationsaufgaben denkbar sind, wo gender sachlogisch i.S.e. entsprechenden Aufgabe die entsprechende Bezugsnorm darstellen muss.


    Was hier vermeintl. der tatsächliche Fall war, den Super112 beschreiben wollte? Da haben wir am Ende k.A., aber die Grundsatzdiskussion ist ja dennoch lohnenswert.

    Ich kann nicht für alle Kollegen (m/w/d) deutschlandweit sprechen, aber gerade im Leistungsfach sehen die Curricula nicht nur vor, dass mehr (Teil-)Themen behandelt werden, sondern auch tiefgehender. Daher wäre es nicht unmöglich, aber es würde mich überraschen, wenn der Kollege oder die Kollegin eine Klausur über ein Thema schreiben lässt, das im Unterricht nicht ausreichend behandelt wurde.

    Ungeachtet meines in dubio pro reo (s.o.): Das mit dem "tiefgehender" ist selbst im LK speziell in Englisch in NRW ein frommer Wunsch. Gefühlt jedes Jahr wird in Englisch massiv curricular 'reformiert' des 'Reformierens' wegen und hat man derart viele, derart komplexe, aber gleichzeitig auch derart unzusammenhängende Themen in die gerade einmal ca. 1 1/2 Schuljahre gestopft und es derart 'nebulös' gelassen, was (in Vorbereitung auf das Zentralabitur) eigtl. konkret inhaltlich gelehrt werden soll, dass da nichts wirklich "tiefergehender" ist, leider. :(

    Für die meisten Themen haben wir keinen Monat an Zeit. Mein diesbzgl. Lieblingsbsp., aus dem man irgendwie extrapolieren soll, was inhaltlich gefordert sein könnte: Das Themenfeld "Eine weitere englischsprachige Bezugskultur: Nigeria o Politik, Kultur, Gesellschaft – zwischen Wandel und Tradition o Das Erbe der britischen Herrschaft zwischen Aneignung und Abgrenzung" (Vorgaben Abitur 2026 – Englisch – NEU – 25.08.2025) – präziser wird es nicht...

    Super112

    Zitat

    Das Thema wurde nicht ausreichend im Unterricht besprochen. [...] Ich finde das Thema mehr als bekloppt.

    Während ich dir nach Maßgabe des meinerseits (auf Basis deiner leider bestenfalls kursorischen und infolgedessen nicht sonderlich reliablen Erläuterungen) skizzierten Szenarios (dass das biologische Geschlecht des "junge[n] Mann[es]" im Text gegeben war und der Punkteabzug insb. dem sex-orientierten Personenbezug im Rahmen der comprehension-, analysis- u./o. comment-Aufgabe und nicht bspw. in einem entsprechenden Szenario einer re-creation of text- oder Mediationsaufgabe galt, wie es z.B. Djino skizziert) bzgl. der Fehlsamkeit des Punkteabzugs zustimmen muss (und selsbt wenn du dir das lediglich ausgedacht hast, demosntrieren die Kommentare hier, wie realistisch ein entpsrechendes Szenario tatsächlich bedauerlicherweie ist), muss ich (bzgl. entsprechender Behauptungen von Schülern erfahrungsbedingt) der Behauptung, dass das Thema vermeintl. "nicht ausreichend im Unterricht besprochen [wurde]", mit erheblichen Zweifeln begegnen und in dubio pro reo annehmen, dass die Kollegen an der Schule deiner Tochter hier ordnungsgem. agierten.


    Das Thema ist uns Englischkollegen auch nicht Verfügungsgegenstand, sondern aktuell obligatorisches Thema. Und der (vermeintl.) Fall und die Diskussion hier demonstrieren dann auch, dass das Thema vielleicht gar nicht derart "bekloppt" ist, sondern ein kontemporäres sozio-kulturelles und auch -politisches Politikum (das im Kenrlehrplan btw auch insg. kulturelle Apsekte umfasst und nicht bzgl. geschlechtlicher Identiät begrenzt ist), dass die Lebenswirklichkeit auch der Schüler betrifft und anhand dessen sich exemplifizieren lässt, was eigtl. der Unterschied zwischen (auch lediglich indifferenter) Toleranz und (affirmierender) Akzeptanz ist, welche Bedingungen und Grenzen entsprechende Konzessionen des einem Individuums dem anderen individuum ggü. haben (müssen, können, sollten), was notwendige Bedingungen von Gemeinschaftsfähigkeit (als einem der Erziehungsziele von Schule und zum Zweck der Perpetuierung und Optimierung von Gesellschaft insg.) sind, wie sich die Dynamiken von Diskursen verhalten etc. etc. etc. - alles wunderbare Ansatzpunkte zur Reflexion über sich selbst, andere und Gesellschaft, zur Elaboration der eigenen Position (als Gegengewicht zur unkritisch-affirmativen Haltungsbekundung) in unserer pluralistischen Gesellschaft (was einem anderen Ziel schulischer Erziehung entspricht, der Erziehung zur Eigenverantwortlich- und tatsächlicher sozio-politischer und -kultureller Partizipationsfähigkeit). Notwendige Bedingung dessen ist, dass die Lehrkraft die Schüler nicht mit ihren eigenen Überzeugungen zu überwältigen.

    Aber angesichts des Umfangs dieser Diskussion hier und deiner eigtl. Nichtbeteiligung an dieser muss ich leider glauben, dass es sich so verhält, wie Joker13 mutmaßt.

    Nein. Das ist genau nicht die Definition, die in der Biologie verwendet wird.

    Danke für ein weiteres Beispiel, in dem "biologische Geschlecht" gesagt wird, aber das sog. Hebammengeschlecht gemeint ist.

    Wie "ein weiteres Beispiel" dafür? Wurde entsprechendes hier im Thread bereits artikuliert? Im Gegenteil: Ich präsentierte dir bereits eine "Definition, die in der Biologie verwendet wird" (https://www.nature.com/articles/518288a) – gerne abermals:

    Biologisches Geschlecht bezeichnet beim Menschen ein binäres Spektrum an unterschiedlich konglomerierten Kombinationen aus Gonaden, Chromosomen, Hormonen, somatischen Geschlechtsmerkmalen etc., "a continuum of variation in anatomy/physiology" (Claire Ainsworth). Irgendwie meintest du fälschlicherweise, du hättest dieser Definition, die eben nicht der Definition von Hebammengeschlecht entspricht, inhaltlich widersprochen. Und 'zufälligerweise' konntest du bislang (trotz entsprechender Bitte meinerseits) auch keinerlei (vermeintl.) korrigierende Antwort bieten, wie denn die wirklich wahre "Definition, die in der Biologie verwendet wird", lautet... Honi soit qui mal y pense.........

    Zitat

    Insbesondere wenn man ÜBER jemanden spricht, sollte man das respektvoll tun.

    Insofern hier niemand meine diesbzgl. Fragen beantworten konnte, du aber diese Rede von vermeintl. Respekt wiederholst, gerne auch konkret dir ggü. (abermals) meine entsprechenden Fragen:

    Was meinst du konkret mit "respektvoll" (damit wir eine geminsame Diskussionsgrundlage haben)? Respektieren bedeutet ja i.e.S. 'bestätigen', 'wertschätzen' etc. Darauf basierend meine Frage: Warum "sollte man das [...] tun" und sollte nicht lediglich Toleranz (dort, wo die Idiosynkrasien desjenigen, über den man spricht, nicht die Freiheiten und Rechte anderer negativ beeinträchtigen) üben?

    Was man wirklich tun sollte:

    Man sollte (auch i.S.e. humanistischen Gebots) Menschen als Menschen mit jeweiligem 'Recht' an eigenen Idealen, Bedürfnissen, Perspektiven, Empfindungen, Eigendefinitionen, Verhaltensweisen etc. grundlegend bestätigen und dieses 'Menschein' des Menschen (im Bewusstsein der Unantastbarkeit der Würde des Menschen) im jeweiligen Menschen wertschätzen. Aber:

    • D.h. lediglich, dass man diesen Menschen ihre Ideale, Bedürfnisse, Perspektiven, Empfindungen, Eigendefinitionen, Verhaltensweisen etc. zubilligt und infolge evtl. eines Dissens nicht entwürdigend agiert.

    • D.h. nicht, dass man im Einzelnen all diese Ideale, Bedürfnisse, Perspektiven, Empfindungen, Eigendefinitionen, Verhaltensweisen etc. bedingunglos bestätigt u./o. anderweitig wertschätzt (mal ungeachtet dessen, dass dies regelmäßig infolge evidenter Kontradiktionen auch gar nicht möglich ist).

    Man sollte i.d.S. respektieren, dass ein anderer Mensch, eine biologische Frau bspw., nach eigenem Empfinden transsexuell ist. D.h. dass man diese Person als Mensch mit Empfindungen wertschätzt (ungeachtet dessen, was man von der konkreten Person im Einzefall halten mag) und gewissermaßen bestätigt (eigtl. zugesteht), dass diese Person diese Empfindung hat (wäre auch schwerlich hinterfragbar).

    D.h. aber nicht, dass man bestätigt, dass man diese Person in ihrer "Geschlechtsinkongruenz" bestätigt oder diese "Geschlechtsinkongruenz" gar wertschätzt (vermeintl. 'böser' Vergleich: Einer Person mit Anorexia nervosa ggü. würden wir diese Essstörung ja auch nicht bi.d.S. bestätigen oder gar wertschätzen) und auch nicht, dass man damitevtl. einhergehende Weltanschauungen o.ä. affirmiert, wie bspw. das (ideologische) Kredo 'Transmänner sind Männer' – eine entsprechende Person aber (abseits von Zwängen, wie sie z.B. das SBGG entfalten kann) als 'Herr' oder mit einem selbtgewählten (nichtoffiziellen) männlichen Namen anzusprechen, über diese Person mit männlichen Pronomen zu sprechen o.ä., ist mehr als der skizzierte Respekt, es ist die skizzierte Affirmation.

    Und hier habe ich mehrfach gefragt, wo die Grenzen dieser vermeintl. Handlungsmaxime sein sollen, ob man sich beim Gegenüber nur an deren gender identity zu richten habe (und warum diese höher wiegen soll als die eigenen Befindlichkeiten des Sprechers) oder ob auch andere Wünsche des Gegenübers zur direkten Ansprache desselben oder der Rede über denselben, die auf gleichermaßen persönlichkeitskonstituierenden eigenen Idealen, Bedürfnissen, Perspektiven, Empfindungen, Eigendefinitionen, Verhaltensweisen etc. basieren, das Zeug zur handlungsmaxime haben. Wo sind hier warum dann welche Grenzen? Wenn ich jetzt verlange, dass über mich immer respektvoll als "Ihre Hoheit" gesprochen wird, würdest du dem umstnadslos und ernsthaft nachkommen? Warum nicht?

    Aaaber: Das ist nach wie vor ja ga rnicht das Thema gewesen...

    Ich finde es halt wirklich problematisch, dass Du Dich eben nicht auf die inhaltliche Ebene beschränkst, sondern sofort eine Diskussions- und Diskursanalyse mitlieferst, die Deine Argumentation wohl unterstützen soll, aber auch von ihr ablenkt. Dazu kommt dann die Häufung von Fachbegriffen und die Art, zu zitieren, sodass man sich wie in einem soziologischen Fachartikel fühlt und eben nicht in einer sachlichen Diskussion zum Thema. Das führt - zumindest bei mir - dazu, auch die inhaltliche Ebene zu verlassen und themenfremd zu reagieren.

    Sorry, aber die Argumentation deinerseits ist m.E. nicht sinnig:

    Du schreibst, dass du "die inhaltliche Ebene [...] verlassen und themenfremd [...] reagieren" müsstest, (a) weil ich (vermeintl.) "Fachbegriff[e]" benutze, (b) korrekt zitiere, (c) meine Texte das Rezeptionsniveau benötigten, das ein "soziologische[r] Fachartikel" benötigt, was dir Ausschlusskriterium einer "sachlichen Diskussion zum Thema" ist, und (d) dass meiner Argumentation gleichzeitig eine "Diskussions- und Diskursanalyse" (ich frage mich, ob du die Diskussion / den Diskurs hier oder eine/n allg. meinst)* inhärent sei, die von meiner Diskussion ablenke. Inwiefern sollen (a), (b) und (c) eine "sachlich]e} Diskussion zum Thema" unterminieren, statt (im Gegenteil) dieser protegieren? Sachlichkeit führt zu Unsachlichkeit?!

    Und wenn du meinst, (Teile) meine(r) Argumente seien meiner Argumentation nicht sachdienlich, "ablenken[end]" o.ä., dann benenne mir bitte konkret, welche das sein sollen.

    * Eine allg. "Diskussions- und Diskursanalyse" wird btw m.E. bereits angestoßen, wenn hier das Gros nicht sachlich-inhaltlich 'diskutieren' will, sondern hermetisierend Peer-reüssierend u./o. sich nicht der Sachfrage widmet, inwiefern der vermeintl. Fehler deskriptiv-linguistisch tatsächlich ein Fehler (zur Erinnerung, das hier sind die möglichen Fehler in Oberstufenklausuren im Fach Englisch in NRW – es müsste geklärt werden, welches ggf. einschlägig sein soll, "Pron" ist es jedenfalls nicht: https://lehrplannavigator.nrw.de/system/files/m…en_englisch.pdf, insofern das Bezugssubjekt eindeutig und die Bezugsnorm in comprehension-, analysis- und regelmäßig auch in comment-Aufgaben zweifellos auch das biologische Geschlecht sein kann) sein soll, sondern i.w.S. mit den vermeintl. 'guten Sitten' argumentieren (all das Geschreibe von "Respekt" u.ä. ist ja auch das), dabei aber idiosynkratische Überzeugungen ohne jede argumentative Elaboration (selbst auf expl. Nachfrage hin) zur allg. Norm verklären wollen, aber (ebenfalls trotz merhfachem Hinweis) die Performativität bestimmter Sprachakte ebenso ignorieren wie die eigene Bringschuld zum Belegen der Alternativlosigkeit dieser vermeintl. Norm.

    (ツ)_/¯

    Selbst wenn es anders wäre, müsste man es als Akademiker aushalten und sachlich weiterargumentieren können. Viel schlimmer wäre es, wenn dieses Forum zu einer Echokammer verkommen würde.

    Danke! Ich glaube aber, deine Warnung kam bzgl. dieses Themas zuuu spät:

    Ein "sachlich[es] [W]eiterargumentieren" erfolgte hier ohnehin nicht sonderlich. Man kann in diesem Thread beobachten, wie innerhalb einer "Echokammer" entsprechende (typische) Hermetisierungs- und Konformisierungsprozesse stattfinden, welche Strategien zur Bewältigung kognitiver Dissonanz ihre Anwendung finden: Derailment (zur Vermeidung sachlich-inhaltlicher, daten-, fakten- u./o. argumentbasierter Themendiskussion) mittels allerlei Devalvierungs- und Ridikülisierungsversuchen (z.B. proaktiv-toxische Smileys; Einzeilern wie "Ach Mäuschen, stell dich doch nicht so an", "Mäusschen, ist gut jetzt", "Bin gespannt, ob du es dieses Mal wirklich schaffst" etc.), roter Heringe u.ä., um ggü. dem eigenen Peer (haltungstechnisch) zu reüssieren (das sind eben die "interessante[n] gruppendynamische Prozesse" u.ä.). Funktioniert in 'ner "Echokammer", aber nicht in der Realität außerhalb derselben.

    ¯\_(ツ)_/¯

    Aber auch nur, weil zum Zeitpunkt des Artikels Palästina noch kein Staat war. Inzw. ist er aber ein Staat, der jüngst von Frankreich, Australien, … anerkannt wurde mit der Hamas als Regierung.

    Völkerrechtlich ist die Anerkennung als vermeintl. Staat durch andere Staaten keine hinreichende Bedingung für den Staatscharakter; ein Staat braucht ein Staatsvolk, ein Staatsgebiet und eine (effektive) Staatsgewalt - keine der Bedingungen dürfte erfüllt sein. Aber ja, diese Anerkennungen sind problematisch.

    „Jungs, 'n Kaffee?“

    „Gern!“, „Her damit!“, „Die Idee einer gustatorischen Reizung durch den Konsum eines ‚[k]affee’-artigen Heißgetränks evoziert in mir ein nicht infinitesimales Sentiment, so dass ich zu einer cup keine Antipathie hege.“

    Ich weiß nicht, inwiefern ein abusive / rhetorical ad hominem, der Versuch der Ridikülisierung, in dieser 'Diskussion' sachdienlich sein soll, hätte stattdessen selbst wahrscheinl. eher "[d]as miese Verhalten anderen gegenüber" (z.B. allerlei rote Heringe - inkl. "dämliche[m] Gelache" - statt inhaltlich-argumentativer Replik; Dank für eine Ausnahme abermals an Maylin85) kritisiert. Aber okay, weiß ja jetzt, wie der Hase läuft und dass das Meinungsbild zur eigtl. Thematik hier homogen ist (ich bin ja nicht Don Quijote). ¯\_(ツ)_/¯

    Also gerne nochmal: Beenden wir das doch hier, evtl. bis zum (unwahrscheinlichen) Fall, dass der TE sich wieder meldet, auf Animositätengenese und -pflege habe ich wenig Lust und der sachlich-inhaltliche Austausch ist offenbar vorbei. :)

    Du rüttelst seit 5 Seiten an der basalen Höflichkeit, Menschen ihre Identität zuzugestehen. Du verpackst das in schlau klingende Worte, imposante Abkürzungen und indem du rhetorische Kniffe benennst, aber der Inhalt in dieser Verpackung ist mickrig und gemein. Und ja, das ist ein Verhalten, dass ich üblicherweise als arschig bezeichne.

    Ich rüttel nicht an "basale[r] Höflichkeit, Menschen ihre Identität zuzugestehen" - du ignorierst hier einfach Kommentare meinerseits wie dem sechsten über deinem; gerne abermals: Jede Person soll "leben und zu fühlen, wie sie will [...], die sex/gender roles und expressions [...] leben, die sie leben will etc. etc. etc. Und es geht (wie bereits erläutert) nicht darum, das einer Person 'aufs Brot zu schmieren', dass man dies lediglich toleriert, nicht akzeptiert (s.o.)."

    Nichts anderes habe ich hier geäußert. Widerspricht also deiner Behauptung, denn mein Plädoyer ist es, Identität zu tolerieren (und zur Erinnerung, ich habe gegen ostentative Provokation, Ridikülisierung u.ä. mit Verletzungsabsicht argumentiert), also entgegen dem, was du mir in Abrede stellst, zuzugestehen. Ich stelle aber gleichzeitig fest, dass Affirmation weit über "basal[e] Höflichkeit" hinausgeht (der Höflichkeit ist damit Genüge getan, auf dieses 'aufs Brot schmieren' in face-to-face-Kommunikation zu verzichten - aus Gründend er Pietät könnte man statt Pronomen z.B. die Eigennamen verwenden... aber zum eigtl. Topic: in einer Klausur geht es nicht um diese Form von Pietät).

    Da sind keine rhetorischen Kniffe, meine Argumentation ist (auch) diesbzgl. klar und unmissverständlich.

    Und natürlich haben Menschen das Bedürfnis nach Bestätigung von dem und Respekt (i.e.S.) für das was sie sind seitens anderer Menschen, aber das "Jeder soll nach seiner Façon selig werden“ kann nicht davon abhängen, dass ein jeder einen sprachlich affirmiert, affirmieren muss.

    Was daran "mickrig" ist, dass ich beiden Seiten im Kommunikationsprozess entsprechende Rechte und Freiheiten zugestehe, erschließt sich mir nicht. Was an meiner Argumentation oder gar an meinem Verhalten "arschig" sei (über meine persönliche Überzeugung, geschweige denn über meinen tatsächlichen Umgang in solchen Angelegenheiten habe ich btw hier überhaupt nichts geschrieben), ebenso wenig.

    Zur juristischen Seite: mir ging es nicht um Tatbestandsjuristerei, sondern um den gesellschaftlichen Maßstab. Die bewusste Falschansprache kann durchaus als Ehrverletzung gelten (weswegen ich RosaLaunes Ausführungen zum Punkt Würde auch zustimme) und damit sind wir längst an einem Punkt, an dem Selbstdefinition nicht mehr rein subjektiv ist, sondern und sozial und rechtlich relevant.

    Diesbzgl. widersprechen wir uns gar nicht (s.o.). ;)

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