Bolzbold
Ich stimme dir in fast allem zu, was du geschrieben hast, bis auf das:
Es geht in meinen Augen über die Befügnisse einer Klassenlehrkraft hinaus, sie ist ja nicht mit ihrem Unterricht betroffen. Da könnte auch ein anderer Lehrer den Schüler, der sich vermeintlich zu einer ungewöhnlichen Stunde im Schulhaus befindet, ansprechen. Das ist in der Klassenstufe (7. Klasse) normal, dass man Schüler anspricht, wo es einem komisch vorkommt.
Es geht um die Aufklärung, ob sich der Schüler nicht irgendwo herumdrückt. Der TE hat beim Kollegen nachgefragt und die Anwort bekommen. Wenn er damit ein Problem hat, kann er, wie du geschildert hast, sich dezent erkundigen.
Wenn jemand eigenmächtig Schüler in diesem Alter später kommen lässt, finde ich es ungewöhnlich, da würde ich immer davon ausgehen, dass das abgesprochen ist. Bei Unklarheiten bei ähnlich gelagerten Problemen habe ich immer im Vorfeld die Schulleitung gefragt. Damit ist man auf der sicheren Seite. Im Hintergedanken muss man immer haben, dass es versicherungstechnische Probleme geben könnte. Bezgl. Aufsichtspflicht und Versicherung erwarte ich von Schulleitungen, dass sie da Bescheid wissen und wissen, was geht und was nicht.
Aber es ist nicht die Aufgabe des nicht betroffenen Lehrers, da zu intensiv kontrollieren, sondern es ist zu erwarten, dass der agierende Lehrer sich erkundigt hat und weiß, was er tut.