"Petzen" klingt immer so nach "Mama, der John hat ein Bonbon mehr gegessen als ich". Wir reden hier über strafbares Verhalten, nämlich Betrug. Das hat mit Petzen aus meiner Sicht gar nichts zu tun. Sollte der Kollege seit Wochen Geld von euch klauen, würdet ihr das Anzeigen dieser Tat auch nicht als "petzen" bezeichnen.
Das Gespräch zur Abänderung kann wohl problemlos vom Dienstvorgesetzen geführt werden - dort wird dann auch der entsprechende Druck möglich.
DAs denke ich auch. Man macht das ja nicht gleich, aber irgendwann ist dann die Grenze erreicht.
Eine Kollegin hat sich wohl neulich ins Lehrerzimmer gestellt und gesagt, sie hat keinen Bock auf 2 Vertretungsstunden an einem Tag. Wunder oh Wunder ist sie dann zu einer auch nicht erschienen. Natürlich haben wir dann nicht nur das weitergegeben (denn es musste ja jemand dann eine Plusstunde machen), sondern auch das, was uns zu Ohren gekommen ist. Das Gespräch hat dann stattgefunden, sie hat gesagt, sie hat sich wohl verguckt und solche Dinge würde sie doch nie sagen und sich hinterher beschwert, wie wir schlecht über sie reden könnten. Sorry, aber sie hat dafür gesorgt, dass ich mich teilen musste und über die Treppe hinweg in zwei JÜL-Klassen gleichzeitig sein musste. Wäre also was passiert wäre wohl ich und nicht sie dran gewesen. Da darf ich meinen Unmut und auch das, was mir zu Ohren gekommen ist schon mal weitergeben und empfinde es nicht als Petzen.
Zumal sie nie irgendwas falsch macht und etwas gesagt hat, was negativ ist das bildet sich das komplette Kollegium immer ein (wo übrigens noch mehr Leute nun gefordert haben, dass mal ein Mitarbeitergespräch nötig ist).
Es ist also reiner Selbstschutz und der ist gesund und sollte vorhanden sein!