Hallo SirRatgeber, wie du siehst, läuft das überall ein bisschen anders.
Es gibt einen Bildungsplan, der an der Schule konkret zu einer didaktischen Jahresplanung wird. Das machen aber die Fachkolleg*innen zusammen, so dass ich den fertigen Plan schon habe und der ändert sich auch nicht so schnell.
Für mich selbst habe ich mehr oder weniger genaue Pläne. Und ja, das hat sich im Lauf der Jahre sehr geändert. Ich weiß, wo ich hin will mit meinen Klassen, es ist aber jedes Jahr ein bisschen anders. Ich stelle mich darauf ein, was nicht so schwierig ist, weil ich halt viel Erfahrung habe. Am Anfang muss man genauer planen, später hat man mehr im Kopf und kann auch viel spontaner reagieren, wenn Sachen nicht so klappen oder Klassen Probleme haben.
Was ich empfehlen würde, was ja auch oben schon steht: Die Termine des Jahres im Blick haben, dann aber die Planung "atmen" lassen - also Luft lassen für Eventualitäten aller Art. Und immer in größeren Zusammenhängen planen, nicht von Stunde zu Stunde.
Gerade zum Beispiel habe ich gemerkt, ich hatte den richtigen Stoff, aber die Aufgaben waren doch noch zu schwierig. Dann habe ich mich gleich am Ende der Stunde nochmal hingehockt und zwei, drei leichtere Aufgaben für die nächste Woche vorbereitet. Wobei das in dem Fall schneller ging als "suchen" - selbst dazu bin ich oft zu faul, obwohl ich echt Material in Hülle und Fülle habe. Kommt halt immer drauf an.
Auch wenn ich mit Kolleg*innen spreche: Flexibilität und Entscheidungsfreude sind das A und O ...